Das zweite Gesicht

von Rachel Urquhart 
3,0 Sterne bei15 Bewertungen
Das zweite Gesicht
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Positiv (3):

Düsterer, fesselnder Pageturner.

Kritisch (5):
NicolePs avatar

Mich konnte die Geschichte nicht überzeugen. Sie hat aber durchaus einige Pluspunkte zu bieten und ist gut recherchiert.

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Inhaltsangabe zu "Das zweite Gesicht"

Massachusetts 1842: Die 15-jährige Polly zündet die heimische Farm an, ihr brutaler Vater kommt in den Flammen um. Polly und ihr Bruder müssen fliehen und finden Zuflucht in einer Shaker Gruppe. In dieser religiösen Gemeinschaft mit strengen Regeln wähnt sich Polly sicher vor den Nachstellungen des Privatdetektivs Simon Pryor, der den Fall aufklären soll. In der jungen Shaker-Schwester Charity findet sie eine Freundin und Verbündete. Doch als Polly sich in den Augen der Gemeinschaft als „Seherin“ erweist, als eine Auserwählte mit mystischen Visionen, beobachtet man sie auch hier mehr als genau. Wird Polly unter diesen Umständen weiter ihre wahre Geschichte verheimlichen können?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442714827
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:416 Seiten
Verlag:btb
Erscheinungsdatum:10.04.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    LeseKatzes avatar
    LeseKatzevor einem Jahr
    Das zweite Gesicht

    Inhalt:

    Massachusetts 1842: Die 15-jährige Polly zündet die heimische Farm an, ihr brutaler Vater kommt in den Flammen um. Polly und ihr Bruder müssen fliehen und finden Zuflucht in einer Shaker Gruppe. In dieser religiösen Gemeinschaft mit strengen Regeln wähnt sich Polly sicher vor den Nachstellungen des Privatdetektivs Simon Pryor, der den Fall aufklären soll. In der jungen Shaker-Schwester Charity findet sie eine Freundin und Verbündete. Doch als Polly sich in den Augen der Gemeinschaft als „Seherin“ erweist, als eine Auserwählte mit mystischen Visionen, beobachtet man sie auch hier mehr als genau. Wird Polly unter diesen Umständen weiter ihre wahre Geschichte verheimlichen können?


    Meine Meinung:

    Der Visionist zeigt eine umfassendere Ansicht des Shaker-Lebens und die Trennung von Kindern von ihren Eltern und Geschwistern: Diese Thematik an sich finde ich schon sher traurig aber mich hat der Inhalt sehr angesprochen das ich dieses Buch lesen wollte. Schon alleine dieses wunderschöne Cover ist ein Hingucker, trotz der hellen Farben wirkt es sehr düster. Es passt ideal zur Geschichte.

    Die junge Polly hat einen Vater, der sie vergewaltigt hat, der Trunkenmann ist, der sie und ihre Mutter schlägt und ihren jüngeren Bruder hirngeschädigt hat. Wenn ihr Haus niederbrennt, sammelt sie ihre Mutter, ihren Bruder und geht. Ihre Mutter legt die Kinder bei der örtlichen Shaker-Siedlung ab. Die Arbeit ähnelt dem, was Polly gewohnt ist, aber das Tanzen in der ersten Besprechung, die sie besucht, macht ihre Rückblende zu ihrem Vater und die Schüttler denken, dass sie ihr erster Visionist ist. Sie sagt ihnen, sie sah Engel.Der Roman findet in der Mitte des 19. Jahrhunderts Neu-England statt und ist in einer fiktiven Shaker-Gemeinschaft zentriert. Polly versehentlich versöhnt sich als Visionist, der die Liebe des Gründers während der Ekstase ihres ersten Gottesdienstes sieht. Die Beschreibungen der Entzückung der Gläubigen und das Vergnügen eines einfachen Lebens greifen den Leser ein, auch wenn Polly in die Siedlung eingewebt ist. Doch die Fissuren im Dorf erscheinen, und das Gift der Welt bleibt im Herzen. In den Herzen ihres einen wahren Freundes und in der Stärkung der Entschlossenheit des Feuerforschers, ihr zu helfen, sehe ich die Spuren des wahren Geistes.Das Buch ist in Kapitel aufgeteilt und in drei verschiedene Erzählperspektiven erzählt es handelt sich hier um Polly Charity und Simon.Mir hat am besten die Erzählperspektive von Polly gefallen, ich mochte sie als Charakter und man hat mit ihr gefühlt und mitgefiebert.
    Schwester Charity fand ich meiner Meinung nach mittelmäßig, was daran lag das ich mich mit ihr nicht ganz anfreunden konnte,Sie ist eine wahre Gläubige. Sie wurde als Baby zu den Shakern.gebracht. Ich fand sie zu Beginn ein wenig hochnäsig die sich für was besseres hält, aber dann passiert auch ihr ein schlimmen Schicksalschlag. 

    Simon Pryoer fand ich als Protagonist sympatisch er muss die Pollys Mutter finden und die Frage klären, wem das Land jetzt eigenltich gehört.. Gerade seine Sichtweise hat mir gut gefallen denn dann hat die Geschichte nach und nach Fahrt angenommen.
    Jedoch hatte ich am Anfang doch ein wenig meine Schwierigkeiten in die Story reinzu kommen ich fand es tewilweise etwas verwirrende und der Schreibstil fand ich zäh.

    Fazit: Es war ein mittelmäßger historischer Roman der meiner Meinung nach mehr potenzial haben konnte, dennoch fand ich ich die Thematik gut.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor einem Jahr
    Kurzmeinung: Düsterer, fesselnder Pageturner.
    Düsterer Pageturner!

    Auf diese Geschichte war ich sehr gespannt, weil ich die Zeit und das Setting sehr spannend finde.

    Massachusetts 1842: Die 15-jährige Polly zündet die heimische Farm an, ihr brutaler Vater kommt in den Flammen um. Polly und ihr Bruder müssen fliehen und finden Zuflucht in einer Shaker Gruppe. In dieser religiösen Gemeinschaft mit strengen Regeln wähnt sich Polly sicher vor den Nachstellungen des Privatdetektivs Simon Pryor, der den Fall aufklären soll. In der jungen Shaker-Schwester Charity findet sie eine Freundin und Verbündete. Doch als Polly sich in den Augen der Gemeinschaft als „Seherin“ erweist, als eine Auserwählte mit mystischen Visionen, beobachtet man sie auch hier mehr als genau. Wird Polly unter diesen Umständen weiter ihre wahre Geschichte verheimlichen können?

    Rachel Urquhart ist Journalistin und Autorin, sie schreibt u.a. für The New Yorker, Elle, New York Times und Vogue. "Das zweite Gesicht" ist ihr Romandebüt. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Söhnen in Brooklyn.

    "Das zweite Gesicht" ist der erste Debütroman von Rachel Urquhart und ist erschienen am 10.04.2017. Das Taschenbuch mit 416 Seiten kostet 9,99€, die Kindle Edition 8,99€. Die Geschichte 2014 zuerst auf Englisch 2014 unter dem Namen "The Visionist" erschienen. 

    Polly ist ein Teeniemädchen, ihr Bruder ist noch klein, beide werden des Öfteren von ihrem brutalen Vater misshandelt. Dadurch hatte ich sofort Mitleid mit ihr und war ziemlich wütend auf den Vater, mein Beschützerinstinkt war also geweckt. Nach dem Brand und des Todes des Vaters werden Polly und ihr kleiner Bruder zu den Shakern gebracht und verschwindet dann. Polly und Ben werden getrennt, weil es in dem Kulturkreis dort üblich ist, erstmal fühlt sich Polly sicher.

    Der Schreibstil der Autorin ist sehr ehrlich, teilweise sogar ziemlich derb, gerade am Anfang, wo der Vater noch lebt und Gewalt an der Tagesordnung ist, ich musste einige Male kräftig schlucken. Wenn man so etwas nicht mag, oder nicht gut lesen kann, ist man hier nicht gut beraten.

    In der Geschichte gibt es drei Protagonisten: Polly, die wir ganz zu Anfang kennenlernen, Shaker-Schwester Charity, von der ich anfangs nicht so begeistert war, weil ich sie für arrogant gehalten habe, und zu guter Letzt Simon Pryor, dessen Erzählstil sich von dem der Mädchen sehr unterscheidet. Die Erzählperspektiven fand ich großartig, es hat die Geschichte für mich sehr abwechslungsreich gestaltet. Polly mochte ich jedoch am liebsten, wahrscheinlich, weil ich sie direkt zu Anfang ins Herz geschlossen habe. Die verschiedenen Perspektiven laufen irgendwann zusammen, wie das geplottet war, hat mir gut gefallen.

    Ich habe durch die Geschichte auch einige Fakten mitbekommen, die auch zutreffen, ich habe einige davon selbst recherchiert, weil mich fremde Kulturen grundsätzlich sehr interessieren. Die Recherche zu dem kompletten Buch wird also aufwendig gewesen sein, die Autorin hat sich sorgfältig damit auseinander gesetzt, was ich gerade bei historischen Romanen sehr wichtig finde.

    Für Fans von historischen Romanen definitiv eine Empfehlung.

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    BubuBubus avatar
    BubuBubuvor einem Jahr
    Gute Idee - konnte mich aber leider nicht überzeugen

    Massachusetts, Oktober 1842, Polly Kimball zündet nach etlichen Misshandlungen durch ihren Vater die heimische Farm an. Die Mutter und ihr kleiner Bruder fliehen mit ihr, ihr brutaler Vater erliegt den Flammen. In einer Shaker-Gemeinde finden sie Zuflucht, doch die Mutter zieht ohne ihre Kinder weiter und lässt sie in der strenggläubigen Gemeinde zurück.
    In der Shaker-Schwester Charity findet sie eine Freundin, doch als sich Polly als „Seherin“ herausstellt, beäugt die Gemeinde sie genauer. Dazu kommt, das Simon Pryor, ein Brandschutzinspektor, den Brand der heimischen Farm und den Tod des Vaters Silas Kimball näher untersucht und sich auf die Suche nach den Hinterbliebenen ist um den mysteriösen Fall aufzuklären. So rückt Polly in den Vordergrund der Ermittlungen und ihr altes Leben holt sie ein,

    Der Klappentext und das Cover haben mich direkt angesprochen. Ich habe mir eine spannende Geschichte in Amerika des 19.Jahrhunderts erwartet, aber leider nur teilweise geboten bekommen. Da ich nicht wusste was die Shaker sind, habe ich erstmal recherchiert und würde dies auch jedem empfehlen.  Mutter Ann, welche sehr oft in dem Buch genannt wird, hat eine historische Bedeutung in der Geschichte der Shaker und in dem Buch wird dies leider nicht zur Geltung gebracht, was ich sehr schade finde, da man die Anbetung ihre Person sonst nicht nachvollziehen kann.
    Die Geschichte wird aus drei sehr unterschiedlichen Perspektiven erzählt, Polly Kimballs Geschichte wird aus der Erzähler-Perspektive geschildert, Schwester Charitys Sicht aus der Ich –Perspektive und ebenfalls aus der Ich-Perspektive  Brandinspektor Pryor, welcher sich direkt an den Leser wendet. Dadurch hat die Geschichte mehr Tiefe erhalten als erwartet. Dennoch konnten mich die Charaktere nicht überzeugen, besonders Polly, die sich sehr schnell in die Shaker Gemeinde eingelebt hat, blieb mir sehr fern. Am liebsten mochte ich tatsächlich den Brandinspektor und die Eldress Agnes, deren Charaktere meiner Meinung nach am besten ausgearbeitet wurden.
    Der Schreibstil war teilweise sehr holprig und hat mich im Lesefluss stark beinträchtig. Spannung konnte die Autorin bei mir leider auch nicht erzeugen.
    Jedoch hatte die Geschichte teilweise sehr interessante Stellen, jedoch hat mit der größte Teil der Story, der Aufenthalt in der Shaker-Gemeinde, nicht überzeugen können. Hier wird mehr auf die Riten der religiösen Gemeinde eingegangen, als auf die Story selbst.
    Die Grundidee finde ich gut, die Umsetzung leider nicht. „Das zweite Gesicht“ ist der Debut-Roman von Rachel Urquhart, welcher definitiv Potenzial hatte. Ich behalte Autorin im Auge, da mir ihr historisches Wissen zugesagt, ebenfalls ihre Idee. 


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    KristinSchoellkopfs avatar
    KristinSchoellkopfvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein Werk mit Schwachstellen!
    Fakten und wenig Handlung

    Ein historischer Roman ist für mich ein ganz besonderes Werk. Es versetzt Leser nicht nur in eine ganz andere Welt, sondern kann die Sicht auf längst Vergangenes vollkommen auf den Kopf stellen. Doch ein solches Werk muss den Leser erreichen können, um ihn zu bewegen…

    Ich bin fasziniert von Geschichten, die sich um vermeintlich religiöse Gemeinschaften drehen und dazu den Leser beeindruckt zurücklassen. Doch leider verzettelt sich Rachel Urquhart in „Das zweite Gesicht“ in Beschreibungen rund um die Geschichte, sodass die wahre Geschichte zu kurz kommt. Der Leser hat das Gefühl, auf der Stelle zu treten und irgendwann nicht mehr zu wissen, was für das Geschehen überhaupt noch relevant ist.

    Die Fakten sind sehr detailliert wiedergegeben, was mich sehr beeindruckt hat. Allein die Umsetzung, ebendiese Ergebnisse der Recherchearbeit in einen Roman einzubauen, schlagen – meiner Meinung nach – fehl. Die Charaktere jedoch sind sehr authentisch und spiegeln die verschiedenen Typen der Gesellschaft wieder, was ich als sehr gelungen empfand.

    Rachel Urquhart beweist auch im Schreibstil großes Können, jedoch leider nicht in der Unterhaltungsliteratur. Ich könnte mir die Autorin sehr gut als Verfasserin von Fachliteratur vorstellen, jedoch um den historischen Roman überzeugend zu gestalten, fehlten mir die Gefühle und die Authentizität in der Sprache.

    Doch wen das Thema interessiert und wer keine fesselnde Handlung erwartet, könnte den Roman als stimmig bewerten.

    FazitDas zweite Gesicht von Rachel Urquhart weist einige Schwachstellen auf, auch wenn es durch Fakten und Schilderungen beeindrucken kann.

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    DiewirklichwichtigenDingevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Bedrückende Atmosphäre die mich gefesselt hat
    Bedrückende Atmosphäre die mich gefesselt hat

    Das war ein Buch, das mich aufgrund des Covers angesprochen hat. Ich mag die Farben und die Atmosphäre.

    Die Geschichte:

    Im Jahr 1842 zündet die 15-jährige Polly Kimball versehenlich die Farm ihrer Eltern an und ihr Vater verbrennt. Sie schafft es zusammen mit ihrer Mutter und ihrem Bruder den Flammen zu entgehen.
    Pollys Vater war ein Tyrann, der sich an ihr vergangen hat, ihren Bruder fast getötet hätte und ihre Mutter schlug. Es ist für die drei daher eine Erlösung von der Farm und der Vergangenheit fliehen zu können.

    Pollys Mutter bringt ihre Kinder zur benachbarten Shaker-Gemeinde, einer Glaubensgemeinschaft, in der Arbeit und ein klösterliches, zölibatäres Gemeindeleben den Alltag prägen.

    Die Kinder werden dort aufgenommen und werden ein Teil der Gemeinde. Über Polly schwebt jedoch die ganze Zeit die Angst, dass ihre Tat entdeckt werden oder womöglich ihr Vater zurück kommen könnte.

    Die fühlt sich schuldig und für sie verschwimmen die Begebenheiten der Brandnacht. Sie ist sich nicht mehr sicher, ob sie das Feuer absichtlich gelegt hat, oder ob es ein Versehen war.

    Bei den Shakern wird jedes neue Mitglied früher oder später zu einer Lebensbeichte gezwungen. Vor dieser Beichte graut es Polly weil sie Angst hat, verstoßen zu werden, wenn die vermeintliche Wahrheit ans Licht kommt.

    In der Gemeinde findet sie dennoch ihren Platz, als sie bei einer Zusammenkunft plötzlich seherische Fähigkeiten zeigt und eine Vision hat. Ihre liebste Vertraute, Schwester Charity, die selbst in der Stadt der Hoffnung aufgewachsen ist, ist ihr ein Anker und eine große Hilfe.

    Als ein Brandinspektor den Brand untersucht und Fragen stellt, droht alles aufzufliegen.

    Die Geschichte wird aus den Blickwinkeln von Polly, Schwester Charity und dem Brandermittler Simon Pryor erzählt.

    Meine Meinung zum Buch:

    Kennt ihr diese Bücher, die nachwirken? Dieses ist so eins für mich. Ich habe ein bedrücktes Gefühl von diesem Buch mitgenommen und musste über einige Szenen immer wieder nachdenken. Das ist ein gutes Zeichen.

    Den wechselnden erzählenden Personen kann man gut folgen. Die Geschichte ist spannend und eingängig erzählt.

    Eine Weile hatte ich zwar das Gefühl, dass sie mich nirgendwo hin führte und - wenn auch nicht langweilig - vor sich hin lief, aber das ging vorbei. Am Ende gibt es keine Moral von der Geschichte oder eine Lösung. Aber wie sollte die auch aussehen?

    Es ist ein sehr gelungener Roman und ich kann ihn sehr empfehlen.


     

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    Susi180s avatar
    Susi180vor einem Jahr
    Absolut nicht meins

    Massachusetts 1842: Die 15-jährige Polly zündet die heimische Farm an, ihr brutaler Vater kommt in den Flammen um. Polly und ihr Bruder müssen fliehen und finden Zuflucht in einer Shaker Gruppe. In dieser religiösen Gemeinschaft mit strengen Regeln wähnt sich Polly sicher vor den Nachstellungen des Privatdetektivs Simon Pryor, der den Fall aufklären soll. In der jungen Shaker-Schwester Charity findet sie eine Freundin und Verbündete. Doch als Polly sich in den Augen der Gemeinschaft als „Seherin“ erweist, als eine Auserwählte mit mystischen Visionen, beobachtet man sie auch hier mehr als genau. Wird Polly unter diesen Umständen weiter ihre wahre Geschichte verheimlichen können?

    Die Autorin:

    Rachel Urquhart ist Journalistin und Autorin, sie schreibt u.a. für The New Yorker, Elle, New York Times und Vogue. "Das zweite Gesicht" ist ihr Romandebüt. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Söhnen in Brooklyn.

    Almuth Carstens, 1948 in Kiel geboren, hat u. a. Soziologie studiert und lebte längere Zeit in Amerika. Sie ist Übersetzerin von u. a. Kathy Acker, Jane Rogers, Alice Sebold und Jeff Talarigo. Sie lebt heute in Berlin.

    Meine Meinung:

    Tja was soll ich zu dieser Geschichte sagen. Ich war so neugierig auf die Handlung und am Ende konnte es mich doch nicht begeistern.

    Die Story an sich finde ich wirklich spannend und man hätte so viel mehr aus der Geschichte machen können. Zudem hatte ich Probleme in die Geschichte zu kommen. Mir war der Schreibstil teilweise zu holprig und irgendwie überhaupt nicht bildhaft.

    Die Personen konnten mir nicht ans Herz wachsen. Ich finde, die Autorin hat ihnen keine Tiefe gegeben und so konnte sie mich auch nicht berühren. Wue schon erwähnt, war die Handlung der Geschichte spannend aber leider wurde sie nicht gut umgesetzt. Kein Buch was mich total fesseln konnte oder wo ich regelrecht gefangen war. Ich habe es gelesen aber die Geschichte wird wohl auch schnell wieder verblassen.

    Schade, die Grundidee war toll. Leider keine Empfehlung von mir

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    Rena1986s avatar
    Rena1986vor einem Jahr
    Das zweite Gesicht

    Die eigentliche Handlung ist eingebettet in Beschreibungen über eine Shaker Gemeinde und deren Alltag. Diesen Teil fand ich äußerst spannend und ansprechend. Wahrscheinlich hat man irgendwann schon einmal den Begriff Shaker gehört oder gelesen, aber kaum jemand wird heute noch wissen, wie diese Gemeinden gelebt haben. Befremdlich, aber spannend!

    Außerdem gibt es da noch den Handlungsstrang des Brandermittlers. Es ist wirklich faszinierend was ohne die heutige Technik damals schon alleine durch genaue Beobachtungen möglich war. Brandinspektor Simon Pryor hat mit gut gefallen und war mir sehr sympathisch. Ein wirklich kluger und mitfühlender junger Mann.

    Auch die anderen Charaktere sind sehr tiefgründig und real ausgearbeitet. Am besten ist mir die Eldress in Erinnerung geblieben. Eine der Älteste in der Shaker Gemeinde, die ihr Leben lang an diesem Ort verbracht hat und der oberflächlich das Wohl des kleinen Benjamin am Herzen liegt. Im Grunde besticht sie aber, finde ich, durch ihre eher weltlichen Züge wie Habgier.

    Alles in allem kann ich „Das zweite Gesicht“ empfehlen obwohl die Geschichte einige Längen aufweist in der kaum etwas die Handlung brauchbar weiter treibt. Warum ich das Buch trotzdem empfehlen kann? Die Geschichte hat einfach was und punktet mit ein paar geschickt eingebauten historischen Fakten.

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    NicolePvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Mich konnte die Geschichte nicht überzeugen. Sie hat aber durchaus einige Pluspunkte zu bieten und ist gut recherchiert.
    Das zweite Gesicht

    Nachdem ihr tyrannischer Vater bei einem Brand ums Leben kommt, finden die 15-jährige Polly und ihr kleiner Bruder im Jahre 1842 bei den Shakern eine neue Bleibe. Die Shaker sind eine religiöse Gemeinschaft, die nach ihren eigenen Regeln lebt. In Charity, einer jungen Shaker-Schwester, findet Polly eine Vertraute. Doch die schlimmsten Geschehnisse aus der Vergangenheit kann sie Charity nicht anvertrauen.

    Dann wird aus Polly eine sogenannte „Seherin“ – eine Auserwählte. Somit hat sie viel Aufmerksamkeit und wird von vielen Augen beobachtet. Kommen jetzt ihre Geheimnisse ans Licht? Dann findet Brandinspektor Simon Pryor heraus, dass der Brand kein Unfall war.

    Was nach einer spannenden Geschichte klingt, enttäuschte mich doch sehr. Es gibt drei Arten, in denen die Geschichte erzählt wird. Polly in der dritten Person, Charity als „Ich-Erzählerin“, ebenso wie Pryor. Dieser wendet sich dabei auch mal direkt an den Leser. Die Geschichte ist gut strukturiert, und man merkt, dass sich Autorin Rachel Urquhart vor dem Roman ausführlich mit der Gemeinschaft der Shaker befasst hat. Pollys Zeit in dieser Gemeinschaft ist der Schwerpunkt in diesem Roman. Als Leser erfährt man so einiges über diese Außenseiter in Amerika.

    Jedoch bleibt die Geschichte an sich flach. Pollys Zeit vor den Shakern ist voller Leid, wie der Leser zu Beginn erfährt. Aber richtig in die Tiefe geht es nicht. Leider ist es mir nicht gelungen, eine Beziehung zu Polly oder einer anderen Figur aufzubauen.

    Beim Lesen der Beschreibung zu Beginn des Buches hatte ich die Vorstellung, dass der Brandinspektor und die Ermittlungen ein wichtiger Teil der Geschichte wären. Leider rücken diese Ermittlungen zugunsten der Beschreibung und Vergangenheit Pryors zu sehr in den Hintergrund.

    Auch hatte ich eine gewisse Spannung in der Handlung erwartet, doch kaum war mal ein Hauch Spannung zu spüren, war sie schon wieder vorbei. „Das zweite Gesicht“ konnte mich leider nicht fesseln. Die Seiten zogen sich trotz eines guten Schreibstils während des Lesens nur so dahin.

    Es war ein interessanter Einblick in das Leben von Shakern, ihrer Gemeinschaft mit den doch sehr speziellen Riten und Regeln, die es heute wohl nicht mehr gibt. Wenn ihr das Buch lesen möchtet, erwartet kein Familiendrama oder einen hochspannenden Roman mit Aufklärung des Falles durch Pryor.

    Mich konnte die Geschichte nicht überzeugen. Sie hat aber durchaus einige Pluspunkte zu bieten und ist gut recherchiert. Daher ist dieser Roman für mich eindeutig Geschmackssache.

    Ich danke dem Bloggerportal und dem btb-Verlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplares.

    Weitere Rezensionen unter www.nicole-plath.de

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    XxNuriyaxXs avatar
    XxNuriyaxXvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Nicht so mein Fall, hatte viele Längen.
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    Naddiwises avatar
    Naddiwisevor 9 Monaten

    Gespräche aus der Community zum Buch

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