Rachel Weaver

 4.4 Sterne bei 46 Bewertungen

Lebenslauf von Rachel Weaver

Die US-Amerikanerin Rachel Weaver ist Naturforscherin und arbeitete für den Alaska Forest Service. Sie hat aber auch einen Abschluss in "Writing and Poetics". Ihr Debütroman "Die Stille unter dem Eis" erscheint im Herbst 2015 bei pendo. Weaver lebt mit ihrer Familie in Colorado.

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Die Stille unter dem Eis

Die Stille unter dem Eis

 (46)
Erschienen am 12.01.2017

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AnjaLG87s avatar

Rezension zu "Die Stille unter dem Eis" von Rachel Weaver

Tolle Atmosphäre und spannende Geschichte
AnjaLG87vor 7 Monaten

"Die Stille unter dem Eis" hat mir sehr gut gefallen: Die Atmosphäre auf der Straße, im Leuchtturm, an der Küste wird toll beschrieben und ruft eine wohlige Gänsehaut hervor. Dazu noch die Geschichte rund um die "Leichen im Keller", die jeder von uns hat und die unsere Lebensweisen und Beziehungen beeinflussen und mit denen die beiden Protagonisten zu kämpfen haben... Spannend und lesenswert!

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lui_1907s avatar

Rezension zu "Die Stille unter dem Eis" von Rachel Weaver

Vergangenheitsbewältigung mal anders
lui_1907vor 9 Monaten

Inhalt

Anna trampt durch Alaska, als der junge Fischer Kyle sie auf der Straße aufsammelt und in seinem Pick-up mitnimmt. Sie werden ein Liebespaar. Als man ihnen anbietet, den Winter in einem abgelegenen Leuchtturm auf einem kleinen Felsen vor der Küste Alaskas zu verbringen, stimmen sie zu. Das perfekte Abenteuer für das junge Paar. Doch in der Einsamkeit der Wildnis und dem immer gnadenloser hereinbrechenden Winter Alaskas wird klar, dass beide ihre Geheimnisse haben...

 


Rachel Weaver nimmt uns mit auf eine kleine Reise nach Alaska. Mir gefiel das Buch „Die Stille unter dem Eis“ sehr gut – es ist ein leises Buch über zwei junge Menschen, die mit ihrer Vergangenheit zu hadern haben (Anna, die Gletscherwanderungen anbot und dabei ein junges Mädchen umkam und Kyle, der vom Vater als Kind verlassen wurde). Man liest das Buch wirklich schnell durch, ist die Sprache von Weaver doch sehr schön und bildlich. Mir gefiel auch die Entwicklung der beiden Figuren sehr gut – die Beziehung beginnt leicht und locker, wird dann aber während der Zeit im Leuchtturm auf die Probe gestellt. Vor allem da Kyle mit der Abgeschiedenheit sehr zu kämpfen hat, Anna hingegen diese genießt.


Fazit: Ein wirklich schönes Buch über eine Beziehung mit Tiefgang

 

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schnaeppchenjaegerins avatar

Rezension zu "Die Stille unter dem Eis" von Rachel Weaver

Spannendes Psychodrama über Einsamkeit, Schuld, Vergebung und der Auseinandersetzung mit sich selbst
schnaeppchenjaegerinvor einem Jahr

Die rast- und ruhelose Anna Richards ist begeisterte Kletterin und hat bereits so manchen Gletscher erklommen. In Alaska begegnet sie dem Fischer Kyle McAllin, der die Tramperin in seinem Pickup auf dem Weg nach Süden mitnimmt. Die beiden, die sich bisher mit Gelegenheitsjobs durchgeschlagen haben, verlieben sich ineinander und entscheiden sich dafür, neun Monate auf der unbewohnten Insel Hibler Rock zu verbringen und dort als Leuchtturmwärter zu arbeiten. 
Bereits in der ersten Nacht nach der Ankunft geht alles schief, als ihr Boot mit sämtlichen Vorräten und persönlichen Gegenständen sinkt und auch der Motor des Bootes daraufhin defekt ist. Kyle schafft es jedoch, einen alten Außenbordmotor aus einem Schuppen wieder flott zu machen, so dass sie sich mühsam auf den Weg in die nächstgelegene Stadt machen, um von ihrem Ersparten ein wenig Kleidung, Lebensmittel und Wasser zu kaufen. Anschließend begeben sie sich voller Elan daran, den seit 1978 unbewohnten Leuchtturm für sich einzurichten, einen Verschlag für Feuerholz und ein Gewächshaus zu bauen, damit sie möglichst autark auf der Insel leben können, denn im Winter wird durch den Wind und starken Wellengang keine Möglichkeit mehr bestehen, auf das Festland zu gelangen. 
Das Paar, das sich noch nicht lange kennt, gelangt bald körperlich und emotional an seine Grenzen und merken, dass jeder für sich Geheimnisse verbirgt, die er dem anderen nicht Preis geben möchte und dass sie den Aufenthalt auf der Insel und die Einsamkeit nutzen, um vor der Vergangenheit wegzulaufen und sich zu verstecken. 
Der Roman in der Ich-Form aus der Sicht von Anna geschrieben und vermittelt eine durchweg melancholische Stimmung. Der Schreibstil der Autorin hat mich an die Romane von Lucy Clarke erinnert, deren Bücher auch immer (traurige) Schicksale von jungen Frauen zum Thema haben. 
Anna und Kyle sind beide Abenteurer und Einzelgänger, die in der Vergangenheit etwas erlebt haben, das sie nicht ganz verarbeitet haben, vor dem sie weglaufen und über das sie mit dem anderen nicht reden möchten. Als Paar ziehen sie  sich gemeinsam auf die Insel zurück, halten sich aber gegenseitig auf Distanz und gehen dort getrennter Wege oder üben Kritik am anderen. Während Anna mit dem mangelnden Komfort gut zurecht kommt, ist es vor allem Kyle, der das einsame Dasein nicht erträgt. Nach einem Vorfall auf dem Meer kehrt Kyle nicht mehr auf die Insel zurück und Anna ist ohne zu wissen weshalb, auf sich allein gestellt. 
"Die Stille unter dem Eis" ist ein leises, aber durchweg spannendes Psychodrama, das von zwei Menschen handelt, die beide mit einem unverarbeiteten Trauma leben, sich zufällig begegnen und zusammentun. Während man bei Anna durch ihre Erinnerungen in Rückblenden erfährt, woran sie leidet, ist der Leser so wie Anna auch im Unklaren, was mit Kyle los ist. Darüber hinaus ist es spannend zu erfahren, welche Verbindung es zu dem letzten Leuchtturmwärter William Harris gibt, auf den sie im Leuchtturm Hinweise finden und der im Jahr 1978 spurlos verschwunden ist.  
Es ist ein atmosphärischer Roman, bei dem man sich unmittelbar nach Alaska und Hibler Rock versetzt fühlt, die Kälte des Windes und die raue See spürt, eine Geschichte mit authentischen Charakteren über Einsamkeit, Schuld, Vergebung und der Auseinandersetzung mit sich selbst. 

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