Radek Knapp Der Gipfeldieb

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Inhaltsangabe zu „Der Gipfeldieb“ von Radek Knapp

Ludwik Wiewurka ist der Melancholiker unter den Wiener Heizungsablesern: Er besucht die Wohnungen der Stadt und ergründet ganz nebenbei die Gemütsverfassung nicht zuletzt seiner weiblichen Kunden. Dabei gilt sein eigentliches Interesse neuerdings aber seiner Staatsangehörigkeit – denn Ludwik ist gebürtiger Pole und soll nun endlich Österreicher werden. Doch dieser Status ist nicht umsonst zu haben. – Radek Knapp beschert uns mit seinem »Gipfeldieb« ein äußerst zeitgemäßes Buch über das Fremdsein in der Heimat und zugleich einen listigen, hoch originellen Schelmenroman.

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  • Lustig und tiefsinnig zugleich - ein großartiges Buch!

    Der Gipfeldieb

    Bernadette35

    22. May 2016 um 11:01

    Dieses Buch habe ich vor längerer Zeit empfohlen bekommen und weil ich es zufällig wo liegen sah, habe ich hineingeblättert. Schon nach den ersten Sätzen konnte ich nicht aufhören zu lesen - und zu schmunzeln. Die skurrilen Erlebnisse eines nicht ganz freiwilligen Neu-Österreichers waren so witzig beschrieben, wie nur jemand schreiben kann, der tatsächlich den "Wiener Schmäh", die "latente Angesoffenheit" und die exotischen Tiere in den Gemeindebauten mit dem verwunderten Blick eines - Heizungsablesers! - betrachten kann. Folgt in der ersten Hälfte eine "Wuchtel" nach der anderen, so wird das Buch ab der Hälfte überraschend tiefsinnig. Ludvik Wiewurka, der Pole, der mit zwölf Jahren nicht ganz freiwillig nach Wien gekommen war, erfährt nämlich den Grund seiner überraschenden Verleihung der österreichischen Staatsbürgerschaft kurz vor seinem 35. Geburtstag: Er soll - gerade noch rechtzeitig - zum Bundesheer eingezogen werden! Was ihn, der Waffen und dergleichen schon immer verabscheut hat, geradezu in Panik versetzt. Daher ersinnt er eine List, um für untauglich erklärt zu werden. Die leider mißlingt - herrlich hier die Darstellungen der beiden Amtsärzte, die der Leser zunächst einmal genau verkehrt einschätzt!! - und überraschenderweise genau dadurch dennoch gelingt: Denn Ludvik "landet" zum Zivildienst in einem Altersheim, in dem er unfreiwilligerweise brilliert. Und eine Menge für sein Leben lernt - mit der latenten Angst vor der Vergänglichkeit umzugehen, beispielsweise. Den genauen Inhalt kann man woanders nachlesen, ich erlaube mir hier, meine persönlichen Eindrücke darzustellen: Mein Hauptgefühl während des Lesens waren permanente Überraschungen, Blicke hinter Fassaden, die der Reihe nach einbrechen wie potemkinsche Dörfer: So entpuppt sich jede(r) der ProtagonistInnen als anders, als man sie ursprünglich eingeschätzt hat, und das ist m.E. einer der großen Kunstgriffe des Autors. Ebenso wie die tiefsinnigen Messages, die sich gegen Ende hin aneinander reihen, und die ich an Büchern prinzipiell so gerne mag, weil sie einem etwas fürs eigene Leben mitgeben: Dass jeder alte Mensch eine Schatztruhe an Erlebnissen mit sich trägt. Dass so manche Angst vor dem Tod sich als Angst vor dem Leben entpuppt und woran man den Unterschied erkennt. Dass man einen kurzen Ausflug in die Vergangenheit machen sollte, bevor man eine schwere Entscheidung wagt. Und dass man manchmal einfach Mut zu seinem Glück haben soll. Vielen Dank für dieses Buch. Dr. Bernadette Grohmann-Németh Kommentar Kommentar | Kommentar als Link

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