Rafael Eigner Kammerflimmern und Klabusterbeeren

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Inhaltsangabe zu „Kammerflimmern und Klabusterbeeren“ von Rafael Eigner

Benny Brandstätter, Assistenzarzt in einer Stuttgarter Notaufnahme, Hobbymusiker, Weinliebhaber und Fan von Kurzzeitäffaren versteht nach einer durchzechten Nacht die Welt nicht mehr. Eine frisch genähte Platzwunde auf der Stirn, zwei Whiskygläser auf dem Nachttisch, die Überreste einer Wundversorgung im Bad, ein übler Hangover sowie eine handgeschriebene Notiz deuten auf eine bewegte Nacht mit Damenbesuch hin. Alles an was sich Benny jedoch erinnern kann ist, mit dem Fahrrad die Geburtstagsfeier eines Kollegen verlassen zu haben. Seine Recherchen bringen auch nicht mehr ans Tageslicht, als dass eine ihm völlig unbekannte Frau mit Namen Ricky bei ihm übernachtet haben muss. Sein zeit- und kräftezehrender Schichtdienst in der Notfallambulanz sowie die Dienste als Notarzt im Großstadtdschungel mit den oftmals skurrilen Patienten, wie den vom MI6 verfolgten Lehrer im Ruhestand, über die Sekretärin mit einer Cohiba im Rektum bis zum hilflosen Wohnsitzlosen aber auch schweren Traumaopfern werden für ihn schlagartig zur Nebensache, als Ricky sich überraschend wieder bei ihm meldet. Benny und Ricky verfangen sich in einer aufregenden Chataffäre, die Bennys Alltagsleben durcheinander wirbelt. In der frechen Hexe, versierten Verbalerotikerin, klugen Philosophin, belesenen Weltenbummlerin und allwissenden Müllhalde Ricky scheinen sich alle Wünsche in seine Traumfrau zu vereinen. Die Jagd zweier verlorener Seelen nach mehr als einem Chat bringt einige Überraschungen zu Tage.

Das Leben aus der Sicht eines Notarztes, voller Humor, Ironie und Sarkasmus

— DarkRaven1966

Eine Beziehung auf Entfernung

— AlinaJipp

Mein absolutes Highlight dieses Jahr! Mit viel Herz geschrieben. Hauptcharaktere die man sofort ins Herz schliesst!

— Risen

Abgebrochen, da mir dieses ständige SMS Geschreibe schon bald auf die Nerven ging.

— ANATAL

Origineller geht es kaum - absolut zeitgenössisch

— Gerhard_Ebert

Achterbahn der Gefühle und politisch herrlich unkorrekt!

— readersfun

Großartiger Debütroman!

— RafaelEigner

Top - nicht nur für Mediziner!

— Rouvenheart

Habe gelacht, geweint, Nägel gekaut und am Ende war ich froh und traurig, weil das Buch zu Ende war.

— laviniasowhat

Intelligent, spannend, berührend, komisch...

— Miriamlovesbooks

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  • "Kammerflimmern und Klabusterbeeren" von Rafael Eigner

    Kammerflimmern und Klabusterbeeren

    DarkRaven1966

    27. August 2016 um 04:57

    Rezension zu „Kammerflimmern und Klabusterbeeren“ von Rafael Eigner Benny Brandstätter, attraktiver Arzt und Lebemann, versteht nach einer durchzechten Nacht die Welt nicht mehr. Alles deutet darauf hin, dass eine Frau namens Ricky bei ihm übernachtet haben muss – doch wer war die schöne Unbekannte? Sein zeit- und kräftezehrender Schichtdienst in der Notfallambulanz mit oftmals skurrilen Patienten wird für ihn schlagartig zur Nebensache, als einige Zeit später sein Handy aufleuchtet und er überraschenderweise eine Nachricht von Ricky erhält. Der Hobbymusiker und die Immobilienmaklerin verfangen sich in einer aufregenden Chataffäre, die Bennys Alltagsleben durcheinanderwirbelt. Doch was passiert, wenn Ricky plötzlich vor ihm steht? Die Jagd zweier verlorener Seelen nach mehr als einem Chat bringt einige Überraschungen zutage. Cover: absolut passend zur Geschichte Angeregt von mehreren Seiten habe ich endlich die Zeit gefunden, auch dieses Buch mit einem ungewöhnlichen Titel zu lesen, der ja doch irgendwie neugierig macht. Geschrieben in einem flüssigen Schreibstil, mit einem herrlich ironisch sarkastischen Unterton, was ich sehr mag, konnte ich also nicht mehr aufhören zu lesen. Benny, der Hauptprota – so herrlich beschrieben und dann auch noch alle weiteren, die ich natürlich hier nicht verraten will. Es gibt so viele skurrile Begegnungen in seinem Alltag - und auch während des ganzen Chatverlaufs, dass ich oftmals aus dem Schmunzeln und Lachen nicht mehr herauskam. Ohne zu spoilern: “ Fiona 6.2“ oder solche Äußerungen wie „Blindenkatze in Ausbildung“, „vegane Domina“ „Brandstätterische Dreifaltigkeit: Hirn, Herz und Hormonstau“ sind nur ein klitzekleiner Auszug daraus, wie der Herr tickt. Als passender Gegenpart Ricky, die er kennengelernt haben muss. Aber Filmriss. Alles weg. Und sie gibt es doch und es beginnt ein Chat über eine lange Zeit. Seine Chatbekanntschaft mit ihr, die sich immer mehr entwickelt. Allein das alles zu lesen, auf welchem intellektuellem Niveau die Beiden miteinander reden, war für mich schon amüsant. Meine Empfehlung: Unbedingt lesen! Fazit: Ein Buch voller Humor, Ironie und Sarkasmus – aber auch von Bildern aus dem Alltag eines Notarztes, der eben auch nur ein Mensch ist, mit Fehlern,der eben seinen Ruf weg hatte, wogegen einfach nichts tun konnte. Ein Mensch, der sich nach Jemanden sehnt, mit dem er sein Leben teilen kann. Bekommt von mir 5 Sterne von 5 möglichen, obwohl ich hier auch viel mehr geben würde!

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  • Benny und Ricky

    Kammerflimmern und Klabusterbeeren

    AlinaJipp

    15. August 2016 um 21:29


    Die beiden sind kein typisches Paar, aber sie haben mein Herz erobert.
    Ich liebe ihre Geschichte, konnte oft schmunzeln, manchmal Lachen und am Ende habe ich auch einige Tränen vergossen.
    Absolute Leseempfehlung und ich freue mich sehr auf die Fortsetzung.

  • Kammerflimmern und Klabusterbeeren

    Kammerflimmern und Klabusterbeeren

    AnnetteH

    19. July 2016 um 13:31

    Herausgeber: CreateSpace Independent Publishing Platform Erscheinungstermin: 27. August 2015 Buchlänge: 426 Seiten ISBN-10: 1516956257 ISBN-13: 978-1516956258 Preis: 14,00€ Taschenbuch             5,99€ eBook   Mein Fazit: Es geht um Benny Brandstätter, einen Notarzt aus dem schönen Schwabenländle. Benny Brandstätter ist ein Protagonist wie aus dem wahren Leben. Er ist witzig, liebenswert, schlagfertig und ein großer Poet. Er ist zudem auch noch sehr musikalisch ( ihn würde ich auch gerne mal singen hören). Benny, der in einer versoffenen Nacht seine Traumfrau Ricky kennenlernt, wird von ihr nach Hause gebracht und liebevoll wieder aufgepäppelt. Sie verschwindet am frühen Morgen wieder und da Benny sich an nichts mehr erinnern kann, beginnt für ihn eine Suche nach der Unbekannten. Nach 2 Wochen wird er endlich fündig. Da sie aber auf Mallorca lebt und arbeitet, beginnt für beide eine Fernnachrichten- und Telefonische "Beziehung". Bei den Nachrichten zwischen Benny und Ricky ist der Schlagabtausch von den beiden immerzu göttlich. Der Humor und die Art von Benny und Ricky hat mir großartig gefallen. Aber auch wie Rafael es schafft, das wahre Leben eines Notarztes im Einsatz zu präsentieren, hat mich schwer beeindruckt. Am Ende hatte ich dann auch, wie Ricky sagen würde "Pfützchen in den Augen" , da ich dieses Ende nicht erwartet habe.   Schreibstil: Rafaels Schreibstil ist sehr flüssig, leicht, abwechslungsreich, humorvoll und bewegend. Mir hat vor allem die Abwechslung ausgezeichnet gefallen. Da ich aus der Gegend komme und gut vertraut mit dem Dialekt bin, hab ich mich immer wieder gekugelt vor Lachen. Vor allem bei Fr Winterberg. Selten passiert es, dass ich ein Buch mit verschiedenen Stimmen lese. Aber Fr Winterberg hatte ihre eigenen vertrauten Dialekt bekommen.   Auch Fatima hab ich schnell ins Herz geschlossen. Was Klabusterbeeren sind, darüber wurde ich von meinem Mann aufgeklärt.   Zum Cover: Auf dem Cover sieht man einen Mann der einem mit dem Rücken zugewandt ist. Er hat eine Notarztjacke an und hält eine Gitarre in der Hand. Das Cover ist auch sehr schlicht gehalten. Aus sicherer Quelle weiß ich, dass es sich um Rafael Eigner handelt. Mit Kammerflimmern und Klabusterbeeren ist Rafael Eigner ein Glanzstück gelungen.   Von mir erhält Rafael 5 von 5 Sternen ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️   Aneta

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  • Hirn und Arsch und Seele

    Kammerflimmern und Klabusterbeeren

    Gerhard_Ebert

    23. December 2015 um 18:38

    Rezension_Rafael Hirn und Arsch und Seele Plapper-Prosa ist in! Behauptet der Feuilletonist einer prominenten Tageszeitung. Liest man Rafael Eigners Roman „Kammerflimmern & Klabusterbeeren“, scheint das absolut zu stimmen. Wobei bei Eigner obendrein auf besondere Weise geplappert wird. Da schreiben sich nämlich zwei grotesk Verliebte tage- und also seitenlang eine SMS nach der anderen. Das anfängliche geistige Beäugen und spätere erotische Gezwitscher nervt und unterhält. Je nachdem. Es nervt, weil sich Statements, Witzeleien und Blödeleien zwar kunterbunt abwechseln, aber gnadenlos dahinziehen; es unterhält, weil die zwei Schreiber hochintelligente Leute sind, die sich ihre kobolzenden Geistesblitze so beherzt ausdauernd und zauberhaft schnodderig um die Ohren hauen, dass man einfach zustimmen muss. Zumal sich peu á peu ein amüsanter Konflikt entwickelt.  Benny, der Held des Romans - stressgeplagter, versierter Assistenzarzt einer Klinik, gut gelaunter, ehrgeiziger Popsänger zum Feierabend - hat sich nämlich eines Tages so voll laufen lassen, dass er sich nicht nur arg verletzt hat, sondern auch noch von einer zufällig daher kommenden schönen Unbekannten nach Hause geschleift worden war. Dort hat er sich im Suff die lädierte Augenbraue genäht und auf die Schöne einen super Eindruck gemacht. Aber das Fatale: Er kann sich an nichts erinnern! Nicht einmal an die Frau! Also ist er überglücklich, als die Fremde sich nach vierzehn Tagen meldet. Worauf denn die Aufklärung des Falles per SMS beginnt – und eine höchst romantische Liebe. In Ricky, die Benny nicht kennt, der er aber regelrecht verfällt. Denn sie ist ein verdammt kluges Luder. Genau das wunderbare Miststück, wonach sich Benny sehnt. Er will die Traumfrau total. Hirn und Arsch und Seele! Doch die Vergötterte, inzwischen in Mallorca wohnhaft, entpuppt sich als kapriziöse Zicke. Sie zaudert, sich alsbald mit ihrem Verehrer zu treffen. Er: „Bist du meine Zukunft?“ Sie: „Ich bin deine Gegenwart!“ Ziemlich dreiste Antwort von einer Angebeteten, die sich realer Nähe verweigert. Den im Endeffekt retardierenden Knoten der Handlung meistert der Autor, indem er das anhaltende SMS-Gebalze und -Gegirre mit „Seitensprüngen“ Bennys (Schlussfolgerung: „Nie wieder Sex ohne Gefühle!“) und diversen Krankheitsfällen aus der Notaufnahme der Klinik garniert. Wobei der Autor mit sozial genauer Charakterisierungskunst glänzt. Besonders deliziös: Die Notfall-Untersuchung des Ex der fernen Geliebten. Bei welcher Gelegenheit nicht nur Benny, sondern auch der Leser erfährt, warum Ricky zögert. Ein Schock für den Casanova, den „perfekt integrierten Außenseiter“. Die so locker wie souverän „geplapperte“ Story nimmt ein zunächst ziemlich anrührendes, alsdann fast märchenhaft schönes Ende.   Rafael Eigner ist nicht nur ein psychologisch äußerst kundiger, er ist vor allem ein exzellenter Erzähler. Sein mit hinreißender Chuzpe geschriebener Text ist faszinierend eloquent, cool, leger, drastisch und nicht zuletzt gut gebaut. Für jeden Leser eine Bereicherung. Fünf Sterne.    

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  • Wenn mir was passieren sollte, bringt mich in die Margarinenklinik.

    Kammerflimmern und Klabusterbeeren

    readersfun

    09. November 2015 um 19:47

    Für alle Fans von Klinikserien wie Dr. House, Doctor's Diary und Grey's Anatomy. Endlich mal ein Arzt, dessen weißer Kittel Flecken hat, der mit seiner großen Klappe und seiner übersteigerten Libido in ziemlich viele Fettnäpfchen mit Anlauf springt und trotzdem das Herz auf dem rechten Fleck hat, obwohl die Arbeit in der Notaufnahme kein Zuckerschlecken ist, bringt er uns mit seinen außergewöhnlichen Behandlungs- und Denkansätzen immer wieder zum schmunzeln. Zu allem Elend verliert er sich auch noch in einer ziemlich hoffnungslosen Chataffäre, steht plötzlich neben sich und tut und sagt Dinge, die ihm noch vor Kurzem unmöglich gewesen wären, alles nur, weil diese Frau das Beste in ihm hervorholt. Der achtunddreissigjährige Arzt ist plötzlich wieder Teenie und bezeichnet seinen Zustand als verzweifelt glücklich. Aber das Leben ist kein Wunschkonzert und die Angebetete scheint an einem baldigen Treffen nicht sonderlich interessiert zu sein. Mehr möchte ich nicht erzählen. Selber lesen, bitte!

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  • Man sollte ein wenig zwischen den Zeilen lesen können, dann macht das Buch Spaß!!!!

    Kammerflimmern und Klabusterbeeren

    Rouvenheart

    07. November 2015 um 16:28

    Am Anfang steht ein Traum. Ein wenig schnulzig für einen Mann, aber ein wunderschöner Traum. Dann kommt das Erwachen. Anstatt auf einer sonnigen Terrasse mit Meerblick wacht der Held in einer miefigen Stadtwohnung mit Ausblick auf das Nachbarhaus auf. Ab diesem Zeitpunkt begleitet man als Leser den 38-jährigen Arzt auf der Suche nach ein wenig Glück und Geborgenheit. Vordergründig erscheint er einem als selbstverliebter Chaot und unverbesserlicher Frauenschwarm, der nichts anbrennen lässt. Benny verlangt von seiner Chatpartnerin, Ricky, dass sie zwischen den Zeilen liest. Genau das Gleiche verlangt Rafael Eigner vom Leser. Wer sich darauf einlässt, erkennt die verletztliche Seele und den Menschen, der hinter den lockeren Sprüchen, dem promiskuitiven Mann und ewig müden Mediziner, der letztlich nur die EINE sucht, mit der er durch dick und dünn gehen kann, die seine Interessen teilt und mit der er sich den Traum von einer Familie erfüllen. Im letzten Drittel des Buches lässt der Autor die Fassade seines Helden bröckeln und was einem dann erwartet, bewegt und rührt. Einfach ergreifend - man verzeiht Benny alle Unarten, die er bislang an den Tag gelegt hat. Die lässige Sprache und die vielen witzigen Einfälle und Wortspiele, machen das Buch zur leichten Lektüre, die Chats verlangen einem etwas Geduld und Sinn für die feine Ironie und den Humor von Benny und Ricky ab und der Schluß entschädigt für jede kleine Länge, die das Buch hat.

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  • Unschlagbar komisch... unglaublich berührend...

    Kammerflimmern und Klabusterbeeren

    Rouvenheart

    06. November 2015 um 13:56

    ich bin selber Arzt und weiß, wovon Rafael Eigner erzählt. Ich mag dieses Buch, weil es mich vom ersten Satz an gepackt hat und nicht mehr losgelassen. Dann habe ich mich mit einem Glas Whisky hingesetzt und die Musiktipps durchgehört - genauso schräg und originell wie der ganze Roman. Endlich mal ein Buch, das aus dem Heuhaufen der vielen Neuerscheinungen herausragt - nicht nur mit dem ungewöhnlichen Cover.

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  • Etwas Medizin, viel Liebe und staubtrockener Humor - ein Roman wie allerfeinster Poetry Slam...

    Kammerflimmern und Klabusterbeeren

    laviniasowhat

    06. November 2015 um 13:23

    Das Buch fängt lustig und schräg an und gerade dann, wenn man denkt, man ist in einem satirischen Roman gelandet, kommt die Liebe ins Spiel und dann überschlagen sich die Ereignisse, das Buch bekommt Tiefgang und es fällt schwer, es zur Seite zu legen. Was mir besonders gefallen hat, sind die vielen kleinen Nebenschauplätze, ob in der Klinik, nachts im Bus, in Bars, die Chats zwischen Benny und Ricky (hochintelligent und witzig - so ist das also, wenn zwei verwandte Seelen sich begegnen!?), die Klosprüche, die treffend zur Handlung eingeflochten sind und, und, und so vieles mehr. Die Charaktere sind von leichter Hand mit viel Liebe und Gespür für zwischenmenschliches gezeichnet. Warnung: Wer oberflächliche Unterhaltung mag und 08/15 Liebes- oder Arztromane mit Weichzeichner-Figuren, der sollte die Finger davon lassen. Wer KAmmerflimmern und Klabusterbeeren verstehen und schätzen will, der muss schon selber ein wenig Seelenverwandter von Benny sein, aber dann ist mega Unterhaltung garantiert. Danke, Herr Eigner - auch für das Ende! ;-)

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  • Moderner Liebesroman mit viel Zeitgeist...

    Kammerflimmern und Klabusterbeeren

    Miriamlovesbooks

    05. November 2015 um 15:00

    Benny Brandstätter ist Arzt in einer Notaufnahme, überarbeitet und nebenbei auf der Suche nach dem Glück in der Liebe. Mit viel Herz, Hirn und Hormonen bestreitet er seinen nicht immer leichten Alltag, den er mit Kurzzeitaffären und den abgefahrenen Patienten in der Klinik aufpeppt. Das Buch beginnt am Morgen nach einer durchzechten Nacht, an die er sich überhaupt nicht mehr erinnern kann - aber eine frisch genähte Platzwunde auf der Stirn lässt ihn das Schlimmste befürchten. Diese Nacht hat für ihn ungeahnte Folgen... Aber ich möchte hier nicht spoilern... Selber lesen und sich von Bennys Art, seinen coolen Sprüchen und seinen Humor verzaubern lassen... Bis zum Ende spannend und überraschend anders. Fünf verdiente Sterne.

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  • Perfekt integrierter Außenseiter

    Kammerflimmern und Klabusterbeeren

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    03. November 2015 um 16:55

    Plapper-Prosa ist in! Behauptet der Feuilletonist einer prominenten Tageszeitung. Liest man Rafael Eigners Roman „Kammerflimmern & Klabusterbeeren“, scheint das absolut zu stimmen. Wobei bei Eigner obendrein auf besondere Weise geplappert wird. Da schreiben sich nämlich zwei grotesk Verliebte tage- und also seitenlang eine SMS nach der anderen. Das anfängliche geistige Beäugen und spätere erotische Gezwitscher nervt und unterhält. Je nachdem. Es nervt, weil sich Statements, Witzeleien und Blödeleien zwar kunterbunt abwechseln, aber gnadenlos dahinziehen; es unterhält, weil die zwei Schreiber hochintelligente Leute sind, die sich ihre kobolzenden Geistesblitze so beherzt ausdauernd und zauberhaft schnodderig um die Ohren hauen, dass man einfach zustimmen muss. Zumal sich peu á peu ein amüsanter Konflikt entwickelt.   Benny, der Held des Romans - stressgeplagter, versierter Assistenzarzt einer Klinik, gut gelaunter, ehrgeiziger Popsänger zum Feierabend - hat sich nämlich eines Tages so voll laufen lassen, dass er sich nicht nur arg verletzt hat, sondern auch noch von einer zufällig daher kommenden schönen Unbekannten nach Hause geschleift worden war. Dort hat er sich im Suff die lädierte Augenbraue genäht und auf die Schöne einen super Eindruck gemacht. Aber das Fatale: Er kann sich an nichts erinnern! Nicht einmal an die Frau! Also ist er überglücklich, als die Fremde sich nach vierzehn Tagen meldet. Worauf denn die Aufklärung des Falles per SMS beginnt – und eine höchst romantische Liebe. In Ricky, die Benny nicht kennt, der er aber regelrecht verfällt. Denn sie ist ein verdammt kluges Luder. Genau das wunderbare Miststück, wonach sich Benny sehnt. Er will die Traumfrau total. Hirn und Arsch und Seele! Doch die Vergötterte, inzwischen in Mallorca wohnhaft, entpuppt sich als kapriziöse Zicke. Sie zaudert, sich alsbald mit ihrem Verehrer zu treffen. Er: „Bist du meine Zukunft?“ Sie: „Ich bin deine Gegenwart!“ Ziemlich dreiste Antwort von einer Angebeteten, die sich realer Nähe verweigert. Den im Endeffekt retardierenden Knoten der Handlung meistert der Autor, indem er das anhaltende SMS-Gebalze und -Gegirre mit „Seitensprüngen“ Bennys (Schlussfolgerung: „Nie wieder Sex ohne Gefühle!“) und diversen Krankheitsfällen aus der Notaufnahme der Klinik garniert. Wobei der Autor mit sozial genauer Charakterisierungskunst glänzt. Besonders deliziös: Die Notfall-Untersuchung des Ex der fernen Geliebten. Bei welcher Gelegenheit nicht nur Benny, sondern auch der Leser erfährt, warum Ricky zögert. Ein Schock für den Casanova, den „perfekt integrierten Außenseiter“. Die so locker wie souverän „geplapperte“ Story nimmt ein zunächst ziemlich anrührendes, alsdann fast märchenhaft schönes Ende.   Rafael Eigner ist nicht nur ein psychologisch äußerst kundiger, er ist vor allem ein exzellenter Erzähler. Sein mit hinreißender Chuzpe geschriebener Text ist faszinierend eloquent, cool, leger, drastisch und nicht zuletzt gut gebaut. Für jeden Leser eine Bereicherung. Fünf Sterne. 

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  • Mein Lieblingsbuch 2015!

    Kammerflimmern und Klabusterbeeren

    imoni

    03. November 2015 um 15:19

    Der Assistenzarzt Benny Brandstätter erzäht locker und flapsig in herrlich anschaulichen Metaphern und Bildern seine Geschichte und gibt dem Leser so unverblümte Einblicke in seine Denkweise und sein turbulentes Liebes- und Arbeitsleben. Ich musste beim Lesen schmunzeln, lauthals lachen, aber auch die eine oder andere Träne verkneifen. Benny ist der liebenswerteste Chaot, der mir in einem Buch begegnet ist. Sein trockener Humor und seine selbstironische Art machen ihn auf Anhieb sympathisch und vertraut. Benny liebt die Frauen, aber selbst seine schwäbische Vermieterin hat erkannt: 'I wois au net, wie sie die Dame behandlet, aber es isch scho arg auffällig, dass kaum oine zwoi Mal kommt!" - Bis Ricky auftaucht, von der er gerne hätte, dass er sie wieder sieht, aber Ricky spielt das Spiel mit ihrem eigenen Satz Karten.  Man leidet und hofft mit Benny, dass sich sein wunderbar romantischer Traum, mit dem der Roman beginnt, wenigstens zum Teil erfüllen wird. Ein Buch, in dem man sich so gut selbst erkennen und gleichzeitig verlieren kann und bei dem man traurig ist, dass es zu Ende ist. Aber am Ende wird alles gut und wenn es nicht gut ist, dann ist es nicht das Ende. Unbedingte Leseempfehlung meinerseits.

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  • Wären wir nicht alle gerne ein wenig Benny Brandstätter?

    Kammerflimmern und Klabusterbeeren

    renefastfurious

    03. November 2015 um 14:34

    Man kann nicht anders, als Benny Brandstätter, den überarbeiteten Arzt und Hobbymusiker nach wenigen Seiten zum Freund haben zu wollen. Man möchte ihn nach jedem Kapitel anrufen und sich mit ihm auf ein Glas Wein oder zwei verabreden und nachts mit ihm durch die Stadt ziehen und über das Leben und die Liebe zu philosophieren. Man will an seiner Seite sein, wenn er zwischendurch Nachrichten an seine Ricky schreibt. Man möchte unbedingt das Lächeln in echt sehen, das sie ihm ins Gesicht zaubert und ihn dann trösten, wenn er seufzend das Handy wegpackt, weil sie nicht wirklich bei ihm ist. Man möchte seine skurillen Klinikgeschichten von ihm persönlich erzählt bekommen und sich darüber schlapp lachen und eine zweite Runde Bier bestellen. Selten habe ich eine so romantische, mitreißende Liebesgeschichte gelesen - und das Lachen kam auch nicht zu kurz. Bitte mehr davon, Herr Eigner!

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