Rafael Fuchsgruber

 4.5 Sterne bei 26 Bewertungen
Autor von Du kannst, wenn du willst, Passion Laufen und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Rafael Fuchsgruber

Du kannst, wenn du willst

Du kannst, wenn du willst

 (24)
Erschienen am 19.03.2018
Passion Laufen

Passion Laufen

 (1)
Erschienen am 10.07.2017
Running wild

Running wild

 (1)
Erschienen am 09.03.2015

Neue Rezensionen zu Rafael Fuchsgruber

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Rezension zu "Du kannst, wenn du willst" von Rafael Fuchsgruber

"Jammern ändert gar nichts. Machen alles!"
R_Mantheyvor 7 Monaten

Die Frage, die dann bleibt, ist, was man eigentlich machen sollte. Wenn man dieses Buch liest, dann kann man dabei schon etwas durcheinanderkommen, was jedoch weniger am Leser als vielmehr an der Autorin liegt. Sie hat eine eigentlich nicht heilbare Stoffwechselkrankheit. Das jedenfalls behauptet die für sie zuständige Krankenkasse. Andere meinen, man könne operativ eingreifen und die Sache wieder richten. Sich darüber ein abschließendes Urteil zu bilden, wird dem Leser schwerfallen.

Aber darum geht es in diesem schmalen Büchlein nicht. Ihre Stoffwechselkrankheit führte bei Antje Wensel zu einer vermehrten Fetteinlagerung vor allem in den Beinen und Armen. Da sie die wahren Ursachen nicht kannte, führte sie erfolglos immer wieder Diäten durch und fing an, lange Strecken (zunächst bis zum Marathon) zu laufen. Mitten in die Vorbereitung für noch weiter ausufernde Unternehmungen erfuhr sie die wahre Ursache für ihre gestörte Körperlichkeit, die ihr die Sinnlosigkeit all ihrer Bemühungen vor Augen führte, mit dieser Methodik ihr Gewicht reduzieren zu können.

Aber inzwischen ging es nicht mehr um ihr Gewicht allein, sondern eher darum, sich selbst und anderen zu beweisen, dass sie trotz ihres offensichtlichen Handicaps, lange Strecken unter extremen Bedingungen zu laufen in der Lage ist. Man weiß allerdings nicht so recht, ob es sich dabei erneut um eine ihrer Perioden mit bestimmten, etwas extremen Ausschweifungen (die im Text näher beschrieben werden) handelt, oder ob die Sache von Dauer sein wird. Laufen ist sicher wohltuend, wohl aber wie alles nur in Maßen.

Bewiesen hat die Autorin in der Tat, dass man bei einem enormen Durchhaltevermögen auch den größten Irrsinn machen kann, der zu extremen körperlichen Anstrengungen führt, die auf Dauer keineswegs gesund sein werden. Wenn man das nicht selbst begreift, wird man eher später als früher durch Schmerzen darauf hingewiesen werden. Dass man seinem kranken Körper auch noch extreme Strapazen zumutet, zeugt jedoch nicht gerade von Vernunft. Einen tieferen Sinn in einem über mehrere Ertappen gehenden Wüstenlaufs über 250 km zu erkennen, fällt schwer. Allein die Vorstellung, mehrere Marathonläufe innerhalb einer sehr kurzen Zeitspanne zu absolvieren, ist schon grenzwertig genug. Das Ganze aber in einer Wüste, also bei schwerem Untergrund und extremen Temperaturen durchzuführen, lässt sich nur noch mit einem gewissen Wahn erklären. Die Truppe, die sich da zusammenfindet, bezeichnet sich nicht zu Unrecht als "Klub der frei umherlaufenden Irren".

Das Buch liest sich leicht und bietet zahlreiche Anlässe zum Staunen, weil das ganze bisherige Leben der Autorin nicht besonders geradlinig verlaufen ist und man ihr durchaus einen gewissen Hang zu Sturheit nicht absprechen kann. Leider beschreibt sie ihren wirklichen Weg bis zu den ersten Marathonläufen nicht besonders detailliert. Man kann sogar leicht den Eindruck gewinnen, dass ihr das alles überhaupt nicht schwer gefallen wäre, was wohl nicht ganz so gewesen sein dürfte.

Sieht man einmal vom Irrsinn dieser Ultraläufe ab, dann kann man das Durchhaltevermögen dieser jungen Frau sehr wohl bewundern. Mit kann aber auch mit dem gleichen Recht über ihre Naivität staunen und sich die Frage stellen, ob man diese Lebensenergie nicht besser maßvoller hätte verwenden können. Diese Frage verschieden zu beantworten, hat aber auch etwas mit persönlicher Freiheit zu tun, die man niemandem absprechen sollte.

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Rezension zu "Du kannst, wenn du willst" von Rafael Fuchsgruber

Leidenschaft und Motivation
brenda_wolfvor 7 Monaten

Antje Wensel ist eine sehr attraktive Frau und eine ambitionierte Läuferin. Aber sie hat auch ein klares Gewichtshandicap. Im Frühjahr 2017 erhält sie dann die niederschmetternde Diagnose: Lipödem. Das ist eine Fettstoffwechselkrankheit, in dessen Krankheitsverlauf, das Unterhautfettgewebe an Beinen, Armen, Hüften und Knien stetig zunimmt und acuh eine strenge Diät dagegen nichts ausrichten kann.

 

Der Arzt schlägt Antje Aquajogging vor, aber Antje will es wissen: Sie nimmt am Sahara Race, dem härtesten Ultrarennen der Welt teil, einen Rennen das 250 km durch Namibia führt, der heißesten Wüste der Welt. Antje hat sich lange Zeit vorher schon auf dieses Rennen vorbereitet. Sie weiß, den Läufern wird auf dieser Strecke alles abverlangt. Aber dieses Rennen ist auch eine Herausforderung. Und sie nimmt sie an.

 

Die Autorin erzählt aus ihrem Leben vor dem großen Lauf. Aufgewachsen in der DDR, ihre wilden Jahre in der Gothik-Szene, ihren Job als Curvy-Model und dem Akt-Shooting. Sie präsentiert ihre Kurven, steht zu ihrem Körper.

 

Angespornt vom Berlin-Marathon 2015, den sie im Fernsehen verfolgt, schlüpft sie in ihre Laufschuhe. In Antje wächst der Ehrgeiz den Frankfurt Marathon zu laufen. Und sie schafft es.

 

Antjes Leidenschaft und Motivation ist bewundernswert. Ihr Motto: DU KANNST, WENN DU WILLST. Sie verfolgt ihre Ziele mit eiserner Disziplin und Konsequenz. Eine starke Frau, die sich von nichts und niemanden aufhalten lässt, schon gar nicht von einer Krankheit.

 

Fazit: Ein Buch für alle, die das Laufen lieben und zusätzliche Motivation benötigen. Top!

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S

Rezension zu "Du kannst, wenn du willst" von Rafael Fuchsgruber

Eindrucksvoll
Stefanie_Ofenbeckvor 8 Monaten

Allein schon das Cover und der Klappentext sind sehr eindrucksvoll. Wie jemand mit einer solchen Vorgeschichte einen Wüsten-Ultramarathon finisht fand ich sehr beeindruckend zu Lesen. Mir hat auch der Einstieg gut gefallen, das man viel über Antjes Jugend erfährt, Ihre Gothic Phase und schon Ihren damaligen Kampf gegen die Pfunde, wo Sie ihre Krankheit noch garnicht kannte. Auch den Beginn als Laufanfänger fand ich sehr interessant. Ich habe großen Respekt vor Antje Wensel, Sie beweist viel Durchhaltevermögen, Kampfgeist und Mut. Eine sehr motivierende Sportlerbiografie, alleine schon die körperlichen und mentale Belastung die da auf einen zukommt, ist für manchem gesunden Menschen schon eine Herrausforderung.

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