Rafael Haslauer

 4.6 Sterne bei 11 Bewertungen
Autor von 23312.
Rafael Haslauer

Lebenslauf von Rafael Haslauer

Ich bin in Enns/Oberösterreich aufgewachsen, verdiente nach einer technischen Schulausbildung meinen Lebensunterhalt als Konstrukteur und später als Servicetechniker vorwiegend im Ausland. Schon bald erkannte ich, dass der Beruf des Technikers zwar einiges an Geld einbringt, er aber nicht dazu imstande war, mich glücklich zu machen. Einige Jahre später, in der wohl schwersten Zeit meines Lebens, entdeckte ich das Schreiben für mich. Seither widme ich mich diesem Hobby, das ich später zum Beruf gemacht habe. Heute arbeite ich als Redakteur bei einer Wochenzeitung in meiner Heimatstadt Enns.

Alle Bücher von Rafael Haslauer

23312

23312

 (11)
Erschienen am 11.09.2016

Neue Rezensionen zu Rafael Haslauer

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noitas avatar

Rezension zu "23312" von Rafael Haslauer

23312
noitavor 2 Jahren

Dieses Buch hat mir gut gefallen. Es liest sich angenehm und schnell weg. Keine unnötigen Längen, eher manchmal ein bisl zu wenig Info um ein Thema. Eigentlich hatte ich eine ganz andere Vorstellung von der Geschichte nach dem Klappentext. Schwere Jungs, Machtkämpfe usw... !!! Zwischenmenschlich lief hier alles sehr harmonisch. Für mich schien es doch eher um die Wandlung in dieser Zeit zu gehen. Ein Häftling, der die Zeit nutzt sich Gedanken um sich zu machen und sich zu verändern. Hat mir gefallen !!!

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Annejas avatar

Rezension zu "23312" von Rafael Haslauer

Wenn ein Unglück dein Glück ist
Annejavor 2 Jahren

Die Festnahme in einem fremden Land stellt sich wohl niemand berauschend vor. Zu oft sieht man Bilder aus deren Gefängnissen oder erfährt wie es in jenen zu geht. Doch ist dies wahr oder nur aufgepusht? Rafael Haslauer durfte am eigenen Leib erfahren was es heißt in einem serbischen Gefängnis unterzukommen und erzählt im Buch seine Geschichte.
Was macht man wenn man am Ende ist und mit sich selbst nicht mehr weiß wohin? Man macht Dummheiten und man lässt sich, wie im Buch, zum Drogenschmuggel ein. Doch auch so ein Unternehmen kann einmal schief gehen und schnell heißt es "Willkommen in einem serbischen Gefängnis". Wir dürfen erleben wie der Alltag in so einem Gefängnis aussieht und welche Zustände dort herrschen. Dies erleben wir bis zur Entlassung nach über 2 Jahren.
Eine wahre Geschichte ist für mich immer noch ein Highlight da ich Biografien nicht besonders mag. Und doch faszinierte mich die Geschichte vom ersten Wort an. Dies lag wahrscheinlich am Wahrheitsgehalt. Trotz alledem vermisste ich ich einiges. Zum einen hätte ich mir mehr Details gewünscht. Wir erfahren zwar wie die Zellen in serbischen Gefängnissen ausgestattet sind und welche Makel sie haben, eine richtige Vorstellung im Kopf blieb jedoch aus da es zu wenige Informationen gab bzw die Beschreibungen zu schnell zur Seite gekehrt wurden.Ich bekam das Gefühl das es mehr um die Menschen geht, die in einem solchen Knast sitzen als um ihn selbst.
Was mir komplett fehlte war die Verhaftung. Dies wird öfters erwähnt aber nie in allen Einzelheiten erzählt. Somit fehlte schon ein großer Teil der Geschichte. 
Die Emotion die mich am häufigsten beim lesen bemerkte war Verblüffung. Denn ich hätte erwartet das ich sehr viel über Banden, Schlägereien, Erpressung usw im Gefängnis lese, doch dies traf nicht zu. Es wird zwar gesagt das in Serbien ein Menschenleben nicht viel Wert hat, konnte aber während des Lesens diesen Eindruck nicht bejahen, da es allen gut zu gehen schien.
Was natürlich zur Spannung beitrug war die Schreibweise und die war sehr angenehm. Das Buch bescherte mir ein flüssiges Lesen und eine gegen Null gehende Fehlerzahl. So gefällt mir das. 
Zusammenfassend muss ich sagen, das mir das Buch sehr gut gefallen hat. Und trotzdem hätte ich mir gewünscht das man dem Autor eine höhere Seitenzahl eingeräumt hätte, um die Geschichte noch detailreicher zu erzählen. Wie bereits oben beschrieben fehlte z.B. die Verhaftung. Ansonsten eine tolle Geschichte, die ich wahrscheinlich nicht durchgehalten hätte.

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Strangers avatar

Rezension zu "23312" von Rafael Haslauer

"Alles im Leben hat zwei Seiten"
Strangervor 2 Jahren

"Als sich Rafael Haslauer dazu entschloss, 15 Kilogramm Marihuana aus dem Kosovo nach Österreich zu schmuggeln, war er am Tiefpunkt seines Lebens angelangt. Nicht in der Lage klar zu denken, weil Alkohol und andere Substanzen beizeiten seinen Verstand lahmlegten, schraubte er sein Leben kontinuierlich nach unten, bis er sich in einer serbischen Gefängniszelle wiederfand. Von da an änderte sich alles. An einem Ort, an dem das Wort „Menschlichkeit“ mit Füßen getreten wurde, rappelte er sich auf und kämpfte sich durch den Gefängnisalltag bis hin zu den tiefsten Ecken seiner Seele und arbeitete sich langsam zurück ins Leben – ein Weg, der steiniger nicht hätte sein können."

In seiner Autobiografie beschreibt Herr Haslauer seine Jahre in einer serbischen Gefängniszelle. Selbstkritisch und realistisch erzählt er, wie es dazu gekommen ist.
 Jede Einsicht braucht ihre Zeit und bei dieser Autobiografie erfährt man hautnah, wie langsam aber sicher die Einsicht in Herrn Haslauer eindringt. Während man am Anfang noch eher einer naiven leichtgläubigen Person gegenübersteht, erlebt man beim Lesen die anschleichende Selbsterkenntnis und das Wandeln des Protagonisten zu einer ausgereiften Person. So eine Erkenntnis kommt jedoch nicht von alleine. Es bedarf äußerliche Einflüsse die einem zur Erkenntnis treiben. Herr Haslauer wurde mit einer der vielleicht schlimmsten, jedoch auch effektivsten Einflüsse konfrontiert. Ein Leben, wo das Wort "Menschlichkeit" keinen Wert mehr hat und man das, was man vohrer als Selbstverständlich erachtet hatte, nun als "Geschenk Gottes" ansieht. Anstatt jedoch in Selbstmitleid zu versinken beschließt Herr Haslauer sein Leben selbst in die Hand zu nehmen und an sich zu arbeiten, um diese Jahre zu überstehen und wieder mit seiner Familie und seinen Freunden vereint zu sein.

Mir persönlich gefiel diese Autobiografie sehr gut. Rafael Haslauer erzählt sehr realistisch seine Jahre in einer serbischen Gefängniszelle. Besonders gefiel mir diese Bodenständigkeit die Herr Haslauer beim lesen übermittelt hat. Man hatte beim lesen nicht das Gefühl, dass Herr Haslauer ein armer Mann ist, der Mitleid braucht weil er in einer Zelle sitzt. Noch hatte man das Gefühl, dass Herr Haslauer sich als etwas besonderes sieht, da er diese Zeit überstanden hat und nun als anderer Mensch rauskam. Er hat von Anfang an die Fakten auf den Tisch gelegt. Man konnte von Anfang an seine Selbstbetrachtung miterleben. Man konnte verstehen, was ihn zu dieser Tat getrieben hat und man konnte verstehen, wie er sich langsam aber sicher in der Zelle zu einem besseren Menschen entwickelt hat. Er hat einem gezeigt, wie viel Familie wert ist. Was Ehrlichkeit bedeutet. Und wie wichtig es ist, an sich selbst zu arbeiten und nicht immer die Fehler bei anderen zu suchen.

Der Schreibstil war in meinen Augen recht flüssig. Man konnte alles ohne Probleme verstehen und mir wurde während des Lesens nie langweilig. Im Gegenteil, ich wollte immer weiter wissen, wie sich Herr Haslauer entwickelt und was für eine neue Erfahrung er durch die kommenden Ereignisse gewinnen wird. Diese Erfahrungen waren auch für mich wichtig, denn durch die Erfahrungen anderer kann man auch selbst an Erfahrungen gewinnen. Obwohl mich das Buch sehr gepackt hatte und ich immer mehr wissen wollte, hatte ich nie das Gefühl, dass mir Herr Haslauer seine Erfahrungen und Ideologien aufzwingen möchte. Es war immer eine angenehme Distanz vorhanden, welche auch den Lesefluss gefördert hat.

Es gehört viel Mut dazu, so eine Autobiografie zu veröffentlichen und dafür hat Herr Haslauer meinen vollen Respekt.

Ich kann dieses Buch jedem herzlichst empfehlen und vergebe 5 Sterne.

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Gespräche aus der Community

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Liebe Freunde autobiografischer Romane,

ich möchte Euch gerne mein erstes Buch vorstellen und zu einer Leserunde einladen. 

Dass das Leben nicht immer so läuft, wie man es sich vorstellt, ist allseits bekannt. Manchmal passiert es aber, aus Gründen, die nicht immer leicht nachzuvollziehen sind, dass man vom rechten Weg abkommt und in einer serbischen Gefängniszelle landet. Gut, so oft wird das nicht passieren, jedoch kann man "Zusammenbrüche" jeglicher Art als Beispiel anführen, die zunächst zwar unüberbrückbar erscheinen, später aber, sobald sich der Nebel gelichtet hat, unzählige Möglichkeiten bieten, um sich selbst aus dem Dreck zu ziehen und um sich ernsthaft Gedanken über das Leben und vor allem über sich selbst zu machen.   

Es werden hierzu 10 e-books (PDF)  verlost!
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Letzter Beitrag von  noitavor 2 Jahren
https://www.lovelybooks.de/autor/Rafael-Haslauer/23312-1321741978-w/rezension/1417025441/ Und Danke für die Buchempfehlungen in der Geschichte. Werde sie mal lesen :)
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Liebe Freunde autobiografischer Romane,

ich möchte Euch gerne mein erstes Buch vorstellen und zu einer Leserunde einladen. 

Dass das Leben nicht immer so läuft, wie man es sich vorstellt, ist allseits bekannt. Manchmal passiert es aber, aus Gründen, die nicht immer leicht nachzuvollziehen sind, dass man vom rechten Weg abkommt und in einer serbischen Gefängniszelle landet. Gut, so oft wird das nicht passieren, jedoch kann man "Zusammenbrüche" jeglicher Art als Beispiel anführen, die zunächst zwar unüberbrückbar erscheinen, später aber, sobald sich der Nebel gelichtet hat, unzählige Möglichkeiten bieten, um sich selbst aus dem Dreck zu ziehen und um sich ernsthaft Gedanken über das Leben und vor allem über sich selbst zu machen.   

Es werden hierzu 10 Exemplare verlost!
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Letzter Beitrag von  Annejavor 2 Jahren
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Zusätzliche Informationen

Rafael Haslauer wurde am 01. September 1983 in Steyr (Österreich) geboren.

Rafael Haslauer im Netz:

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