Rafael Seligmann

 4 Sterne bei 64 Bewertungen
Autor von Hannah und Ludwig, Der Musterjude und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Rafael Seligmann

Rafael Seligmann, 1947 in Tel Aviv als Kind deutscher Eltern geboren, kehrt mit ihnen 1957 nach Deutschland zurück. Handwerkerlehre, Studium, Promotion. Lehrtätigkeit an den Universitäten München, Potsdam und Warwick. Später als freier Journalist unter anderem für Spiegel, Stern, Welt und BZ tätig. 2012 gründet er die Jewish Voice from Germany, die größte jüdische Zeitung außerhalb Israels, die er bis heute herausgibt. Er ist Autor der ersten deutsch-jüdischen Gegenwartsromane, wie „Der Musterjude“, und „Der Milchmann“. „Hannah und Ludwig“ ist nach „Lauf, Ludwig, lauf!“ der zweite Teil von Seligmanns Familiensaga.

Neue Bücher

Cover des Buches Der Milchmann (ISBN: 9783784436395)

Der Milchmann

 (2)
Neu erschienen am 19.09.2022 als Taschenbuch bei Langen-Müller.

Alle Bücher von Rafael Seligmann

Cover des Buches Hannah und Ludwig (ISBN: 9783784435695)

Hannah und Ludwig

 (35)
Erschienen am 17.09.2020
Cover des Buches Ein Stein auf meinem Herzen (ISBN: 9783451375866)

Ein Stein auf meinem Herzen

 (4)
Erschienen am 13.09.2016
Cover des Buches Die Kohle-Saga (ISBN: 9783492251525)

Die Kohle-Saga

 (4)
Erschienen am 01.04.2008
Cover des Buches Der Musterjude (ISBN: 9783423136686)

Der Musterjude

 (4)
Erschienen am 01.06.2008
Cover des Buches Die jiddische Mamme (ISBN: 9783423121729)

Die jiddische Mamme

 (3)
Erschienen am 01.05.1996
Cover des Buches In Deutschland angekommen (ISBN: 9783421044778)

In Deutschland angekommen

 (2)
Erschienen am 22.10.2012
Cover des Buches Der Milchmann (ISBN: 9783784436395)

Der Milchmann

 (2)
Erschienen am 19.09.2022
Cover des Buches Deutschland wird dir gefallen (ISBN: 9783351027216)

Deutschland wird dir gefallen

 (2)
Erschienen am 14.09.2010

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Rafael Seligmann

Cover des Buches Der Milchmann (ISBN: 9783784436395)wiechmann8052s avatar

Rezension zu "Der Milchmann" von Rafael Seligmann

Überleben
wiechmann8052vor 9 Tagen

Jacob Weinberg ist ein Überlebender, Er hat anderen geholfen auch zu überleben. Er lebt immer noch in Deutschland, dem Land seiner Peiniger. Er ist vermögend geworden, nun scheint er krank zu sein, der Tod steht wieder mal vor seiner Tür. Er muss alles regeln und mit sich selber ins Reine kommen. Die Rückblicke auf sein Leben zeigen das er mit der Vergangenheit nicht abgeschlossen hat. Der verfolgte, gequälte Jude begleitet ihn ein Leben lang. Er bekommt es nicht aus dem Kopf, nicht von seiner Haut, nicht aus dem Wissen seiner Mitmenschen.

Es ist ein grausames Buch und das liegt nicht daran, dass es menschenverachtende Szenen beschreibt. Es ist was diese Handlungen aus Jacob und seine Mitgefangenen gemacht haben. Es ist dass dieses Empfinden Jacob und die anderen  für den Rest ihres Leben begleitet, dass in ihnen etwas zerbrochen ist. Etwas das nicht wieder zu reparieren ist. Sie erfüllen ihre Aufgaben und begleichen ihre Schulden aber etwas fehlt. 

Das Buch war schwierig zu lesen. Zum einen lag es daran das ganze Sätze in Jiddisch geschrieben waren, ich konnte es erraten was es heißen sollte und am Ende gibt es ein Glossar, für die Authentizität wichtig, für das Verstehen nicht einfach.. Dazu ist es natürlich schwer die ganze Geschichte zu verkraften. 

Denn es ist eine Mischung aus historischen Geschehnissen und Fiktion um eine Figur die man sich nur zu gut vorstellen kann. 

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Cover des Buches Der Milchmann (ISBN: 9783784436395)B

Rezension zu "Der Milchmann" von Rafael Seligmann

Rafael Seligmann - Der Milchmann
birgitdvor 19 Tagen

Die Aufarbeitung der Erlebnisse von Auschwitz
Jakob Weinberg lebt als 70 Jähriger KZ-Überlebender in München,
Es wird das jüdische Leben hier und heute beschrieben.
Immer wieder Rückbendungen in die Vergangenheit, die ihn nicht losläßt.
Der Mord an dem Freund Yitzhak Rabin läßt die Vergangenheit Gegenwart werden.
Ein besonderes buch, das man nicht in einer nacht lesen kann.
Man muß es zur Seite legen und drüber nachdenken
Mir hat es viel gegeben

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Cover des Buches Rafi, Judenbub (ISBN: 9783784436227)Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Rafi, Judenbub" von Rafael Seligmann

Schwierige Rückkehr nach Deutschland
Bellis-Perennisvor einem Monat

Das ist der dritte Teil der Familien-Saga von Rafael Seligmanns eigener Familie.  

Worum geht`s? 

Hannah und Ludwig Seligmann kehren gemeinsam mit ihren 10-jährigen Sohn Rafael  1957 aus Israel in Ludwigs Heimatstadt zurück. Der Grund: Ludwig ist als Geschäftsmann in Israel gescheitert und kann von seiner Familie nichts mehr erwarten. Die Rückkehr ist vor allem für Hannah, deren gesamte Verwandtschaft in der Shoa ermordet wurde, ein Albtraum. Ihr Hass und ihre Wut vergiften den Sohn, der anfangs neugierig das Land der Vorväter betritt. Natürlich ist der Antisemitismus mit dem Ende der Nazi-Diktatur nicht verschwunden, zumal sich zahlreiche Personen wieder auf den selben Positionen befinden. 

Ludwig findet bei einem jüdischen Textilbetrieb Arbeit, wird dort augenscheinlich ausgenützt und kann es Hannah nicht recht machen. Sie mäkelt lautstark an allem und jeden herum. Allerdings ist sie die bessere Verhandlerin. So schindet sie ein besseres Gehalt für Ludwig heraus und ficht auch manchen Strauß für ihren Sohn aus. 

Meine Meinung: 

Um mir eine umfassendes Bild von dieser schwer traumatisierten Familie bilden zu können, werde ich noch die beiden Vorgänger „Lauf, Ludwig, Lauf“ und „Hannah und Ludwig“ lesen.  

Hannah Seligmann kommt hier nicht wirklich gut weg. Sie hasst Deutschland, häufig ihren Mann, manchmal ihren Sohn und ist mit allem und jedem unzufrieden. Sie wirft Ludwig seine Erfolglosigkeit und Rafael, der in diesem angespannten Umfeld auch leidet, sein Versagen in der Schule vor. Selbst als er das Abitur, spät aber doch schafft und Geschichte studieren will, ist sie nicht zufrieden damit. Doch ihr persönlicher SuperGAU ist, dass sich Rafael in eine Nicht-Jüdin verliebt.  

Psychologische Hilfe lehnt sie kategorisch ab, der Rückkehrgeld nimmt sie dann schon. Auffallend ist, dass sie in ähnliche Stereotypen verfällt, die sie den Deutschen vorhält und unterstellt. 

Es sieht so aus, als ob Hannah sich und Ludwig sowie seiner Familie es nicht verzeihen kann, die Shoa überlebt zu haben.

Fazit: 

Ein schönes Stück Zeitgeschichte aus einer Zeit als das Unrechtsbewusstsein in Deutschland kaum vorhanden war. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.

Kommentare: 2
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Gespräche aus der Community

Mit "Hannah und Ludwig" setzt der deutsch-israelische Autor Rafael Seligmann seinen Eltern ein Denkmal. Was treibt ein junges jüdisches Paar dazu, ins Nachkriegs-Deutschland zurückzukehren, einem Land, aus dem sie einst geflohen sind?

"Hannah und Ludwig" ist eine Geschichte, die euch nachhaltig prägen wird. 

"Freust du dich nicht auf unser Land?" "Mein Land ist Deutschland." "Aber dort will uns keiner haben."

Möchtet ihr diese besondere Geschichte über Sehnsucht und Liebe lesen?

Dann bewerbt euch für eins von 35 Exemplaren von "Hannah und Ludwig", die wir zusammen mit LangenMüller für eine Leserunde vergeben.

Wenn ihr mehr über Hannah, Ludwig und Rafael erfahren und euch darüber austauschen möchtet, dann bewerbt* euch bis zum 9.12.2020, indem ihr die folgende Frage über unser Bewerbungsformular beantwortet:

Nach welchem Land habt ihr Sehnsucht? Was hat dieses Land, was Deutschland nicht hat? Oder seid ihr wunschlos glücklich hier?

Ich bin schon jetzt sehr neugierig auf eure Antworten und wünsche euch viel Glück!

1150 BeiträgeVerlosung beendet
Kolumna_liests avatar
Letzter Beitrag von  Kolumna_liestvor 2 Jahren

Und hier kommt meine Rezension. Vielen Dank für deine Geduld, den Grund hatte ich dir ja geschrieben.

Die Rezension erscheint wortgleich bei hugendubel.de, Thalia, Weltbild, Lesjury sowie auf Facebook unter meinem Account und in einigen Lesegruppen.

Mich konnte die Geschichte nicht überzeugen - zum einen, weil nicht klar ist, was Fiktion und was Realität ist. Nimmt man den Vorsatz im Buch wörtlich, müsste man davon ausgehen, dass lediglich die Flucht, die Art der Flucht sowie die Heirat und die Rückwanderung den Tatsachen entsprechen. Bei mir war nach dem Lesen der Werbung sowie des Klappentextes jedoch der Eindruck entstanden, dass es sich um eine biografische Geschichte handelt. Von daher könnte man sich auch getäuscht fühlen, vor allem, weil gerade eine der fiktiven Personen für mich eine der tragenden Figuren der Geschichte ist.

Zum zweiten konnte mich die Geschichte auch vom Erzählstil nicht begeistern. Mir war die Sprache zu hölzern, in Teilen merkwürdig gestelzt.

Auch wenn ich mir von dem Buch mehr erwartet hatte, habe ich mich doch gefreut, das Buch erhalten zu haben und an der Leserunde teilnehmen zu können. Vielleicht war es ja auch nur der häufig auftretende "Hänger" eines zweiten Teils bei Trilogien ;-)

https://www.lovelybooks.de/autor/Rafael-Seligmann/Hannah-und-Ludwig-2572010037-w/rezension/2828348509/

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von 28 Lesern aktuell gelesen

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