Rafael Yglesias

 4.1 Sterne bei 85 Bewertungen
Autor von Glückliche Ehe, Dr. Nerudas Therapie gegen das Böse und weiteren Büchern.
Rafael Yglesias

Lebenslauf von Rafael Yglesias

Rafael Yglesias wurde 1954 als Sohn des Schriftstellerehepaars Jose und Helen Yglesias in New York geboren. Aufgewachsen in Manhatten fing er bereits früh mit dem Schreiben an, weswegen er auch die Schule abbrach. Er verfasste sieben Romane und ding dann zum Schreiben von Drehbüchern über, zum Teil auch für seine eigenen Romane. Heute lebt Rafael Yglesias als Roman- und Drehbuchautor in Greenwich Village. Seine beiden Söhne sind auch schriftstellerisch tätig.

Alle Bücher von Rafael Yglesias

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Glückliche Ehe

Glückliche Ehe

 (75)
Erschienen am 15.11.2011
Glückliche Ehe: Roman

Glückliche Ehe: Roman

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Erschienen am 06.10.2010
Dr. Neruda's Cure for Evil

Dr. Neruda's Cure for Evil

 (1)
Erschienen am 05.06.1997
Fearless, Jenseits der Angst

Fearless, Jenseits der Angst

 (1)
Erschienen am 01.11.1995
Hot Properties

Hot Properties

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Erschienen am 01.08.1987
Fearless

Fearless

 (0)
Erschienen am 01.08.1994
Un matrimonio feliz / A Happy Marriage

Un matrimonio feliz / A Happy Marriage

 (0)
Erschienen am 01.05.2012

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Neue Rezensionen zu Rafael Yglesias

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Giselle74s avatar

Rezension zu "Glückliche Ehe" von Rafael Yglesias

Berührend
Giselle74vor einem Jahr

Trotz längeren Überlegens weiß ich nicht wirklich, wie ich über dieses Buch schreiben soll. Ich fand es wirklich phantastisch, vermag aber nicht zu sagen, ob andere das auch so sehen würden. Ich fand es unendlich traurig, berührend, intim, aber trotzdem nicht kitschig oder dramatisch.

Der Roman beschreibt Margarets und Enriques Leben vom ersten Kennenlernen bis zu ihrem Krebstod nach gemeinsamen dreißig Jahren. Er beschreibt die schönen Zeiten, den ersten Kuss, aber auch die Zeiten der Sprachlosigkeit, des Nebeneinanderherlebens. Er zeigt die ganze Intimität einer Ehe, die gezwungen ist, auch den Tod anzunehmen, läßt auch die demütigenden Momente des Darmkrebses nicht aus, die Hoffnungslosigkeit und die Schwierigkeit loszulassen, was man doch nicht loslassen kann und will.

Das alles ist unaufgeregt geschrieben, nicht überdramatisiert, nicht nach Mitleid heischend, fast wie ein Selbstgespräch, ohne nach der Meinung einer Öffentlichkeit zu fragen. Ein zartes Buch, ein ergreifendes Buch und ein Geschenk an den Leser...

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Alexandra_Luchss avatar

Rezension zu "Glückliche Ehe" von Rafael Yglesias

Glückliche Ehe von Rafael Yglesias
Alexandra_Luchsvor 4 Jahren

Margaret und Enrique sind seit knapp dreißig Jahren verheiratet, als Margaret den Kampf gegen den Krebs verliert, an dem sie vor zwei Jahren erkrankte. In wechselnden Kapiteln erzählt das Buch die Geschichte vom Beginn und dem Ende einer Ehe. Die Geschichten vom Anfang der Ehe berichten vom ersten Treffen, über die ersten Dates und das Auf und Ab der jungen Beziehung. Die Kapitel des Endes der Ehe erzählen eine Geschichte von einem schweren Abschied nach einem Leben, dass man Großteils gemeinsam verbracht hat, von Aufopferung und Liebe am Ende einer glücklichen Ehe.
„Selbst im Sterben, tröstete er sich, gab sie ihm etwas Kostbares: die Zeit, sich anständig voneinander zu verabschieden.“ (S. 73)
Diese Wechsel haben mich beim Lesen sehr mitgenommen. Der Beginn der Ehe so romantisch und zart, dass ich kaum damit aufhören konnte zu Lesen, steht im harten Kontrast zu den Kapiteln über das Ende der Ehe. Margarets Krankheit hat mich mitten ins Herz getroffen und obwohl ich manchmal Pausen einlegen musste, weil ich nicht lesen wollte wie es ihr Seite für Seite immer schlechter geht, steckt auch in diesen Kapiteln eine Menge Trost und Kraft. Wie Enrique seinem eigenen Schmerz zum Trotz liebevoll für seine Frau sorgt, war auf seine Art wunderschön.
„Vielleicht hatten sie ja nicht begriffen, dass sie für ihn schon lange an erster Stelle gestanden hatte, dass sie die Heimat seines Herzens und der Anker seines Denkens war und dass der Kampf darum, sie am Leben zu erhalten, unerlässlich für die Erhaltung seiner eigenen Seele war.“ (S. 138)
Cover und Titel von „Glückliche Ehe“ wirken locker, leicht und sprechen von Glück und Zufriedenheit. Doch auch in einem an sich glücklichen Leben gibt es natürlich Schatten und manchmal auch Leid. So gibt es auch in der Geschichte von „Glückliche Ehe“ Probleme und Streits. Margaret und Enrique waren in einiger Hinsicht ein perfektes Paar und dennoch gab es auch eine Menge Reibungspunkte in ihrem Leben. Diese waren für mich beim Lesen nicht immer leicht hinzunehmen, doch im Verlauf der Handlung wird einem immer deutlicher bewusst, dass der Titel „Glückliche Ehe“ dennoch sehr ehrlich ist. Das Überwinden von Problemen macht eine Beziehung doch um einiges stärker.
„In den neunundzwanzig Jahren seit seinem ersten desaströsen Geschenk war so viel passiert. Waren so viele Illusionen zerplatzt. Hatten sie beide sich als so stark erwiesen. Sie hatte die grausamsten Dinge zu ihm gesagt, die man ihm nur hätte sagen können, und er war zu ihr mehr als einmal noch grausamer gewesen. Sie hatten sich Liebe geschworen, hatten Hass ausgehalten. Als Kinder hatten sie Kinder hervorgebracht, von denen jetzt eins schon ein Mann war und das andere nur zu schnell einer wurde.“ (S. 192)
Glückliche Ehe hat mich ursprünglich wegen seines Titels angezogen. Ich hatte mir eine perfekte Geschichte über eine perfekte Beziehung gewünscht, gewürzt vielleicht mit einem Hauch Melancholie. Bekommen habe ich viel mehr: ich weine so gut wie nie, bei „Glückliche Ehe“ konnte ich es nicht verhindern, die Geschichte hat mich zu sehr mitgenommen. Ich habe geweint vor Glück bei den Liebeserklärungen im Buch und geweint vor Trauer um Margaret. Zusätzlich hat mich der wunderschöne Schreibstil ständig dazu gebracht, einzelne Passagen mehrmals lesen zu wollen und mich in der Sprache des Buches zu verlieren.
Diese erzählerischen und sprachlichen Qualitäten, zusammen mit einer für jede Beziehung wertvollen Botschaft machen für mich die Bedeutung dieses Buches aus. Ich vergebe 5 von 5 Sternen für „Glückliche Ehe“.

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dicketillas avatar

Rezension zu "Glückliche Ehe" von Rafael Yglesias

In ihrem Ozean
dicketillavor 5 Jahren

Dieses Buch hat mich 14 Tage beschäftigt , und löste bei mir eine Leseblockade aus . Aber ich konnte das Buch nicht unbeachtet lassen , es käme mir wie ein Verrat vor . Ich wollte als Leser an Margarets Seite bleiben .

Es ist die Geschichte von Margaret und Enrique .
Wie er einst von ihren großen blauen Augen angezogen , und jetzt mit ansehen musste wie sie immer mehr verschwand . Dem grausamsten aller Krebserkrankungen ausgesetzt . Rückblickend erleben wir die Zeit der Verliebtheit , Ehe , Kinder , ihrer Schwierigkeiten und immer wieder dem Verlauf ihrer Krankheit .Hoffnungen und immer wieder Niederlagen .
Bis Margaret nicht mehr will und die Vorbereitungen für ihr Sterben beginnen .

Am Ende des Buches hatte ich kalte Hände und ich fror .
Emotional hat mich lange kein Buch mehr so sehr betroffen gemacht .
Konnte mit Tränen in den Augen oft nicht folgen .

Yglesias Schreibstil ist so spannungsgeladen , schonungslos und doch wieder liebevoll . Er schafft wunderbare Übergänge von gedachten und zeitgleichen Momenten in einem einzigen
Satz . Musste deshalb manchmal Sätze zweimal lesen , da ich sie so gelungen empfand . Die vielen medizinischen Fachausdrücke mussten sein , so wurde das Ausmaß der Krankheit bildhaft .

Ich kann das Buch sehr empfehlen , auch wenn es den richtigen Moment zum lesen finden muss .

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Zusätzliche Informationen

Rafael Yglesias wurde am 12. Mai 1954 in New York (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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