Rafik Schami , Peter Knorr Der Wunderkasten

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Inhaltsangabe zu „Der Wunderkasten“ von Rafik Schami

Neue und besonders edle Leinenausgabe des 1990 erstmals erschienenen Bilderbuchklassikers "Der Wunderkasten" von Rafik Schami mit neuem Vorwort des Autors. Hochwertige grafische Gestaltung und besonders schöne Buchkunst. "...ein besonders hochwertiges Schmuckstück, das man gerne zur Hand nimmt. ... , eine Ode an die Kunst des märchenhaften Erzählens." (buchverzueckt.blogspot.de am 6.2.2017) Ein alter Geschichtenerzähler zieht durch die Gassen von Damaskus und lässt die Kinder in seinen Wunderkasten blicken. Dort hören und sehen sie die Geschichte vom Hirtenjungen Sami und der schönen Leila. Doch im Laufe der Zeit wandelt sich diese Geschichte ...

Der Wunderkasten von Rafik Schami erzählt eine Geschichte aus alter Zeit, wie sie schon lange mündlich immer weiter gegeben wurde.

— Osilla
Osilla

Ein Klassiker über die Liebe zur Erzählkunst und das alte Damaskus, besonders liebevoll neu verlegt. Nicht nur für Kinder!

— danielamariaursula
danielamariaursula

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  • Ein altmodisch und zugleich modernes Märchen

    Der Wunderkasten
    Osilla

    Osilla

    11. April 2017 um 17:41

    Es handelt sich um ein Buch, welches erstmals 1990 erschienen ist und dieses Jahr als Sammlerstück mit Leineneinband nochmals erschienen ist. Der Wunderkasten von Rafik Schami erzählt eine Geschichte aus alter Zeit, wie sie schon lange mündlich immer weiter gegeben wurde. Rafik Schami hat sie mit einer wunderbar modernen Rahmenhandlung versehen, die zusätzlich eine eigene These liefert, ohne moralisch daher zu kommen. Rafik Schami (geboren 1946 in Damaskus) wanderte 1971 nach Deutschland ein. Er studierte Chemie. Inzwischen schreibt er ausschließlich Bücher und „gilt als der Wortzauberer und Geschichtenerzähler schlechthin“(1). Seine Bücher, die für Kinder und Erwachsene gleichermaßen gedacht sind, wurden mehrfach ausgezeichnet und sind in vielen Sprachen erschienen.Peter Knorr (geboren 1956 in München) studierte Kunsterziehung. Inzwischen arbeitet er als Illustrator und Grafiker. Er illustrierte bereits viele Kinderbücher sowie Bucheinbände für Autoren wie Erich Kästner, Kirsten Boie und Paul Maar. Außerdem ist er Zeichner für die ZDF-Kinderserie „Siebenstein“. Seine Arbeiten wurden bereits von der Stiftung Buchkunst ausgezeichnet. Die Geschichte wird aus der Sicht eines kleinen Jungen geschildert, der in eher ärmlichen Verhältnissen aufwächst. Regelmäßig kommt ein alter Mann durch die verschiedenen Viertel gezogen. Er hat einen Wunderkasten dabei. Für ein wenig Geld können ein paar Kinder in diesen Wunderkasten schauen, während er die Geschichte des Liebespaares Leila und Sami erzählt, die wider aller Hinternisse doch am Ende zueinander finden. Die anderen Kinder und auch die Erwachsenen dürfen ohne etwas bezahlen zu müssen, der Geschichte lauschen. Im Wunderkasten sind Bilder passend zur Geschichte zu sehen. Sie sind alt und verblassen im Laufe der Jahre, sodass der Geschichtenerzähler sie durch Bilder aktueller Reklamen ersetzt. Doch das nimmt den Zauber seiner Erzählungen. Leider wollte meine Tochter mit mir bisher nicht dieses wunderschön gestaltete Buch lesen. Woran das liegt kann ich nicht sagen und somit weiß ich auch leider nicht, wie es ihre gefallen würde. Mir hat es gut gefallen, aber ich bin mir nicht ganz sicher, ob Kinder ab 6 Jahren (so die Altersangabe des Verlags) wirklich die ganze Dimension dieser Erzählung bereits erfassen können. Aber das ist ja auch nicht immer wichtig.Schön finde ich, dass hier zwei Thematiken in einem Buch behandelt werden. Im Zentrum steht die Geschichte von Leila und Sami, dem Liebespaar, die sich über die Verbote der anderen hinwegsetzen und an ihrer Liebe festhalten. Sie werden am Ende für ihren Mut und ihre Treue belohnt. Die Rahmenhandlung bietet hier eine ganz anderen Thematik, nämlich die, der Kraft der Phantasie. Wo zunächst die wunderschönen Bilder im Wunderkasten die Phantasie der Kinder beflügeln sollen, stellt sich am Ende heraus, dass die eigenen Ideen im Kopf noch viel phantastischer und wertvoller sind und erst den wahren Wert einer Geschichte ausmachen. Das musste der Geschichtenerzähler selbst erst erkennen, als er zunächst noch verzweifelt versuchte die fehlenden Bilder zu ersetzen und sich am Schluss dazu entschloss, die Kinder einfach ins Schwarze sehen zu lassen. „[…] da hörte ich die Stimme des alten Mannes, so warm und schön, wie nie zuvor, und er fing an zu erzählen“ Die Illustrationen von Peter Knorr sind einzigartig. Knorr setzt die Geschichte liebevoll und durchaus humorvoll in Szene. Der Text bekommt eine zusätzliche Tiefe. Ganz besonders hat mir am Ende das Porträt des Geschichtenerzählers gefallen. Es entsprach meiner eigenen Vorstellung, eines alten und liebenswerten Mannes, der dafür lebt, anderen eine Freude zu bereiten. Witzig ist hier irgendwie, dass es überhaupt Bilder gibt, denn ist die Moral der Rahmenhandlung nicht die, dass die Phantasie der Menschen ausreicht, um ein Kino im eigenen Kopf zu erschaffen? Rafik Schami gelingt es, einer alte Erzählung neuen Wind einzuhauchen und sie mit einer aktuellen Geschichte zu kombinieren. So entstand ein altmodisch und zugleich modernes Märchen, welches durch die dichterische Sprache und die detailreichen und überaus passenden Illustrationen Flügel  verliehen bekommt.

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  • Ein altmodisch und zugleich modernes Märchen

    Der Wunderkasten
    Osilla

    Osilla

    11. April 2017 um 17:41

    Es handelt sich um ein Buch, welches erstmals 1990 erschienen ist und dieses Jahr als Sammlerstück mit Leineneinband nochmals erschienen ist. Der Wunderkasten von Rafik Schami erzählt eine Geschichte aus alter Zeit, wie sie schon lange mündlich immer weiter gegeben wurde. Rafik Schami hat sie mit einer wunderbar modernen Rahmenhandlung versehen, die zusätzlich eine eigene These liefert, ohne moralisch daher zu kommen. Rafik Schami (geboren 1946 in Damaskus) wanderte 1971 nach Deutschland ein. Er studierte Chemie. Inzwischen schreibt er ausschließlich Bücher und „gilt als der Wortzauberer und Geschichtenerzähler schlechthin“(1). Seine Bücher, die für Kinder und Erwachsene gleichermaßen gedacht sind, wurden mehrfach ausgezeichnet und sind in vielen Sprachen erschienen.Peter Knorr (geboren 1956 in München) studierte Kunsterziehung. Inzwischen arbeitet er als Illustrator und Grafiker. Er illustrierte bereits viele Kinderbücher sowie Bucheinbände für Autoren wie Erich Kästner, Kirsten Boie und Paul Maar. Außerdem ist er Zeichner für die ZDF-Kinderserie „Siebenstein“. Seine Arbeiten wurden bereits von der Stiftung Buchkunst ausgezeichnet. Die Geschichte wird aus der Sicht eines kleinen Jungen geschildert, der in eher ärmlichen Verhältnissen aufwächst. Regelmäßig kommt ein alter Mann durch die verschiedenen Viertel gezogen. Er hat einen Wunderkasten dabei. Für ein wenig Geld können ein paar Kinder in diesen Wunderkasten schauen, während er die Geschichte des Liebespaares Leila und Sami erzählt, die wider aller Hinternisse doch am Ende zueinander finden. Die anderen Kinder und auch die Erwachsenen dürfen ohne etwas bezahlen zu müssen, der Geschichte lauschen. Im Wunderkasten sind Bilder passend zur Geschichte zu sehen. Sie sind alt und verblassen im Laufe der Jahre, sodass der Geschichtenerzähler sie durch Bilder aktueller Reklamen ersetzt. Doch das nimmt den Zauber seiner Erzählungen. Leider wollte meine Tochter mit mir bisher nicht dieses wunderschön gestaltete Buch lesen. Woran das liegt kann ich nicht sagen und somit weiß ich auch leider nicht, wie es ihre gefallen würde. Mir hat es gut gefallen, aber ich bin mir nicht ganz sicher, ob Kinder ab 6 Jahren (so die Altersangabe des Verlags) wirklich die ganze Dimension dieser Erzählung bereits erfassen können. Aber das ist ja auch nicht immer wichtig.Schön finde ich, dass hier zwei Thematiken in einem Buch behandelt werden. Im Zentrum steht die Geschichte von Leila und Sami, dem Liebespaar, die sich über die Verbote der anderen hinwegsetzen und an ihrer Liebe festhalten. Sie werden am Ende für ihren Mut und ihre Treue belohnt. Die Rahmenhandlung bietet hier eine ganz anderen Thematik, nämlich die, der Kraft der Phantasie. Wo zunächst die wunderschönen Bilder im Wunderkasten die Phantasie der Kinder beflügeln sollen, stellt sich am Ende heraus, dass die eigenen Ideen im Kopf noch viel phantastischer und wertvoller sind und erst den wahren Wert einer Geschichte ausmachen. Das musste der Geschichtenerzähler selbst erst erkennen, als er zunächst noch verzweifelt versuchte die fehlenden Bilder zu ersetzen und sich am Schluss dazu entschloss, die Kinder einfach ins Schwarze sehen zu lassen. „[…] da hörte ich die Stimme des alten Mannes, so warm und schön, wie nie zuvor, und er fing an zu erzählen“ Die Illustrationen von Peter Knorr sind einzigartig. Knorr setzt die Geschichte liebevoll und durchaus humorvoll in Szene. Der Text bekommt eine zusätzliche Tiefe. Ganz besonders hat mir am Ende das Porträt des Geschichtenerzählers gefallen. Es entsprach meiner eigenen Vorstellung, eines alten und liebenswerten Mannes, der dafür lebt, anderen eine Freude zu bereiten. Witzig ist hier irgendwie, dass es überhaupt Bilder gibt, denn ist die Moral der Rahmenhandlung nicht die, dass die Phantasie der Menschen ausreicht, um ein Kino im eigenen Kopf zu erschaffen? Rafik Schami gelingt es, einer alte Erzählung neuen Wind einzuhauchen und sie mit einer aktuellen Geschichte zu kombinieren. So entstand ein altmodisch und zugleich modernes Märchen, welches durch die dichterische Sprache und die detailreichen und überaus passenden Illustrationen Flügel  verliehen bekommt.

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  • Ein wunderschönes Buch über die Wunder des Erzählens

    Der Wunderkasten
    danielamariaursula

    danielamariaursula

    09. February 2017 um 09:21

    Dieses „Bilderbuch“ wurde erstmals 1990 herausgeben und erscheint nun als edle Leinenausgabe. Bilderbuch setze ich in Anführungsstriche, da es zwar viele Bilder enthält, aber nicht unbedingt für die übliche Bilderbuchaltersgruppe völlig verständlich ist, es ist vielmehr ein herrlich bebildertes modernes Märchen, ein bißchen wie aus 1001 Nacht und somit auch wie diese für Ältere und Erwachsene und nicht für die ganz Kleinen. Inhalt: im alten Damaskus, noch ehe es vom Krieg zerstört wurde und Fernseher in allen Haushalten Einzug hielten, kam einmal im Monat ein alter Geschichtenerzähler in das Viertel des Ich-Erzählers. Er trug einen geheimnisvollen riesigen „Wunderkasten“ auf dem Rücken und eine Klappbank. Wenn er erschien kamen alle Kinder des Viertels angelaufen und wollten auf der Bank vor dem Wunderkasten sitzen um durch Löcher in das Kasteninnere zu schauen, in welchem die Bilder zu der Geschichte abgespult wurden, die der Geschichtenerzähler gerade Wirklichkeit werden ließ. Es war die Liebesgeschichte der schönen Leila aus reichem Hause und dem schönen, klugen und bettelarmen Hirtenjungen Sami, die sich unsterblich ineinander verliebten und ihre Liebe trotz aller Hindernisse nicht aufgaben und für sie kämpften. Diese Geschichte ist unsterblich schön, doch die Bilder in dem Kasten verblassten und wurden durch andere, ausgeschnittene Werbebilder ersetzt. Der Geschichte ging damit die Magie verloren, bis sich der alte Geschichtenerzähler auf den Zauber seiner Zunft besann, auf die Macht der Worte, die berauschende Wirkung der Stimme und die Grenzenlosigkeit der Magie! Der Wunderkasten erzählt nicht einfach die schöne Liebesgeschichte von Leila und Sami, sondern auch über die Kunst des Geschichtenerzählens, das frühere Leben in Damaskus vor dem Krieg und darauf sich auf den Kern der Geschichte einzulassen, die Fantasie kennt keine Grenzen und braucht nicht zwingend Bilder, sie kann sie selbst erschaffen! Es ist eine Liebesgeschichte an das Geschichtenerzählen, getragen von Fantasie, Beständigkeit und einer gewissen Entschleunigung im Gegensatz zu den modernen grellen Bildern im schnellen Wechsel, der Illusion der Werbung. Diesen Teil begreifen ältere Kinder und Erwachsene einfach besser als Vorschulkinder. Aber durch die Vielschichtigkeit ist es eine märchenhafte Geschichte, die man immer wieder gerne zur Hand nimmt und bei jeder Lektüre andere Aspekte und Details in der Geschichte und den Bildern entdecken läßt. Ich hoffe, die Bilder von Damaskus berühren die Kinder, die sich dieses Buch ansehen und lassen sie mehr Verständnis für die Andersartigkeit der Welt erhalten, die ihre geflüchteten Klassenkameraden verlassen haben, und dafür, daß sie sich nun in eine völlig fremde Welt gewöhnen müssen. Die Geschichte von Sami und Leila als schönes Märchen eignet sich auch schon für die ganz kleinen, gerade wegen der liebevollen Illustration. Allerdings ist der Text nicht ganz kurz, die Kinder müssen also schon geübte Zuhörer sein, um dem Text-/Bildverhältnis folgen zu können. Rafik Schami ist ein preisgekrönter Autor und Geschichtenerzähler, der 1946 in Damaskus zur Welt kam und dort aufwuchs, ehe er 1971 in die Bundesrepublik kam. Seit 1982 ist er freischaffender Autor und lebt in der Pfalz. Für diese Sonderausgabe hat der Autor ein eigenes Vorwort verfasst. Der Illustrator Peter Knorr wurde 1956 in München geboren und studierte in Mainz Kunsterziehung. Heute arbeitet er als freischaffender Illustrator und Grafiker. Er hat eine Vielzahl von Kinderbüchern illustriert und Bucheinbände gestaltet u.a. für Werke von Erich Kästner, Peter Härtling, Kirsten Boie, Paul Maar und eben Rafik Schami. Der Verlag Edition Bracklo wurde 2009 von Gabriela Bracklo bei München gegründet. Er ist spezialisiert auf hochwertig ausgestattete Kinderbücher mit kunstvoll gestalteten Einbänden, edlen Papieren und liebevoll umgesetzten Buchthemen für bibliophile Literatur- und Märchenliebhaber. Einige Titel haben bereits Auszeichnungen erhalten. Diese Leinenausgabe ist ein besonders hochwertiges Schmuckstück, das man gerne zur Hand nimmt. Meine Freundin als Kunstlehrerin (Studium der Kunsterziehung in Mainz, wie der Illustrator) hat sich beim Anblick meines Stapels zu rezensierender Bücher sofort für dieses entschieden. Nahm es vorsichtig in die Hand, strich behutsam über das bebilderte Leinen und widmete sich dann den Bildern. Es ist ein außergewöhnlicher Hingucker, eine Ode an die Kunst des märchenhaften Erzählens.

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