Eine Hand voller Sterne

von Rafik Schami 
4,2 Sterne bei108 Bewertungen
Eine Hand voller Sterne
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Geschrieben als Tagebuch ist es auch nicht viel mehr als dies. Es ist eine einfache und dennoch schöne Geschichte.

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Einfach unbeschreiblich! Ein tolles Buch mit einer aussergewöhnlichen Sprache.

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Inhaltsangabe zu "Eine Hand voller Sterne"

Ein Bäckerjunge in Damaskus führt Tagebuch - und wird zum Untergrundjournalisten.

Über mehrere Jahre führt ein Bäckerjunge in Damaskus ein Tagebuch. Es gibt viel Schönes, Poetisches und Lustiges zu berichten aus der Stadt, in der Menschen so vieler Nationalitäten miteinander leben: Vom alten Kutscher und Geschichtenerzähler Salim, von seiner Liebe zu Nadja und vom Basar, auf dem die Mutter Meisterin im Handeln ist. Aber es gibt auch Armut, Ungerechtigkeit und politische Verfolgung in der Stadt. Der Bäckerjunge wird zum Journalisten - im Untergrund.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783407787019
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:256 Seiten
Verlag:Julius Beltz GmbH & Co. KG
Erscheinungsdatum:28.07.2017
Das aktuelle Hörbuch ist am 14.04.2008 bei Beltz erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Luchain-Revor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Geschrieben als Tagebuch ist es auch nicht viel mehr als dies. Es ist eine einfache und dennoch schöne Geschichte.
    4 Sterne glatt

    Mir hat etwas Pfiff gefehlt. Eigentlich wird 
    nur das Leben eines Jungen beschrieben &
    besonders wird das Buch erst durch die 
    Umstände. Allerdings ist mir die Hauptfigur
    sehr sympathisch und die Geschichte 
    dennoch sehr schön zu lesen

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    Natascha_de_booksvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Einfach unbeschreiblich! Ein tolles Buch mit einer aussergewöhnlichen Sprache.
    Ein Buch, das man nicht mehr weglegen kann. Toll geschrieben!

         

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    Siegmund_Froschvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ich bekenne: Es handelt sich hierbei um mein Lieblingsbuch. Wie oft ich es schon gelesen habe, kann ich beim besten Willen nicht sagen.
    Immer wieder wunderbar

    Ich bekenne gleich zu Beginn: Es handelt sich hierbei um mein Lieblingsbuch. Wie oft ich es schon gelesen habe, kann ich beim besten Willen nicht sagen. Vor acht Jahren bin ich Rafik Schamis Werk in Tagebuchform zum ersten Mal begegnet und von der ersten Seite an begeistert gewesen. Von seinem Vater aus der Schule genommen, um in dessen Bäckerei anzupacken, versucht der Ich-Erzähler seine Träume von der Schriftstellerei trotzdem zu verwirklichen. Damals, mit meinen etwas mehr als elf Jahren, habe ich in erster Linie die amüsanten Beschreibungen und lustigen Episoden wahrgenommen, Geschichten, die sich um mir bekannte Phänomene drehten: Nervige Geschwister, Streit mit den Eltern, Freundschaft, Streiche und die erste Liebe. Die Passagen über das durchaus riskante öffentliche Leben, die Einschränkungen von Bürgerrechten bis tief in den privaten Bereich hinein sowie über den Kampf des Protagonisten um Schulbildung und später um seine regierungskritische Zeitung habe ich erst einige Zeit später richtig verstehen und einordnen können. Suheil Fadél, der Mensch hinter dem Pseudonym Rafik Schami (arabisch für "Damaszener Freund") weiss, wovon er schreibt: Als junger Mann betrieb er selbst eine illegale, da kritische Wandzeitung. Auch die Geschichten, die er offiziell verfasste, wurden vom Zensurbüro immer stärker abgeändert. Irgendwann wurde es für ihn zu riskant, in Syrien zu bleiben und er verliess Damaskus in Richtung Deutschland.
    Das Damaskus, das in Eine Hand voller Sterne beschrieben wird, existiert schon lange nicht mehr: Zuerst sind die 60er-Jahre im Laufe der Zeit, der Technologie und der Erneuerungen verschwunden, während seit nunmehr fünf Jahren das gesamte gesellschaftliche und kulturelle Leben - wenn nicht sogar das Leben allgemein - aus Syrien verschwindet. Der Roman liefert keine Erklärungen, politische Analysen oder Machtstudien, die erklären, wie Syrien damals aufgebaut war. Es bleiben nur die bittere Erkenntnis, das sich dieses Land seit einem halben Jahrhundert nicht zum besseren wandeln konnte - oder durfte - sowie die banale Feststellung, dass es "den Syrer" nicht gibt, sondern einfach Menschen, die alle ihren ganz eigenen Kopf und ihre eigenen Ideen haben.

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    Scheherazades avatar
    Scheherazadevor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Wirklich ein schöner Roman über das Leben in Damaskus. Ich kann es jedem empfehlen, der durch die Augen eines Jungen Damaskus erleben will.
    Wirklich ein schöner Roman über das Leben in Damaskus in den 50ern

    Ein Bäckersjunge schildert in seinem Tagebuch über mehrere Jahre hinweg sein Leben in Damaskus. Der Junge lebt in den 50ern und sein Traum ist es Journalist zu werden. Er will etwas gegen die vielen Ungerechtigkeiten und die Verfolgung etwas tun. Solange dieser Traum noch nicht verwirklicht ist, schriebt er Tagebuch über sein Leben und hier gibt es wirklich viel zu erzählen. Von Alltäglichen Dingen, seiner Familie, der Schule, aber auch von großen Gefühlen, sowie Angst und Armut in seiner Umgebung.

    Der Aufbau dieses Romans hat mich sehr überzeugt, denn er ist wirklich wie ein Tagebuch eines Jungen gestaltet. Kleine kurze Absätze, die die Ereignisse des Tages zusammenfassen. Manchmal jeden Tag ein kleiner Absatz, manchmal tagelang nichts und dann eine kleine Abhandlung über ein Thema, das den Jungen interessiert. Wirklich toll gestaltet.

    Die Themen die der Junge anspricht, gehören einerseits in eine andere Welt, sind andererseits aber auch sehr universell und das fand ich sehr berührend. Denn es macht keinen Unterschied, wo ein Junge aufwächst, manche Wünsche, Träum und Sorgen sind eben überall auf der Welt gleich.

    Die politische Seite fand ich auch sehr interessant. So bekommt man einen sehr guten Einblick, was es heißt in einer Diktatur aufzuwachsen und ständig Angst vor Verfolgung und Schikanen zu haben. Aber es zeigt auch, wie sich der Widerstand gegen so ein Regime schon bei einem Jungen ausweitet und dieser etwas gegen Ungerechtigkeit in seiner Welt tun will.

    Der Erzählstil ist wirklich toll an ein Tagebuch eines Jungen angepasst und hat mir wirklich gut gefallen. So werden Unwichtigkeiten auch nur kurz angesprochen.

    Ein Beispiel: „25.12. Weihnachten. Heute gab es ein tolles Essen. Meine Mutter hat sich selbst übertroffen, und mein Vater hat eine Flasche Rotwein besorgt, die wir gemeinsam leerten. Auch Leila bekam ein kleines Glas.“ Das ist der ganze Absatz zu diesem Tag. Kurz und bündig und alles was ihm wichtig war wurde angesprochen.

    Insgesamt gibt das Buch einen tollen Einblick in die Welt von Damaskus in den 50ern. Ich kann es jedem empfehlen, der diese Welt durch die Augen eines Bäckersjungen sehen möchte. Von mir gibt es 4 Sterne.

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    Calanthas avatar
    Calanthavor 6 Jahren
    Rezension zu "Eine Hand voller Sterne" von Rafik Schami

    Es geht um einen 14 Jährigen Bäckersjungen, der in Damaskus aufwächst und gerne Journalist werden möchte. Das Buch ist als Tagebuch aus der Perspektive des Jungen geschrieben und erzählt von seinem Alltag. Dabei besticht das Buch vor allem mit der kindlichen Offenheit und Naivität. So schreibt der Junge, dass man gleich erkennen könne, welchen Beruf die Eltern haben, wenn man die Kinder ansieht. So hat zB. der Mechaniker-Sohn immer dreckige Hände. Diese Beobachtung ist das was sie ist- eine Beobachtung. Doch lässt sie uns aufhorchen und auch ein bisschen schaudern, lernen wir doch daraus, dass nicht nur der Bäckerjunge den Eltern helfen muss. Was für uns unvorstellbar ist- als Kind zu arbeiten- ist dort das Normalste der Welt.
    Besonders die vielen kleinen Details die der Autor einarbeitet, vermitteln Einem eine gute Vorstellung vom Leben in Damaskus und lassen auch die Frage aufkommen, wie viel davon nun erfunden ist und wie viel davon der Autor selbst erlebt hat.
    Besonders gefallen hat mir die Stelle, in der "Der Verrückte", der einen Vogel dressiert hat, dem Jungen eine Geschichte aufschreibt, jeder Abschnitt davon in einer anderen Sprache. Der Junge sucht ganz Damaskus nach entsprechenden Leuten ab, die ihm diese Abschnitte übersetzen können und lernt dabei, wie viele unterschiedliche Nationalitäten und Menschen in Damaskus zusammen kommen.
    Doch Journalist zu werden, ist in einem Land wie Syrien kein normaler Berufswunsch, das bekommt der Junge mit der Zeit auch zu spüren, als er eine Untergrund-Zeitung gründet: die Sockenzeitung. Die Erwachsenen haben hingegen bereits das Hoffen aufgegeben und versuchen sich einfach mit der Situation zu arrangieren. Angesichts dessen ist der Protagonist noch unvoreingenommen gegenüber der Welt und versucht jeden Tag das Beste aus dem Leben zu machen. Das Buch ist wie ein Gedicht in Tagebuch-Form. Trotz der Problematik ist es locker, leicht und voller Hoffnung.

    Diese Stagnation hat nun in Syrien ein jähes Ende gefunden. Und man fragt sich, ob Damaskus je wieder ein friedlicher, multikultureller Ort wird und man denkt mit Schrecken an die Kinder die derzeit in Syrien aufwachsen.

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    WildRosevor 6 Jahren
    Rezension zu "Eine Hand voller Sterne" von Rafik Schami

    Ich habe "Eine Hand voller Sterne" als Gratisbuch bekommen, da es in der Stadt, in der ich lebe, manchmal solche Aktionen gibt. Von Jugendbüchern erwarte ich generell meist nicht so viel, da sie fast alle einen sehr einfachen Schreibstil aufweisen und ähnlich aufgebaut sind, was mich beim Lesen meist stört.
    Rafik Schamis "Eine Hand voller Sterne" ist aus der Sicht eines jungen Burschen erzählt, der in Damaskus lebt und dessen Vater Bäcker ist. Der Junge selbst aber interessiert sich viel mehr für Literatur und Journalismus und möchte unbedingt Journalist werden. In Damaskus ist das jedoch sehr schwierig, da das Regime ein kritisches Denken der Bürger nicht zulässt und jene, die die Wahrheit berichten, um ihr Leben fürchten müssen.
    In Form von Tagebucheinträgen erzählt Rafik Schami über das Leben des Jungen, seine Wünsche, Ängste, Träume und Hoffnungen. Und über den Widerstand, den er heimlich mit seinen Freunden leistet.
    Das Thema ist wirklich sehr interessant und für Jugendliche ist es sicher gut, dieses Buch zu lesen, da es zum Nachdenken anregt und dazu ermutigt, selbstständig und kritisch zu denken.
    Vom Schreibstil her finde ich es jedoch eher flach und emotionslos. Bücher, die einzig aus Tagebucheinträgen bestehen, haben leider häufig etwas Unüberzeugendes und können nicht so ergreifen wie andere Romane. Die sehr einfache Sprache trägt leider auch nicht dazu bei, dass die Spannung beim Lesen erhöht wird.
    Schön finde ich die Geschichten, die in das Buch eingebaut sind, Rafik Schami hat da wirklich ein paar sehr schöne Passagen in "Eine Hand voller Sterne" gebracht.

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    miss_mesmerizedvor 6 Jahren
    Rezension zu "Eine Hand voller Sterne" von Rafik Schami

    Damaskus zu Zeiten politischer Unruhen und Umwälzungen. Ein Bäckersjunge beginnt in seinem 14. Lebensjahr damit, Tagebuch zu führen und aus seinem Alltag in Syrien zu berichten. Sein großer Traum ist es, eines Tages als Journalist zu arbeiten. Ein älterer Mann, der im selben Haus wohnt und den er Onkel Salim nennt, ist einer seiner Begleiter und weiser Ratgeber auf dem Weg ins Erwachsenwerden. Sein Vater, zunächst wenig von dieser Idee angetan, nimmt ihn auch schon bald von der Schule, da er Hilfe in der Bäckerei braucht. Doch der Junge verfolgt sein Ziel weiterhin, kann eine Anstellung in einer Buchhandlung erhaschen und die ersten seiner Gedichte werden veröffentlicht. Durch die Bekanntschaft mit dem Journalisten Habib kommt er seinem großen Traum immer näher und muss doch auch lernen, dass er sich in der gegenwärtigen politischen Lage eine heikle Aufgabe gesucht hat.

    Obwohl als Kinderbuch erschienen ist der fiktive Tagebuchbericht auch für Erwachsene interessant. Rafik Schami stellt sein Heimatland und seine Heimatstadt Damaskus, die er schon früh verlassen musste vor und entwirft ein bisweilen erschreckendes Bild des politischen Terrors. Die kindlichen Augen verstehen nicht alles, berichten aber trotzdem auf interessante Weise und erlauben Einblicke in den Alltag der Syrer - ein seit langen Zeiten gebeuteltes Volk.

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    Ay73vor 7 Jahren
    Rezension zu "Eine Hand voller Sterne" von Rafik Schami

    Ein ganz nettes Buch über einen jungen Mannd er ein Tagebuch schreibt um darin das Leben in Damaskus zu erzählen. Der Junge wird vom Vater aus der Schule genommen um in der Bäckerei zu arbeiten und seinen Vater zu unterstützen. Eigentlich will er nur in die Schule, doch sein ganz toller Onkel Sami rät ihm dazu durchzuahlen, wengistens für die nächsten sechs Monate. Er will Journalist werden und nicht Bäcker, so lernt er einen Journalisten kennen und wegen den ganzen Putschen die immer wieder Syrien heimsuchen entwickelt er mit sienen Freunden eine geheime Zeitung die sie in Luftballons packen die in der Luft zerplatzen und so die Leute die Zeitung lesen können.
    Ist eine ganz nette Geschichte für zwischendurch. Rafik Schami hat einen ganz besoenren Erzählstil der mir relativ gut gefällt...

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren
    Rezension zu "Eine Hand voller Sterne" von Rafik Schami

    Von der Landschaft bleiben nur die Berge und später nur noch die Gipfel sichtbar, und das Ganze taucht im Nebel unter. Hätte ich schreiben gelernt, könnte ich nicht nur die Berge, Felder und Täler sehen, sondern jeden Stachel einer Rose wiedererkennen.

    "Eine Hand voller Sterne", die Jugenderinnerungen eines Bäckerjungen aus Damaskus, ein Tagebuch wie aus einer anderen Welt. Er schildert sein Leben in den staubigen Straßen. Viel Schönes hat er zu berichten. Er schreibt von seinen Freunden, von seiner Familie, die er liebt, auch wenn sie ihn manchmal in den Wahnsinn zu treiben scheint, von Nadia, seiner ersten großen Liebe und von seinem Traum, dem Traum Journalist zu werden.

    Rafik Schami hat einen wundervollen Schreibstil, der dem Leser Damaskus in seiner ganzen schillernden Farbenprächtigkeit zu Füßen legt. Immer wieder sind kleine Märchen und Gleichnisse in die Geschichte mit eingewebt, vom fliegenden Baum etwa oder von der kleinen roten Blume, die wissen will, ob die Welt wirklich nur aus feuchter Erde und einem großen Stein besteht.
    So fremd das Land, in dem sie spielen, manchmal auch scheint, so schafft Schami es doch immer wieder, dass man sich in seinen Geschichten geborgen fühlt, fast wie zu Hause, wenn man von einer langen und anstrengenden Reise heimkehrt. Immer wieder finden sich in seinen Büchern Personen, die man schon von früher kennt und es war eine wahre Freude, auch in diesem Band wieder Onkel Salim, dem alten Kutscher und Geschichtenerzähler zu begegnen.

    Doch so farbenfroh und poetisch seine Geschichten sind, so berichtet der Protagonist, der tagebuchschreibende Bäckerssohn, nicht nur Schönes. Er erzählt von Regierungen, die nichts als leere Versprechungen mit sich bringen, von grundlosen Verhaftungen, die schon beinahe zur Tagesordnung gehören und darauffolgenden schrecklichen Folterungen. Er schreibt von der Armut, die bei den meisten vorherrscht, von der Schule, die er nicht mehr besuchen darf, von den Regierungszeitungen, die nichts als Lügen verbreiten, von Putschen, die schon fast zum Alltag gehören. - Und vom Widerstand, der klein beginnt, kaum mehr als ein Jungenstreich - der jedoch schon bald die Geheimdienstler um den Verstand bringt und unseren Bäckerjungen seinem Traum vom Journalismus immer einen Schritt näher.

    Ein wichtiges Buch, das einem die erschreckende politische Situation Syriens vor Augen führt. Ein Buch, das zum Nachdenken anregt. Ein Buch, das sich einen furchtbar feige fühlen lässt. Ein Buch, das ganz leise und unscheinbar daherkommt. Ein Buch, das trotzdem wachrüttelt.
    Kurz: Ein Buch, das man lesen sollte!

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    Gilfaens avatar
    Gilfaenvor 8 Jahren
    Rezension zu "Eine Hand voller Sterne" von Rafik Schami

    Die Tagebuchaufzeichnungen des Bäckerjungen aus Damaskus entwickeln sich zunächst nur sehr langsam – man merkt nur marginal, dass ein politisches System den Freiheitsdrang der Menschen beschneidet, sie für ihren Wunsch Presse- und Versammlungsfreiheit, ihren Wunsch nach Individualismus bestraft werden. Erst im zweiten Drittel des Buches entwickelt sich der Junge zum Mann, der für seine Hoffnungen, seine Wünsche, seine Gedanken die Verantwortung übernimmt und der sich beginnt gegen das Unrecht, ausgeübt von der Regierung, zu wehren. Dabei verhelfen ihn viele Freude, Bekannte, darunter Onkel Salim oder Habibi – sie begleiten ihn, sie kritisieren ihn, verhelfen ihm zur Selbstständigkeit und das sehr authentisch. Die Entwicklung des Jungen wirkt nachvollziehbar, niemals unlogisch. Auch in der Sprache ist die Entwicklung spürbar. Ist sie anfänglich noch durchzogen von sehr kindlichen Beschreibungen, sehr einfachen Satzstrukturen, wird sie später verschachtelter, eindrücklicher, sehr viel bildhafter und vor allem sehr viel weiser. Ein weiteres kleines Lesehighlight.

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