Rafik Schami Sami und der Wunsch nach Freiheit

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Inhaltsangabe zu „Sami und der Wunsch nach Freiheit“ von Rafik Schami

Scharif erzählt die Geschichte von Sami, die Geschichte ihres Lebens in Syrien und die Geschichte von Samis Narben, die alle ihre eigene Geschichte haben. Scharif flicht sie ineinander, Geschichte um Geschichte: von Freunden und Feinden, von Samis großer Liebe Josephine und dem weisen Postboten Elias, dem Beschützer der Freunde. Er erzählt von ihrer Kindheit in den Gassen von Damaskus, von ihren teuflischen Tricks, die Schule zu überstehen. Als ihr Widerstand gegen den Diktator wächst und der Aufstand in Daraa ausbricht, müssen die Freunde abtauchen und schließlich fliehen. Seitdem hat sich die Spur von Sami verloren.

Fast ein wenig zaghaft trifft die Gewalt und der Krieg die Beteiligten, man fühlt die Trauer und den Verlust aber auch den unbändigen Willen

— kassandra1010

Mit „Sami und der Wunsch nach Freiheit“ ist ein lesenswertes, berührendes Porträt des Lebens in Syrien gelungen.

— milkysilvermoon

Zu Herzen gehende Beschreibung der Lebensumstände in Syrien

— Sabine_Hartmann

Zeitzeugendokument zum Syrienkrieg in Geschichtenform

— Leserin71

Grossartige Geschichte, die fesselnd, brutal und realitätsnah ist

— isabellepf

Fesselnder und erschreckender Blick hinter die Kulissen des syrischen Regimes

— Smberge

bewegend, real, brutal und dennoch schön

— Kaffeetasse

Eine Geschichte, die schön und erschreckend zu gleich ist.

— Lealein1906

Erschreckend realistisch und bewegend

— MaschaH

Mutig, berührend, erschreckend aber auch humorvoll

— alupus

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Tolles Weihnachtsbuch! Die Geschichte ist romantisch und verzaubert schön.

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    Sami und der Wunsch nach Freiheit

    kassandra1010

    14. October 2017 um 20:35

    Scharif erzählt Samis Geschichte. Als syrischer Flüchtling in Deutschland angekommen, nimmt Scharif Kontakt mit Rafik Schami auf. Ganz nach alter Manier tauscht Rafik Schami eine klassische syrische Laute gegen Samis Geschichte.Samis Kindheit zeugen von Freundschaft, Liebe und kleinen Abenteuern, die nach und nach über die syrische Kultur, dem Islam und zum allesvernichtenden Krieg führt. Scharifs Erzählungen weichen ab, berichten Kleinigkeiten, finden aber immer wieder zu Sami , dem guten alten Freund zurück. Man findet sich als Hörer wieder in einem alten Postboten, einer allwissenden Hebamme und der Rebellin Nelli, die das Internet als ihre Art des Widerstandes entdeckt. Schamis Syrien erlebt man als ein Land mit alter Kultur und einem ganz besonderen Zusammenhalt der Bevölkerung. Man ist erstaunt, wie die Menschen mit dem Regime, der Bespitzelung, der Folter und dem andauernden Krieg umgehen. Die Flucht scheint der einzig wahre Ausweg zu sein, aber dafür muss man alles, auch alte Freundschaften zurücklassen.Fast ein wenig zaghaft trifft die Gewalt und der Krieg die Beteiligten, man fühlt die Trauer und den Verlust aber auch den unbändigen Willen, diese grausame Zeit endlich zu beenden. Einfühlsam von Nils Rieke und Wolfgang Berger vorgetragen!

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  • Wie Sami zu seinen Narben kam - berührende Geschichten aus Syrien

    Sami und der Wunsch nach Freiheit

    milkysilvermoon

    10. October 2017 um 20:48

    Wie ist der Syrer Sami zu seinen Narben gekommen? Mit Scharif, seinem besten Freund, ist er im christlichen Viertel von Damaskus aufgewachsen. Schon seit frühester Kindheit führen sie ein Leben unter einem diktatorischen Regime mit all den damit verbundenen Nachteilen und Schwierigkeiten. Die beiden erleben nicht nur die Schattenseiten, sie teilen auch schöne Erlebnisse. Doch die Wirren um die Aufstände, die in ihrer Studentenzeit ihren Lauf nehmen, und die Anfänge des Krieges bringen die beiden Freunde in lebensgefährliche Situationen…Das Buch „Sami und der Wunsch nach Freiheit“ von Rafik Schami basiert auf Recherchen und ist an wahren Begebenheiten angelehnt.Meine Meinung:In verschiedenen Episoden wird das Leben der beiden sympathischen Freunde in Syrien dargestellt: Von ihrer Geburt bis zur Kindheit und Jugend reichen die Kapitel, die schließlich darin gipfeln, wie es zu den Aufständen rund um das Jahr 2011 in Syrien gekommen ist und wie die jungen Männer darin verstrickt sind. Dabei lernt man nicht nur die Freunde kennen, sondern unterschiedliche Schicksale und mehrere Personen. Das hat mir sehr gut gefallen, denn auf diese Weise zeigt sich das schreckliche Gesicht des Regimes in seinen diversen Facetten. Gewalt, Willkür, Korruption und Brutalität prägen den Alltag in Syrien. Mit Einschüchterungen, Inhaftierungen, Folter, Bespitzelung und anderen Grausamkeiten haben der Präsident und sein Geheimdienst für ein ständiges Klima der Angst und eine stete Bedrohung gesorgt. Je länger ich den Erzählungen Scharifs folgte, desto erschütterter war ich von den Schilderungen über die Situation in Damaskus. Die einzelnen Schicksale haben mich sehr berührt und betroffen gemacht.Allerdings sind die Episoden nicht nur von Trauer und Melancholie geprägt. Es ist auch gelungen, Augenblicke der Hoffnung und des Glücks sowie humorvolle Momente einzuflechten, die mir ein Lächeln auf das Gesicht zauberten oder mich zum Schmunzeln brachten. Nebenbei erfährt man zudem so einiges Interessantes über die fremde Sprache, Kultur und Lebensart, was für mich ein weiterer Pluspunkt war. Auch spannende Elemente sind eingebaut, sodass von Beginn an keine Langeweile aufkam. Poetisch oder lebensklug klingen etliche der gewählten Formulierungen und Vergleiche, so dass mich die Lektüre an einigen Stellen zum Nachdenken gebracht hat. „Ich wollte nur Samis Geschichte aufschreiben, so wie Scharif sie mir erzählt hat.“ Mit diesen Worten schließt Rafik Schami das Buch. Es war eine charmante Idee des Autors, Scharif die Geschichte seines Freundes selbst erzählen zu lassen. Leider ist für mich dieses Konzept nicht ganz aufgegangen. „Das ist aber eine andere Geschichte“ oder „Aber davon erzähle ich später mehr“ tauchen immer wieder auf. Mich haben diese und weitere Abschweifungen und Vorausdeutungen ziemlich gestört, weil sie für mein Empfinden den Hör- oder Lesefluss unterbrechen. Deshalb konnte ich mich mit dem Erzählstil insgesamt bis zum Schluss nicht so recht anfreunden.Ich habe die Geschichte mit einem Hörbuch verfolgt, deren beiden Sprecher Nils Rieke und Wolfgang Berger gute Arbeit geleistet haben.Mein Fazit:Mit „Sami und der Wunsch nach Freiheit“ ist ein lesenswertes, berührendes Porträt des Lebens in Syrien gelungen.

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  • Der Wunsch nach Freiheit, bewegend, fesselnd, brutal und realitätsnah

    Sami und der Wunsch nach Freiheit

    isabellepf

    09. October 2017 um 23:06

    "Sami und der Wunsch nach Freiheit", ist ein unglaublich fesselnde und realitätsnahe Geschichte von Sami, seinen Narben und  seinem abenteuerlichen Leben in den Gassen Damaskus, geschrieben von Rafik Schami.Der Autor Rafik Schami, lernt zufällig bei einem befreundeten Rentnerehepaar den Flüchtlingsjungen Scharif kennen. Scharif ist Syrier und von Damaskus in die Türkei und weiter nach Deutschland geflohen, und wurde auf seiner Flucht mehrmals geschlagen und ausgeraubt. Doch Scharif ist sehr wissbegierig, neugierig, lernt kochen und schnell die deutsche Sprache fliessend sprechen. Denn er möchte genau wie Schami Geschichten erzählen, nur das seine Geschichte, die unglaubliche Geschichte von seinem besten Freund Sami und seinem abenteuerlichen Leben in den Gassen von Damaskus ist. Doch Scharif erzählt nicht nur über ihre Kindheit, der  Korruption der Regierung und den Tricks die sie haben anwenden müssen, um die Schulzeit einigermassen unbeschadet zu überstehen. Sondern auch die Geschichte von Samis unzähligen Narben, die er sich im Laufe der Jahre zugezogen hat. Denn jede von Samis Narben, steht für eine ganz eigene Geschichte, und so reihen sich die Geschichten nach und nach aneinander. Sie handeln von Freunden und Feinden, von Samis grosser Liebe Josephine, von dem weisen Postboten Elias und von einer innigen Freundschaft zweier Jungen die sich nach der Freiheit und dem Ausbruch der syrischen Rebellion sehen. Aber auch wie sich Sami mutig in jedes Abenteuer stürzt, weil er Unrecht einfach nicht erträgt, und wie er fast sein Leben für seine grosse Liebe aufs Spiel gesetzt hätte. Die beiden Jungen Scharif und Sami kenne sich seit ihrer Kindheit und sind eng miteinander befreundet.Obwohl sich ihre Väter nicht sonderlich leiden können, sind sie unzertrennlich und wachsen wie Brüder auf.  Doch bald passieren Dinge, die ihnen die Augen öffnen. Und als ihr Widerstand gegen den Diktator wächst und der Aufstand in Daraa ausbricht, müssen die Freunde abtauchen und schlussendlich fliehen. Seitdem hat sich die Spur von Sami verloren.Ich habe "Sami und der Wunsch nach Freiheit", als Hörbuch gehört, das von Nils Rieke und Wolfgang Berger gesprochen wurde. Beide Sprecher haben Samis Narben und seine unglaubliche Geschichte, so spannend und wahnsinnig emotionsgeladen wiedergegeben, sodass die einzelnen Charaktere beim erzählen, für mich regelrecht lebendig geworden sind. Die Geschichten sind sehr realitätsnah und vermitteln einen unglaublich brutalen und korrupten Einblick in das diktatorische System. Schläger der Regierung werden auf die Bürger angesetzt, das ein Spiel mit dem Feuer ist. Doch Scharifs Geschichten, handeln auch von einem Korrupten Regime, Angst, Widerstand und sind eine Mischung aus Willkür und Brutalität, die in Damaskus an der Tagesordnung sind. Und doch halten die Menschen zusammen und rebellieren. Doch er möchte durch seine Erzählungen kein Mitleid erhaschen, sondern vielmehr aufmerksam machen, und informieren, das ihm in meinen Augen sehr gut gelungen ist. Rafik Schami hat mit Samis Narben und Scharifs Geschichte, die Grausamkeit und Brutalität des Regimes aufzeigt, aber auch den Zusammenhalt vieler Menschen, die den Mut aufbringen zu rebellieren und noch nicht gebrochen sind. Leider müssen auch Scharif und Sami vor dem Regime flüchten, und so stirbt die Hoffnung zuletzt, die Diktatur vielleicht doch noch zu besiegen.Das (Hör) Buch "Sami und der Wunsch nach Freiheit", ist eine grossartige Geschichte, die fesselnd, brutal und realitätsnah die Umstände in Syrien beschreibt.

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  • Lese- und Hörrunde zu "Sami und der Wunsch nach Freiheit" von Rafik Schami

    Sami und der Wunsch nach Freiheit

    Steinbach_SprechendeBuecher

    Liebe Bücher- und Hörbuchliebhaber, liebe bibliophile Abenteurer, liebe Weltenspringer, herzlich willkommen zu unserer Hör- und Leserunde, in der wir Rafik Schamis neuestes Werk „Sami und der Wunsch nach Freiheit“ mit euch besprechen möchten. Wir freuen uns sehr darauf und hoffen, dass euch diese bewegende Geschichte zahlreiche schöne Lese/Hörstunden bescheren wird.Wir verlosen 15x das Hörbuch und 15x das gedruckte Exemplar vom Beltz & Gelberg Verlag!Um in den Lostopf zu wandern, schreibt uns einfach, ob ihr andere Werke Rafik Schamis kennt und welche Erwartungen ihr an dieses Buch habt. Am 03.09.17 ist Anmeldeschluss. Bitte vermerkt in euren Kommentaren ob ihr das Buch gedruckt oder als MP3 CD haben möchtet. Inhalt & AutorScharif erzählt die Geschichte von Sami, von dem gemeinsamen Leben in Syrien und von Samis Narben, die alle ihre eigene Geschichte haben. Scharif flicht sie ineinander, Geschichte um Geschichte: von Freunden und Feinden, von Samis großer Liebe Josephine und dem weisen Postboten Elias, dem Beschützer der Freunde. Er erzählt von ihrer Kindheit in den Gassen von Damaskus. Als ihr Widerstand gegen den Diktator wächst und der Aufstand in Daraa ausbricht, müssen die Freunde abtauchen und schließlich fliehen. Seitdem hat sich die Spur von Sami verloren.Leseprobe: Klick Hörprobe: KlickRafik Schami wurde 1946 in Damaskus geboren. 1971 kam er nach Deutschland, studierte Chemie und legte 1979 seine Promotion ab. Heute lebt er in Marnheim (Pfalz). Er zählt zu den bedeutendsten Autoren deutscher Sprache. Seine Werke wurde in 29 Sprachen übersetzt. Na, seid ihr schon gespannt? Dann verfasst schnell eure Bewerbung und seid mit ein bisschen Glück dabei, wenn wir in Rafik Schamis Welt eintauchen! Es grüßt euch ganz herzlichdas Team von steinbach sprechende bücher

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  • sehr berührend - eines meiner Highlights 2017

    Sami und der Wunsch nach Freiheit

    buchfeemelanie

    06. October 2017 um 19:14

    Das Coverbild finde ich okay, den Titel recht einfach  aber passend. Den Sprecher fand ich sehr angenehm. Es hat großen Spaß gemacht, dem Hörbuch zuzuhören. Sowohl die Betonung als auch das Sprechtempo war perfekt. Ich war sehr gespannt auf das Syrien abseits des Krieges.Es beginnt recht harmlos, spitzt sich aber im Laufe der Zeit immer weiter zu. Dem Autor / Sprecher gelingt es sehr gut, dem Zuhörer eine authentische Atmosphäre zu bieten. So verliert man sich schnell in einer fremden Kulutr, deren Menschen aber sympathisch sind. Ihre Hoffnungen und Träume hören sich für uns so banal an, zeigen uns aber auf wie gut wir es haben.Die beiden Protagonisten waren mir gleich sympathisch. Von Jungs wachsen sie in das junge Männeralter heran. Denken sich manch einen Streich aus, sind aber auch unglaublich mutig, klug und ehrgeizig. Aber auch viele Begegnungen mit anderen Menschen haben ihre Spuren hinterlassen.Es gab so einige berührende oder lustige Momente, die mich zum Nachdenken gebracht haben,Fazit: Volle Hörempfehlung!

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  • Geht zu Herzen

    Sami und der Wunsch nach Freiheit

    Sabine_Hartmann

    02. October 2017 um 17:44

    Scharif ist ein syrischer Flüchtling und ein Freund des Autors. Er erzählt von seinem Freund Sami. Die beiden sind zusammen aufgewachsen. Sie leben im Damaskus vor dem Bürgerkrieg, werden älter, entwickeln sich und werden zu Rebellen. Einer eher abenteuerlichen Kindheit folgt eine Jugend, in der die Willkür des Regimes immer deutlicher wird, Ungerechtigkeit und Abhängigkeit vom Wohlwollen der Oberen eine immer größere Rolle spielt. Die einzelnen Episoden beleuchten die unterschiedlichsten Aspekte verschiedener Menschen in Syrien, zeigen, was Willkür bedeutet und wie die Menschen lernen, damit umzugehen. „Sami und der Wunsch nach Freiheit“ ermöglicht bei aller Grausamkeit der Geschehnisse eine gewissen Distanz für die Leserinnen und Leser, da auch der Autor eine Distanz wahrt, indem er Scharif die Geschichte erzählen lässt und er sie selbst nur aufschreibt – scheinbar ohne innere Beteiligung. Dadurch gelingt es Rafik Schami, ein eigentlich grausames, ja schon beinahe brutales Geschehen, so darzustellen, dass es die Leser beeindruckt, aber nicht verschreckt oder gar schockiert. Gleichzeitig bekommen die Leser einen klaren Eindruck von den Lebensbedingungen in Syrien, von dem, was die Menschen dort meistern mussten und müssen, wie der Traum von Freiheit alles beeinflussen und verändern kann. Die einzelnen Episoden sind sehr authentisch beschrieben, wirken gleichzeitig fremd und nah, denn bei allen Unterschieden, die sie trennen, sind sich die syrischen Jugendlichen und die deutschen Jugendlichen doch auch wieder ganz nah, wenn es z.B. um ihre Smartphones geht. Auch ihre Wünsche und Hoffnungen unterscheiden sich nicht wesentlich. So gelingt es Schami, ein Jugendbuch zu schreiben, dass die jugendlichen Leserinnen und Leser in ihren Bann zieht, weil sie sich in weiten Teilen mit Scharif und Sami identifizieren können, zur gleichen Zeit aber unglaublich viel über die syrische Kultur und die Lebensumstände dort erfahren. Ein Buch, das zu Herzen geht und Herzen öffnet.  

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  • Zeitzeugendokument zum Syrienkrieg in Geschichtenform

    Sami und der Wunsch nach Freiheit

    Leserin71

    02. October 2017 um 13:26

    Rafik Schami stammt selbst aus Syrien und ist mir als großer Geschichtenerzähler bekannt.In diesem Buch erzählt nicht er, sondern Scharif, dem die Flucht nach Deutschland gelungen ist und der jetzt Schami seine Geschichte erzählt. Scharif erzählt die Geschichte von seinem Freund Sami und seinen vielen Narben und wie es zu diesen Narben kam.Heitere Geschichten aus seiner Kindheit und Jugend in Damaskus, aber auch die willkürlichen Machtdemonstrationen von Geheimdienst mit Verhaftungen und Folter sind ein für mich bereicherndes Zeitzeugendokument aus diesem Land.Ich habe das Hörbuch gehört, das von Nils Rieke und Wolfgang Berger in eindrücklicher Art und Weise gesprochen wird. Ich hatte das Gefühl, dass Sami mir die Geschichten erzählt. Seine kleinen Einschübe, wie "das erzähle ich dir ein anderes Mal", passten sehr gut dazu. Mir hat das Hörbuch sehr gut gefallen. Als MP3 läuft sie 492 Minuten, von denen ich keine einzige als langweilig oder uninteressant empunden habe.Gerne gebe ich 5 Sterne!

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  • Der Wunsch nach Freiheit

    Sami und der Wunsch nach Freiheit

    Rilana

    30. September 2017 um 15:52

    Die HandlungIm Dezember 2012 lernt Rafik Schami einen jungen Syrer namens Scharif kennen, der früh aus Syrien flüchten musste, weil er in einem Komitee aktiv war, das Demonstrationen übers Internet koordinierte, sowie einen Blog betrieb, der den Aufstand begleitete.Von Scharif bekommt Rafik Schami eine Geschichte geschenkt, die Geschichte seines besten Freundes Sami und dessen Narben.Darauf folgt eine detailreiche Geschichte über Scharifs und Samis Leben, wie sie in Damaskus aufwuchsen und wie sie das Land und die Gesellschaft vor den Aufständen und dem Krieg erlebt haben.Mein EindruckDas Hörbuch zu Sami und der Wunsch nach Freiheit wird von zwei Sprechern gelesen. Wolfgang Berger spricht zu Beginn und Ende des Hörbuchs die persönlichen Texte von Rafik Schami. Nils Rieke liest die Erzählung von Scharif. Beide Sprecher sind, wie ich finde, super besetzt.Der Erzählstil von Rafik Schami, ist wie immer einfach toll. Doch merkt man durchaus, dass er hier keine seiner eigenen Geschichten erzählt. Scharifs Einfluss merkt man vor allem dadurch, dass er gerne mal abschweift. So erzählt er innerhalb seiner Geschichte noch viele kleine Geschichten von Menschen aus Damaskus. Zum Beispiel von einer Hebamme, die mit den Babys im Bauch ihrer Mütter redet und darum feilscht, dass sie endlich herauskommen. Oder von einem Mann, der in eleganter Kleidung auf den Straßen von Damaskus Süßigkeiten verkauft und sie auf verschiedenen Sprachen besingt, in der Hoffnung seine große Liebe wiederzusehen.Doch diese fröhlichen Geschichten, werden überschattet von den düsteren Schilderungen Scharifs. Er berichtet, wie die Schüler täglich in der Schule indoktriniert werden und dem Regime huldigen müssen, weil sie sonst verprügelt werden. Aber auch außerhalb der Schule sind die Kinder und ihre Familien nicht sicher. Die Regierung hat überall Spitzel positioniert, die jedes noch so kleine Fehlverhalten melden und manchmal auch erfundene Geschichten weitergeben. Diejenigen, die deswegen verhaftet werden, können sich glücklich schätzen, wenn sie nach Wochen oder Monaten der Folterung immerhin lebend nach Hause kommen.Die Geschichte ist so geschildert, dass man sich die Angst der Menschen in Damaskus so gut vorstellen kann, wie es eben geht, wenn man es selbst nicht erlebt hat. Und man ist beeindruckt davon, dass Scharif und Schami trotzdem noch einige glückliche Situationen erleben und genießen können. Währenddessen erlebt man mit, wie die beiden Jungs aufwachsen und wie es dazu kommt, dass Scharif aus Syrien fliehen muss.Mein FazitSami und der Wunsch nach Freiheit liefert einen guten Einblick in das Leben in Syrien, den sich hier in Deutschland mehr Menschen verschaffen sollten. Denn was Scharif beschreibt spottet den Vorstellungen der meisten. Dennoch hat mich dieses Hörbuch an manchen Stellen auch zum Schmunzeln gebracht. Ich kann es nur sehr empfehlen.

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  • Der große Wunsch nach Freiheit.

    Sami und der Wunsch nach Freiheit

    Naja89

    26. September 2017 um 23:17

    Der Autor Rafik Schami nimmt uns in seinem Buch "Sami und der Wunsch nach Freiheit" mit nach Syrien und lässt uns dort an den täglichen Ungerechtigkeiten und Gräultaten des Regimes teilhaben. Das Buch selbst hat mich als Leserin tief berührt und nachdenklich zurückgelassen, was mitunter vorallem an dem ausgezeichnetem und detailreichen Schreibstil von Rafik Schami liegt.Doch neben dem ganzen Schrecken blitzt auch immer wieder ein Hoffnungsschimmer innerhalb der Geschichte auf, der einen noch an das Gute im Menschen glauben lässt. Mich hat das Buch vollends überzeugt und von mir gibt es daher eine klare Leseempfehlung.

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  • Ein blick hinter die Kulissen

    Sami und der Wunsch nach Freiheit

    Smberge

    26. September 2017 um 10:19

    Inhalt: Der Autor trifft bei einem befreundeten Ehepaar den jungen Syrer Scharif, der ihm die Lebensgeschichte seines Freundes Sami erzählt. Von frühen Kindheit, über seine Jungend und Schulzeit nimmt uns der Autor mit auf eine Reise in das diktatorische Syrien. In vielen Episoden erzählt Scharif uns von seinem Leben, den Ungerechtigkeiten und der Vetternwirtschaft des Herrscherclans. Meine Meinung: Auf den ersten Blick ist dieses Buch ein sehr ruhig erzähltes. In ruhiger Sprache erzählt der Autor die Scharifs Erlebnisse. Von ersten Ungerechtigkeiten in der Schule der armen Leute, über einzelne Geschichten von Nachbarn und Leuten aus dem Stadtteil, ergibt sich ein erschreckendes Bild des Lebensalltags der Menschen unter dem Regime des syrischen Diktators. Mich hat es sehr berührt, wie schon kleine Kinder in der Schule erleben müssen, dass Kinder, die zur Herrschfamilie gehören ungerechte Vorteile genießen und die Kinder lernen, diese Ungerechtigkeiten für normal hinzunehmen, da sonst erhebliche Nachteile für sie und ihre Familie zu erwarten sind. Mit zunehmendem Alter Scharifs werden die Berichte erschreckender und die Repressalien im Land schlimmer. So bekommt man einen schönen Einblick in die Stimmung der Gesellschaft, die schließlich in den Aufständen im Zusammenhang mit dem arabischen Frühlings gipfelten. Es handelt sich um ein sehr lesenswertes Buch, dass dem Leser einen guten Einblick in das Leben im „alten“ Syrien gibt und auch verständlich macht, warum viele Menschen dieses Land verlassen haben und sich auf die Suche nach einem besseren Leben gemacht haben.

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  • bewegend, real, brutal und dennoch schön

    Sami und der Wunsch nach Freiheit

    Kaffeetasse

    25. September 2017 um 20:22

    Rafik Schami lebt schon lange in Deutschland, aber das Leben in Syrien und die Flüchtlingssituation scheinen ihn nicht loszulassen und so hat er sich in seinem neuen Buch diesem Thema gewidmet. Erzählt wird die Geschichte der Freundschaft von Sami und Scharif. Scharif erzählt Schami seine Geschichte und für den Leser ist es, als würde ihm selbst die Geschichte erzählt. Bei diesem Buch handelt es sich zwar um ein großes Ganzes, mit einem gewissen Zeitverlauf, dennoch werden aber verschiedene Lebensepisoden erzählt, die man durchaus auch eigenständig lesen könnte. Die einzelnen Episoden zeigen auf, wie das Leben in Syrien ist, vor allem für Kinder. Dabei gibt es schöne Momente und fast schon magische Episoden, aber auch Geschichten über Mut, Risiko und Freundschaft. Und manche Geschichten sind dabei so tragisch und brutal, dass es für mich kaum vorstellbar war, wie ein Kind so groß werden kann. Wir alle sehen, was in Syrien gerade passiert, aber hier kann man es lesen und das ohne Umschweife und Beschönigungen. Entsprechend ist diese Lektüre keine leichte Lektüre für Zwischendurch, ich habe viel darüber nachgedacht und das Buch wird sicher noch eine Weile nachwirken. Trotz der Tragik und Brutalität, welche in dem Buch steckt, ist der Schreibstil so angenehm, dass man das Buch auch nicht unbedingt aus der Hand legen möchte. Eine wundervolle Schreibweise, die eine gewisse Leichtigkeit mit sich bringt, aber trotzdem große Worte benutzt. Mir hat es sehr gut gefallen!

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  • Ein großartiger Geschichtenerzähler

    Sami und der Wunsch nach Freiheit

    Lealein1906

    23. September 2017 um 15:44

    Rafik Schami ist und bleibt für mich ein großartiger Geschichtenerzähler. In "Sami und der Wunsch nach Freiheit" erzählt er eindrucksvoll die Geschichte von Sami und Scharif und dass auf eine ganz besondere Weise.Das Buch beginnt damit, dass Schami den syrischen Flüchtling Scharif trifft, der ihm eine Geschichte erzählen will. Und schon sind wir mittendrin in Scharifs Erzählung (auch in der Ich-Perspektive) über seine Abenteuer mit seinem besten Freund Sami. Natürlich ist es eine große Geschichte, aber auch viele kleine, die man eigentlich unabhängig voneinander lesen könnte. Ich habe mich oft an "Die unendliche Geschichte" von Michael Ende erinnert gefühlt. Der Schreibstil zaubert, auch wenn er manchmal nüchtern ist, viele lebendige Bilder direkt in den Kopf und nimmt einen mit auf eine wunderbare Reise nach Syrien. Also wunderbar in dem Sinne, dass manche Geschichten wirklich schön sind und die syrischen Gebräuche erklären, wie ein Märchen aus 1001 Nacht. Aber auf der anderen Seite gibt es auch viele erschreckende Geschichten. Auch wenn man natürlich von den Umständen dort schon gehört hat, kann man sich den Schrecken, mit dem dort regiert wird gar nicht vorstellen. Das geht schon manchmal richtig ans Herz, auch weil in dem Buch sicher nichts beschönigt wird.Durch den tollen Schreibstil hat man das Gefühl das Scharif dem Leser direkt die Geschichte erzählt.Wer ein Buch erwartet, das in einem Rutsch eine Geschichte erzählt, wird sicherlich Probleme mit dem Lesefluss haben. Wer sich aber auf die verschiedenen Geschichten einlässt, der wird sowohl den Zauber als auch den Schrecken von Syrien erfahren.Ich kann dieses Buch nur herzlich weiterempfehlen und gebe aus ganzem Herzen fünf Punkte für dieses Abenteuer.

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  • Erschreckend realistisch und bewegend

    Sami und der Wunsch nach Freiheit

    MaschaH

    21. September 2017 um 17:29

    Man merkt bei dieser Geschichte sofort, dass die von einem Betroffenen stammt. Der Autor bekommt die Geschichte von Sami erzählt. Aus Sicht des Freundes wird das Leben in Syrien beeindruckend, realtiätsnach und sehr bewegend beschildert. Entsprechend autentisch und realistisch ist der Schreibstil, er ist einfach mitten aus dem Leben gegriffen.Der Leser erfährt das wahre Leben in Syrien, das erschreckende Regime in all seiner Brutalität, die ständige Angst vor Verfolgung und Spionen. Aber auch eben ganz alltägliche Geschichten aus dem Leben junger Menschen wie erste Liebe, Schule und Freundschaft.Die Geschichte führt einen das Schicksal eines syrischen Flüchtlings vor Augen, dass stellvertretend für viele andere steht, die das Gleiche erlitten und durchgemacht haben. Die Figuren dieses Buches wachsen einem im Verlauf dieser Geschichte sehr ans Herz und es kommt einem fast so vor, als würde man sie persönlich kennengelernt haben.

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  • Hoffnungslosigkeit ist ein Luxus, den ich mir nicht leisten kann

    Sami und der Wunsch nach Freiheit

    alupus

    18. September 2017 um 17:52

    Hoffnungslosigkeit ist ein Luxus, den ich mir nicht leisten kann   Mutig, berührend, erschreckend und auch humorvoll Rafik Schami lernt bei einem befreundetem Ehepaar Scharif Surur kennen. Dieser bietet ihm eine Geschichte, über die Narben seines Freundes Sami an, für eine arabische Laute. Schami lässt sich darauf ein und herausgekommen ist ein Buch, das vom Besuch der Grundschule, über den Kinderaufstand 2011 in Daraa bis in die heutige Zeit reicht. Scharif und Sami wachsen im christlichen Viertel von Damaskus auf, wobei Sami im Gnadenhof (das Haus gehört der katholischen Kirche und Samis Familie braucht keine Miete zu zahlen) wohnt, denn beide Jungen sind bitter arm. Aber Sami ist mutig und hat ein großes Herz, aber Scharif lässt ihn nicht im Stich. Als ein reicher Junge ein Brot mit Quittengelee nicht will, wollen es die anderen Kinder haben. (Quittengelee ist sehr selten in Damaskus und sehr teuer!) Er aber wirft das Brot in einen von scharfen Hunden bewachten (die gerade schlafen) und mit Stacheldraht umzäunten Garten. Sami hat als einziger den Mut und kletterte über den Zaun und holte das Brot für seine Lieblingsschwester Fadia. Die Hunde wurden geärgert und Sami kann sich gerade noch retten. So kommt Sami zu einer Narbe namens Quittengelee. Wir lernen durch die Jungen den Postboten Elias, der ein väterlicher Freund der Beiden ist, und auch die Hebamme Sofia kennen. Wir begleiten die Beiden ins Frauen-Hamam, das sie ab ca. 11 Jahren nicht mehr betreten dürfen. Kommentar von Sami „Heute erst begreife ich, wie sich Adam beim Rausschmiss aus dem Paradies gefühlt hat.“ In der Schule werden die Kinder drangsaliert und Prügel ist an der Tagesordnung. Nur Kinder, deren Vater ein hohes Tier in der Politik ist, werden in Ruhe gelassen. Es gab aber auch Lehrer, die es gut mit den Kindern meinten, aber das passte dann einigen Leuten nicht, und die Lehrer verschwanden.  Auch in der Nachbarschaft muss man vorsichtig sein, da man nie weiß, wer nun ein Spitzel ist oder einfach nur eifersüchtig ist. Dann wird plötzlich jemand vom Geheimdienst abgeholt und er wird bestialisch gefoltert und ist dann nicht mehr wieder zu erkennen. Sogar Kinder werden gefoltert. Nach dem Kinderaufstand wird alles noch viel schlimmer und das Regime Assad regiert mit brutaler Gewalt. Allerdings muss ich bemerken, dass es auch immer wieder Menschen gibt, die andere vor der Verhaftung retteten, oder sie versteckten. Das darf auch einfach nicht vergessen werden. Rafik Schami hat ein beeindruckendes Buch geschrieben, wo er die Brutalität, die wir nur aus den Nachrichten kennen, deutlich wiedergibt. Dieses Buch ist traurig, berührend, erschreckend, aufrüttelnd und trotzdem sind einige humorvolle Aspekte, bei denen ich spontan gelacht oder geschmunzelt habe. Auch diesem Buch merkt man die Liebe und die Sehnsucht Rafik Schamis zu seiner Heimatstadt Damaskus und zu Syrien an.  

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  • Bedrückend, berührend, beherzt

    Sami und der Wunsch nach Freiheit

    black_horse

    17. September 2017 um 14:27

    Syrische Flüchtlinge - wir lesen davon in den Zeitungen, sehen Bilder im Fernsehen. Rafik Schami, selbst in Damaskus geboren, aber schon lange in Deutschland zu Hause, hat das Schicksal von Scharif aufgeschrieben, dessen Erinnerung an seine Kindheit und Jugend mit seinem Freund Sami. Es ist ein bedrückendes, berührendes Porträt einer Freundschaft in einem zerrütteten Land geworden.In Episoden erzählt Scharif vom Aufwachsen in einem armen christlichen Viertel in Damaskus, von der Schule, in der die Kinder indoktriniert wurden. Man empfindet beim Zuhören die Lebenslust der Jungen, die familiäre Wärme in Scharifs Zuhause, vereinzelt engagierte Lehrer. Dagegen trägt Sami durch seinen gewaltätigen Vater schon früh Narben davon und es kommen immer neue hinzu.Denn mit der Zeit verschärfen sich die Repressalien, Bespitzelung, Verhaftungen, Folter sind an der Tagesordnung. Doch die Jungen gehen ihren Weg, schaffen es sogar, sich einen Studienplatz in Informatik zu sichern. Dieser Weg ist gerahmt mit traurigen, witzigen, mutigen und verzweifelten Geschichten. Trotz der schwierigen Bedingungen gibt es immer wieder Lichtblicke, viele Helfer in der Not, die selbstlos Schutz gewähren.Rafik Schami hat mit Scharifs Geschichte ein eindrückliches Porträt der syrischen Gesellschaft geschaffen, das die Grausamkeit des Regimes aufzeigt, aber auch den Mut und den Zusammenhalt vieler, v.a. auch junger Menschen, die noch nicht gebrochen sind. Leider endet auch diese Geschichte mit Flucht, doch ein wenig schwingt auch die Hoffnung mit, dass es gelingen muss, die Dikatur zu besiegen.

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