Ragnar Jónasson

 3.4 Sterne bei 29 Bewertungen
Autor von Schneebraut, Todesnacht und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Ragnar Jónasson

Hochspannung mit Suchpotenzial: Ragnar Jónasson ist 1976 in Reykjavík geboren und eigentlich Rechtsanwalt. Er unterrichtet in der isländischen Hauptstadt, an der Universität Reykjavík, Urheberrecht. Zwischenzeitlich arbeitete er auch als Journalist für Fernsehen und Radio und sammelte kreative Erfahrung. Im Alter von 17 Jahren fing er zudem an, die Kriminalromane von Agatha Christie ins Isländische zu übersetzen. Nach mehr als einem Dutzend übersetzter Romane schreibt er schließlich sein eigenes Buch. Er stellt es 2009 fertig, 2010 debütiert er mit „Snjóblinda“ in Island. Seine Bücher erscheinen in über 30 Ländern und mehr als 20 Sprachen. Die deutsche Übersetzung seines Erstlingswerkes erschien 2011 unter dem Titel „Schneebraut“. Es ist der Auftaktband einer Reihe um den Polizisten Ari Thor (isl. Ari Þór), der im Norden Islands ermittelt. Ragnar Jónasson ist nicht nur Mitglied der British Crime Writers Association, sondern er ist auch Mitbegründer des ersten isländischen Krimifestivals, Iceland Noir. Jónasson lebt gemeinsam mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern in Reykjavík.

Neue Bücher

Schneetod

Erscheint am 11.12.2019 als Taschenbuch bei FISCHER Taschenbuch.

Alle Bücher von Ragnar Jónasson

Cover des Buches Schneebraut (ISBN:9783596299133)

Schneebraut

 (15)
Erschienen am 26.10.2017
Cover des Buches Todesnacht (ISBN:9783596299140)

Todesnacht

 (6)
Erschienen am 23.11.2017
Cover des Buches Blindes Eis (ISBN:9783596297528)

Blindes Eis

 (6)
Erschienen am 21.09.2017
Cover des Buches Totenklippe (ISBN:9783596702305)

Totenklippe

 (1)
Erschienen am 12.12.2018
Cover des Buches Schneetod (ISBN:9783596297535)

Schneetod

 (0)
Erscheint am 11.12.2019
Cover des Buches Snowblind (ISBN:9781910633045)

Snowblind

 (1)
Erschienen am 20.04.2015

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Ragnar Jónasson

Neu

Rezension zu "Blindes Eis" von Ragnar Jónasson

Die Stille des Ortes
Klene123vor 2 Monaten

Ich hatte zunächst etwas Mühe in alle Story zu kommen. Die Perspektiven haben schnell gewechselt und die Protagonisten waren alle unterschiedliche Personen, die ihre Eigenheiten haben. Ari, der am sympathischsten wirkt und einem alten Fall nachgeht, der auf einem abgelegene Fjord geschehen ist. Diese Geschichte ist super interessant und wir erfahren etwas vom früheren Island, wie das Leben damals war. Zudem steht seine Stadt unter Quarantäne, welche jedoch nur einen kleine Nebenstory bildet und irgendwie nicht wirklich wichtig ist.

Er telefoniert häufig mit Sunna, einer sehr engagierten Journalistin, die hinter die Kulissen blickt und ihm bei seinem Fall hilft. Sie hat jedoch ihre eigenen persönlichen Geister zu bekämpfen, welche ihren Biss etwas vernachlässigen. Mit ihr konnte ich mich nicht so richtig anfreunden.

Den spannendensten Strang bildet Robert, der Angst um seine Familie hat, denn irgendjemand bedroht ihn. Hier ist die Auflösung auch recht spannend, kann aber nicht für die anderen Stories aufwiegen.

Insgesamt war mir unklar, warum es sich hier um einen Thriller handeln soll? Ich habe vorher noch keine Bücher der Reihe gelesen, dieser Fall ist jedoch von sich selbst abgeschlossen, weshalb man ihn gut lesen kann.
Insgesamt ein ganz angenehmen, eher ruhiges Leseerlebnis, welches einen vor allem durch die Beschreibungen von Island in den Bann zieht.

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Rezension zu "Blindes Eis" von Ragnar Jónasson

Unterhaltsam, aber nicht sonderlich spannend
sChiLdKroEtevor 2 Jahren

In den fünfziger Jahren ziehen zwei Ehepaare auf einen abgelegenen Bauernhof in einem unzugänglichen Seitental von Siglufjörður. Nach wenigen Monaten stirbt eine der Frauen unter seltsamen Umständen. Sechzig Jahre später erhält der Neffe der Verstorbenen ein Foto, das zeigt, dass die beiden Ehepaare damals nicht alleine dort draußen in der Einsamkeit waren. Er wendet sich an den Siglufjörðer Polizisten Ari Pór Arason. Dieser beginnt Nachforschungen anzustellen. Die Journalistin Isrún aus Reykjavík, die selbst mit einer Kindesentführung und einem Mord zu tun hat, hilft ihm bei der Suche. Was geschah damals auf dem Bauernhof wirklich und wer ist der mysteriöse Junge auf dem Bild?


Der Einstieg in die Geschichte fiel mir leicht. Als Leser befindet man sich sofort mitten im Geschehen. Der Handlungsstrang um die Aufklärung der Vorkommnisse auf dem Bauernhof vor sechzig Jahren hat mir gut gefallen. Er war interessant, spannend und weckte meine Neugier. Die Kindesentführung und der Mord, mit denen Isrún zu tun hatte, waren für mich eher Nebenhandlung, weit weniger interessant und vielleicht sogar überflüssig.

Der Polizist Ari Pór Arason und die Journalistin Isrún sind sympathische Charaktere, die ich gern bei ihren Nachforschungen begleitet habe. Beide gehen ihre jeweiligen Recherchen kompetent und nachvollziehbar an.

 

Dies war mein erstes Buch von Ragnar Jónasson. Sein Schreib- und Erzählstil haben mir gut gefallen. Die Geschichte ist flüssig geschrieben und lässt sich flott lesen.

 

Gut gefallen hat mir, dass es am Anfang des Buches eine Anleitung zur korrekten Aussprache isländischer Namen gab. Ich bin zwar trotzdem über den ein oder anderen gestolpert, aber das Problem war geringer als sonst, wenn ich Bücher isländischer Autoren lese. Ebenfalls musste ich mich erst wieder daran gewöhnen, dass sich die Menschen in den nördlichen Ländern Europas alle duzen. Das ist mir als Deutsche doch sehr fremd.

 

Die Aussage von Lee Child, die auf dem Buchrücken abgedruckt ist, „Erstklassig und wärmstens empfohlen“, kann ich nicht unbedingt bestätigen. Für einen Thriller fehlte es mir eindeutig an Spannung. Die Handlung fesselte mich zu keiner Zeit. Einzig die Aufklärung der Geschichte um die tote Frau auf dem Bauernhof hat mir gut gefallen und ließ mich zur Stange halten. Alles in allem hat mich „Blindes Eis“ aber dennoch gut unterhalten. Deshalb gibt es trotz aller Kritik 3,5 Sterne.

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Rezension zu "Blindes Eis" von Ragnar Jónasson

Gegenwart und Vergangenheit großzügig vermischt
MelEvor 2 Jahren

"Blindes Eis" ist der dritte Band einer Thrillerreihe, der unabhängig von den anderen Bänden gelesen werden kann. Mir persönlich ist kein Bezug zu den vorherigen Büchern aufgefallen, sodass ich nicht durch Rückblicke auf andere aufzuklärende Fälle in meinem Lesefluss gestört worden wäre. Auffällig ist der Schauplatz Island, der trotz seiner Schönheit dennoch gewahr werden lässt, dass die fehlenden Sonnentage Menschen schwermütig oder regelrecht depressiv werden lässt. Dieses Phänomen wird sehr deutlich dargestellt und hat auch einen leichten Anteil daran, dass der Thriller um einiges kälter wirkt. Faszinierend ist, dass Gegenwart und Vergangenheit, die immerhin 60 Jahre zurück liegt miteinander verknüpft wird. Als Leserin blieb ich lange im Dunkeln und hatte keine Vorstellung davon, wohin mich der Autor führen möchte. Sehr gelungen ist die Spannung, die ab der ersten Seite spürbar ist und sich mehr und mehr aufbaut. Thrillerelemente fehlen zwar komplett, sodass ich das Buch eher in die Genre Krimi einordnen würde, dennoch empfand ich "Blindes Eis" als interessant und bezeichnend. Ungewöhnliche Protagonisten, die von ihrer Vergangenheit eingeholt werden und es deutlich wird, dass Lügen oder Verdrängung dazu führen können, alles zu verlieren.  Der Fall in der Gegenwart ist zwar recht interessant, aber den Todesfall in der Vergangenheit aufzuklären ist viel mysteriöser und gibt der Story das gewisse Etwas. Den aktuellen Fall alleine dargestellt hätte mich nicht zufriedengestellt, da es fast schon zu offensichtlich ist, was sich abgespielt hat und was sich noch abspielen wird. Anhand eines alten Fotos auf Spurensuche zu gehen belebte sehr und erhielt die Spannung aufrecht.

Fazit: "Blindes Eis" bietet eine gewisse Spannung die sich nach und nach aufbaut, um dann zum Ende hin zufriedenstellend eine Lösung, bzw. eine Aufklärung zu bieten. Thrillerelemente sind nicht vorhanden, was der Story aber nicht zum Nachteil dient. Mir hat "Blindes Eis" sehr gefallen, denn eine gewisse Düsternis ist vorhanden, was natürlich auch ein klein wenig auf Island zurückzuführen ist. Gerne spreche ich eine Leseempfehlung aus, da mir der Schreibstil zusagen konnte und die 336 Seiten sehr zügig gelesen waren, da der Spannungsaufbau wirklich gelungen ist.

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