Rahim Taghizadegan , Ronald Stöferle Österreichische Schule für Anleger

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Inhaltsangabe zu „Österreichische Schule für Anleger“ von Rahim Taghizadegan

Auf den Finanzmärkten scheint der Wahnsinn zu regieren und auch viele Anleger werden von Wahn und Angst getrieben. Könnte alles falsch sein, was Sie über Vermögensanlage zu wissen glaubten? Die Ansätze der Österreichischen Schule bieten eine nötige Atempause für Anleger, die in inflationären Hamsterrädern gefangen sind. Konventionelle Anlageexperten übersehen oft wirtschaftliche Entwicklungen, die zur Gefahr für den Mainstreaminvestor werden können. Die Österreichische Schule der Ökonomie hingegen hat sich als unabhängiger Ansatz jenseits der Interessen von Politik und Banken bewährt. Das Finanzsystem steht vor einer großen Zerreißprobe. Dieses Buch weist Kleinsparern, professionellen Investoren und Vermögensberatern gleichermaßen neue Wege durch das finanzielle Erdbebengebiet zwischen den tektonischen Platten Inflation und Deflation. Die Autoren zeigen erstmalig, wie 'Austrian Investing' in der Praxis funktioniert. Lernen Sie als Anleger, wie Sie die scheinbar komplexen und kaum durchschaubaren Zusammenhänge erkennen und davon profitieren können.

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  • "Die Theorie der Österreichischen Schule hilft uns, langfristige Muster zu erkennen."

    Österreichische Schule für Anleger
    R_Manthey

    R_Manthey

    10. August 2015 um 09:59

    Das steht auf einer der letzten Seiten dieses Buches, auf denen die Autoren in ihrem Fazit noch einmal versuchen, eventuelle Enttäuschungen ihrer Leser zu dämpfen. Schon beim Titel dieses Buches entstehen zwei Fragen: Was ist die Österreichische Schule der Nationalökonomie und was ist ein Anleger? In der ersten Hälfte des Textes findet man in sieben Kapiteln die erste Frage recht gut beantwortet. Danach folgen zwei Kapitel, in denen aus der Theorie der Wiener Schule eine "Österreichische Anlagephilosophie" und eine "Österreichische Anlagepraxis" abgeleitet werden. Was hingegen ein Anleger ist, wird nur indirekt deutlich. Wenn man in seinem Leben vier oder fünf sehr gute Anlageentscheidungen trifft, wäre man schon sehr gut, steht irgendwo im Text. Das definiert einen sehr weiten Anlagehorizont. Und auf Seite 202 findet man folgende Aussage: "Der Gedanke, dass man, wenn man nur wüsste wie, bequem, einfach und bei vertretbarem Risiko durch gute Anlageentscheidungen nebenbei vom PC aus - ohne jedes verantwortungsintensive Unternehmertum - ein Vermögen aufbauen könnte, ist jedenfalls Teil der Wohlstandsillusion. Wer sich von dieser nicht zu trennen vermag, wird von diesem Buch schwer enttäuscht sein." Damit sind die Fronten einigermaßen abgesteckt. Hintergrund der Österreichischen Anlagepraxis ist die österreichische Konjunkturzyklustheorie, welche auf Ludwig von Mises zurückgeht. Solche Zyklen entstehen nach von Mises durch die permanenten Marktmanipulationen der Notenbanken, wie wir sie auch gerade jetzt wieder beobachten können. Die Autoren geben sich viel Mühe, diese Mechanismen zu erklären. Leider ist es ihnen nicht durchgängig gelungen, den Text leicht verständlich zu halten. Zunächst erläutern sie die vier Säulen, auf denen die Österreichische Schule steht, dann diskutieren sie die immer noch selten infrage gestellte Wohlstandsillusion, der bekanntlich gigantische Schuldenberge gegenüberstehen. Danach folgt ein Kapitel über Prognosen und Prophezeiungen, bei denen die "Österreicher" immer schon sehr gut ausgesehen haben. Nachdem dann in einem weiteren Kapitel das Geldsystem erklärt wird, beschreiben die Autoren anschließend die sogenannte monetäre Tektonik, also die Entstehung und Wirkung von Inflation und Deflation. Danach sind sie in der Lage die Konjunkturzyklustheorie zu erläutern. Bevor sie dann zu den abschließenden Kapiteln über eine sinnvolle Anlage kommen, beschreiben sie noch verschiedenen Szenarien, die uns in der Zukunft erwarten. Das Grundprinzip der Österreichischen Anlageentscheidungen besteht nach Ansicht der Autoren darin, wie ein Unternehmer Kapital aufzubauen. Insofern stehen solche Entscheidungen dem sogenannten Value Investing sehr nahe, was auch im Text betont wird. Value-Investoren haben aber nicht selten ein Problem mit dem Verhalten des Gesamtmarktes, weil sie den nicht immer in ihre Perspektive miteinbeziehen. Wenn es jedoch kracht, dann kracht es überall, also auch in den Portfolios von Value-Investoren. Der berühmte Warren Buffett (der übrigens indirekt auch vom US-Steuerzahler gerettet wurde) wird im Buch so zitiert, dass er auch dann keine anderen Entscheidungen treffen würde, wenn er wüsste, was die FED demnächst macht. Österreichische Anleger besitzen demgegenüber jedoch den Vorteil, dass sie zumindest ahnen können, wann eine Börse in die Knie gehen kann. Beiden gemeinsam ist aber, dass sie leider oft ein schlechtes Timing aufweisen. Es nützt nämlich für eine Anlage nichts, wenn man bereits 1940 weiß, dass die Sowjetunion zusammenbrechen wird, dann darauf aber noch ein halbes Jahrhundert warten muss. Im Buch werden noch andere Aussagen dieses Typs zitiert. Das Dilemma der Österreicher besteht darin, dass sie zwar das Unheil voraussehen, aber eine Theorie vertreten, die weit jenseits des Mainstreams verläuft. Der Mainstream aber bestimmt schon allein wegen seiner Massenwirksamkeit das Verhalten der Märkte. Diese können folglich noch eine gewisse, manchmal auch sehr lange Zeit genau das Gegenteil von dem machen, was die Österreicher richtig voraussagen. Für ein besseres Timing verweisen die Autoren auf die sogenannte technische Analyse der Finanzmärkte, die sie aber andererseits nicht wirklich praktisch verstehen und von der sie glauben, dass sie kein ökonomisches Handeln widerspiegelt, weswegen sie eigentlich abgelehnt werden muss. Diese paradoxe Argumentation hat auch etwas Lustiges an sich. Tatsächlich nämlich verbindet sich die technische Analyse, wenn man sie richtig versteht, vernünftig anwendet und sie nicht als Prognoseform interpretiert, sehr gut mit der Österreichischen Schule. Deren Grundprinzip besteht ja gerade darin, vom realen oder wahrscheinlichen Handeln von Menschen auszugehen und keine vereinfachenden mathematischen Modelle zu benutzen, die auf unrealistischen Annahmen aufgebaut wurden. Die technische Analyse der Finanzmärkte spiegelt die Gesetze menschlichen Handelns an den Finanzmärkten wider, ganz unabhängig davon, ob es nun irrational ist oder nicht. Wirklich praktisch wird es nur beim sogenannten Permanenten Portfolio, das vom Ansatz der Österreicher ausgeht, dass die Zukunft nicht prognostizierbar ist und man deshalb auf jedes Szenario vorbereitet sein muss. Dieses Portfolio erreichte eine durchschnittliche Rendite von 9,2% pro Jahr bei vergleichbar geringerem Risiko zu ähnlich erfolgreichen Ansätzen. Im letzten Kapitel stellen die Autoren viele Anlageinstrumente aus der Sicht der Österreicher vor. Das ist zum größten Teil recht informativ, aber auch wiederum nicht so detailliert, dass man damit praktisch viel anfangen kann. Nach meiner Ansicht besitzt dieses Buch seine enormen Stärken vor allem in der Erklärung der Österreichischen Schule. Die daraus von den Autoren abgeleitete Anlagepraxis braucht einen sehr weiten Horizont und gelegentlich aus obigen Gründen einen langen Atem, den nicht jeder haben wird oder haben kann. Man kann allerdings einige Dinge auch als Anhänger der Österreichischen Schule etwas anders sehen. Den Märkten enger zu folgen, steht zum Beispiel keineswegs im Widerspruch zu den "Österreichern". Jim Rogers, den die Autoren als einen Vertreter dieser Schule identifizieren, wäre nicht so schnell so reich geworden, wäre er diesem Buch gefolgt. Immerhin aber lernt man als Leser dieses Buches viele grundsätzliche Ideen und Ansichten zur Kapitalanlage, die vielleicht auch nicht ohne Folgen bleiben. So schreiben die Autoren am Ende des Textes: "Wenn der Leser, nachdem er die Lektüre etwas auf sich wirken ließ, nun das Tagesgeschehen mit ein wenig anderen Augen sieht, einen neuen Gedanken gewinnt, irgendwann etwas sieht, was er sonst übersehen hätte, etwas nüchterner, standhafter, verantwortungsvoller der ungewissen Zukunft entgegengeht, dann hätten wir schon viel erreicht."

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