Raik Thorstad

 4.7 Sterne bei 147 Bewertungen
Autor* von Leben im Käfig, Zenjanischer Lotus und weiteren Büchern.
Autorenbild von Raik Thorstad (©Raik Thorstad)

Lebenslauf von Raik Thorstad

Für ganz Neugierige an dieser Stelle der schnelle Überblick über die Person hinter den Büchern:

1980 in Osnabrück geboren, aufgewachsen in der Kleinstadt Bramsche, innerhalb angemessener Zeit stubenrein geworden, in die Schule gekommen, sie nach einigen Irrwegen 1999 im hessischen Gießen beendet, eine dreijährige Ausbildung zum Musikalienhändler absolviert und anschließend der Liebe nach Göttingen gefolgt.

2003 in einer Hauruckaktion geheiratet, ein paar Jahre lang vor Ort geblieben, anschließend 2007 Umzug mit Sack und Pack und Mann und Degus nach Dortmund. Festgestellt, dass die Großstadt nicht das Gelbe vom Ei für uns ist und schließlich 2015 glücklich in Emmerich am Rhein gelandet.

Zwischendurch irgendwie zum Vollzeitautor geworden, was manchmal leider auf die eigene Lesezeit und die Musikliebe geht. Aber man kann nicht alles haben, nich' wahr? 

Darüber hinaus: Tierliebhaber, Doku-Fan, Hobby-Fotograf, Junggärtner, Teichspringer und unglaublich faul in Sachen Hausarbeit. Der Rest ist Metal, Blizzard-Fantum und mit Kochexperimenten verplemperte Zeit. 

Habe fertig! 

Alle Bücher von Raik Thorstad

Sortieren:
Buchformat:
Cover des Buches Leben im Käfig (ISBN: 9783958231023)

Leben im Käfig

 (37)
Erschienen am 30.06.2017
Cover des Buches Zenjanischer Lotus (ISBN: 9783958230910)

Zenjanischer Lotus

 (32)
Erschienen am 07.04.2017
Cover des Buches Zerrspiegel (ISBN: B00QB6P9RQ)

Zerrspiegel

 (22)
Erschienen am 27.11.2014
Cover des Buches Nach der Hölle links (ISBN: 9783958231030)

Nach der Hölle links

 (17)
Erschienen am 18.09.2017
Cover des Buches 3517 Anno Domini: Wir waren Götter (ISBN: 9783945569504)

3517 Anno Domini: Wir waren Götter

 (12)
Erschienen am 15.11.2014
Cover des Buches Kräuter-Code (ISBN: B00AE2QGUC)

Kräuter-Code

 (5)
Erschienen am 15.11.2012
Cover des Buches 3517 Anno Domini (ISBN: 9783958231061)

3517 Anno Domini

 (4)
Erschienen am 22.01.2018

Neue Rezensionen zu Raik Thorstad

Neu

Rezension zu "3517 Anno Domini" von Raik Thorstad

Auch Gottheiten vergehen
79yvivor 16 Tagen

„3517 Anno Domini: Wir waren Götter“ wurde 2014 im Incubus Verlag erstveröffentlicht. Ende 2017 ist die Erzählung um Aiden und Ragnar mit einem neuen Cover zum Cursed Verlag übergesiedelt. Nachdem ich nur Positives darüber gehört habe, zog die Geschichte bei mir ein, dümpelte nun aber trotzdem einige Zeit auf meinem Stapel ungelesener Bücher vor sich hin, obwohl es als Dystopie eigentlich genau in mein Beuteschema passt. Bei Autoren, von denen ich bis dato noch kein Buch gelesen habe, passiert mir so etwas öfter. Ich kann nicht genau abschätzen, auf was ich mich einlasse und so braucht es zuweilen ein wenig, bis ich mir einen Ruck gebe.

Der erste Satz:

– Ich bin deiner Ausreden überdrüssig, James. –

Eben jener James ist Aidens Vater. Ein Arbeiter aus der Unterstadt und schonungslos betrachtet, ein Leibeigener der Merowinger, wie alle anderen, die unter der Herrschaft Takirs stehen. Wer sein Soll nicht erfüllt, zahlt. Entweder mit seiner Gesundheit, seinem Leben oder, wie bei Aiden, mit einem seiner Kinder. Die Unterstadt lässt ihre Bewohner nicht alt werden und so möchte man annehmen, dass Aiden das große Los gezogen hat. Ragnar ist zumindest der Meinung, dass sein erster eigener Diener, den er von seinem Vater geschenkt bekommen hat, dankbar sein sollte, dem allgegenwärtigen Tod entkommen zu sein. Aus Aidens Blickwinkel stellt sich die Sache hingegen ganz anders dar. Gefangen im Goldenen Käfig ist alles was ihm geblieben ist sein Stolz und den will er sich auf keinen Fall nehmen lassen.

– Herzlichen Dank, er hatte nicht vergessen, warum er hier war und welche Dienste von ihm erwartet wurden. Und er hatte sicher nicht aus den Augen verloren, dass er ein Nichts war und Ragnar ein zukünftiger Halbgott. … Er hatte sein Recht auf Selbstbestimmung verloren, sofern er es je besessen hatte. Doch er war keine Maschine. Er war ein Mann, und er ließ sich nicht gern beleidigen oder auf seinen Körper reduzieren. – (Pos. 722)

Aiden und Ragnar sind geprägt durch die Umstände, in denen sie aufgewachsen sind und so treffen mit ihnen zwei völlig konträre Welten aufeinander. Aiden, der ein Leben voller Entbehrungen geführt hat, der von klein auf lernen musste, dass man für alles kämpfen muss, und bei dem das Einzige, was er niemals aufgeben würde, sein Stolz ist. Ragnars Leben ist dagegen so sicher wie eintönig. Abgeschottet und nur umgeben von der Dienerschaft der Herrscherfamilie hat er nie gelernt mit anderen Menschen auf Augenhöhe zu interagieren. Die tyrannischen Züge seines Vaters fehlen Ragnar zum Glück. Er besitzt in dessen Augen keine Durchsetzungskraft, nicht den Willen bis zum Äußersten zu gehen, was ihn in Takirs Augen unfähig macht, den Thron irgendwann einmal zu besteigen.

Raik Thorstadt hat die Beiden sehr vielschichtig gezeichnet und ich fand es toll zu lesen, wie das anfängliche Bild, das Aiden und Ragnar voneinander haben, Risse bekommt. Die langsam reifende Erkenntnis, dass sie im Grunde nicht so verschieden sind, wie jeweils angenommen, das gegenseitige Erkennen und Verstehen, warum der andere so ist, wie er ist, machen für mich zum großen Teil den Reiz der Geschichte aus. Ich habe regelrecht drauf hin gefiebert, dass sich der Knoten in ihren Köpfen löst und sie dann auch dementsprechend handeln. Aber auch die unterschiedlichen Nebencharaktere mit ihren eigenen, manchmal verstecken, Absichten haben mir richtig gut gefallen.

Eingebettet hat die Autorin die Erzählung in ein für mich genial aufgebautes dystopisches Setting. Das Festland ist durch die Misswirtschaft der Menschen verseucht und somit unbewohnbar. Als einziger besiedlungsfähiger Raum sind riesige Festungsstädte mitten im Ozean übriggeblieben, regiert von despotischen Herrschern, denen das gemeine Volk, und oftmals auch die restliche Herrscherfamilie, ausgeliefert ist. Diese Unterdrückung nährt aber auch den Wunsch der Menschen auf Selbstbestimmung und so reicht nur ein Funke Hoffnung, um etwas Unerreichbares zu wagen.

„3517 Anno Domini: Wir waren Götter“ bringt für mich alles mit, was ich an dem Genre Dystopie liebe. Eine Welt, die den Menschen alles abverlangt, Aussichtslosigkeit gepaart mit Hoffnung und Figuren, die nach Veränderung streben. Die einzelnen Aspekte wurden von Raik Thorstad zu einer Geschichte verwoben, die mich vollkommen eingesaugt und nach der letzten Seite mit einem Nachhall wieder ausspuckt hat. Als i-Tüpfelchen bekam ich hier noch eine wundervolle Love-Story oben drauf. Für dieses allumfängliche Lesevergnügen vergebe ich eine absolute Leseempfehlung.

Kommentieren0
0
Teilen

Rezension zu "Das Würfelspiel der Götter - Band 1" von Raik Thorstad

Zwei Männer wie Winter und Sommer
Yuuravor einem Monat

Marcus Ciaran Vergilius, doch meist nur Ciaran genannt, gehört zur römischen Eliteeinheit und wird nach Germanien entsandt. Seine Einheit hatte bisher noch nie an großen Schlachten teilgenommen, weshalb er es kaum erwarten kann, endlich zu zeigen, was er kann und was in ihm steckt. Doch er hat weder mit den germanischen Wintern gerechnet, noch mit dem unerbittlichen Kampfgeist des dort lebenden Volkes. Statt an Schlachten teilzunehmen, bekommt er die Aufgabe, den germanischen Gefangenen namens Kjell zu überzeugen auf die Seite des römischen Volkes zu wechseln und dem Legaten wichtige Informationen preis zu geben, die für einen Sieg der Römer entscheidend sein könnten. Doch womit keiner der beiden Krieger gerechnet hat, sind die plötzlich auftauchenden Gefühle.

Zwei Männer, die unterschiedlicher nicht sein könnten und die doch einiges verbindet, zwei Kulturen, die gegensätzlicher nicht sein könnten und zwei Leben geprägt haben.
Ciaran, der Soldat in einer Eliteeinheit der römischen Armee, dessen ursprüngliche Wurzeln ebenfalls in Germanien liegen, dessen bevorzugte Waffe das Breitschwert ist. Aufgewachsen bei seinem römischen Ziehvater und jetzt selbst Besitzer dessen Anwesen. In einem Land aufgewachsen, in dem Liebe unter Männern, vielmehr die körperliche Liebe nicht so verachtet wird in Kjells Heimat. Der die Ungerechtigkeit anprangert und sich für das Wohl anderer einsetzt. Dessen Freunde zu seinen engsten Vertrauten zählen und auf die er sich immer verlassen kann. Ein Mann, der sich gerne der körperlichen Liebe hingibt aber bisher nur zweimal in seinem Leben sein Herz verschenkt hat. Der sich seiner Anziehungskraft auf Andere sehr wohl bewusst ist und mit einer Absage niemals rechnen würde.
Und dann gibt es da noch Kjell, ausgestoßen, gebrandtmarkt, der ein Zeichen trägt, das man nur erhält, sollte man entweder ein Kind oder jemanden ehrenlos mit Gift getötet haben oder wenn Mann sich zu einem anderen Mann hingezogen fühlt. Dessen letzte verzweifelte Tat es war, sich den Römern auszuliefern, in der Hoffnung den eisigen Winter Germaniens zu überleben. Der sich anfangs widerwillig auf den Römer einlässt, in dessen Obhut ihn man gesteckt hat und der ihm zeigt, dass er nicht der Einzige mit unstillbaren Gefühlen ist. Ein Kämpfer, auch wenn sein Körper ausgemergelt ist und er sich durch bitterkalte Nächte kämpft.. Ein eiserner Überlebenswille und ungebrochener Stolz.
Zwei Männer, die dachten ihre Kultur, ihre Heimat, ihr Volk sei das Bessere der beiden, doch sie müssen feststellen, dass jedes Volk, jede Kultur seine Schwächen hat und nicht alles ist so, wie es scheint. Intrigen, Ränkespiele, Hass und Liebe, Schlachten, unnötig vergossenes Blut, ein erbitterter Kampf um Leben und Tod. Ciaran wird nur allzu schnell die Sinnlosigkeit des Krieges deutlich und ist dem Ganzen doch hilflos ausgeliefert. Kjell, der seine Heimat zwar liebt aber dennoch einfach glücklich sein möchte. Zwei in ihrem Denken und Handeln nachvollziehbare Charaktere, dessen Innenleben der Leser hautnah miterlebt und sie umso greifbarer macht.

Nach Beendigung des ersten Bandes dieses Zweiteilers habe ich mich doch ein wenig geärgert, dass ich noch nicht vorher schon mal ein Buch der Autorin in den Händen gehalten habe. Kjell und Ciaran haben mich so sehr an die Seiten gefesselt, dass es nach zwei beinahe durchgemachten Nächten plötzlich hieß: "Im nächsten Band geht es weiter". Anfangs war ich von der vielen Kapitelanzahl ein wenig abgeschreckt, doch diese sind nicht übermäßig lang und erzählen doch genügend, um sich von Kjell und Ciaran ein deutliches Bild zu machen. Zwei Männer, wie Sommer und Winter, der eine kämpft ums Überleben und dass schon bevor er aus seinem Dorf ausgestoßen wurde und der andere genießt die Annehmlichkeiten in seiner Heimat. Mit Fingerspitzengefühl bringt die Autorin zwei Kulturen dazu, sich langsam einander anzunähern und sich verstehen zu lernen und zwei Männer, ihr Herz zu verlieren.
Die Kälte, der Kjell in seiner Zelle ausgesetzt ist, war beim Lesen nur deutlich spürbar und gleichzeitig konnte man sich das prachtvoll ausgestattete Zelt von Ciaran bildlich vorstellen, sich in den Fellbergen verkriechen und die Wärme des Feuers spüren, während man bei Kjell das Pieksen des Strohs spürt und die Nase kraus zieht, ob der widerlichen Gerüche und gleichzeitig verspürt man einen Schauer, aufgrund der gepeinigten, qaulvollen Schreie der Mitgefangenen. Man hörte das Lachen der Freunde, empfand das Entsetzen mit, als Ciaran seinen ersten Todeshieb vollstreckte und danach wie eine leere Hülle über die Felder schritt. Ein detaillierter Schreibstil, der nicht zu umschweifend ist und dennoch genügend preisgibt, um Ciaran und Kjell vor sich zu sehen.

Die Autorin hat sich gründlich mit den damaligen Gegebenheiten auseinander gesetzt und gerade durch Details, wie zum Beispiel Ciaran mit einem spitzbübischen Schalk im Nacken Kjell in eine ihm unbekannte Zitrusfrucht beißen lässt, nur um sich dann über das zur Grimasse verzogene Gesicht zu amüsieren, machen die Geschichte so lebendig, als hätte uns die Autorin eine Geschichte über zwei Männer erzählt, die sich damals unter solchen Umständen tatsächlich hätten begegnet sein können. Zumal nicht nur Ciaran und Kjell an Tiefe gewinnen, auch Nebencharaktere wie Ciarans Freunde bleiben nicht blass. Silvius, Ciarans bester und längster Freund, lässt uns auch hin und wieder an seinen Eindrücken teilhaben, wodurch man nochmal aus einem ganz anderen Blickwinkel die Ereignisse betrachtet. Silvius ist für mich ein so fester Bestandteil geworden in dieser Geschichte, dass ich tatsächlich sehr um ihn gebangt habe in einer gewissen Situation und erleichtert ausgeatmet habe, als Ciaran ihn in die Arme schließen konnte und ich ihn hier einfach nicht unerwähnt lassen kann.
Mir hat diese akribische Recherche über die Antike besonders gut gefallen, da man nicht nur das aufstrebende Rom deutlich vor Augen hatte, sondern auch das karge, unwirtliche Germanien, in dem das Volk ums nackte Überleben kämpft, während man in Rom in Wein badet.

Auch wenn die hohe Kapitelanzahl anfangs erschreckend sein mag, schafft es die Autorin, dass der Roman dennoch nicht langatmig erscheint, sondern man einfach noch länger bei den Charakteren bleiben möchte. Es war mitten in der Nacht, als ich diesen Teil zuklappte und habe sofort nach dem nächsten Band geangelt um weiter zu lesen. Mir fällt es tatsächlich ein wenig schwer diese Rezension zu verfassen, wenn ich doch eigentlich lieber Ciaran und Kjell weiter begleiten möchte.

Kommentieren0
0
Teilen
M

Rezension zu "Take me down under: Tasmanien im Herzen" von Raik Thorstad

Emotionaler Tanz um die gemeinsame Vergangenheit
mallory66vor 9 Monaten

Inhaltsangabe und Setting waren genau mein Beuteschema, zumal ich noch nie eine Liebesgeschichte gelesen hatte die in Tasmanien spielt.

Das Cover lies mich allerdings befürchten dass ich wieder einen Roman mit BDSM-Elementen vorliegen habe. Um dieses Thema kommt man kaum noch herum, immer mehr AutorInnen schreiben darüber, als wäre Vanilla-Sex total out. Trotzdem habe ich das Experiment gewagt.

Die Geschichte als solche hat mir gut gefallen, die vorsichtige Annäherung der beiden Adoptivbrüder nach einem zuerst nicht näher benannten Vorfall in der Vergangenheit, der Wiederaufbau der Plantage, ihr Alltag bei all dem.

Bald erfährt man was die beiden vor sieben Jahren getrennt hat und auch nach und nach was seither passiert ist.

Da die Autorin sich aber ziemlich ausgiebig in den Gedankengängen der beiden Protagonisten auslässt hatte der Roman für mich in der Mitte immer mal wieder etwas langatmigere Strecken.

Zum Glück wirft sie eine kleine Krimihandlung in die Geschichte, so dass es zwischen Seelenschau und BDSM noch etwas Abwechslung gibt.

Der Stil der Autorin konnte mich wieder fesseln, die letzten Kapitel sind wunderschön und zeugen von dem tiefen Vertrauen und der Liebe die sich zwischen den beiden Männern entwickelt haben, aber obwohl die Autorin es gut verstanden hat, das Verhältnis zwischen Dom und Sub und die Motivation hinter den sexuellen Handlungen zu vermitteln so musste ich, als es zu den ersten Szenen kam, wieder feststellen dass mir dieses Thema absolut nichts gibt. Ich verstehe das Prinzip, kann es für mich aber nicht in Gefühle umsetzen. Vermutlich muss man wirklich ein Faible für diese Art Sex haben um das erotische Kribbeln nachvollziehen zu können.

So kann ich im Rückblick sagen, dass ich einen sehr schönen, melancholischen, ruhigen Liebesroman erhalten habe, der die Heilung seelischer Verletzungen ebenso glaubwürdig beschreibt wie das Leben auf einer Plantage in einer kleinen Dorfgemeinschaft auf Tasmanien – dessen Sexszenen für mich aber leider nicht nachfühlbar waren. Aber das ist mein eigenes „Problem“ und nicht der Autorin anzulasten.

Kommentieren0
0
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu
Cover des Buches Leben im Käfig

Hallo liebe Bücherfreunde,

bei wunderbaren Temperaturen bringen wir euch unser neuestes Buch mit: die Neuauflage von Raik Thorstads Leben im Käfig
Ein kleiner Vorgeschmack gefällig? Bitte sehr: 

Die Mäuse tanzten auf dem Dachboden Kasatschok. Wenn es still im Haus war, klang das Trommeln ihrer Pfoten und Schwänze auf den ausgetrockneten Sperrholzplatten durch alle Räume im ersten Stock. Angesichts des Krachs, den die Tierchen an diesem Abend veranstalteten, vermutete Andreas, dass die Mäuse inzwischen ausgezogen waren und gewaltigen Bisamratten das Feld überlassen hatten. Vielleicht kam das Knacken aber auch einfach aus den Stützbalken unter dem Dach.Als Kind machten die unheimlichen Geräusche ihm schreckliche Angst. Die Mäuse-Theorie hatte seine Mutter ihm eines Nachts aufgetischt, nachdem er zum dritten Mal im elterlichen Schlafzimmer gestanden hatte; sein Kuscheltier unter dem Arm und zitternd vor Angst. Vor Mäusen musste man keine Angst haben. Mäuse waren klein, niedlich und hatten putzige Schnauzen mit lustigen Schnurrhaaren. Tanzende Mäuse waren ein guter Grund, wieder in das eigene Bett zu kriechen und sich in der Dunkelheit vorzustellen, wie die Nager über den Dachboden tobten. Fast wie in einem Disney-Film. Nun war Andreas erwachsen und störte sich nicht mehr daran, ob nun Mäuse, Ratten oder ausgewachsene Elefanten den Dachboden heimsuchten. Mittlerweile empfand er die Geräusche der alternden Villa sogar als behaglich. Das Haus schien mit ihm zu atmen und ihn in Sicherheit zu wiegen, wenn seine Nerven zugrunde gerichtet waren. Für ihn war das Gebäude weniger ein unbelebter Gegenstand als viel mehr ein guter Geist, auf dessen Schutz man sich verlassen konnte. Er kannte jedes Seufzen und Stöhnen in den Fußböden. Er wusste, wie man die mittelalterlich anmutenden Fensterriegel zur Kooperation bewegte. Dass durch das gemauerte Kellerfundament von Zeit zu Zeit große Spinnen in seinen Fitnessraum gelangten, störte ihn nicht. Die Villa passte auf ihn auf und ließ ihn nie im Stich.

Wer erfahren möchte, warum Andreas sich so sehr zu einem unbelebten Haus hingezogen fühlt und was es mit seiner Vorliebe für die eigenen vier Wände auf sich hat, kann es herausfinden. Nehmt einfach an unserer Buchverlosung teil. Schließlich kann man gerade im Sommer nie genug Bücher haben. Die Geschichte von Andreas und Sascha ist bittersüß - manchmal sinnlich, manchmal traurig -  und lädt zum Träumen und Mitdenken gleichermaßen ein. 

5 signierte Taschenbücher warten darauf, bei euch ein neues Zuhause zu finden. 
Meldet euch einfach hier, auf Facebook oder unter info@incubusverlag.de. 

Da Raik einen eigenen Lovelybooks-Account hat, besteht auch die Möglichkeit, persönlich Kontakt aufzunehmen. 


Einen wunderbaren Sommer und viel Glück wünscht Euch 
der Incubus Verlag
84 BeiträgeVerlosung beendet

Zusätzliche Informationen

Community-Statistik

in 150 Bibliotheken

auf 39 Wunschzettel

von 7 Lesern aktuell gelesen

von 28 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks