Raik Thorstad Leben im Käfig

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Inhaltsangabe zu „Leben im Käfig“ von Raik Thorstad

Andreas von Winterfeld hat alles, was man sich als junger Erwachsener vom Leben wünschen kann. Seine Eltern stehen finanziell hervorragend da, er hat freien Zugriff auf deren Kreditkarten, ein Privatlehrer sorgt für seine Ausbildung, er sieht großartig aus und ist intelligent und findig genug, um den Familienkonzern eines Tages mit sicherer Hand zu führen. Aber Andreas ist krank. Das Haus zu verlassen, versetzt ihn in rasende Angst. Eingepfercht in seinem goldenen Käfig vegetiert er dahin, ohne die Hilfe zu erhalten, die er braucht. In diese Hölle aus Langeweile und Angst platzt der Abiturient Sascha, der nach unüberbrückbaren Streitereien sein Elternhaus verlassen hat, um zu seiner Tante zu ziehen. Sascha bringt seine eigenen Probleme mit, denn er muss damit leben, dass er in den Augen seiner Eltern auf einmal ein anderer ist als vor seinem unfreiwilligen Coming-Out. Über die Buchsbaumhecke der Hamburger Gärten hinweg treffen sich zwei junge Männer, die sich in ihrer Verlorenheit verbunden fühlen und im jeweils anderen den Freund finden, den sie so dringend brauchen.

Ich liebe es einfach! !

— VioletCupcake
VioletCupcake

Das Buch und seine Fortsetzung gehören zu meinen Lieblingsbüchern! Ich liebe sie einfach :))

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Ein sehr ernstes und trauriges Thema einfühlsam erzählt , auch wenn ich immer wiedermal wie ein Schloßhund geheult habe , LESEN, LESEN !!!

— Grumel
Grumel

Ich habe geheutl. Ehrlich! Und nun will ich das 2. Buch lesen! Sofort! Ich muss mich aber leider noch gedulden. So wunderschön, aufreibend

— MarionH
MarionH

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    Leben im Käfig
    Koriko

    Koriko

    14. March 2014 um 08:44

    Story: Schon seit mehreren Jahren leidet der 19-jährige Andreas von Winterfeld an Agoraphobie und ist nicht in der Lage das Haus zu verlassen, ohne Panikattacken und Angstzustände zu erleiden. So vegetiert er in seinem Zimmer in der Villa seiner steinreichen Eltern dahin, und hat zwar alles, was man mit Geld kaufen kann, aber weder die Zuwendung noch die Akzeptanz seiner Familie. Eines Tages zieht der Abiturient Sascha Suhrkamp in das Nachbarshaus nachdem er sein Elternhaus aufgrund seines unfreiwilligen Coming-Outs verlassen hat. Zwischen den beiden ungleichen jungen Männern entwickelt sich eine leichte Freundschaft, die bald schon bald tiefer geht und sie eng aneinander schweißt. Doch ist Sascha in der Lage neben dem Abiturstress und den Problemen mit seinen Eltern, einen schwerkranken Jungen zu akzeptieren? Und wird es Andreas gelingen irgendwann auszubrechen? Eigene Meinung: Der Roman „Leben im Käfig“ von Raik Thorstad ist der erste Band der Duologie um Andreas und Sascha und erschien erstmals 2011 im FWZ Verlag. Nach einigen rechtlichen Problemen mit dem Originalverlag, wurde der Roman 2013 schließlich im Incubus Verlag neu aufgelegt und um die Fortsetzung „Nach der Hölle links“ erweitert, die die Geschichte beendet. Die Handlung ist für Fans der schwulen Literatur oder auch Gay Romance ungewöhnlich, da es kaum vergleichbare Bücher über die Krankheit Agoraphobie auf dem Markt gibt und „Leben im Käfig“ durchaus in die Sparte Entwicklungsroman und Jugend-Drama fällt, sprich trotz der erotischen Szenen auch Leser anspricht, die schwuler Literatur normalerweise wenig abgewinnen können. Umso faszinierender ist der Grundplot rund um Andreas, der zu Beginn des Buches nicht einmal in den Garten gehen kann, um im Pool zu schwimmen, ohne von einer Panikattacke umgeworfen zu werden. „Leben im Käfig“ wartet nicht mit einer actiongeladenen, explosiven Handlung auf, sondern bleibt die meiste Zeit ruhig und fordert den Leser auf sich auf Andreas Krankheit einzulassen. Schonungslos ehrlich berichtet Raik Thorstad von den Auswirkungen der Krankheit, zeigt, was aus Andreas geworden ist und wie schwer ihm alltägliche Dinge erscheinen. Dabei geht der Autor wertungsfrei an die Sache heran, informiert und regt zum Nachdenken an. Er hat ein ungewöhnliches, persönliches Thema gewählt und beschreibt die Geschichte daher sehr sensibel und mit der notwendigen Sorgfalt. Doch nicht nur Andreas steht im Zentrum der Geschichte, auch Sascha und seinem Leben wird viel Aufmerksamkeit entgegengebracht. Der lebensfrohe Abiturient, der aus einem kleinen hessischen Dorf in das pulsierende Hamburg zieht, hat etliche Baustellen in seinem Leben, denen er sich widmen muss. Als zweite Hauptfigur wirkt er greifbarer als Andreas, da seine Probleme für den Leser leichter verständlich und nachvollziehbar sind. Gerade homosexuelle Männer, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben wie Sascha werden sich in dem jungen Mann wiederfinden. DHin und wieder zieht sich die Handlung etwas in die Länge, gerade am Anfang dauert es eine gefühlte Ewigkeit, bis es vorangeht und die beiden ungleichen Männer aufeinander zugehen. Hier hätte man durchaus kürzen können, da „Leben im Käfig“ auch mit 400-500 Seiten noch ein beachtliches Buch gewesen wäre. Neben der Handlung wissen auch die Figuren zu gefallen, auch wenn es Situationen gibt, wo man Andreas und Sascha „gegen die Wand klatschen“ möchte. Nichtsdestotrotz sind beide sehr gut nachvollziehbar, handeln logisch und spiegeln ihr Alter und ihre Zeit wieder. Man kann ihre Reaktionen und ihr Verhalten sehr gut nachvollziehen, da Raik Thorstad viel Zeit aufwendet auf ihre Gefühle und Gedanken einzugehen. Doch nicht nur die beiden Hauptcharaktere funktionieren, auch die Nebenfiguren sind sehr passend und lebendig. Sei es Saschas Tante Tanja und ihre Familie, Andreas Eltern und seine Haushälterin Ivana, oder die neuen Mitschüler und Freunde, die Sascha in Hamburg kennenlernt. Sie wirken wie reale Personen, was vermuten lässt, dass es für die meisten Figuren reale Vorbilder gibt. Sprachlich gibt es kaum etwas auszusetzen, außer dass Raik Thorstad manchmal zu extrem ins Detail geht und die Beschreibungen mitunter etwas lang geraten sind. Auch gibt es einige ungünstig gewählte Fanfiction-Termini, die sich im Laufe der Zeit jedoch verlieren, was das Buch deutlich aufwertet. Dank der abwechslungsreichen Sprache und der gelungenen Wortwahl fallen die kleinen Fehler nur minder ins Gewicht, da sich der Roman sehr schnell und flüssig liest. Es fällt schwer, „Leben im Käfig“ aus der Hand zu legen, insbesondere zum Ende hin, als die Geschichte spürbar an Fahrt gewinnt und den Höhepunkt erreicht. Fazit: „Leben im Käfig“ ist ein ungewöhnliches, tiefgründiges Werk, das einen sehr genauen und detaillierten Einblick in das Leben eines Menschen gibt, der unter Agoraphobie leidet. Trotz des ernsten und sensiblen Themas versteift sich Raik Thorstad nicht nur auf den kranken Andreas, sondern präsentiert mit Sascha auch ganz alltägliche Probleme und Sorgen. Dadurch gelingt ihm ein faszinierendes Zusammenspiel zweier junger Männer, die unterschiedlicher nicht sein könnten und trotzdem viele gemeinsame Probleme teilen. Dank seiner bildhaften und wortgewandten Sprache, sieht man auch über die Längen hinweg, die immer wieder das Voranschreiten der Handlung erschweren. Wer die unzähligen Coming-Out Geschichten, Aids-Problem-Bücher und Gay Romance Werke satt hat und einen Blick über den Tellerrand wagen möchte, der sollte sich „Leben im Käfig“ zu Gemüte führen. Es empfiehlt sich jedoch auch die Fortsetzung „Nach der Hölle links“ griffbereit zu haben, damit man nahtlos weiterlesen kann. Zu empfehlen.

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  • So schön und so mitreißend!Lesen!

    Leben im Käfig
    australiandream

    australiandream

    09. November 2013 um 12:12

    Inhalt: Der neunzehnjährige Andreas von Winterfeld hat alles, was man sich als junger Erwachsener vom Leben wünschen kann. Nur seine Gesundheit lässt ihn im Stich. Das Haus zu verlassen, versetzt ihn in rasende Angst. Eingepfercht in seinem goldenen Käfig vegetiert er dahin.  In diese Hölle aus Langeweile und Angst platzt der Abiturient Sascha, der nach Streitereien sein Elternhaus verlassen hat. Sascha bringt seine eigenen Probleme mit, denn er muss damit leben, dass er in den Augen seiner Eltern auf einmal ein anderer ist als vor seinem unfreiwilligen Coming-Out. Über die Buchsbaumhecke der Hamburger Gärten hinweg treffen sich zwei junge Männer, die sich in ihrer Verlorenheit verbunden fühlen. Meinung: "Leben im Käfig" ist ein Buch, bei dem ich total hin und hergerissen war. Und es fällt mir wirklich schwer, meine Gedanken in dieser Rezension zusammenzufassen. In diesem Buch werden sehr viele Problematiken angesprochen. Andreas hat mit Angstzuständen zu kämpfen und kämpft ebenso um die Liebe seiner Eltern, die ihn eher sich selbst überlassen. Er lebt also in schwierigen Familienverhältnissen, ist zudem auch noch schwul, was aber niemand weiß. Und auch Sascha hat mit Problemen zu tun. Er musste zu seiner Tante ziehen, weil seine Eltern nicht mit seiner Homosexualität klarkommen. Er lebt also in einer neuen Stadt mit dem Kopf voller Problemen. Dann treffen diese beiden Personen aufeinander. Sie verstehen sich, kommen sich nach einigem Zögern auch immer näher. Die erste Liebe wird zum großen Thema. Es ist alles neu und aufregend und zugleich etwas beängstigend für Andreas, weil er vorher nie jemanden so nah an sich heran gelassen hat. Dadurch dass das Buch abwechselnd aus der Sicht der beiden jungen Männer geschrieben wird, bekommt man einen sehr detaillierten Einblick in ihre Gefühlswelt. Man kann sich sehr gut vorstellen, was in den beiden vorgeht und wie überfordert sie teilweise mit ihrer Situation sind. Es gibt Gefühlschwankungen wie im echten Leben, mal ist alles rosarot und wundervoll, im nächsten Moment überwiegen dann doch wieder die problematischen Seiten ihres Lebens. Manchmal ist es etwas viel hin und her, aber es ist eben wie im echten Leben. Natürlich spielt auch die körperliche Liebe der beiden eine Rolle in der Geschichte. Dies wird aber alles sehr authentisch dargestellt. Es gibt keine Szenen, die nach Porno klingen sondern es passt alles perfekt in die Geschichte, zur ersten Liebe und zum ersten Mal. Man spürt die Aufregung und den Reiz des neuen auch als Leser ganz genau. Die "Bettszenen" sind einfach wunderbar in die Geschichte eingepasst. Das große Thema ist sowieso nicht der Sex, er steht nicht im Vordergrund. Es geht um Liebe, Beziehungen und Füreinander da sein. Oftmals waren meine Gefühle genauso verwirrend, wie die der Protagonisten. In einem Moment war ich genauso verliebt, dann war ich wütend auf den ein oder anderen der Beiden. Manchmal hätte ich gern jemanden geschlagen, weil sie so blöd reagiert haben. Aber es passte einfach alles. Man hat das Gefühl mittendrin zu sein. Was mich am meisten aufgeregt hat war die ganze Ignoranz und Intoleranz der beiden Familien. Andreas' Eltern kümmern sich nicht um ihn, nur die Firma zählt. Andreas' Krankheit wird einfach mal ignoriert und runtergespielt. Hilfe kann er von seinen Eltern keine erwarten. Und auch Saschas Eltern hätte ich gern mal die Meinung gegeigt. Sie behandeln ihn wie einen Aussätzigen, schicken ihn weg weil er schwul ist und sie damit nicht klarkommen! Und seine Mutter beschimpft ihn dann auch noch, dass er die Familie kaputt macht! Also da platzte mir echt bald die Hutschnur! Durch die leichte Sprache und die normale, echte Sprache, in der Jugendliche sprechen und denken, kann man der Geschichte wunderbar folgen und sich, wie gesagt, super in die Protagonisten hineinversetzen. Man bekommt einen sehr guten und detaillierten Eindruck davon, wie es ist, mit einer Krankheit zu leben und wie schwer es das einem macht ein normales Leben zu führen. Ich bin also sehr angetan von diesem Buch. Nur an manchen Stellen fühlte ich mich etwas erschlagen von all den Problemen der Beiden. Aber so spielt das Leben. Das Ende des Buches ist offen und lässt Spielraum für die eigene Fantasie oder die Lust auf die Fortsetzung. Fazit:Eine tolle, authentische Geschichte, direkt aus dem Leben zweier schwuler Jugendlicher, die einen darüber nachdenken lässt, wie intolerant unsere Gesellschaft doch häufig noch ist.

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  • Buchverlosung zu "Leben im Käfig" von Raik Thorstad

    Leben im Käfig
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Hallo liebe Bücherfreunde, bei wunderbaren Temperaturen bringen wir euch unser neuestes Buch mit: die Neuauflage von Raik Thorstads Leben im Käfig.  Ein kleiner Vorgeschmack gefällig? Bitte sehr:  Die Mäuse tanzten auf dem Dachboden Kasatschok. Wenn es still im Haus war, klang das Trommeln ihrer Pfoten und Schwänze auf den ausgetrockneten Sperrholzplatten durch alle Räume im ersten Stock. Angesichts des Krachs, den die Tierchen an diesem Abend veranstalteten, vermutete Andreas, dass die Mäuse inzwischen ausgezogen waren und gewaltigen Bisamratten das Feld überlassen hatten. Vielleicht kam das Knacken aber auch einfach aus den Stützbalken unter dem Dach.Als Kind machten die unheimlichen Geräusche ihm schreckliche Angst. Die Mäuse-Theorie hatte seine Mutter ihm eines Nachts aufgetischt, nachdem er zum dritten Mal im elterlichen Schlafzimmer gestanden hatte; sein Kuscheltier unter dem Arm und zitternd vor Angst. Vor Mäusen musste man keine Angst haben. Mäuse waren klein, niedlich und hatten putzige Schnauzen mit lustigen Schnurrhaaren. Tanzende Mäuse waren ein guter Grund, wieder in das eigene Bett zu kriechen und sich in der Dunkelheit vorzustellen, wie die Nager über den Dachboden tobten. Fast wie in einem Disney-Film. Nun war Andreas erwachsen und störte sich nicht mehr daran, ob nun Mäuse, Ratten oder ausgewachsene Elefanten den Dachboden heimsuchten. Mittlerweile empfand er die Geräusche der alternden Villa sogar als behaglich. Das Haus schien mit ihm zu atmen und ihn in Sicherheit zu wiegen, wenn seine Nerven zugrunde gerichtet waren. Für ihn war das Gebäude weniger ein unbelebter Gegenstand als viel mehr ein guter Geist, auf dessen Schutz man sich verlassen konnte. Er kannte jedes Seufzen und Stöhnen in den Fußböden. Er wusste, wie man die mittelalterlich anmutenden Fensterriegel zur Kooperation bewegte. Dass durch das gemauerte Kellerfundament von Zeit zu Zeit große Spinnen in seinen Fitnessraum gelangten, störte ihn nicht. Die Villa passte auf ihn auf und ließ ihn nie im Stich. Wer erfahren möchte, warum Andreas sich so sehr zu einem unbelebten Haus hingezogen fühlt und was es mit seiner Vorliebe für die eigenen vier Wände auf sich hat, kann es herausfinden. Nehmt einfach an unserer Buchverlosung teil. Schließlich kann man gerade im Sommer nie genug Bücher haben. Die Geschichte von Andreas und Sascha ist bittersüß - manchmal sinnlich, manchmal traurig -  und lädt zum Träumen und Mitdenken gleichermaßen ein.  5 signierte Taschenbücher warten darauf, bei euch ein neues Zuhause zu finden.  Meldet euch einfach hier, auf Facebook oder unter info@incubusverlag.de.  Da Raik einen eigenen Lovelybooks-Account hat, besteht auch die Möglichkeit, persönlich Kontakt aufzunehmen.  Einen wunderbaren Sommer und viel Glück wünscht Euch  der Incubus Verlag

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    • 85
  • So wunderschön!

    Leben im Käfig
    MarionH

    MarionH

    28. July 2013 um 21:11

    Ich habe geheutl. Ehrlich! Und nun will ich das 2. Buch lesen! Sofort! Ich muss mich aber leider noch gedulden. So wunderschön, aufreibend, idividuell, einzigartig, tiefgründig, lehrreich, liebevoll, wehmütig, traurig, zu tiefst beeindruckend! Ich hatte keinerlei Ahnung was in diesem Buch auf mich zukommen wird und fand mich bald in einer anderen Welt wieder. Es hat mich hineingezogen, fasziniert und mich nicht mehr losgelassen. Dieses Buch ist so wahrhaftig, das ich wirklich dachte, ich würde eine unsichtbare Beobachterin der beiden Helden im Buch sein. Nervenaufreibend war es und soetwas Liebe ich! Ich hatte so viel Empathie, dass es mich fast zerrissen hätte. Die Leidensgeschichte von Andreas und seiner Krankheit war so echt und detailgetreu beschrieben, genauso wie der Weg zur ersten großen Liebe zwischen Sascha und ihm. Alles hat gepasst, die Länge der Gefühls- und Gedankengänge, das herantasten an die gemeinsame Liebesgeschichte, die Zeit der ersten Erfahrungen, das Erwachsen werden... Was es bedeutet etwas aufzugeben, wann man kämpfen muss, wann man loslassen muss. Was es bedeutet eine schwierige Beziehung zu führen, lieben zu lernen, vertauen zu können, Vertauen schenken zu können... All das haben Andreas und Sascha hinter sich. Sie haben sich gegenseitig geholfen über die schlimmste Zeit ihres jungen Lebens hinwegzukommen, sie zu überleben. Erst zusammen und dann jeder für sich. Ich hoffe, ich werde bald wieder in dieses Leben hineingerissen im 2. Buch "Nach der Hölle links" Vielen Dank für diese wunderschöne Geschichte!

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  • Rezension zu "Leben im Käfig" von Raik Thorstad

    Leben im Käfig
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    18. January 2013 um 18:51

    Leben im Käfig. Für Andreas etwas, dass er viele Jahre klaglos ertragen hat. Er leidet an Agoraphobie, doch niemand hat es ihm je richtig erklärt, geschweige behandelt. Seine zur Oberschicht gehörenden Eltern verdrängen lieber alle Probleme und nennen sein Leiden exzentrisch. Als Sascha in das Nachbarhaus zieht ändert sich für Andreas alles. Ihm wird bewusst, was er im Leben verpasst. Raik Thorstad schildert einfühlsam die Annäherung der beiden jungen Männer. Er trifft dabei genau die Sprache der Altersgruppe und ihre Interessen. Dieses Buch ist mehr als nur eine Liebesgeschichte zwischen Männern. Es behandelt alle Probleme dieser Altersgruppe. Die Schwierigkeiten mit den Eltern, den Mitschülern und allen Widrigkeiten, die das Leben mit sich bringt. Beiden Protagonisten ist bewusst, dass sie Männer mögen, doch es sich gegenseitig einzugestehen erfordert erst einmal Mut. Dann werden erste Erfahrungen gesammelt, was natürlich nicht ohne Probleme läuft. Die Sexszenen sind einfühlsam und ohne schalen Beigeschmack geschildert. Für Neulinge dieses Genres sehr zu empfehlen. Gerry

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  • Rezension zu "Leben im Käfig" von Raik Thorstad

    Leben im Käfig
    Ichbinswieder

    Ichbinswieder

    11. August 2012 um 01:00

    Direkt am Anfang lernen wir einen Ausschnitt aus dem Leben der beiden Protagonisten kennen. Schon hier machte sich ein leicht beklemmendes Gefühl breit, denn beide haben es nicht leicht. Im Verlauf der Geschichte lernen wir Andreas und Sascha näher kennen. Die beiden Protas sind sehr plastisch, authentisch und sympathisch. Jeder auf andere Art und Weise. Die Handlung, die um sie herum aufgebaut wurde, wirkt echt. Sie ließ mich manchmal sprachlos, deprimiert, aber auch hier und da zuversichtlich zurück. Besonders Andreas´ Schicksal bewegte mich. Ich fand sein Lebensumfeld und den Umgang mit seiner Krankheit sehr interessant und überwiegend authentisch dargestellt. Bei aller Sympathie erschien mir jedoch sein Denken und Handeln manchmal unverständlich. Ich stellte mir mehr als einmal die Frage, wie er seine Situation 19Jahre einfach so hinnehmen konnte. Auch das Verhalten seiner Eltern konnte ich nicht nachvollziehen. Doch trotz dieses Unverständnisses kann ich mir vorstellen dass es Menschen gibt, die sich irgendwann mit ihrer Situation abfinden. Auch Saschas´ Leben fesselte mich. Hier schwang jedoch weniger Mitgefühl mit, als vielmehr eine zustimmende Sympathie. Er weiß in der Regel was er will, hat Mut und Rückgrat. Dass er manchmal einen Schubs in die richtige Richtung brauchte, schrieb ich überwiegend seinem Alter zu. Aber auch dadurch wirkte der Roman „echt“. Der Kern des Buches lebt von der Beziehung zwischen den Protas. Hier spielt auch die erste wahre Liebe eine große Rolle. Sehr authentisch und einfühlsam wird die Annäherung der Beiden beschrieben. Ebenso zart und gefühlvoll geht der Autor bei den erotischen Szenen vor. Das hat mir sehr gefallen. Das Ende war erwartet und unerwartet zugleich. Bei Sascha war es für mich eine logische Konsequenz, die sehr für ihn sprach. Andreas´ Reaktion am Ende ließ mich hoffend zurück. Zwei positive Wenden mit etwas Wehmut, mit denen so nicht unbedingt zu rechnen war. Dies war mein erster homoerotischer Roman, und er überraschte mich positiv. Ein tolles Buch mit Tiefgang und ausdrucksstarken Charakteren, dass weit aus mehr bietet als nur Gay-Romance.

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  • Rezension zu "Leben im Käfig" von Raik Thorstad

    Leben im Käfig
    beate_bedesign

    beate_bedesign

    12. July 2012 um 20:21

    Meine Meinung: Mit diesem „Gay Romance Roman“ habe ich mich auf ein für mich völlig neues Lese-Terrain begeben. In den ersten beiden Kapiteln wird man direkt mit der Welt von Andreas und Sascha bekannt. Der Einstieg in die Geschichte fällt mir leicht. Das erste Treffen zwischen Sascha und Andreas erfolgt recht schnell auch wenn es bis zur Freundschaft noch ein langer Weg ist. Ich musste mehrmals lächeln, sind doch irgendwie alle Teenagerprobleme die gleichen – egal ob Männlein, Weiblein, hetero oder schwul. Auch der langsame Prozess von der „Jungenfreundschaft“ zur ersten Liebe und die ersten gemeinsamen Schritte in Richtung Sex sind so ziemlich die gleichen, wie bei jeder Jugendliebe. Der Schreibstil paßt gut zu den beiden Teenagern. Durchweg liest sich das Buch locker und leicht. Insgesamt geht es eigentlich die meiste Zeit um die Liebe der beiden und die Schwierigkeiten, die Jugendliche eben mit ihrer ersten Liebe so haben: Eifersucht, gemeinsame Zeit, erste erotische Erfahrungen, Probleme mit den Eltern und so weiter. Natürlich auch die Probleme, die durch Andreas‘ Krankheit entstehen. Ich hätte mir allerdings ein bißchen mehr zum Thema Andreas‘ Krankheit und Wege zur „Heilung“ gewünscht. In knapp 700 Seiten könnte es ruhig noch ein bißchen tiefer gehen. Trotzdem habe ich das Buch recht schnell gelesen und nicht oft zur Seite gelegt. Wollte ich doch immer wissen wie es weitergeht. Der Schluß hat mich dann allerdings wirklich überrascht. Mit diesem Ende oder auch nicht Ende hätte ich so nicht mehr gerechnet, und macht mich neugierig auf die Fortsetzung. Fazit: Ein netter Roman über eine leidenschaftliche „erste Liebe“ mit allen Höhen und Tiefen einer ersten Liebe. Wer sich gerne locker unterhalten lässt und keine Probleme damit hat, das es hier eben zwei Jungs sind, die ihre erste Liebe erleben, der macht mit diesem Buch sicher nichts falsch.

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  • Rezension zu "Leben im Käfig" von Raik Thorstad

    Leben im Käfig
    Bücherwahnsinn

    Bücherwahnsinn

    09. April 2012 um 12:46

    Zum Buch -------------- Ich bin Andreas, knapp 20, lebe noch bei meinen Eltern die so reich sind das ich eigentlich selber nie arbeiten müsste, ich habe alles was man sich wünschen kann und doch bin ich einsam, Tod unglücklich und ich bin ein Freak. Warum? Ich habe keine Freunde, geh nicht in die Schule und ich lebe in einem Käfig, genauer hauptsächlich in meinem Zimmer, ich sehe weder Menschen draussen, noch Schulfreunde und meine Eltern genau so wenig. Ausser die Haushälterin, sie ist die einzige die sich um mich sorgt, schaut das ich nicht aus dem Leim falle und die Hütte geputzt ist. Warum ich eingesperrt bin? Nun, das ist nicht so einfach aber das hat mit meinen Phobien zu tun, ich leide seit meinem 7. Lebensjahr an Agoraphobie und einer Panikstörung und dass an einer sehr ausgeprägten Form. Doch ein von Winterfeld ist nicht irre sonder allenfalls egozentrisch. . Als ich die Hoffnung schon lange aufgegeben habe das ich jemals Freunde haben werde, taucht plötzlich aus dem Nichts Sascha auf! Sascha wird mein Anker, mein Seelenheil, meine grosse, heimliche Liebe, schliesslich weiss keiner das ich auf Männer stehe und ich will den Neuen ja nicht vergraulen und nehme was ich bekomme und dass ist schon viel mehr als das ich mir je hab erträumen lassen. Nach dem ersten verpatzen Zusammentreffen meinerseits ergab sich dann doch ein Gespräch wo wir merkten was wir gemeinsam haben und so haben wir uns eine Freundschaft aufgebaut, denn wir beide brauchen einander, er wegen der verkorksten Familienereignisse und ich, nun, was soll ich dazu noch sagen. . Doch aus der Freundschaft wurde mehr!! MEHR... Wahnsinn, wir beide lassen uns fallen, krallen uns aneinander fest auch wenn es alles andere als einfach ist, mit mir aber Sascha ist stark, und er wird uns beide retten.... dachte ich.... . Erster Satz: ---------------- .....Durch die Sprossenfenster fiel gleissendes Licht. . . Meine Meinung -------------------- Titel und Cover: Titel und Cover sind schlicht und doch so passend. Wenn man den Handabdruck am Fenster sieht steigt in mir doch gleich eine Sehnsucht und gleichzeitig eine Beklemmung. Er einzige Kontakt nach draussen... Fast. . Der Schreibstiel: Raik Thorstand wechselt zwischen den beiden Protagonisten hin und her, also immer alles aus beider Seiten Sichweise. Der Schreibstil ist flüssig und einfach und doch hebt er sich von anderen Autoren ab. Was ich sehr angenehm finde und schön zu lesen. Es gibt keine Kapitel sondern nur Absätze was absolut ok ist. . Die Geschichte: Als erstes muss ich sagen, es ist mein erster Gay Roman. Ich bin ja immer neugierig und offen für neues, ich habe ja nichts gegen Homosexuelle also warum nicht mal ein Buch darüber lesen. Und ich wurde nicht enttäuscht! Die Geschichte ist so viel mehr als nur Liebe und Sex, sondern durch die beiden verschwinden Problematiken der jungen Erwachsenen, machts die Geschichte zu einem wirklich tollen Werk. es ist nicht einfach eine billige Geschichte die sich nur um den Sex zwischen den beiden dreht sondern viel mehr um die Gefühle, die Probleme und deren Gedanken dazu. Beide noch keine 20 reflektieren sich ständig, was ich zwar für dieses Alter etwas unwahrscheinlich scheint, wobei bei Andreas und seiner Krankheit kann es gut sein das es für ihn eine Art Erhaltungtrieb ist. . Raik Thorstand schreibt mit viel Einfühlungsvermögen und sehr realistisch. Er wird sich wirklich mit der Krankheit auseinander gesetzt haben und das find ich eben so spannend. Ich kann das Buch nicht nur Schwulen empfehlen weil es speziell auch auf Ängste dieser Menschen eingeht sondern weil es im Grunde jeden treffen kann. Jeder verliebt sich, jeder hat seine Probleme, einer von beiden ist meist der Stärkere, muss mehr aushalten, geduldiger sein oder hat auch Anlaufschwierigkeiten in der Liebe. Wer sich allerdings schwer tut mit homosexuellem Sex, der sollte vielleicht die Finger von lassen. es ist zwar wirklich nicht viel beschrieben, auch hält es sich in einem Rahmen der noch "normal" ist und nicht in die Pornographie abdriftet. Und wie ihr seht gehört das Buch sicher zu meinen Highlights dieses Jahr! . Der Schluss lässt übrigens auf eine Fortsetzung hoffen, also ich würde mich freuen wenn die Geschichte weiter gesponnen werden würde ;) . Die Protagonisten: Andreas, knapp 20, Phobiker in seiner schwersten Form. Er fühlt sich einsam, nicht nur aus dem Gefühl heraus sondern er ist es tatsächlich, obwohl er im Haus seiner Eltern lebt. Aber mehr auch nicht. Denn sie hatten nie Zeit für ihn, und als er sich nicht so entwickelte wie sie es von ihm erwarteten war es für sich normal ihn einfach links liegen zu lassen. Ganz bequem wars halt auch das er sich irgendwann begonnen hat sich im Zimmer zu verschanzen. Man fühle mit ihm, man erstickt fast selber wenn man seine Gedanken liest, mit erlebt wie er gegen all die Ängste kämpft, es drück auf den Brustkorb wenn man merkt wie traurig er ist und wie sehr er sich aufgibt. . Sascha, ein lebensfroher Junge, steht zu seinem Schwulsein was ihm auch ziemlichen Ärger zu Hause eingebracht hat. Doch er gibt nicht auf, ist ganz der Kämpfer wenn manchmal auch nur aus Trotz oder Prinzip. Wo Andreas seinen Platz eigentlich auf dieser Welt schon aufgegeben hat, sucht und kämpft Sascha dafür. . Meine Lieblingstelle: ---------------------------- "Ich appelliere einfach an deinen gesunden Menschenverstand, das du keine Orgien feierst." "Was ist eine Orgie?" wollte Fabian sofort wissen. "Ist das cool? Könnten wir zu meinem nächsten Geburtstag so was machen?"

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