Raik Thorstad Zenjanischer Lotus

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Inhaltsangabe zu „Zenjanischer Lotus“ von Raik Thorstad

Zenjanischer Lotus entführt den Leser in eine raue Welt. Mächtige Handelsherren bestimmen die Geschicke des Kontinents Sunda. Ihnen dienen die berüchtigten Assassinen. Mörderische Gesellen auf der einen Seite, leibeigene Opfer auf der anderen.

Sothorn ist nicht nur einer dieser Assassinen, er ist der Beste - und der Älteste, denn das Gift Zenjanischer Lotus brennt die Meuchelmörder in jungen Jahren aus. Taub an Körper und Geist macht er sich auf den Weg zu seinem letzten Auftrag.

Ein unerwarteter Angriff seitens eines Assassinen vom Volk der Wargssolja stellt Sothorns Welt auf dem Kopf. Es gibt andere wie ihn - und sie haben sich zusammengetan, um das Beste aus ihrem Dasein zu machen. Sie zeigen Sothorn, was es bedeutet, lebendig zu sein - in allen Konsequenzen. Und so muss er sich auf einmal auch mit dem Zwischenmenschlichen herumschlagen, denn der widerspenstige Geryim hat es ihm angetan.

Ein Roman aus einer fantastischen Welt, in der Homosexualität etwas Selbstverständliches sein mag, aber das Miteinander von Mann und Mann nicht weniger Probleme nach sich zieht als in der Realität. Eine Reise von tiefster Hoffnungslosigkeit in das Licht eines neuen Morgens.

Immer wieder für eine Überraschung gut!

— Pergamentfalter

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    Zenjanischer Lotus

    Pergamentfalter

    10. February 2017 um 20:51

    "Zenjanischer Lotus" beginnt recht erschreckend: Sothorn löscht eine gesamte Familie aus. Unter den Toten sind auch Kinder. Obgleich diese Szene sehr grausam ist, repräsentiert sie äußerst gut Sothorns Arbeit. Er ist ein Assassine, das Töten ist sein Beruf. Raik Thorstad hätte auch einen Mord an einem einzelnen Mann oder einer einzelnen Frau beschreiben können, doch ich bezweifle, dass diese Szene ebenso repräsentativ gewesen wäre. In meinen Augen war dieser Abschnitt, abgesehen von einem weiteren Mord, die grausamste Szene. Danach rücken zumindest die Aufträge der Assassines ein klein wenig in den Hintergrund und neben Sothorns Leben wird der Zenjanische Lotus zu einem zentralen Thema. Dennoch beeinflusste dieses erste Kapitel mein Bild von Sothorn nachhaltig und verdeutlichte die Gewissenlosigkeit, mit der jeder Assassine zu leben hat und für die er bestraft wird, sobald er den Klauen des Lotus für einige Zeit entkommen kann, denn niemand, nicht einmal ein Auftragsmörder, kann seine Taten gänzlich verdrängen oder vergessen. Die Vergangenheit holt jeden ein, der einmal nicht unter dem betäubenden Schleier des Zenjanischen Lotus steht. Eindrucksvoll stellt Raik Thorstad Sothorns Weg dar. Vom Gefangenen des Lotus, über die grausame Zeit der Abstinenz zum Mitglied einer verborgenen Bruderschaft. Gemeinsam mit ihm entdeckt man die Welt, in der er lebt mit ihrer Kultur, ihrer Natur, ihren Menschen und Eigenheiten. Eine Welt, die unserer des Öfteren gar nicht so unähnlich ist. Während der gesamten Geschichte kommt aufgrund unerwarteter Wendungen keine Langeweile auf. Selbst gegen Ende des Buches - wenn man glaubt, zu wissen, wie es enden wird, nachdem man immer wieder überrascht wurde - muss man doch feststellen, dass alles anders kommt. Das Ende kann man erahnen und dennoch wird es gänzlich anders, als man glaubte. Den Sprachstil in diesem Buch ist einfach nur beeindruckend. Detailreich wird Sothorns Gefühlswelt beschrieben, ohne dabei abgegriffene Standardformulierungen zu verwenden. Vielmehr ist die Sprache äußerst bildlich, selbst verworrene Gefühle und unklare Gedanken sind nachvollziehbar dargestellt. Dadurch war es mir sehr leicht möglich, Sothorn zu verstehen und sein Handeln nachzuvollziehen. Er war mir von Anfang an sympathisch, Auftragsmörder hin oder her. Insgesamt erscheinen die Figuren sehr lebendig. Insbesondere bedeutende Personen wie Sothorn, Geryim, Janis, Theasa und Enes haben eine ihnen eigene Persönlichkeit mit Stärken, Schwächen und charakteristischen Besonderheiten, die mir sehr gut gefallen haben. Selbst weniger ereignisreiche Perioden dieser Geschichte verlieren aufgrund dieser lebendigen Charaktere nicht ihre Spannung. In diesem Bezug sollte auch die zentrale Beziehung - wenn man es so nennen möchte - zwischen Sothorn und Geryim Erwähnung finden. Während Sothorn sie anfangs nur auf Hass reduziert, offenbart diese Beziehung im Laufe der Geschichte immer neue Facetten. Manches Mal wollte ich die beiden am liebsten in einen kleinen Raum sperren und sie erst wieder rauslassen, bis sie ihre Differenzen und Sturheit überwunden haben und miteinander reden. Bedauerlicherweise war das natürlich nicht möglich und so musste ich mich gedulden, bis sie es selbst an diesen Punkt geschafft haben. Teilweise erschien es wie ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen den beiden, welches die Geschichte immer wieder von Neuem antrieb, sodass es bei weitem nie eintönig wurde. Einen einzigen winzigen Kritikpunkt habe ich: Manches Mal fehlte ein Buchstabe oder ein Wort war statt im Singular im Plural oder es gab einen Buchstabendreher. Aber das war nicht weiter dramatisch und man konnte problemlos darüber hinweglesen. Fazit Das Buch ist in einem bemerkenswerten Stil geschrieben. Überzeugt hat es mich auf ganzer Linie. Inhaltliche Schwachstellen habe ich nicht entdecken können, stattdessen gibt es umso mehr Stärken. Demzufolge gibt es von mir eine klare Kaufempfehlung, wobei man sich von Anfang an darüber im Klaren sein sollte, dass es sich hierbei um ein Buch handelt, das Homosexualität thematisiert. Aber eigentlich sollte das heute ja kein Problem mehr darstellen...

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  • Starke Männer, Starke Droge, Starke Gefühle

    Zenjanischer Lotus

    Hanny3660

    12. August 2013 um 13:34

    Titel: Zenjanischer Lotus Autor: Raik Thorstad Verlag: Incubus Verlag Genre: Fantasy Seiten: 552 Einband: Taschenbuch Preis: 10,95 € Bestellen? Hier :) Für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares danke ich dem Incubus Verlag ! Buch: “Zenjanischer Lotus“ ist ein Roman Von Raik Thorstad und ist 2012 beim Incubus Verlag erschienen. Ist der erste Band einer Trilogie. Zweiter Band heißt “Zenjanisches Feuer“ aber ist noch nicht zu finden. Autorin: Raik Thorstad schreibt bei Fanfiktion und hat auch „Leben im Käfig“ und „Nach der Hölle links“ geschrieben. Inhalt In "Zenjanischen Lotus geht es um den Meisterassassine des Landes Sunda. Sothon wurde als er noch klein war seinen Eltern geraubt und wurde zum Assassine ausgebildet. In Sunda ist es üblich das reiche Herren ihre Mörder unter die Droge Lotus setzen. Die Wirkung der Droge ist das alle Emotionen und Gefühle nicht mehr existent sind. Wie jede Droge macht sie süchtig und ist in der Regel nach 10 Jahren Einnahme so zerstörerisch das der Tod nicht mehr fern ist. Sothon steht nun mit 23 Jahren an diesem Punkt, kurz vor und wehrend seines letzten Auftrages wird er von einem anderen Assassine angegriffen. Sothon sieht sein ende nahen, doch der Wargssolja Geryim verschleppt ihn. Er landet bei einer Bruderschaft aus Assassinen die dem Lotus trotzen. Sothon entscheidet sich fürs Leben und 21Tage der Droge entsagen (Kalterentzug). Ihm steht der mürrische Geryim zur Seite. Es entwickelt sich ein Band zwischen den beiden das keiner Leugnen kann. Nach dem Entzug stürzen alle vergessen geglaubten Gefühle wieder auf Sothon ein. Nur was mach ein Meuchelmörder wenn er nicht mehr seinem Handwerk nach gehen kann ? Sothon und Geryim die beide mit ihren Gefühlen Für einander überfordert sind gehen für die Bruderschaft auf Raubzüge und erleben vieles. Auch heiße nicht ganz so zärtliche Nächte und viel Liebe und Wirrungen sind vorhanden. Doch ist die Bruderschaft so sicher in den Alten Ruinen ? Was wollen die Stimmen die Sothon werend seines Entzuges begleiten ? Und was hat es mit den Tieren auf sich die Geryim um sich versammelt? Meine Meinung Wenn ich ehrlich bin, und das hat meine Mutter mir ja beigebracht, hätte ich mir das Buch nicht gekauft, denn der erste Eindruck den ich hatte, war nicht der beste, der Klappentext hat mich nicht im geringsten angesprochen, doch da ich schon " Leben im Käfig" gelesen hatte, dachte ich mir, ich Versuchs doch. Und siehe da es hat sich gelohnt, Der Klappentext verrät nicht im Ansatz was alles in diesem kleinen Buch steckt. Die ersten Kapitel haben sich gezogen und ich musste mich echt dazu bringen weiter zu lesen, doch später als der Wargssolja dazu kommt wirdes spannent und interessant. Man wird in eine Welt gesaugt die Umfassender ist als man es ich am Anfang vorstellt, Völker, Städte, Magie, Gefühle, alles ausgiebig und bildhaft beschrieben. Auch alle Personen die mit dabei sind, sind ausführlich beschrieben und vor allen dingen einzigartig, ich fühle mich nicht an irgendwelche Standard Charaktere Erinnert. Raik Thorstad hat sich ihre eigene und einzigartige Fantasywelt erschaffen, in die ich auch gerne im nächsten Band wieder eintauchen würde. Aber ich muss gestehen das mir doch noch etwas gefehlt hat. (alle die ein Teil vom Ende noch nicht wissen wollen einfach augen zu machen und nach unten scrollen) Ich hätte die erste Begegnung nach dem Brand von Sothon und Gwanja gerne mit erlebt und auch vielleicht wie eifersüchtig Gwanja werden kann :) Aber das kann ja noch im zweiten Band kommen, ich bin gespannt. Fazit Mein Fazit ist das es für alle die sehr Fantasy veranlagt sind es im Schrank stehen haben müssen, natürlich ist es wegen der Homoerotik nicht jeder Manns fall, Doch es lässt sich gut lesen und ich werde auch mit auf den nächsten Band Fiebern.

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  • Rezension zu "Zenjanischer Lotus"

    Zenjanischer Lotus

    Koriko

    26. April 2013 um 10:49

    Story: Der Meisterassassine Sothorn ist in ganz Sunda bekannt und gefürchtet, arbeitet er für seinen Herrn Stolan von Meerenburg bereits seit über 10 Jahren. Für einen Assassinen ist dies eine lange Zeit, werden er und seine Brüder und Schwestern doch mit dem Zenjanischen Lotus gefügig gemacht, einer Droge die ab einem gewissen Zeitpunkt mit körperlichem Verfall einhergeht. Auch Sothorn spürt, dass ihm nicht mehr viel Zeit bleibt und so hat er sich mit seinem Schicksal abgefunden. Als eines Tages der Wargssolja Geryim mit seinem Tiergefährten auftaucht und ihm nachstellt, glaubt Sothorn, dass ihm sein letzter Kampf bevorsteht. Doch der Fremde hegt kein Interesse daran Sothorn einen würdigen Abschied zu gewähren. Stattdessen stellt er ihn ruhig und bringt ihn in eine abgelegene Festung, in der mehrere Assassinen ohne Herren und in Freiheit leben. Janis, der Anführer der Bruderschaft, macht Sothorn ein verlockendes Angebot – ein menschenwürdiges Leben ohne Herrn und weitestgehend befreit von der Sucht nach dem Zenjanischen Lotus, der sie gefühlstechnisch abstumpft und zu willenlosen Werkzeugen macht. Im Gegenzug dazu muss sich Sothorn einem dreiwöchigen Entzug stellen, der mit unvorstellbaren körperlichen und geistigen Schmerzen einhergeht, der Bruderschaft seine Treue schwören und die Gemeinschaft unterstützen und versorgen, indem er Aufträge annimmt, die der Bruderschaft erteilt werden. Nachdem Sothorn mit Geryims Hilfe den Entzug hinter sich gebracht hat, steht ihm ein neues Leben bevor. Er wird mit offenen Armen in die Bruderschaft aufgenommen und lernt sich selbst und seine Umgebung vollkommen neu kennen. Dabei entdeckt er, dass er eher Männern als Frauen zugetan ist und fühlt sich mehr und mehr von Geryims schroffer und undurchdringlicher Art angezogen. Zudem versagt er bei seinem ersten Auftrag, da er sich außerstande sieht in vollem Bewusstsein Menschen zu töten. Doch was ist ein Meisterassassine, der nicht mehr töten kann? Welchen tieferen Sinn hat sein neues Leben? Und was soll er mit seinen Gefühlen für Geryim anfangen, der seine Meinung schneller wechselt, als Sothorn lieb ist? Eigene Meinung: Mit „Zenjanischer Lotus“ legt Raik Thorstad ihren ersten Fantasyroman vor, hatte sie mit ihrem Debüt „Leben im Käfig“ einen gänzlich anderen Ton angeschlagen. So entführt sie den Leser dieses Mal in ihre Fantasywelt Sunda und macht Assassinen zu Hauptcharakteren. Die Handlung ist grundsätzlich nicht uninteressant, wirkt jedoch ein wenig unausgegoren und an einigen Stellen ein wenig unlogisch (Assassinen, die man mühsam ausbildet und aufgrund der Droge nur knapp 10 Jahre einsetzen kann, erscheint ein wenig an den Haaren herbeigezogen). Zudem zieht sich das Buch nach dem ersten Drittel, was daran liegt, dass einfach nichts Spannendes passiert. Nach Sothorns Entzug und den ersten Tagen, in denen er seine wiedergewonnene Freiheit und Körperlichkeit entdeckt, dümpelt das Buch vor sich hin. Sicher kommt es immer wieder zu kleinen Spannungskurven (Sothorns erster Auftrag, die Probleme mit dem jungen Assassinen Enes, das ewige Hin und Her mit Geryim etc), aber als Fantasyfan fehlt mir einfach der rote Faden, der im Hintergrund die Geschichte vorantreibt. Ein Fantasybuch sollte nicht komplett von den Gefühlen und Handlungen der Charaktere bestimmt werden, sondern immer eine Rahmenhandlung mit Intrigen, Geheimnissen und Kämpfen bereithalten. Das fehlt leider beim „Zenjanischen Lotus“, obwohl Potenzial vorhanden gewesen wäre, denn Sunda und Charaktere wie Stolan von Meerenburg bietet viele Möglichkeiten für Abwechslung und Spannung. Hier verschenkt die Autorin leider etliche Möglichkeiten und verpasst es, ihren Figuren einen passenden Rahmen zu geben. Das hat zur Folge, dass Raik Thorstads Welt trotz aller Fantasie und Details ein wenig unfertig wirkt – lediglich die Festung der Assassinen und Balfere sind gut durchdacht und lebendig, der Rest wirkt zu stark konstruiert, egal wie gut die Autorin die Städte und Landstriche beschreibt. Leider wirken auch die Charaktere hin und wieder ein wenig aufgesetzt und schwer nachvollziehbar. Sothorn ist hierbei der typische Hauptcharakter, durch dessen Augen der Leser Sunda und die anderen Assassinen kennenlernt. Er ist nicht unbedingt unsympathisch, doch an einigen Stellen wirkt er leider ein wenig unselbstständig und trägt seinen Teil dazu bei, dass die Geschichte nur schleppend vorangeht. Zudem denkt er meist mit nicht mit seinem Kopf (sondern mit anderen Körperteilen), was auf Dauer ermüdet. Einzig die Andeutungen auf seine wahre Natur und seine ungewöhnlichen Fähigkeiten, die sich erst am Ende bruchstückhaft offenbaren, machen Sothorn zu einer interessanten Figur. Es ist schade, dass Raik Thorstad dies nicht vertieft und den Leser mit Fragen und Vermutungen zurücklässt. So wünscht man sich, dass sie das Ende in die Mitte gelegt hätte, um sich endlich den interessanten Hintergründen zu widmen. Mit Geryim als Gegenpol zu Sothorn ist Raik Thorstad ein interessanter, aber auch sehr ermüdender Charakter gelungen. Sein ewiges Hin und Her und seine Reizbarkeit gehen einem mit der Zeit doch ein wenig auf die Nerven. Der Grund für Geryims Verhalten, der dem Leser erst ganz am Ende verraten wird, wirkt leider wenig überzeugend. Die übrigen Charaktere sind teils gut ausgearbeitet (Szaprey, Janis, Enes), teils schmückendes Beiwerk. Dennoch gelingt es der Autorin einige interessante Figuren zu erschaffen, die man lieb gewinnt und gerne in weiteren Abenteuern sehen würde. Raik Thorstadt hat einen sehr blumigen, detailverliebten Schreibstil, der den Leser Sunda mit all seinen Facetten näherbringt. Man taucht tief in die Fantasywelt der Autorin ein und erlebt die Charakter hautnah. Positiv ist auf jeden Fall die sprachliche Gewandtheit, der große Wortschatz und das Talent Raik Thorstads mit Worten zu jonglieren. Ihre Beschreibungen sind lebendig und ausufernd, so wie es bei einem Fantasyroman sein sollte. Zudem versteht sie es die Gefühle und die Gedanken ihrer Protagonisten zu umschreiben, so dass man einen tiefen Einblick in Sothorns Innenleben erhält. Dafür sind die Kampfszenen ein wenig zu kurz und spannungsarm, da man teilweise den Überblick verliert, was geschieht. Die erotischen Szenen sind ebenfalls sehr ausführlich und umfassen teilweise gut und gerne 30 Seiten, was doch ein wenig viel ist. Nichts gegen Erotik, zumal sie beim „Zenjanischen Lotus“ gut umschrieben ist, aber mit der Zeit ist man versucht die Stellen zu überblättern, um mit der eigentlichen Handlung fortzufahren. Hier muss der Leser selbst entscheiden, ob er schwule Erotik mit Fantasyelementen („Zenjanischer Lotus“) bevorzugt oder ein Fantasyepos mit schwulen Helden („Schattengilde“-Reihe von Lynn Flewelling). Denn dies ist ein gewaltiger Unterschied, liegt bei Raik Thorstad das Hauptgewicht auf der erotischen Beziehung von Geryim und Sothorn, während Lynn Flewellings Augenmerk auf der Handlung liegt. Zudem sollte man im Vorfeld bedenken, dass sich „Zenjanischer Lotus“ an erwachsene Männer und Frauen richtet. Die erotischen Beschreibungen sind hart, realistisch und bis auf Sothorns romantisch -verblümte Gedanken, weder kitschig, noch klischeeüberladen. Auch entsprechen die Charaktere optisch eher dem typisch männlichen Bild, sprich androgyne Charaktere wird man hier kaum vorfinden. Leider häufen sich im Laufe der Zeit einige Wörter und Satzkonstellationen und es schleichen sich vermehrt Rechtschreibfehler ein. Es ist schade, wenn man mitten aus einer Beschreibung oder einem Dialog gerissen wird, weil Wörter oder Buchstaben fehlen. Fazit: Alles in allem hinterlässt „Zenjanischer Lotus“ ein gespaltenes Gefühl. Auf der einen Seite ist es schade, dass soviel Potenzial verschenkt und sich zu sehr auf die Beziehung zwischen Sothorn und Geryim konzentriert wurde, auf der anderen Seite macht das Buch durchaus Lust auf mehr. Raik Thorstad hat einen mitreißenden und detailverliebten Schreibstil und erschafft eine spannende Welt, die man mit Freuden in einer Fortsetzung näher kennenlernt. Insgesamt ist „Zenjanischer Lotus“ für Leser geeignet, die schwule und erotische Charakterfantasy mögen und eher an den typischen Beziehungskrisen, als an Weltrettungsmaßnahmen interessiert sind. Wer klassisches High Fantasy sucht, hat hier leider schlechte Karten, da es an passender Rahmenhandlung mangelt. Ansonsten einfach reinleisen, antesten und dann entscheiden …

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  • Rezension zu "Zenjanischer Lotus" von Raik Thorstad

    Zenjanischer Lotus

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    18. January 2013 um 18:24

    Nach "Leben im Käfig" das zweite Buch, dass ich von Raik Thorstad gelesen, besser gesagt, verschlungen habe. Der Autor führt uns in eine fantastische Welt, die er wunderbar erschaffen hat. Thorstad gelingt es, mit Worten Bilder zu malen. Wenn man sich intensiv auf das Buch einlässt, hat man alles fast plastisch vor Augen. Seine Protagonisten werden von den Herrschern des Landes mit einer teuflischen Droge gefügig gemacht. Durch den "Lotus" sterben erst die Gefühle und Emotionen, dann nach und nach der Körper. Der Leser quält sich mit Sothorn durch den Entzug und erlebt mit ihm die langsame Rückkehr der Empfindungen. Man fühlt mit Geryim, der mit seinen inneren Dämonen zu kämpfen hat. Die Annäherung der beiden Männer, ihre wachsenden Gefühle füreinander, werden einfühlsam geschildert. Wer keine Berührungsängste mit schwulen Beziehungen hat, dem kann ich das Buch nur wärmstens empfehlen. Gerry

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