Raimund Jäger Listen

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Inhaltsangabe zu „Listen“ von Raimund Jäger

Rochen, seit jeher manisch auf Listen, Statistiken, Tabellen und Kategorisierungen fixiert, gerät nach einem Schicksalsschlag vollends aus dem Gleichgewicht. Der Enddreißiger lässt sein Leben Revue passieren und beschließt, Schlüsselfiguren aus seiner Vergangenheit aufzusuchen und zu belohnen oder zu bestrafen – je nachdem, was sie verdient haben. Zehn Jahre später ist einer seiner Kindheitsfreunde in der Psychiatrie gelandet, ein ehemaliger Vorgesetzter hat einen Selbstmordversuch unternommen und ein Bekannter ein Massaker angerichtet. Aber Rochen tut auch Gutes: Er spendet einem Ex-Mitarbeiter einen Hoden und hilft, aus seinem verklemmten Studienkollegen dank plastischer Chirurgie eine bizarre Showgröße zu machen. Raimund Jäger erzählt eine Geschichte, in der Momente der Komik, der Tragik und des Grauens um die Vorherrschaft ringen – ein satirisches Schauerstück über die absurden Allmachtsphantasien eines Mannes, das garantiert niemanden kalt lässt.

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  • Rezension zu "Listen" von Raimund Jäger

    Listen
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    15. November 2010 um 21:47

    Rochen liebt das Aufstellen und Aufschreiben von Listen. Er ist geradezu süchtig danach. Er beschäftigt sich dabei aber nicht nur einfach mit dem Auflisten irgendwelcher Dinge die er vielleicht besitzt. So wie etwa ein Buchliebhaber zum Beispiel eine Datenbank über seine Schätze führt. Rochen hält sein ganzes Leben ins Listen fest. Darunter gibt es drei besondere Listen: • Menschen, die er mag • Menschen, die er nicht mag • Menschen, die er noch nicht zuordnen kann Und diese Listen sind mit einem Plan verbunden: Leute aus der ersten Liste will er belohnen, die aus der zweiten bestrafen und die aus der dritten zuordnen und ebenfalls bestrafen oder belohnen. So kommt es, dass man über Rochens gesamtes Leben liest, häufig dargestellt anhand von Listen, man lernt die verschiedenen Personen kennen, warum sie in der jeweiligen Liste sind und ihre schließlichen Belohnungen und Bestrafungen. Zu Anfang erschien mir dieses Buch mehr als merkwürdig. Man wird geradezu mit Listen überhäuft, fast auf jeder Doppelseite befindet sich mindestens eine, selbst die Kapitel sind eine einzige Liste. Doch schnell hat man sich daran gewöhnt und liest dann über die merkwürdigsten Geschichten aus Rochens Leben und wird auf witzige Art und Weise unterhalten. Man lernt Charaktere kennen, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, und fast alle konnte ich gewissermaßen auf eine Person aus meinem eigenem Leben projizieren, so zum Beispiel die verschiedenen Leute die eine Clique ausmachen, der eigene Chef usw.. Man könnte zwar meinen, dass das ständige Lesen irgendwelcher, zum Teil sinnloser, Listen irgendwann langweilig werden könnte, doch durch die verrückten und äußerst unterhaltesamen Geschichten dazwischen, geschrieben in einem sehr angenehmen Schreibstil, und die Auflockerung durch Gedichte, Zeitungsartikel und Ähnliches, ist diese Buch alles andere als langweilig. Während dem Lesen war ich immer wieder überrascht, wie sehr unser Leben doch mit eben solchen Listen gefüllt ist. Auch wenn wir sie nicht so manisch aufschreiben, wie Rochen es tut, so konnte ich mich doch mit der einen oder anderen Situation identifizieren. Die abschließend letzte Liste hielt ich für ein wirklich gelungenes Ende für dieses Buch. Zusammenfassend kann man sagen, ist dieses Buch sicher nicht jedermanns Sache. Jedoch haben mich der Schreibstil und die unterhaltsamen Charaktere und Geschichten immer wieder zum Weiterlesen animiert und vom Buch überzeugt.

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  • Rezension zu "Listen" von Raimund Jäger

    Listen
    Revontulet

    Revontulet

    07. September 2010 um 14:03

    Der manisch veranlagte Rochen gerät nach einem Schicksalsschlag aus dem Gleichgewicht und sucht nun Schlüsselfiguren aus seiner Vergangenheit auf.
    Er erstellt Listen und Statistiken für alles und jeden, was ihm einfällt.
    Er will die Leute, die er mag, belohnen, die Leute, die er nicht mag, bestrafen und alle anderen muss er noch zuordnen.
    Skuril, komischund teilwesie tragisch.