Raimund Schmid Wehe, du bist alt und wirst krank

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Inhaltsangabe zu „Wehe, du bist alt und wirst krank“ von Raimund Schmid

Im Alter krank sein ist nichts für schwache Nerven. Der auf gesundheitspolitische Themen spezialisierte Journalist Raimund Schmid deckt in diesem Buch die fatalen Mechanismen im deutschen Gesundheitssystem auf, denen kranke alte Menschen ausgeliefert sind: schädliche Therapien, zu viele Medikamente, zu wenig Zeit und Beratung. Bei seiner Recherche quer durch Deutschland hat Schmid aber nicht nur die Missstände in der Altersmedizin kennengelernt, sondern ist auch auf Beispiele gestoßen, wie eine auf die spezifischen Bedürfnisse alter Menschen ausgerichtete Gesundheitsleistung aussehen kann. Er benennt klar, was angesichts des demografischen Tsunamis nicht nur jeder Einzelne, sondern die Gesellschaft praktisch, politisch und präventiv tun muss. Und zwar heute.

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  • Da kann einem vor dem Alter bange werden

    Wehe, du bist alt und wirst krank
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    20. February 2017 um 12:39

    Es ist ein erschütterndes Bild, das der Gesundheits- und Medizinjournalist Raimund Schmid in seinem hier vorliegenden Buch von den „Missständen in der Altersmedizin“ zeichnet. Angesichts des “demographischen Tsunamis“, den er auf unsere Gesellschaft zurollen sieht, wird der von ihm beschriebene Zustand meiner Meinung nach wohl auch nicht wesentlich besser werden, obwohl er am Ende jedes Kapitels einige zukunftsweisende Modelle mit praktikablen und an manchen Orten bewährten Methoden beschreibt. Die Flut an Medikamenten, die auch Angehörige alter Patienten nicht mehr überblicken können, die Überlastung der Hausärzte angesichts immer mehr geriatrischer Patienten, das Auslaufmodell Hausbesuch, obwohl alte Menschen dringend auf solche Besuche angewiesen sind, die schlechte Versorgung in den Krankenhäusern und die katastrophalen Zustände bei der geriatrischen Reha und in manchen Altenheimen  - all diese Beschreibungen lassen einen bange jenem Tag entgegensehen, an dem ein altes Familienmitglied erkrankt und für es dieser Kreislauf beginnt, und erst recht ist man besorgt, wie es wohl in etlichen Jahren oder Jahrzehnten mit noch viel mehr hochbetagten Patienten einem selbst ergehen wird. Der Rezensent hat diesen Weg im vergangenen Jahr bei einem Familienmitglied erlebt und begleitet und kann vieles von dem, was  Raimund Schmid in seinem Buch beschreibt, bestätigen. Deshalb habe ich die 45 wichtigen Tipps für Senioren und ihre Angehörigen, die er an das Ende seines Buches stellt, mit Aufmerksamkeit und Zustimmung gelesen. Fazit ist, dass es schon heute rein rechtlich mehr Möglichkeiten und angemessene und menschliche Lösungen gibt, als herkömmlich bekannt ist. Es empfiehlt sich, sich frühzeitig, lange bevor es zu einer (oft plötzlichen über Nacht auftauchenden) Erkrankung kommt, kundig zu machen. Und dann, noch wenn der Patient im Krankenhaus ist, mit einem der zahlreichen örtlichen Pflegedienste Kontakt aufzunehmen. Auch die haben einen Ruf, über den man sich auch schon vor einer Erkrankung kundig machen kann. Pflegedienste arbeiten zwar alle nach den gleichen rechtlichen Vorschriften, haben aber ähnlich wie Altenheime sehr unterschiedliche Standards und Qualitätsansprüche an ihre Arbeit. Die 20 Rezepte für die Politik bis 2020, die Raimund Schmid benennt, müssten angesichts der Dringlichkeit des Problems viel stärker in die politische Debatte auch angesichts der Wahlen in diesem Jahr aufgenommen werden. Diese Rezepte zeigen, dass durchaus sehr viel Positives getan werden kann, um eine menschenwürdige Versorgung im Alter zu ermöglichen und sicherzustellen.

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