Rainald Goetz

 4 Sterne bei 147 Bewertungen
Autor von Irre, Johann Holtrop. Abriss der Gesellschaft. Roman und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Rainald Goetz

Rainald Goetz wurde am 24.05.1954 in München geboren. Im Anschluss an sein Abitur absolvierte er ein Studium der Medizin, Theaterwissenschaft und Geschichte in München und Paris. Neben seinem Studium samt anschließender Promotion begann er 1976 für die Süddeutsche Zeitung zu schreiben, zunächst als Rezensent von Kinder- und Jugendbüchern. 1977 wurde seine dreiteilige Artikelserie mit dem Titel "Aus dem Tagebuch eines Medizinstudenten" veröffentlicht. 1978 folgte die erste Veröffentlichung in der Literaturzeitschrift Kursbuch, in der Goetz unter dem Titel "Der macht seinen Weg" den Verlauf seines Studiums und seine damit zusammenhängende soziale Isolation schilderte. Darüber hinaus war er als Redakteur für die Musikzeitschrift Spex tätig. In den Fokus der Öffentlichkeit geriet der Autor 1983 durch einen Auftritt beim Wettbewerb um den Ingeborg-Bachmann-Preis in Klagenfurt: Vor laufenden Fernsehkameras ritzte er sich während seiner Lesung die Stirn mit einer Rasierklinge auf, ließ das Blut über seine Hände und sein Manuskript laufen und beendete die Lesung blutüberströmt. Rainald Goetz hat Bücher über die folgenden Themen veröffentlicht: über PSYCHIATRIE den Roman "Irre"; über REVOLUTION die Stücke "Krieg"; über die RAF: "Kontrolliert. Geschichte"; über SPRACHE: "Festung. Stücke"; und über PARTY die Geschichte der Gegenwart "Heute Morgen". Mit seinem neuen Roman "Johann Holtrop" erscheint 2012 eine Fortsetzung seines Romans "Schlucht", einer Analyse der Nullerjahre. "Johann Holtrop" gelangte auf die Longlist des deutschen Buchpreises 2012.

Alle Bücher von Rainald Goetz

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Rainald GoetzIrre
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Irre
Irre
 (29)
Erschienen am 26.04.1986
Rainald GoetzJohann Holtrop. Abriss der Gesellschaft. Roman
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Johann Holtrop. Abriss der Gesellschaft. Roman
Rainald GoetzRave
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Rave
Rave
 (21)
Erschienen am 24.04.2001
Rainald GoetzAbfall für alle
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Abfall für alle
Abfall für alle
 (15)
Erschienen am 27.10.2003
Rainald Goetzloslabern
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loslabern
loslabern
 (11)
Erschienen am 25.09.2012
Rainald GoetzHirn
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Hirn
Hirn
 (7)
Erschienen am 26.05.2003
Rainald GoetzKlage
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Klage
Klage
 (7)
Erschienen am 14.04.2014
Rainald GoetzDekonspiratione
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Dekonspiratione
Dekonspiratione
 (6)
Erschienen am 29.04.2002

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Neue Rezensionen zu Rainald Goetz

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katrinMMs avatar

Rezension zu "Johann Holtrop. Abriss der Gesellschaft. Roman" von Rainald Goetz

Wenn Realität die kühnsten Grotesken schreibt
katrinMMvor 2 Jahren

Allein für solche Wortschöpfungen wie „Geistesverschlampung“ lohnt es sich, sich in die verschwurbelte Ausdrucksweise des Romans einzulesen. Er punktet außerdem mit den Einblicken in die Abgründe der wirtschaftlichen Eliten. In den Feuilletons wurde ja kritisiert, dass es ein zu gering verdeckter Schlüsselroman sei. So what? Wer die realen Vorbilder sind, kann recherchieren, wer will, aber was Goetz draus macht, das ist das Geniale.
Sympathisch sind die wenigsten Figuren, und doch interessiert den Leser das Schicksal des Egomanen Holtrop bis zur letzten Seite. Ein rabenschwarzes Gesellschaftsporträt, das die Schadenfreude selten befriedigt, aber Schmerzgrenzen übersteigt und gerade daraus seine begeisternde Durchschlagskraft schöpft.
Wer Volker Brauns Hinze-Kunze-Roman mag, für den ist dieses Buch würdiger Lesestoff.

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michaeels avatar

Rezension zu "Abfall für alle" von Rainald Goetz

Internet-Tagebücher als (Selbst-) Offenbarung
michaeelvor 5 Jahren

Ein blitzlichtartiger Einblick in die Produktionstagebücher eines der wichtigsten Autoren unseres Landes, der gesellschaftliche und kulturelle Diskurse wie im Vorbeigehen kommentiert. Manchmal selbstverliebt, manchmal hochintelligent, immer genau in der Sprache und formal spannend, besessen vom Wort, der Literatur, dem Kulturbetrieb. Absolut lesenwert.

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Eiseisbabys avatar

Rezension zu "Dekonspiratione" von Rainald Goetz

MEGAMETA
Eiseisbabyvor 5 Jahren

Wort für Wort. Ist ja toll und überhaupt: KRITIK und GRÖßENWAHN. Habe mich also nun endlich mal getraut. Was? Was vom großen, vom einmaligen RAINALD GOETZ zu lesen. Vom STIRNSCHLITZER GOETZ, vom KRANK GOETZ, vom RAVE GOETZ. So richtig von VORNE nach HINTEN und nicht nur einfach nur so peinlich hin- und hergeblättert wie ein MITTLERER DEPP. Der Stefan Mesch hat mir (also nicht mir persönlich, aber mir als Leser seines wirklich furchteinflößenden Besserwisser-Habich auch schongelesen-Blogs) DEKONSPIRATIONE empfohlen und weil der Mesch Stefan wohl auch echt was drauf hat (ja, hat er, leider). Also so literaturmäßig. Hab ich mir das geschossen und dann: VOLLE KONZENTRATION. Die brauche ich bei Goetz auch dringend, denn schon nach wenigen Seiten spüre ich auch schon gleich wieder dieses irre Goetz Ding. Ich fühle mich nämlich richtig DUMM, denn der Goetz haut mir die eigene Begrenztheit, das eigene Wurmdasein ja auch gleich auf den ersten Seiten an den Kopf. Schopenhauer, Sarah Kane, Banana Yoshimoto, WALLPAPER, Wittgenstein, Diskretion als Form, Bret Easton Ellis im Original, Luther, Aschenbach und Julien Green. SCHEISSE. Bin ich DUMM, denke ich. Müsste ich jetzt alles googeln und die Zusammenhänge hinbekommen, damit ich wenigsten mit der Hand an seine Gedankengänge dran komme. Doch zum Glück ist der große GOETZ eben auch noch richtig cool, der schreibt das einfach auch noch so richtig lässig, also wenn er es will. Und das klingt dann total gegenwärtig und das, obwohl das kleine rote Büchlein von 1999 ist. Eine kleine Liebesgeschichte, schicke neue Medienwelt. INSIGHT. Und ab geht die ganze Diskurspost, von der der MITTLERE DEPP einfach nur Kopfschmerzen bekommt. Handke, Peymann, Thomas Kapielski, Udo Röbel, STASI, MAX-PLANK-INSTITUT. Ich habe Stimmen im Kopf. BANANE. Ja, total BANANE. Ganz ohne Ketamin. Zum Glück fällt zwischendrin immer wieder dieses bescheuerte kleine Wörtchen MEGA und MEGARAVE. Selbstdistanznahme, SOCIAL DISEASE, Econy, Rosalinde Trebinger, kaltes Wasser über den Puls. Weiter, weiter, Konzentration, Konzentration und dann immer wieder kleine Glücksmomente. Muss ich mir merken. Unbedingt. Unbedingt. Unbedingt. Wow. Und dann, wenn man so denkt: was soll das denn alles überhaupt? WAS BRINGT MIR DAS ALLES? Dann breakt der GROßE GOETZ. Einfach so. Neues Blatt. Neues Kapitel. Und sagt: ja, Leser du. Du da. Mittlerer Depp Leser. Ich bin ja eigentlich auch nur ein Depp. Das da vorne (also die ersten, genialischen Kapitel) haben JA MAL GAR NICHT FUNKTIONIERT. Und dann erklärt er das wieso undsoweiter, aber in einer EINFACHEN, wunderbar lesbaren Sprache. Der große Goetz ist eben nicht nur cool und blitzgescheit. Nein, er ist scheißeverdammt nochmal auch noch wahnsinnig sympathisch, menschlich. NORMAL. Okay. Und dann nimmt er die Fäden wieder auf, lässig, klar, knüpft sie zusammen. GOETZ, der lässige Chronist. Ganz lässig aus dem Auge des Diskurs-Orkans herauserzählt das alles. Klar. Alles scheissegut, scheisselässig das. Dekonstruiert. Gestrippt. Getriggert und geknallt. FUN is over. Stattdessen einfach mal HASS. Aus Prinzip und dann einfach mal draufhalten, auf den ganzen Betrieb, sich selber hochnehmen und die anderen sowieso und gleichzeitig sagen was man macht und was daran funktioniert und was eben nicht. Und klar, das sieht der MITTLERE DEPP nicht gleich. Aber vielleicht ahnt er es, wenigstens. Vielleicht strengt er sich doch noch einmal an. Bekommt den Arsch hoch und KONZENTRIERT sich. Das ist Arbeit. Fun ist Arbeit. Der Fun will allerdings hart erarbeitet sein. Mann. GROßER GOETZ. GUT. SEHR GUT. MEGAMETA. Ich werde mich bessern. Der Arschtritt sitzt. Ich habe verstanden. Ja. Absolut. Kürzer. Zerfetzter. Kaputter. KRNK. READ! MY. ASS.

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Rainald Goetz wurde am 24. Mai 1954 in München (Deutschland) geboren.

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