Rainald Goetz Klage

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Inhaltsangabe zu „Klage“ von Rainald Goetz

»Beim Heben des Kopfes wird der Dunkelraum sichtbar, den ich in letzter Zeit in verschiedene Richtungen hin auszumessen versucht habe, notiert Kyritz, vielleicht vergeblich. 1 Text 2 Politik 3 Geschichte 4 Liebe 5 Familie 6 Justiz Ein Gewitter zieht auf. Kurze Zeit später setzt heftiger Regen ein. Kyritz wollte hier nur für einen Augenblick Frieden finden, ohne an Leid und Tod erinnert zu werden.«

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  • Rezension zu "Klage" von Rainald Goetz

    Klage
    KollegeKraftwagen

    KollegeKraftwagen

    11. January 2009 um 19:27

    Endlich wieder Rainald Goetz in Buchform! In den 90er Jahren war er einer der wichtigsten deutschen Autoren, sein Internettagebuch „Abfall für alle“ ist legendär, doch nach 2000 hörte man nichts mehr von ihm. Erst 2006 verblüffte er seine geduldig ausharrenden Leser mit einem Vanity Fair-Blog, der so ziemlich da anzuschließen schien, wo das seinerzeit revolutionäre „Abfall für alle“ aufhörte. Auch qualitativ schließt er nahtlos an, auch wenn „Abfall für alle“ uneinholbar sein dürfte, denn dort ist seine Frankfurter Poetikvorlesung von 1998 eingearbeitet. Deutlich wird aber trotzdem, daß man hier jeweils Ausschnitte, sagen wir: Werkstattberichte aus dem Goetzschen Leben und Denken bekommt. Was hier zu lesen ist, könnte permanent entstehen und wäre über Jahre sicher mit Gewinn zu lesen, aber wir müssen uns mit gelegentlichen beispielhaften Textsammlungen begnügen. Schade. Gerade das Skizzenhafte, Suchende seines Denkens und Schreibens wird hier ganz besonders anschaulich. Neben der bekannten Kunst-, Kultur- und Netzkritik beschäftigt sich Goetz neuerdings mit Politik, beobachtet die politische Kultur und deren Kommunikationsmechanismen, er bezeugt Interesse an den sprachbasierten juristischen und politischen Praktiken, die unsere Gesellschaft zusammenhalten oder gar steuern, ohne aber von Kunst oder Kritik angemessen wahrgenommen zu werden. Kann man auf einen, dieser Fragestellung gewidmeten Werkabschnitt hoffen? „Klage“ ist Teil 1 des Komplexes „Schlucht“ (genauer Titel: „und müßte ich gehen in dunkler Schlucht“). In Klage erfährt man dazu erst mal nur von den Schwierigkeiten beim Schreiben eines neuen Romans, von jahrelangen erfolglosen Versuchen, für ein Thema die passende Form zu finden. Alles in allem eine wunderbare, lehrreiche, die Hirnwindungen ordentlich strapazierende und das eigene Selbstverständnis immer wieder in Frage stellende Lektüre. Goetz ist einer unserer Besten! Immer wieder erstaunlich ist bei all der Kritik und all der Schlechtgelauntheit sein Drang zur Affirmation, zum Dabeisein und Bejahen dessen was ist. Das galt in den 90ern für das Feiern und das gilt heute für die Juristerei und, mit Einschränkungen, für die Politik. Und hier noch mal in Goetz eigenen (?) Worten: „KLAGE versuchte dabei, an einigen neueren Üblichkeiten der Weblogs, speziell an der Ichfigur, eher vorbeizugreifen, ohne jedoch ganz auf sie zu verzichten. So ergab sich die Form des Denkpartikels, der kurzen Argumenterzählung, der polemischen Intervention, des eiligen Tagesgedichts manchmal auch. Eine Form, wie man sie eigentlich aus den Reflexionstagebüchern der Tradition schon kennt. Für das Weblog KLAGE war der Weg dorthin ein Experiment - das man im Buch KLAGE jetzt nachvollziehen kann.“

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