Rainer Bauer Das Haus an den Gleisen (Ein garstiges Kind)

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Inhaltsangabe zu „Das Haus an den Gleisen (Ein garstiges Kind)“ von Rainer Bauer

Anfänge sind unwiderstehlich. Wir vergessen sie nie.Das Haus an den Gleisen ist eine Geschichte vom Erwachsenwerden. Sie beschwört die Illusionen der Kindheit und ihren Verlust. Fritz ist voller Ängste. Unsportlich. Am Seil kommt er nicht hoch, bei der Wahl der Fußballmannschaften bleibt er übrig. Nicht einmal den Hof kann er durchqueren aus Furcht vor dem Gockel. Er stolpert über eigene und fremde Füße und nimmt es mit einem Humor, den niemand komisch findet. Dauernd scheitert er an seinen eigenen Ansprüchen. Da begegnet er Leo. Sie ist zwölf, so alt wie er. Eigentlich steht er auf Jüngere. Doch sie sagt zu ihm, was noch niemand gesagt hat:Du kannst es! Ich helfe dir! Er bewundert sie. Sie wird sein Kompass. Sein weißes Kaninchen, dem er überallhin folgt. Die erste Frau seines Lebens. Er wird sie nie mehr vergessen. Eines Tages ist sie verschwunden. Er steht vor seiner größten Herausforderung … Die Kindheitsgeschichte des dicklichen Friedrich ist beeindruckend geschrieben – [...] liest sich sehr gut! (xtme.de)

Eine intensive Geschichte von einem 12-jährigen Jungen voll Fantasie und trockenem Humor…..

— RitaKlussmann
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  • Eine intensive Geschichte voll Fantasie und trockenem Humor…..

    Das Haus an den Gleisen (Ein garstiges Kind)

    RitaKlussmann

    30. August 2014 um 14:38

    In einem Dreigenarationenhaus wächst der 12-jährige Icherzähler Fritz in den 1960er Jahren auf. In einer Umgebung von Spießertum, sei es in der Familie oder in der Schule, beschreibt uns Fritz die Marotten, Ecken und Kanten seiner Eltern, Großeltern, Verwandten, Lehrer, also seiner „Autoritätspersonen“, und die seiner Mitschüler, die er eigentlich alle vordergründig nicht wirklich ernst nehmen kann. Der Autor zeichnet die Personen so perfekt und passgenau, dass man sie bildhaft deutlich wahrnimmt. Man muss schmunzeln und laut loslachen, denn Fritz wehrt sich in seiner Fantasie sehr einfallsreich gegen seine Behandlung, die Nichtakzeptanz, seine Scham oder seinen Frust. Er lässt sich selbst aber nicht aus, denn er erkennt selbstironisch auch seine Mängel, die er sich dann ebenfalls fantasievoll zurechtbiegt. Fritz überzeugt die Leser davon, dass er sich für sein Leben etwas Größeres und Wichtigeres vorstellt, als sein Leben an den Gleisen. „Ich steckte… nun ja, voller Überraschungen! Verborgene Schätze, die man auf den ersten Blick nicht sah. Ein Kunstwerk, sozusagen. Interpretationsbedürftig. Ich stand neben mir und betrachtete mich wie einen gespielten Witz. Bemüht, alles richtig zu machen, machte ich alles falsch. Ich bezog Prügel und wusste nicht, wofür. (…) Fritz der Denker war der Feind von Fritz dem Täter. Mehrheitsfähig waren sie beide nicht.Ich fühlte mich nicht nur im Abseits, ich war es auch.“ Vieles kann Fritz für sich mit Szenarien in seiner Fantasie wunderbar ausgleichen. Sein Einfallsreichtum und seine Selbstbehauptung stürmen in flotter Folge auf den Leser ein, reißt ihn mit, und macht Fritz sehr liebenswürdig und witzig. Der Autor schafft es die Seiten des Buches im Staccato mit Ironie, Sinnsuche, Erkenntnis, Sarkasmus oder unerwarteten Witz aus dem Hinterhalt zu füllen und dabei trotzdem die Psyche der Protagonisten einfühlsam zu beschreiben. Fritz überlebt und meistert viel durch seine Fantasie, denn die verleiht ihm Flügel. Und dann taucht Leo (Eleonore) auf.... „Eigentlich war sie nicht wie ein Mädchen, eigentlich mehr wie ein Kerl. Ein richtiger Kerl! Mehr wie ich. Wie ich gern gewesen wäre. Eine Frau, mit der Männer die Welt erobern. Sie war reich und wusste es nicht.“ Fritz spürt seine Veränderung……?! Meine Meinung: Rainer Bauer hat mich mit seinem liebenswerten Fritz und den sehr authentisch und doch leicht überzeichneten Personendarstellungen in dieser Geschichte auf hohem Niveau unterhalten. Neben seinem Humor, Wortwitz und der Ironie fließt auch noch etwas Sentimentalität durch die Seiten. Der Schreibstil ist sehr einfühlsam, aber auch durchaus direkt und witzig. Dieses Buch ist so voller Einblicke, Fantasie-Szenarien und den Realitäten des Lebens, dass man Seite für Seite verschlingt.

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  • Leserunde zu "Das Haus an den Gleisen (Ein garstiges Kind)" von Rainer Bauer

    Das Haus an den Gleisen (Ein garstiges Kind)

    teufelnochmal

    Hallo an alle, die dies lesen!
    Bitte meldet euch bei Interesse.
    Weitere Infos zu mir gibt es auf meiner Homepage: www.rainer-bauer.com
    Ich freue mich, euch kennenzulernen.
    Liebe Grüsse
    Rainer Bauer

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