Rainer Cordts

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Rainer CordtsLeanders Passion
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Leanders Passion
Leanders Passion
 (7)
Erschienen am 01.05.2004
Rainer CordtsDer Tonsetzer
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Der Tonsetzer
Der Tonsetzer
 (5)
Erschienen am 06.12.2006

Neue Rezensionen zu Rainer Cordts

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SarahCatherines avatar

Rezension zu "Leanders Passion" von Rainer Cordts

Rezension zu "Leanders Passion" von Rainer Cordts
SarahCatherinevor 7 Jahren

Leander Lautenschläger ist taub, seit sein Vater seine Mutter erschlagen hat. Seine Taubheit ist keine Krankheit, sondern vielmehr ein Selbstschutz, den sich Leander selbst zugelegt hat. Seine Mutter hatte immer Lieder mit ihm gesungen und nicht nur darin, sondern auch in seinen ersten eigenen Kompositionen sein musikalisches Talent, wenn nicht gar Genie entdeckt. Diese Welt der Musik bricht für Leander mit dem Tod seiner Mutter zusammen.
Er schlägt sich so durchs Leben und merkt nach und nach, dass Frauen ihm die Musik wieder zugänglich machen können - auf eine schöne, aber auch auf eine schreckliche Art und Weise, die Leanders Geheimnis bleiben muss. Er weiß, dass die Zuneigung zu und Körperlichkeit mit einer Frau für ihn eine Gratwanderung ist, eine Leidenschaft, die zu leicht zu gefährlich werden kann. Und doch braucht er sie, um seine Musik zu spüren.
Als er Marie trifft, die ihn trotz seiner Taubheit und Tumbheit im Umgang mit Menschen zu lieben beginnt, ist für eine Weile die Welt in Ordnung, doch eine neue Arbeit zieht ihn weiter. Am Hof des Herzogs soll er beim Bau eines großen Theaters helfen. Für Leander nicht nur eine Möglichkeit, zu arbeiten und Geld zu verdienen, sondern gleichzeitig in der Nähe von Musik zu sein - und in der Nähe von Hertha. Sie ist verheiratet, doch unglücklich, und mit ihr verbindet Leander besondere Leidenschaft. Aus ihr konnte er die Töne herauslocken, die ihm seine eigene Musik wieder näherbringen.
Leander ist gefangen zwischen Hertha und Maria, zwischen dem Leben am Hof und seiner dunklen Leidenschaft, zwischen seiner Taubheit und der Musik, zwischen der Liebe und seinem düsteren Geheimnis.
"Leanders Passion" ist ein toller Roman über die Liebe zur Musik, tiefe Traurigkeit und das Gefühl, nicht aus seiner Haut heraus zu können. Der Roman spielt in der Mitte des 18. Jahrhunderts, und beim Lesen kann man an vielen Stellen diese alte Musik durch die Zeilen klingen hören. Der Leser liebt und leidet mit Leander, und man hofft und hofft und hofft auf ein gutes Ende. Ein fulminantes Ende gibt es, so viel sei verraten...

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Rezension zu "Der Tonsetzer" von Rainer Cordts

Rezension zu "Der Tonsetzer" von Rainer Cordts
Salomevor 12 Jahren

"Der Tonsetzer" oder doch eher:
Crazy about Anna ?

denn so erscheint die Männerwelt des 19.Jahrhunderts in Rainer Cordts Roman. Wer Anna sieht scheint ihr hoffnungslos zu verfallen.
Da ist zunächst der schüchterne, junge (selbstredend gut aussehende) Klavierbauergeselle Roland Hauser, der in der Nachbarschaft von Anna wohnt und sie heimlich bewundert, bis er sich schließlich doch traut die Schöne anzusprechen und zarte Bande mit ihr knüpfen kann. Er darf Haushälterin Anna künftig zu ihrer Arbeitsstelle begleiten.
Der zu führende Haushalt, ist der Haushalt eines Komponisten, eines erfolglosen, dem Alkohol zugeneigten und von Selbstzweifeln zerfressenen ( nicht ganz so gut aussehenden) Mannes. Natürlich ist auch er nicht resistent, verliebt sich unglücklich in die dunkelhaarige Sirene. Ebenso ergeht es auch anderen männlichen Akteuren des Romanes, deren Auflistung ich mir jetzt ersparen möchte.
Haupthandlungsstrang ist das Buhlen um Anna und das Scheitern an selbiger. Nebenhandlungen gibt es dazu auch en masse, von denen sich aber keiner befriedigend weiterentwickeln kann. Besonders die Geschichte des pensionierten Polizisten Hahnlechner, der versucht das Phänomen der Selbstentzündung zu erforschen, lässt einen zutiefst unerfült zurück.
Der Roman bleibt an seiner Oberfläche und in seinen Klischees hängen, wie ein Delfin im Treibnetz und so ist er für mich dann leider auch in seinem Pathos ertrunken. Besonders ein mysteriöser Briefwechsel sei an diesem Punkt zu erwähnen, dessen Auflösung den Spannungskern des Buches darstellt. Selbstredend beginnen diese Briefe mit : "Mein Geliebter! Mein Leben!" und erinnern auch im weiteren verlauf stark an
kitschige Liebesromane.
Gute Ansätze sind im "Tonsetzer" durchaus erkennbar, wurden aber leider mit voraussehbarem Handlungsverlauf weitergeführt.
Besonders schade ist es um die Ansätze zum Humor, die förmlich nach Pointen schreien, aber nicht erhört werden.
Fazit:
Für mich leider kein Lesegenuss.

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