Rainer Cordts Der Tonsetzer

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Inhaltsangabe zu „Der Tonsetzer“ von Rainer Cordts

Die Liebe ist eine Himmelsmacht Hannover im 19. Jahrhundert. Zwei Männer buhlen um die Gunst der jungen Haushälterin Anna, der romantische Klavierbauergeselle Roland Hauser und der leidenschaftliche Komponist Harald van Basten. Da findet Anna einen Stapel berührender Liebesbriefe in van Bastens Schrank und beschließt, diesem Geheimnis auf den Grund zu gehen. Auch in seinem zweiten Roman verwebt Cordts kunstvoll das Thema Musik mit einer großen Liebesgeschichte und einem rätselhaften Kriminalfall.

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  • Rezension zu "Der Tonsetzer" von Rainer Cordts

    Der Tonsetzer

    Salome

    20. March 2007 um 13:32

    "Der Tonsetzer" oder doch eher: Crazy about Anna ? denn so erscheint die Männerwelt des 19.Jahrhunderts in Rainer Cordts Roman. Wer Anna sieht scheint ihr hoffnungslos zu verfallen. Da ist zunächst der schüchterne, junge (selbstredend gut aussehende) Klavierbauergeselle Roland Hauser, der in der Nachbarschaft von Anna wohnt und sie heimlich bewundert, bis er sich schließlich doch traut die Schöne anzusprechen und zarte Bande mit ihr knüpfen kann. Er darf Haushälterin Anna künftig zu ihrer Arbeitsstelle begleiten. Der zu führende Haushalt, ist der Haushalt eines Komponisten, eines erfolglosen, dem Alkohol zugeneigten und von Selbstzweifeln zerfressenen ( nicht ganz so gut aussehenden) Mannes. Natürlich ist auch er nicht resistent, verliebt sich unglücklich in die dunkelhaarige Sirene. Ebenso ergeht es auch anderen männlichen Akteuren des Romanes, deren Auflistung ich mir jetzt ersparen möchte. Haupthandlungsstrang ist das Buhlen um Anna und das Scheitern an selbiger. Nebenhandlungen gibt es dazu auch en masse, von denen sich aber keiner befriedigend weiterentwickeln kann. Besonders die Geschichte des pensionierten Polizisten Hahnlechner, der versucht das Phänomen der Selbstentzündung zu erforschen, lässt einen zutiefst unerfült zurück. Der Roman bleibt an seiner Oberfläche und in seinen Klischees hängen, wie ein Delfin im Treibnetz und so ist er für mich dann leider auch in seinem Pathos ertrunken. Besonders ein mysteriöser Briefwechsel sei an diesem Punkt zu erwähnen, dessen Auflösung den Spannungskern des Buches darstellt. Selbstredend beginnen diese Briefe mit : "Mein Geliebter! Mein Leben!" und erinnern auch im weiteren verlauf stark an kitschige Liebesromane. Gute Ansätze sind im "Tonsetzer" durchaus erkennbar, wurden aber leider mit voraussehbarem Handlungsverlauf weitergeführt. Besonders schade ist es um die Ansätze zum Humor, die förmlich nach Pointen schreien, aber nicht erhört werden. Fazit: Für mich leider kein Lesegenuss.

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