Rainer Funk Der entgrenzte Mensch

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Inhaltsangabe zu „Der entgrenzte Mensch“ von Rainer Funk

Über das leere Versprechen einer grenzenlosen Freiheit - Wie hängen Entgrenzungsstreben und zunehmende Abhängigkeitserkrankungen zusammen? - Wozu sind Grenzen gut? - Eine sozialpsychologische Studie zu einem Grundproblem der Gegenwart Das Ausloten und Überschreiten von Grenzen ist etwas Urmenschliches. Nur so entstehen Freiheit und Unabhängigkeit. Heute jedoch geht es nicht mehr nur um das Überschreiten von Grenzen, sondern um eine Entgrenzung, die keinerlei Grenzen mehr anerkennen will. Angesichts dessen muss man fragen: Läuft heute noch alles richtig? Überfordert Grenzenlosigkeit nicht am Ende den Menschen und die Welt, in der er lebt? Dieses Thema entfaltet Rainer Funk vom Psychologischen her. Er beschreibt das moderne Phänomen der radikalen Entgrenzung in Wirtschaft, Arbeitswelt und Gesellschaft, dessen Ursachen er in den neuen Möglichkeiten der digitalen Technik, der Vernetzung und der elektronischen Medien ausmacht. Diese schöne neue Welt konfrontiert er mit den psychischen Möglichkeiten und Begrenzungen des einzelnen Menschen. Deutlich wird: Wer ein aktives, selbstbestimmtes Leben will, der braucht die Grenze.

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  • Rezension zu "Der entgrenzte Mensch" von Rainer Funk

    Der entgrenzte Mensch

    WinfriedStanzick

    22. May 2011 um 11:06

    Das vorliegende Werk des Tübinger Psychoanalytikers Rainer Funk ist eine sozialpsychologische Studie in der besten Tradition Erich Fromms, dessen gesamtes Werk Funk in zwölf Bänden bei DVA herausgegeben und zu dessen Leben und Werk er zahlreiche Bücher und Aufsätze verfasst hat. Unsere Welt ist durch die Globalisierung eine Welt ohne Grenzen geworden. Länder und Kontinente, die zu bereisen man früher noch Tage und Wochen benötigte, kann man in wenigen Stunden erreichen, ja, durch das Internet ist die Kommunikation binnen weniger Sekunden möglich, und, wie man jetzt in Tunesien und Ägypten gesehen hat, kann zum Fallen für lange uneinnehmbar gehaltener Grenzen führen. Aber nicht nur im Makrobereich der Gesellschaften, der Ökonomie und der Politik sind die Grenzen gefallen, nicht erst seit 1989. Viel wichtiger und gravierender für das einzelne Individuum ist die Tatsache, dass Grenzen und Regeln, Werte, Normen und Gebote, die für unsere Eltern und Großeltern noch maßgebend und grenzsetzend waren, mittlerweile verschwimmen, manchmal sogar obsolet geworden sind. Die meisten Menschen begrüßen das als einen weiteren Schritt hin zu grenzenloser Freiheit, und viele denken über die Entgrenzung unseres Wollens, Denkens und Fühlens nach. Kaum jemand setzt diesem Entgrenzungsstreben in Wirtschaft, Arbeitswelt und Gesellschaft etwas Kritisches entgegen. Doch sowohl im Makrobereich als auch auf der Mikroebene unserer Persönlichkeit und Seele hat dieses Beseitigen von immer mehr Grenzen Folgen. Zwar wird die durchgängige Verleugnung und Verleumdung alles dessen, was begrenzt ist, anscheinend mit mehr subjektiver Freiheit erkauft, doch all das wirkt, so Funk, wie ein Doping der Seele, es hat die Funktion einer Droge, und wie diese auch macht es abhängig. Das kann nicht im Sinn einer an Humanität orientierten Sozialwissenschaft und Psychologie sein, die seit ihrer Begründung dafür einsteht, dass der Mensch frei, aber auch frei von Abhängigkeiten sein sollte. Wenn man also, so Rainer Funk in seinem faszinierenden Werk, nicht nur frei v o n Begrenzungen sein will, sondern auch frei f ü r ein Leben in Selbstbestimmung und Autonomie, dann braucht man Grenzen einerseits und muss sich andererseits immer wieder mit ihnen auseinandersetzen. Daran wächst ein Mensch, seine Persönlichkeit - und nicht an immer abhängiger machenden „entgrenzten“ Lebensumständen. Funk schließt sein Buch, in dem er ausführlich die Quintessenz des vorher Beschriebenen abklopft auf die Fragen von Erziehung und auf eine entsprechende Sicht auf die Entwicklungspsychologie des Menschen. Ein wichtiges Werk.

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