Rainer Küster , Rüdiger Schneider Drachentod

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Inhaltsangabe zu „Drachentod“ von Rainer Küster

Eine rätselhafte Serie von Morden macht den Bochumer Kommissaren Brenner und Rogalla zu schaffen. Nach Spielen des VfL Bochum findet man gegnerische Fans tot auf – mit einem blauweißen Schal des VfL im Rachen und mit abgetrennter Zunge. Unter den Opfern ist ausgerechnet Michael, ein Neffe Rogallas. Der Polizeipräsident ist nervös. Die Presse sitzt ihm im Nacken. Für die beiden Kommissare werden die Ermittlungen zur Zerreißprobe. Wer ist der Täter? Oder wer sind die Täter? Unter Verdacht steht der arbeitslose Max Hunold, der Michael gefunden hatte und sich danach merkwürdig verhält. Unter Verdacht steht aber auch eine Fangruppe, die sich ‚Dragonhunters‘ nennt und seltsame Rituale vor den Spielen des VfL durchführt. Ist es nur ein kleiner Schritt vom Ritual zur realen Tat? Harmlos ist die Truppe jedenfalls nicht. Das bekommt auch der Reporter eines Bochumer Lokalblattes zu spüren, der über die ‚Dragonhunters’ eine Reportage machen will. Die Lage spitzt sich dramatisch zu, als Rogalla suspendiert wird und Brenner in eine tödliche Falle läuft.

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— doceten

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  • Rezension zu "Drachentod" von Rainer Küster

    Drachentod

    PeterK

    22. January 2013 um 11:29

    Nach Wolfszorn (ich weiß, die falsche Reihenfolge!) hatte ich mir davon mehr versprochen. Es gibt 4 Morde und 2 verschiedene Täter, wober der zweite Täter sehr plötzlich "aus dem Hut gezaubert" wird.
    Die Beschreibungen und Erklärungen um Bochum herum wieder sehr präzise, so dass man sich gut vorstellen kann, wo sich alles abspielt- sofern man sich etwas auskennt.

  • Tief im Westen – wo gemordet wird

    Drachentod

    Stefan83

    25. October 2011 um 09:46

    Regionalkrimis. Sie sind momentan ziemlich in Mode und überfluten, scheinbar animiert durch die Verkaufserfolge von Berndorf, Klüpfel/Kobr und Co., den deutschen Büchermarkt. Jede noch so kleine Gegend nennt heutzutage einen "Krimiautor" ihr Eigen, der vorgeblich mit "viel Lokalkolorit" überzeugt und in der heimatlichen Presse mit preisenden Lobeshymnen bedacht wird. Den überregionalen Erfolg erreichen jedoch die wenigsten und seien wir ehrlich: Ein sehr großer Teil dieser Krimis ist oftmals eine Enttäuschung und es zeigt sich, dass der Bäcker um die Ecke den Stift an die Seite legen und sich doch lieber wieder seinem Brötchenteig zuwenden sollte. Für den Leser wird es durch diesen Wust an Titeln immer schwieriger, die besseren und lohnenswerten Bücher zu erwischen. Und nach Beendigung meiner Lektüre von "Drachentod", darf dieses gern dazugezählt werden. "Drachentod" ist nach "Der Kreis des Kopernikus", welcher im Jahre 2002 beim Militzke Verlag erschien, der bereits zweite Kriminalroman des Autorenteams Rüdiger Schneider und Rainer Küster. Und erneut führt er uns an der Seite der Kommissare Klaus Brenner und Erich Rogalla ins tiefste Ruhrgebiet, genauer gesagt nach Bochum. Nachdem beim letzten Fall noch im Umfeld eines Gymnasiums ermittelt wurde, geht es für Brenner und Rogalla nun ins Fußballmilieu. Im Anschluss an das Spiel Bochum gegen Wolfsburg ist ein Fan des grünweißen VFL am Ufer des Kemnader Sees mit einem Bochumer Fanschal erdrosselt worden, dem man ihm nach Ausführung der Tat in den Mund geschoben hatte. Bei der Erstuntersuchung durch den Notarzt wird festgestellt: Die Zunge fehlt. Haben es die Ermittler mit einem Ritualmörder zu tun? Wenn ja, was ist sein Motiv? Die Nachforschungen über den Wolfsburg-Fan namens Materka ergeben scheinbar nichts und die Untersuchungen versickern langsam im Sande ... bis ein weiterer Mord nach selbem Muster geschieht. Diesmal ist der junge Michael Bölling das Opfer. Schalke-Fan, wie sein Onkel Erich Rogalla, der noch am Tatort schwört, den Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Doch Spuren sind weiter Mangelware und auch der Polizeipräsident, welcher sich immer größerem Druck durch die Presse ausgesetzt sieht, verliert zunehmend die Geduld. Der Hinweis eines Reporters auf die Bochum-Fangruppe "Dragonhunters" scheint wenig Neues zu bringen und so nehmen sich Rogalla und Brenner in ihrer Verzweiflung noch mal den Arbeitslosen Max Hunold vor, der Michael gefunden hatte und sich seitdem äußerst merkwürdig verhält. Als Hunold kurz darauf zusammengeschlagen wird und aus dem Krankenhaus flieht, sieht Rogalla seinen Verdacht bestätigt und jagt, trotz gegenteiliger Anweisungen seines Vorgesetzten, dem Flüchtigen nach... Soweit sei die Handlung dieses Buches angerissen, von der meiner Ansicht nach auf dem Klappentext des Buches leider viel zu viel verraten wird. Da hat sich der Verlag selbst keinen Gefallen getan. Dafür überzeugt wiederum der Rest der äußeren Aufmachung, insbesondere das Coverbild, welches mit einem Bild des Bochumer rewirpower-Stadions schon gleich eindeutig die Marschrichtung vorgibt. Fußball ist das Stichwort und ihm sollte man auch etwas abgewinnen können, um letztendlich an diesem Buch Gefallen zu finden. Die schönste Nebensache der Welt steht hier eindeutig im Mittelpunkt und selbst die ermittelnden Kommissare (Erich Rogalla ist Schalke Fan, Klaus Brenner Anhänger des VFL Bochum) bleiben diesbezüglich nicht außen vor. Da lassen sich natürlich Parallelen zu den beiden Autoren ziehen, die, selbst fußballbegeistert, die Thematik doch sehr nüchtern beleuchten. Es ist nicht alles Gold was glänzt, in diesem Sport. Und manche Auswüchse in der Fankultur, vermag die ältere Generation (in diesem Fall verkörpert durch Manfred Hüsken, ein ehemaliger Pilot der Luftwaffe und Mitarbeiter im Bochumer Stadion) schon seit langem nicht mehr nachzuvollziehen. Hüsken ist nur eins der vielen "Originale", welche das Bochum dieses Romans bevölkern und ihm die typische Ruhrpott-Note geben. Mit viel Liebe zum Detail und verschrobenem Charme erweckt das Autoren-Duo das Revier zum Leben. "(...) Frau Polzenberg war ein Prachtexemplar. Rogalla fragte sich, wie sie normalerweise durch die Tür passte, wahrscheinlich quer, aber das war auch nicht einfach, denn dem quadratischen Gesäß entsprachen weiter oben derart wuchtige Titten, dass der im Ruhrpott so oft strapazierte Vergleich zwischen Büstenhalter und zwei Hauszelten hier zu passen schien. Auch die Beine waren nicht von schlechten Eltern, Sauerkrautstampfer sagte man dazu, was wiederum im Einklang stand mit der heutigen Menükarte (...)" Vom Bochumer Bergbaumuseum bis hin zum Rhein-Herne-Kanal und dem Grummer Deckel. Schneider und Küster wissen mit den lokalen "Sehenswürdigkeiten" zu spielen, ohne sie zwingend dort einzubauen, wo es nicht nötig wäre. Wo manch anderer Regionalkrimiautor aus seinem Werk einen zweiten Reiseführer macht, finden sie das richtige Maß und treiben die stringente Geschichte kontinuierlich voran. Trotzdem bleibt genug "Milieu" übrig und es ist halt so, wie schon Herbert Grönemeyer über Bochum singt: Du bist keine Schönheit Vor Arbeit ganz grau Du liebst dich ohne Schminke Bist 'ne ehrliche Haut Leider total verbaut Aber grade das macht dich aus. Auch in punkto Sprache gibt es eigentlich nichts zu bemängeln. Der Stil bleibt angenehm einfach und knapp, lässt sich flüssig lesen. Warum man allerdings zwischendurch manch einer Figur das Ruhrpott-Platt in den Mund legen musste, wird wohl ein Geheimnis bleiben. So amüsant dies ist, es mag nicht so recht zu den hochdeutsch sprechenden Hauptprotagonisten passen. Diese, also Rogalla und Brenner, sind für mich auch die größten Kritikpunkte in diesem Roman, bleiben sie doch erstaunlich blass und austauschbar. Es fehlen die markanten Charakterzüge oder Eigenheiten, um beide zu unterscheiden. Nicht selten muss man sich am Namen vergewissern, welchen Ermittler man gerade vor sich hat. Hier wäre Potenzial für mehr vorhanden gewesen. Die eigentlichen Krimihandlung gewinnt besonders auf den letzten 100 Seiten an Fahrt und mündet in einem Schluss, der logisch und nachvollziehbar, allerdings auch nicht so sehr überraschend ist. Insgesamt ist "Drachentod" zwar kein neues Juwel im Genre, aber gute, solide und unterhaltsame Krimikost, die sich schnell weglesen lässt und mich angenehm überrascht hat. Oder um es im Fußballjargon zu formulieren: Kein herrlich herausgespielter Kantersieg, aber wohlverdiente drei Punkte.

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  • Rezension zu "Drachentod" von Rainer Küster

    Drachentod

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. July 2010 um 17:17

    Meine Meinung: Ein toller Kriminalroman der den Leser in die Welt des Fußballs und den Ruhrpott entführt. Für mich als Fußballfan und Kölner Herkunft war es toll einen Kriminalroman aus dem Ruhrpott zu lesen bei dem zb. Schalke04 und auch VFL Bochum mitspielen. Das witzige ist das es die erwähnten Fußballspiele wirklich gegeben hat. Auch die Ergebnisse stimmen, sind aber mit fiktiven Handlungen verwoben. Der Ruhrpottdialekt taucht immer wieder auf und lockert so die Handlung. Viele Handlungsstränge sind ineinander verwoben und bilden so ein großes Beziehungsgeflecht. Der Leser wird nicht nur mit Mord, sondern auch mit Fußballvereine, Fanclubs und kleineren Beziehungsgeschichten konfrontiert. Di e eigentlichen Protagonisten sind hier Kommissar Brenner und Kommissar Rogalla. Die beiden sind befreundet und ermittel gemeinsam, so bekommt der Leser auch etwas Einblick in das Privatleben der beiden. Trotzdem bekommt der Leser auch andere Charaktere detailliert vorgestellt so das man sich die gesamte Geschichte bildlich ganz gut vorstellen kann. Der Schreibstil und die Dialoge sind recht einfach, immer wiedermal begleitet mit dem typischen Dialekt. Dass sich die beiden Autoren dem „Ruhr-revier“ heimisch fühlen, spürt man deutlich. Man merkt auch das Rainer Küster Dauerkartenbesitzer des Vfl Bochums ist und spürt so die Liebe zu seinem Verein. Dies macht bei diesem Krimi aber nichts aus. Ab und an zieht es sich etwas, wobei der Leser dann wiederum mit Ablenkung und neuen Handlungen belohnt wird. Am Ende löst sich dann der gesamte Fall. Über die Handlungsgeschichte selbst vermag ich mich hier nicht äußern, ich finde im Klappentext ist schon alles recht gut beschrieben, und mehr Handlung würde dem Leser endgültig die Spannung nehmen. Die 248 Seiten lassen sich recht gut lesen. Fazit: Ein netter spannender Regionalkrimi, ein Fußballkrimi, ein deutscher Krimi. Ein Krimi den man in mehrere Schubladen stecken könnte und genau deswegen umso lesenswerter ist.

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  • Rezension zu "Drachentod" von Rainer Küster

    Drachentod

    RalfderPreusse

    30. December 2009 um 18:11

    Es scheint, als sei der Fußball wieder an allem schuld. Nach einem Heimspiel des VfL Bochum wird ein gegnerischer Fan tot aufgefunden. Es sieht nach einem Ritualmord aus. Wenige Tage später findet das Auswärtsspiel Bochums in Schalke statt. Am nächsten Tag wird wieder ein Toter aufgefunden. Ein Schalke-Fan wurde genauso getötet wie der Wplfsburger. Die Kommissare Brenner und Rogalla ermitteln mit Hochdruck im Raum Bochum, Herne und Wanne-Eickel, zumal es sich bei dem zweiten Opfer um den Neffen Rogallas handelt. Verschiedene Spuren verlaufen ins Nichts. Nach einigen Monaten stirbt ein Kölner-Fan nach einem Spiel beim VfL auf gleiche Weise. Doch dann macht der Täter einen Fehler. Ein interessanter Plot mit einer überraschenden Auflösung auch für routinierte Krimileser. So viel sei verraten: es hat nichts mit Fußball zu tun, Das Buch ist ein Muß für alle Ruhrstädter und Fans des VfL.

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