Rainer Kurlemann Der Geranienmann

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Inhaltsangabe zu „Der Geranienmann“ von Rainer Kurlemann

Johannes Wittjer betreibt eine illegale Gen-Datenbank. Er sammelt so viele DNA-Proben wie möglich, um sie zu analysieren und das Ergebnis präzise zu interpretieren. Damit hilft er u.a. der Polizei bei der Verbrechensaufklärung. Doch dann findet er einen abgetrennten Kopf in seinem Labor. Jemand weiß von seinen Geschäften. Jemand, der ihm mit aller Macht die Schattenseiten der Gentechnik aufzeigen will und dafür auch vor Mord nicht zurückschreckt.

Ein Krimi, der Licht- und Schattenseiten der Gentechnik in gut nachvollziehbarer Weise behandelt und dabei sehr spannend ist.

— seschat

Spannender Düsseldorfkrimi mit brisantem und aktuellem Gentechnik.

— Smberge

Top-Krimi um das brisante Thema Genforschung und -analyse

— Julitraum

witzig und informativ, mein Highlight des Monats

— fredhel

Gut durchdachter und informativer Krimi aus der Welt der Gentechnik.Hat mir sehr gut gefallen

— melusina74

Biotechnik-Düsseldorf-Krimi

— Lotta22

Gelungenes Krimi-Debüt zu einem aktuellen Thema - Gut recherchiert und überzeugend umgesetzt

— ech

Gentechnik - Segen oder Fluch? Ein Düsseldorf-Krimi mit wichtigem und interessanten Thema. Fast schon ein Wissenschaftsthriller.

— Kerstin_KeJasBlog

Spannend und super aktuell.

— Simi159

Ein interessantes Buch über ein wichtiges Thema (Gentechnik). Die Krimihandlung tritt dabei für mich fast in den Hintergrund.

— Gelinde

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  • Spannender und facettenreicher Gentechnik-Krimi

    Der Geranienmann

    seschat

    27. July 2016 um 14:26

    INHALT Als im Düsseldorfer Hofpark eine geköpfte Frauenleiche gefunden wird, wendet sich der ermittelnde Kommissar sofort an seinen Kumpel Johannes Wittjer, seines Zeichens Genetiker. Diesem gelang es bisher noch immer, mithilfe einer illegalen Gendatenbank den Mörder aufzuspüren. Bis eines Tages Wittjer selbst einen abgetrennten Menschenkopf im eigenen Büro vorfindet... MEINUNGRainer Kurlemanns Krimi "Der Geranienmann" bedarf einer aufmerksamen Lektüre, doch diese lohnt sich auf jeden Fall. Denn der Autor hat einen äußerst spannenden sowie anspruchsvollen Plot konstruiert, der die Licht- und Schattenseiten der heutigen Genforschung/-technik auf anschauliche Weise thematisiert. Und auf grandiose Weise zeigt, was passieren kann, wenn genetische Erkenntnisse auf das reale Leben treffen. Die Hauptprotagonisten Johannes Wittjer und dessen Studienkollegin Henrike sind zwei ehrgeizige Genforscher mit professioneller und visionärer Einstellung zum Thema Gentechnik. Sie würden am liebsten in ähnlich breiter Form wie in den USA forschen, doch die deutsche Ethik/Moral ist anders. So kreisen ihre Studien u.a. um die Kreuzung von Pflanzen (hier: Geranien mit Hasch), leuchtende Tiere (Schafe und Fische) und die Erforschung des Erbgutes auf Krankheitsrisiken. In seiner Freizeit sammelt Wittjer sogar prominente DNA (so u.a. Rolling Stones). Die dritte Person im Bunde ist Franziska Dorllin, eine Ärztin, die sich vorrangig auf Erbkrankheiten spezialisiert hat. Abgesehen von der Genthematik spielen auch der russische KGB und diverse Mordfälle eine nicht zu unterschätzende Rolle. Kurzum, die Handlung ist alles andere als langweilig und sehr kleinteilig, aber dabei noch an der Grenze des Fassbaren. Die Spannungskurve bleibt konstant oben. Kurlemanns Erzählstil ist faktenreich und nüchtern, was super zum Inhalt passt. Zudem wird im Laufe der Handlung auch die Entstehung des ulkigen Buchtitels erwähnt, was ich als Leser immer positiv bewerte. FAZITEin vielschichtiger Kriminalroman, der bis zum Ende nicht an Spannung und Unterhaltungswert einbüßt. Hieran sieht man, auch Wissenschaft kann spannend sein :-)

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  • Leserunde zu "Der Geranienmann" von Rainer Kurlemann

    Der Geranienmann

    NetzwerkAgenturBookmark

    Der Geranienmann Heute möchte ich Euch einen neuen Regional-Krimi aus Düsseldorf vorstellen."Der Geranienmann" von Rainer Kurlemann ist ganz frisch beim Sutton Verlag erscheinen und wartet nun gespannt auf Eure Lesermeinungen :-)Johannes Wittjer betreibt eine illegale Gen-Datenbank. Er sammelt so viele DNA-Proben wie möglich, um sie zu analysieren und das Ergebnis präzise zu interpretieren. Damit hilft er u.a. der Polizei bei der Verbrechensaufklärung. Doch dann findet er einen abgetrennten Kopf in seinem Labor. Jemand weiß von seinen Geschäften. Jemand, der ihm mit aller Macht die Schattenseiten der Gentechnik aufzeigen will und dafür auch vor Mord nicht zurückschreckt.LeseprobeRainer Kurlemann, geboren 1966 in Ibbenbüren, lebt und arbeitet in Düsseldorf. Als promovierter Naturwissenschaftler und Wissenschaftsjournalist hat er die Entwicklung der Gentechnik jahrelang beobachtet. Nun hat er sich davon zu seinem packenden Krimidebüt »Der Geranienmann« inspirieren lassen. Ich suche für die Leserunde zu "Der Geranienmann" von Rainer Kurlemann Leser, die gemeinsam in der Leserunde das Buch besprechen & anschließend das Buch rezensieren möchten. Hierfür werden 15 Bücher zur Verfügung gestellt. Wir freuen uns auch über Blogger in der Leserunde. Solltet ihr also bloggen, dann schreibt uns bei der Bewerbung eure Blogadresse bei. Bewerbungaufgabe:  Schildert uns euren Eindruck zur Leseprobe*** Wichtig *** Ihr solltet Minimum 2-3 Rezension in eurem Profil haben, damit ich sehen kann wie ihr eure Rezensionen schreibt und wie aussagekräftig/aktuell sie sind. Der Erhalt eines Rezensionsexemplares ist verpflichtend für die Teilnahme an der Leserunde. Dazu gehört das zeitnahe Posten in den Leseabschnitten und das anschließende Rezensieren des BuchesErwiesene Nichtleser werden nicht ausgewähltGewinner-Adressen werden nach Bucherhalt aus Datenschutzgründen gelöscht.

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    • 177

    seschat

    27. July 2016 um 13:45
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    Smberge schreibt An Henrike kann man doch sehr gut sehen, wie eng das Thema in Deutschland gehandhabt wird. Die Forschungsgelder werden gestrichen und die Wissenschaftler wandern ins Ausland ab.

    Stimmt, der dt. Wissenschaftler hat kein einfaches Los, gerade auch die weiblichen Dozenten/Forscher.

  • Spannender Krimi vor dem Hintergrund Gentechnik

    Der Geranienmann

    Smberge

    25. May 2016 um 09:29

    Inhalt: Düsseldorf: Der Biologe Johannes Wittjer betreibt eine illegale Gen-Datenbank. Aus diversen Quellen beschafft er sich genetische Informationen von möglichst vielen Menschen von Großrechners aus Kliniken, Forschungseinrichtung und anderen Quellen. Eine breite Kundschaft nutzt seine Dienste, um Informationen über sich selber oder aber andere Menschen zu bekommen. Sportler und Nachwuchskräft von Unternehmen werden analysiert auf ihre Talente und mögliche Krankheiten. Aber auch Privatpersonen lassen sich und ich Verwandten untersuchen. um mögliche Krankheiten oder Veranlagungen dazu zu erkennen. Neben diesen Gruppen nutzt auch Kommissar Karnatsch Möglichkeiten von Wittjers Rechner, was ihm großer Erfolge bei seinen Ermittlungen geschert. Als eine geköpfte Leiche im Hofgarten gefunden wird und sich weitere bedrohliche Ereignisse ereignen, wird die Situation für Wittjer kritisch und er great selber in den Focus eines Mörders. Meine Meinung: Der Krimi nimmt ein sehr spannendes Thema auf, das durch die Handlung von verschiedenen Seiten betrachtet wird. Auf der einen Seite die positive Aspekte, die zur schnelleren Ergreifung von Straftätern führen kann, aber auf der anderen Seite auch die negativen Aspekte, die Lebensläufe zerstören  und Menschen unglücklich machen können. Vor diesem Hintergrund erleben wir hier einen spannenden Krimi, der an einigen Stelle hart an den Grenzen der Glaubwürdigkeit kratzt, jedoch meiner Meinung nach immer noch rechtzeitig die Kurve bekommt. Dem Autor gelingt aber so, dem Leser einen kritischen Eindruck über die Chancen und Risiken der Gentechnik zu vermitteln. Die Charaktere sind gut gezeichnet und die Handlung ist gut konstruiert, wenn auch teilweise etwas überzeichnet. Das Buch läßt sich flüssig lesen und hinterläßt einen nachdenklichen Leser. Das ist absolut lesenswert und besonders interessant für Leser, die einen guten Krimi gerne mit einem tieferen Hintergrund kombinieren.    

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  • Top-Krimi um das brisante Thema Genforschung und -analyse

    Der Geranienmann

    Julitraum

    16. May 2016 um 12:58

    Johannes Wittjer betreibt in Düsseldorf eine illegale Gen-Datenbank. Er sammelt so viele menschliche DNA-Proben wie möglich, um diese auszuwerten und das Ergebnis zu interpretieren. Dabei zapft er unerlaubt die Großrechner von Krankenhäusern und Forschungseinrichtungen an, um seinen Datenbank immer weiter auszubauen. Über mangelnde Kundschaft kann der Genforscher sich nicht beklagen, denn er bekommt stets lohnende Aufträge bei der er auch sehr viel mit der befreundeten Ärztin Dorllin, deren Patienten mit vielerlei Anliegen an sie herantreten, zusammenarbeitet. Er und Dorlin bedienen die Anfragen der unterschiedlichsten Klientel. Sei es zu wissen, welche genetische Veranlagung der heranwachsende Nachwuchs hat, welches Risiko in den eigenen Genen liegt, an bestimmten Erbkrankheiten zu erkranken oder auch ob Nachwuchstalenten beim Sport eine aussichtsreise Zukunft bevorsteht. Wittjer und Dorllin kennen keine Grenzen und verdienen gut an ihrer nicht legalen Tätigkeit. Aber auch der Kriminalkommissar Karnatsch nutzt Wittjers Möglichkeiten, wenn auch Karnatsch nicht die wirklichen Zusammenhänge kennt bzw. ahnen kann. Als im Düsseldorfer Hofgarten eine enthauptete Frau gefunden wird, kann Johannes Wittjer mittels der gefundenen DNA-Spuren vom Tatort Karnatsch wieder einmal spektakulär bei der Tätersuche hlefen. Doch der Täter schweigt beharrlich und auch ein Motiv ist überhaupt nicht zu erkennen. Dennoch muß er der Täter sein. Ein äußerst rätselhafter Fall. Schon bald wird die nächste enthauptete Leiche gefunden. Wieder soll Wittjer helfen, doch dieser steht mittlerweile massiv unter Druck. Ein seltsamer russischer Auftraggeber hat ihm einen heiklen Auftrag erteilt, den er nicht ablehnen kann und in seinem Labor wurde ein abgetrennter menschlicher Kopf auf äußerst bizarre Weise platziert. Wittjer entscheidet gemeinsam mit Sutdienfreundin Henrike, ebenfalls einer Genforscherin, auf Tätersuche zu gehen, dabei ahnt er noch nicht, daß der Täter zu allem bereit ist und Wittjer zwingen wird, sich mit den Schattenseiten seiner Forschung auseinanderzusetzen.Der Autor dieses Düsseldorf-Krimis, Rainer Kurlemann, lebt und arbeitet selbst in Düsseldorf und ist promovierter Naturwissenschaftler und Wissenschafstjournalist, wobei er die Entwicklung der Gentechnik jahrelang geobachten kannte. Dieses äußerst kontrovers diskussierte Thema hat er auf unglaublich spannende und anschauliche Weise in sein Krimi-Debut eingearbeitet. Der Schreibstil des Krimis ist ganz ausgezeichnet und sehr lebendig. Die wissenschaftlichen Zusammenhänge und Möglichkeiten der Genforschung werden sehr informativ und gut erklärt vermittelt und haben mich staunen lassen, machen mir aber auch Angst. Sicherlich hat die Genforschung ihre Nutzen, aber wie weit kan man gehen, was ist moralisch und ethisch noch vertretbar? Das Nachwort des Autors liefert hierzu noch einige spanende Fakten und rundet den Krimi perfekt ab. Für mich vollste Leseempfehlung

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  • Grüne Geranien

    Der Geranienmann

    Estrelas

    15. May 2016 um 12:31

    Bei den Ermittlungen zu einer Mordserie in Düsseldorf wird die Polizei inoffiziell vom Betreiber einer Gendatenbank unterstützt. Gentechnik ist das zentrale Thema des Romans: Neben modifizierten Geranien spielen leuchtende Schafe mit, und so manche Figur macht von den Genen ihre Zukunft abhängig. Die Verbindungen zwischen den Schicksalen der Protagonisten werden wunderbar eingebettet in die Beschreibung wissenschaftlicher Praktiken. Die Polizeiarbeit ist nur ein Handlungsstrang von vielen und steht in diesem Krimi nicht im Mittelpunkt. Neben dem Wiedererkennen verschiedner Handlungsorte haben für mich der wissenschaftliche und der menschliche Aspekt den Reiz des Romans ausgemacht.

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  • Die Gene verraten alles

    Der Geranienmann

    fredhel

    12. May 2016 um 18:53

    Das Krimidebüt "Der Geranienmann" von Rainer Kurlemann spielt im schönen Düsseldorf. Johannes Wittjer und seine Freundin Henrike, die Biologieprofessorin, haben sich der Genforschung verschrieben. Henrike züchtet neben leuchtenden Schafen auch Geranien, die sie erfolgreich mit Hanf gekreuzt hat, wohingegen Johannes die umfangreichste Gen-Datenbank der Welt besitzt, die auch schon mal gern von der Polizei oder vom russischen Präsidenten in Anspruch genommen wird. Auf der einen Seite wird die Genforschung und ihre Möglichkeiten mit leichter witziger Feder dargestellt, aber die Schattenseiten werden nicht verschwiegen: Kinder, die nicht zum Lifestyle Image passen oder die kleinste Spur einer Erbkrankheit als Karrierekiller, machen den Leser schon nachdenklich. Rainer Kurlemann gelingt mit seinem Krimi eine Gratwanderung zwischen den Genres Wissenschafts- und Cosykrimi. Zwar gibt es auch hier grausig geköpfte Leichen, aber ebenso einen mörderischen Hecht zwischen Leuchtfischen. Eine Spur Humor zieht sich als roter Faden von der ersten Seite an durchs Geschehen, gleitet aber nie ins Lächerliche hinab. Der Spannungsbogen wird gekonnt aufrecht erhalten, denn erst auf den letzten Seiten ergibt sich der Zusammenhang zwischen den makaberen Inszenierungen. Mich jedenfalls hat der Geranienmann begeistern können und ich warte gespannt auf weitere Bücher von Rainer Kurlemann.

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  • Packendes Krimidebüt rund um die Gentechnik

    Der Geranienmann

    Donauland

    11. May 2016 um 19:58

    Rainer Kurlemann beschäftigt sich in „Der Geranienmann“ mit dem aktuellen, brisanten Thema Gentechnik. Dem Autor gelang mit seinem fiktiven Düsseldorf-Krimi ein überzeugendes Debüt. Die Forschung der Gene ist sowohl ein Fluch als auch ein Segen für den Menschen. Welche Auswirkungen hat die Forschung auf den Menschen? Doch was passiert bei einem Missbrauch? Klar es ist eine sehr schmale Gradwanderung, doch was ist vertretbar und was illegal?Johannes Wittjer beschäftigt sich mit der Genanalyse, er betreibt eine illegale Gen-Datenbank, die mittels Hackersoftware DNA Proben sammelt. Dabei werden Großrechner von Krankenhäuser, Forschungsinstituten angezapft. Er sieht nur die wissenschaftliche Bedeutung seiner Arbeit, aber nicht, dass er mit seiner Forschung, Wissen unbefugt an unterschiedliche Auftraggeber weitergibt.Auch der Polizei er kann entscheidende Hinweise liefern, die vor allem Walter Karnatsch von der Kripo nutzt, um Mordfällen schneller aufklären zu können. Als er einen abgetrennten Kopf in seinem Labor findet, beginnt er gemeinsam mit seiner Studienkollegin Henrike mit der Suche des Mörders. Wer weiß von seinem Labor? Wer ist sogar bereit dafür zu morden?Gleich zu Beginn liest man von einem leuchtenden Schaf, das mitten auf der Straße steht, ein betrunkener Mann begegnet es auf seinem Heimweg. Interessant fand ich auch die Geranien mit ihrem enormen Blattwuchs jedoch ohne Blüten. Zwar lächelt die ganze Nachbarschaft schon über seine Blattgeranien, doch sie wissen nichts von den speziellen Vorteilen der Pflanzen. Und schon ist der Leser mitten in der Thematik.Gentechnik, wie weit ist sei vertretbar? Leuchtende Fische und Schafe werden bereits gezüchtet, diese haben mich nicht erschreckt. Doch als ich mehr über die Datenbank las, erschrak ich immer mehr. Werden die Menschen nur mehr nach einer vorherigen DNA-Analyse nur mehr in ihren Job vorankommen? Wie lange dauert es dann noch, bis man sich sein Kind nach seinen Vorstellungen kreiert bzw. aussucht? Genau das betreibt Prof. Franziska Dorllin, Ärztin für genetische Konstitution und medizinische Zukunftsforscherin. Sie wird bedroht, denn ihr Briefkasten brennt. Vielleicht handelt es sich dabei nur um einen Zufall oder hängt es mit ihrer Arbeit zusammen? Ich fand sie gefühlskalt, denn sie siebt Menschen nach ihren Genen aus. Doch steht dies einem Menschen zu? Besonders schrecklich empfand ich, als eine Schauspielerin eines ihrer Kinder nach einer Genanalyse einfach in ein Internat abschiebt. Dieses „Abschieben“ hat mich richtig schockiert.Die Charaktere sind sehr detailliert beschreiben, ich konnte sie mir gut vorstellen. Johannes Wittjer ist von seiner Arbeit überzeugt, er möchte seine Datenbank so ausbauen, dass er Menschen anhand der Gene beschreiben kann. Doch welche Auswirkungen seine Forschungen haben, verdrängt er. Besonders gut gefielen mir die Gespräche mit seiner Studienkollegin Henrike.Durch die komplexe Handlung und der Thematik ist der Regionalkrimi nicht so nebenbei zu lesen. Den Handlungsort Düsseldorf fand ich gut beschrieben. Beim Lesen merkt man sofort, dass der Autor sich schon lange Zeit mit der Gentechnik auseinandergesetzt hat. Er baut dieses Thema geschickt in die Krimihandlung ein, ohne dabei die Spannung zu verlieren bzw. den Lesefluss zu unterbrechen.Wer mehr über Gentechnik erfahren möchte und gerne Regionalkrimis liest, dem wird „Der Geranienmann“ genauso begeistern wie mich!

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  • Ist die Gentechnik ein Segen oder ein Fluch für die Menschheit?

    Der Geranienmann

    melusina74

    03. May 2016 um 21:06

    2 geköpfte Leichen tauchen nach und nach in Düsseldorf auf.Warum wurden diese Personen ermordet?Wer ist der Täter?Eine spannende Geschichte.Um dies herauszufinden machen wir einen Exkurs in die Welt der Gentechnik.Schon alleine aus beruflicher Hinsicht fand ich das Buch sehr interessant.Im Krimi erfahren wir sehr interessante Fakten aus der Welt der Wissenschaft.Der Düsseldorf-Krimi hat mir sehr gut gefallen ,aber hat mich auch zum nachdenken angeregt.Über verschiedene Möglichkeiten und Chancen der Gentechnik eine bessere Welt zu erschaffen war ich sehr erstaunt.Die Nachteile davon kommen aber auch schnell hervor.Mich hat die Geschichte sehr schnell packen können und einmal angefangen konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.Ein wissenschaftlicher Krimi verständlich für jeden Laien.Eine klare Lesempfehlung von mir an alle ,die Regionalkrimis und die Wissenschaft mögen.Habe mich bestens unterhalten gefühlt

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  • Biotechnik-Düsseldorf-Krimi

    Der Geranienmann

    Lotta22

    29. April 2016 um 17:35

    Eine Gen-Datenbank betreibt Johannes Wittjer und verdient damit sein tägliches Brot. Für ihn ist es eine Wissenschaft herauszufinden, welche Gene für was codieren, dabei schreckt er vor nichts zurück und hilft gleichzeitig der Polizei bei der Verbrechersuche. Dieser Düsseldorf-Krimi versucht neben dem Flair der Stadt die Möglichkeiten der Gentechnik aufzuzeigen. Dabei gelingt es recht gut, es dem Leser zu überlassen, ob er Pro oder Contra ist, denn in diesem Buch werden beide Seiten aufgezeigt. Zwar gibt es einige Technologien (noch) nicht in dem Umfang, wie im Buch beschrieben, doch es ist erschreckend, was sich damit anstellen lässt.  Durch dieses eher schwierige Thema wird die Handlung immer mal wieder für kleine und wichtige Erklärungen der Biotechnologie unterbrochen. Doch dies stört keines Falls den Lesefluss, verringert eher die Lesegeschwindigkeit. Erzählt wird der Krimi aus mehreren Perspektiven, sodass der Leser am Anfang ziemlich viele Personen kennen lernt und sich erst zurecht finden muss, was jedoch recht schnell gelingt.  Zum Thema Düsseldorf waren mir vielleicht ein paar Klischees zu viel dabei, doch damit kann man leben. Ich hätte mir eher ein wenig mehr Beschreibungen der Stadt gewünscht. Doch hat mir das Buch insgesamt genug Spannung und Denkanstöße durch das interessante Thema der Gentechnik geboten, dass ich mit dem Buch recht zufrieden war und mit 4 von 5 Sternen bewerte.

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  • Gelungenes Krimi-Debüt zu einem aktuellen Thema - Gut recherchiert und überzeugend umgesetzt

    Der Geranienmann

    ech

    25. April 2016 um 14:04

    Johannes Wittjer betreibt in Düsseldorf eine illegale Gen-Datenbank, mit deren Hilfe er für verschiedene Auftraggeber Informationen sammelt und liefert. Auch die Polizei bittet ihn immer wieder um Hilfe, ohne genau zu wissen, aus welchen Quellen die Informationen wirklich stammen. Auch bei einem brutalen Mord im Düsseldorfer Hofgarten kann er schnell die entscheidenen Hinweise zur Verhaftung des Mörders liefern. Doch plötzlich geraten er und seine Mitarbeiter und Freunde ins Visier eines Unbekannten, der mit aller Macht die Schatten der Genforschung aufzeigen will und dabei auch vor Mord nicht zurückschreckt. Bald steht nicht nur die berufliche Exixtenz von Wittjer auf dem Spiel, sondern auch sein Leben ...Rainer Kurlemann gelingt hier ein überzeugendes Krimi-Debüt, das sich sehr ausgewogen mit dem Thema Genforschung auseinandersetzt. Während die Hauptfigur Johannes Wittjer und sein Team dem Thema doch ausgesprochen unkritisch gegenüberstehen und nur die Möglichkeiten sehen (wollen), die durch die Forschung entstehen, werden an einigen Nebenfiguren des Buches auch die Risiken und die Möglichkeiten zum Mißbrauch der erlangten Informationen mehr als deutlich aufgezeigt.Das Buch besticht durch eine gute Recherche, man merkt, das der Autor weiß, worüber er schreibt. Es gelingt ihm dabei, die nötigen Informationen zum Thema Genforschung gut in die Krimihandlung zu integrieren, ohne die Spannung der Geschichte aus den Augen zu verlieren.

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  • Der Geranienmann

    Der Geranienmann

    Simi159

    24. April 2016 um 20:39

    Johannes Wittjer ist der Geranienmann. Er besitzt und und unterhält eine sehr große illegale Gendatenbank in Düsseldorf. Denn er sammelt leidenschaftlich gern DNA Proben und zapft sogar Großrechner von Krankenhäusern und Forschungseinrichtungen dafür an. Für Wittjer ist das ein Spiel, die DNA immer weiter zu entschlüsseln und immer neue Dinge/Krankheiten/Deffeke zuordnen zu können. Seine Datenbank nutzt er auch, um der Polizei bei der Aufklärung von Mordfällen zu helfen. Doch als jemand ihm einen abgetrennten Kopf in sein Labor legt und ihn und seine Studienkollegin Henrike Löning bedroht, wird es Zeit den eigenen Umgang mit seinen DNA-Analysen zu überdenken....und möglichst schnell hinter das Geheimnis und den abgetrennten Kopf zu kommen.... Fazit: Wow...nicht nur der Titel und das Cover überraschen in diesem Krimi. Der Autor, Rainer Kurlemann, seines Zeichens promovierter Naturwissenschaftler und Wissenschaftsjournalist, versteht es den Leser sofort in eine spannende und gleichzeitig mit einem aktuellen Thema versehene Geschichte hineinzuziehen. Gentechnik ist keine Zukunftsmusik mehr und solche Datenbanken, wie Johannes Wittjer da hat, könnte es geben oder gibt es sogar schon. Ja es ist faszinierend, was man da alles auslesen könnte, aus der eigenen DNA...welche Möglichkeiten man da hätte... Doch braucht man das? Und will man wirklich das Alles wissen? Wissen ist Macht und mit Wissen trägt man immer auch Verantwortung. Genau dieser muss sich Wittjer stellen. Und das macht es spannend, denn die Zusammenhänge und wer das wieviel Schuld trägt, wird erst ganz zum Ende des Buches klar. Die Charakter sind klar gezeichnet, sympathisch und authentisch. Egal wie man zur Gentechnik auch steht, man mag Johannes und Henrike, ihre Arbeit/Forschung wirkt interessant und gar nicht so gefährlich...zumindest auf den ersten Blick... Doch wie immer und überall, gibt es nicht nur eine Seite, und vieles hängt enger und größer zusammen. Und genau diese Komplexität, des Themas Gentechnik, der Möglichkeiten und Gefahren hat der Autor geschickt in einen Krimi verpackt. Der angenehm zu lesen ist, unterhält und spanend zu gleich ist. Von mit gibt es dafür 5 STERNE.

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  • Der Geranienmann

    Der Geranienmann

    Gelinde

    Der Geranienmann, ein Düsseldorf-Krimi von Rainer KurlemannInhalt:Im Düsseldorfer Hofgarten findet die Polizei eine enthauptete junge Frau.Mit Hilfe der DNA-Spuren vom Tatort kann Hauptkommissar Walter Karnatsch den Täter kurze Zeit später festnehmen. Als wieder eine Leiche ohne Kopf gefunden wird steht Karnatsch wieder am Anfang.Wieder bittet er den Genforscher Johannes Wittjer um Unterstützung, ohne eigentlich genau zu wissen wie Johannes zu seinen Informationen und Ergebnissen kommt.Denn Johannes Wittjer betreibt eine illegale Gendatenbank, er zapft dafür die Großrechner von Krankenhäusern und Forschungseinrichtungen an. Für ihn zählen nur seine Forschungen und Ergebnisse, ob er dadurch unbefugt Wissen (und Namen) an Dritte weitergibt, ohne dass die „Untersuchten“ davon wissen, berührt ihn weiter nicht.Die Suche nach dem Mörder und den Möglichkeiten seiner Datenbank, lässt ihn alles andere ausblenden, auch als er und die Menschen in seinem Freundeskreis in Todesgefahr kommen.Meine Meinung:Der Einstieg ist sehr spannend, der Schreibstil flüssig und gut zu lesen.Manche Dinge finde ich ein bisschen zu ausführlich beschrieben, bei anderen hätte ich gerne noch mehr Informationen bekommen.Den Überblick erschwert haben mir die viele Personen, die dann irgendwie immer wieder miteinander zusammenhängen? Zufall? Gewollt?Dann das Hauptthema, Genmanipulation, Genforschung, Gen-Datenspeicherung! Segen oder Fluch?Eine schmale Gradwanderung, ein Drahtseilakt. Denn was für den einen gerade noch vertretbar ist, ist für den anderen schon zu viel Eingriff.Wir bekommen in dem Buch einen kleinen Überblick über Möglichkeiten, können uns Gedanken machen wie wir dazu stehen.Ich finde der Autor versteht es gut den „Finger in die Wunde“ zu legen und uns Nachdenken zu lassen was alles passieren kann (auch wenn manches recht überspitzt und konstruiert ist – hoffe ich doch zumindest).Das Problem wird immer sein, dass auch gut gemeinte Entwicklungen und Forschungen für illegale, kriminelle oder zu finanziellen Zwecken missbraucht werden.Man muss sich schon sehr konzentrieren um die ganzen Zusammenhänge und das doch teilweise sehr wissenschaftliche Thema zu verstehen und den Überblick zu behalten.Ein Buch das ich nicht so recht in eine Schublade stecken kann.Es hat mich aufgeschreckt, mit verwundert, zornig werden und sehr viele Fragen stellen lassen. Ja es war spannend, aber teilweise auch verwirrend, konfus und für mich unglaubwürdig.Autor:Rainer Kurlemann, geboren 1966 in Ibbenbüren, lebt und arbeitet in Düsseldorf. Als promovierter Naturwissenschaftler und Wissenschaftsjournalist hat er die Entwicklung der Gentechnik jahrelang beobachtet. Nun hat er sich davon zu seinem packenden Krimidebüt inspirieren lassen.Mein Fazit:Ein interessantes Buch über ein wichtiges Thema (Gentechnik) das nicht so leicht mit richtig oder falsch beantwortet werden kann. Die Krimihandlung tritt für mich dabei fast ein bisschen in den Hintergrund.Von mir 4 Sterne.

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    • 3

    Gelinde

    24. April 2016 um 19:46
    RainerKurlemann schreibt @Gelinde Vielen Dank, auch für die kritischen Anmerkungen in dieser Leserunde. Wenn das Buch Dich aufgeschreckt hat und Dich hat sehr viele Frage stellen lassen, dann kann ich als Autor zufrieden ...

    Ja es hat jetzt schon zu einigen Diskussionen geführt.

  • Fesselnder Düsseldorf-Krimi

    Der Geranienmann

    esposa1969

    Klappentext:Johannes Wittjer betreibt eine illegale Gen-Datenbank. Er sammelt so viele DNA-Proben wie möglich, um sie zu analysieren und das Ergebnis präzise zu interpretieren. Damit hilft er u.a. der Polizei bei der Verbrechensaufklärung. Doch dann findet er einen abgetrennten Kopf in seinem Labor. Jemand weiß von seinen Geschäften. Jemand, der ihm mit aller Macht die Schattenseiten der Gentechnik aufzeigen will und dafür auch vor Mord nicht zurückschreckt.Leseeindruck:Mit "Der Geranienmann" von Autor Rainer Kurlemann liegt uns einlesenswerter und sehr spannender Düsseldorf-Krimi vor.Schon das erste Kapitel beginnt sehr sehr spannend, als der stark betrunkene Heinz Schuttner, dem "leuchtenden Schaf" begegnet.Was ich anfangs noch für ein alkoholisches Gehirngespinst hielt, entpuppte sich schon im nächsten Kapitel als die Wahrheit, denn dieses leuchtende Schaf ist ein genmanipuliertes. Und somit lernen wir auch gleich Genforscher Johannes Wittjer kennen, dem das leuchtende Gen-Schaf entflohen ist. Aber um die Möglichkeiten und Schattenseiten der Gentechnologie geht es hier nicht alleine, sondern um geköpfte Frauenleiche. Als Wittjer einen abgetrennten Kopf in seinem Labor findet, machter sich mit seiner Studienfreundin Henrike auf die Scuhe nach den Mörder...Ich bin prima in die Handlung reingekommen, denn der Schreibstil lässt sich sehr flüssig lesen.Vom ersten Kapitel an ist die Spannung voll da und baut sich mehr und mehr auf. Zugegeben ist die Handlung sehr komplex und man liest den Krimi nicht mal eben ohne Nachdenken. Wir erfahren einiges über Gentechnologie und -manipulation, was ich sehr lesenswert und interessant fand. Die Figuren sind allesamt sehr detailreich gezeichnet und waren für mich gut vorstellbar. Auch empfand ich die Kapitel als angenehm kurz und kurzweilig. Toll ist auch auch, dass vor den Kapiteln sich Wochentage befinden, so dass wir die Handlung chronologisch mitverfolgen können.Die Schrift empfinde ich als etwas kleiner, als ich es gewohnt bin. Mit Lesebrille noch gut lesbar, aber irgendwie doch etws kleiner eben. Das Cover finde ich super chic mit dem Düsseldorfer Fernsehturm, der gleich deutlich macht, dass es sich hierbei um einen Düsseldorf-Krimi handelt.Ich habe mich fesselnd unterhalten gefühlt und vergebe sehr gerne 5 Sterne.@ esposa1969

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    • 2

    RainerKurlemann

    24. April 2016 um 19:35
  • Fluch oder Segen? Ein Krimi mit Thrillereffekten

    Der Geranienmann

    Kerstin_KeJasBlog

    24. April 2016 um 19:30

    Das Thema um die Gentechnik, gepaart mit einem Krimi hat mich sehr angesprochen, denn bereits die Leseprobe war vielversprechend und neugierig machend. Der Autor Rainer Kurlemann hat mit "Der Geranienmann", erschienen im Sutton Verlag, die Thematik um Gentechnik in all ihren Facetten dargestellt. Man merkt deutlich das er sich auskennt, als Naturwissenschaftler und Wissenschaftsjournalist hat er viel Wissen in diese fiktive Geschichte gepackt. Aber erstmal zur Story : Johannes Wittjer ist eine Koryphäe auf dem Gebiet der Genanalyse. Seine Analysen dienen oft genug der Polizei bei der Indentifikation von Verbrechern und nun ist seine Hilfe wieder gefragt.Der brutale Mord an einer jungen Frau, ermordet ohne Hinweis auf Täter und Motiv soll mittels Wittjers Hilfe aufgeklärt werden.Doch Wittjer hat mehrere 'Baustellen', so dienen seine Analysen auch als Statistiken für gut zahlenden Kunden der Proffesorin Dorllin.Wer das nötige Kleingeld besitzt kann sich, seine Kinder, die Angestellten oder potentielle Superstars auf Herz und Nieren prüfen lassen. Dabei kommt nicht für jeden das gewünschte Ergebnis raus und irgend jemand scheint sauer zu sein, auf Wittjer und alle um ihn herum. Sehr sauer sogar. Das menschliche Genom hält einiges parat und auch vieles zurück. Unsere Anlagen werden wohl nur zum Teil genutzt und doch haben wir noch so viel Potential, wenn es denn entdeckt und gefördert wird.Auch Krankheiten sind 'hinterlegt' und bei entsprechendem Lebensstil, könnten diese vermieden werden.Genauso oder so ähnlich ist die Devise von Frau Professor Dorllin, die mir in diesem Buch als furchtbar unsympathische Protagonistin ohne Gewissen und Moral immer ins Auge sprang. Sie siebt aus, sie selektiert, sie spielt Gott!Ihre Kunden vertrauen ihr und lassen sich bzw. die Gene genaustens prüfen um vorzubeugen, selbst auszusieben und im schlimmsten Fall einzugreifen. Die dargestellten Konsequenzen waren übelst.Diese Protagonistin war so gut dargestellt und obwohl ich sie ja gar nicht mochte würde ich schon alleine für diese Charakterstudie alle Sterne geben. Johannes Wittjer ist vielbeschäftigt, oder doch eher all diese Computer und Maschinen die er sein eigen nennt. So hat er Zeit seine gute Freundin Henrike regelmäßig zu besuchen um den Fortschritt in Sachen Pflanzen und Naturkunde voranzutreiben.Denn auch Henrike hat eine Menge Ahnung, aber sie hat es eher mit Tieren- und Pflanzengenen.Die Geranien spielen dabei eine große und berauschende Rolle.Gemeinsam mit Henrike wird analysiert und diskutiert, jeder schleppt sein Päckchen aber den anderen verstehen tut letztendlich doch keiner. Trotzdem sind sie ein tolles Team. Der Kriminalfall im Buch geht trotz der ausführlichen Beschreibungen nicht unter. Es wird spannend und bleibt es auch. So manch suspekte Gestalt offenbart sich als äußerst gewalttätig und alleine der Fund im Reiskocher war grauenvoll. Der Schreibstil war durchgehend flüssig und auch alles beschriebene sehr gut verständlich.Ein Regionalkrimi der fast schon was von einem Wissenschaftsthriller hatte. Lediglich ein Teil der Geschichte fand ich schon arg inszeniert, da hätte weniger mehr gemacht. Namen sind Schall und Rauch und gerade in einer fiktiven Geschichte brauche ich keine Stars, Politiker oder sonstige Gestalten. Klasse dagegen war das Nachwort, hier gab es dann doch noch die ein oder andere Überraschung - und sie leuchten doch! Ich vergebe sehr gute 4 von 5 Sternen für eine sehr interessante und unterhaltsame Geschichte die durchaus Diskussionen aufwirft und die Frage nach Wissen und Gewissen gleichermaßen stellt.c)K.B. 04/2016

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    Der Geranienmann

    Antek

    Rainer Kurlemann hat mich mit seinem „Der Geranienmann“ an das brisante Thema Gentechnik gewagt, dies toll dargestellt und darum einen vielschichtigen, komplexen und höchst spannenden Krimi gewebt. Ich habe die Seiten nur so verschlungen.Die Geschichte beginnt mit einer Begegnung der unheimlichen Art. Ein Mann fährt betrunken vom Stammtisch nach Hause und plötzlich steht ein leuchtendes Schaf mitten auf der Straße. Kein Alkoholwahn, sondern Johannes Wittjer ist ein genverändertes Schaf abgehauen. Eigentlich nur ein Hobby des Gentechnikers, der in Deutschland aufgrund der Gesetze nur illegal arbeiten kann. Teilweise mittels Hackerprogramme sammelt er weltweit DNA-Proben und so wird seine illegale Gen Datenbank im Minutentakt immer umfassender. Zusätzlich hat er sich sein eigenes, mit teuersten Geräten ausgestattetes Labor eingerichtet. Er hat die Möglichkeit DNA Proben abzugleichen, was auch Walter Karnatsch von der Kripo zu schätzen weiß und ihm zwar nicht auf ganz legalem Wege aber immerhin zur besten Aufklärungsquote verhilft. Da das Ganze aber auch finanziert sein will, bietet er seine DNA- Analysen auch ausgewählten Kunden an. Als neben dem Kunstmuseum eine geköpfte Leiche auftaucht, kann Wittjer dem Kripomann helfen. Als dann aber weniger später in seinem Labor ein abgetrennter Kopf auftaucht, geht es nicht mehr nur darum, Karnatsch bei seinen Ermittlungen zu helfen, sondern Wittjers Haut ist in Gefahr. Wer weiß von seinem illegalen Labor, wer will ihm hier seine Geschäfte und sein Forschung sabotieren?Der Krimi fängt eher gemütlich an. Man lernt Wittjer und seine Bekannte Henrike, die Professorin für Biologie, kennen, erfährt von deren gemeinsamen Schaf- und Geranienexperimenten. Man lernt seine Auftraggeber kennen und bekommt somit einen Einblick in seine Arbeit. Auch wenn krimitechnisch die Spannung anfangs noch nicht so hoch war, habe ich die Seiten gebannt gelesen, weil mich die Darstellung rund um Gentechnik begeistert und gefesselt hat. Als dann ein von Wittjer identifizierter Mann brutal erschossen wird, eine weitere geköpfte und ausgebrannte Leiche und schließlich noch der abgetrennte Kopf auftauchen, überschlagen sich die Ereignisse fast. Russische Auftraggeber setzen ihn unter Druck und der Postkasten von Prof. Franziska Dorllin, eine Spezialistin für Zukunftsforschung, die auf seine Dienste zurückgreift, brennt. Die Spannung hat von Seite zu Seite zugenommen, ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, mein Kopf hat fast geraucht, weil ich unbedingt hinter die Zusammenhänge kommen wollte. Die Auflösung ist im Nachhinein so einleuchtend und ich habe mich fast geärgert, dass ich beim Lesen nicht schon viel früher darauf gekommen bin. Der Autor hat mich mehr als gekonnt an der Nase herumgeführt, aber so muss guter Krimi sein.Total begeistert bin ich von der Darstellung rund um das Thema Gentechnik. Was ist anderswo erlaubt? Glo Fische, die leuchtenden Prachtexemplare gibt es wirklich und auch Leuchtschafe sind bereits gezüchtet. Der Autor hat die Möglichkeiten und den Missbrauch einer solchen Datenbank auf eindrückliche, teilweise erschreckende Art und Weise dargestellt. Werden Topmanger und Profifußballspieler in Zukunft nach günstiger DNA ausgesucht? Kann man bald ein Art Katalogkind in Auftrag geben bzw. z.B. rothaarige, adipöse Kinder aussieben? Diese Gedankenspiele haben mich wirklich schockiert und auch betroffen gemacht. Gut hat mir gefallen, dass es auch humorvoll dargestellte Dinge gibt, wie z.B. die Geranien, die Hasch Gene enthalten, allerdings mit ihrem kleinen Schönheitsmakel das Gespött der Nachbarn auf sich ziehen.Die Charaktere sind interessant dargestellt. Wittjer, der klar hier illegale Forschungen betreibt, scheint die Konsequenzen seines Tuns nicht wirklich zu bedenken. Mir ist er so vorgekommen, wie wenn er in einer Art Wahn wäre. Er ist getrieben vom Gedanken, die beste und umfassendste Datenbank zu erstellen, dass er meiner Meinung nach einfach weder rechts noch links und schon gar nicht zurück blicken mag. Jedoch hat er auch eine verletzliche Seite und die Freundschaft zu Henrike bedeutet ihm sehr viel. Die Forscherin experimentiert mit Pflanzen und steht seiner Datenbank eher kritisch gegenüber. Absolute Hassfigur war für mich Prof. Dorllin, eine Frau mit nicht einem Funken an Gewissen und Feingefühl. Kommissar Karnatsch, der sich von seiner Frau nach einer wohl unglücklichen Ehe getrennt hat, war mir sympathisch. Auch die Nebendarsteller sind toll gezeichnet, bei einer Inderin angefangen, die aufgrund ihrer schlechten Zukunftsdiagnose lieber den Freitod wählt, über den brutalen, gefühlskalten Vergewaltiger, den Wittjer entlarven kann, bis hin zur Schauspielerin, die gewissenlos ihre Kinder aussortiert.Der Sprachstil ist anschaulich und locker, leicht zu lesen. Trotzdem ist das kein Krimi, den man mal schnell so zum Entspannen weg liest, sondern man ist durch die komplexe Handlung gefordert. Das Thema Gentechnik lässt einen viel grübeln und macht betroffen und nachdenklich.Düsseldorf Krimi, diesen Untertitel hat sich „Der Geranienmann“ durch Beschreibungen der Umgebung ebenfalls wie seine 5 Sterne in der Bewertung verdient.

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