Rainer M. Köppl Der Vampir sind wir

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Inhaltsangabe zu „Der Vampir sind wir“ von Rainer M. Köppl

Sie sind zwischen dem Diesseits und dem Jenseits unterwegs, geistern durch die Nacht und beißen schöne Frauen in den Hals. Wunschvorstellungen und Ängste offenbaren sich in der Figur des Vampirs, der als Roman- und Filmstoff Weltruhm
erlangte, aber auch in Werbespots, politischen Kampagnen und in der Psychoanalyse zum Einsatz kommt. Der Wiener Vampirologe Rainer M. Köppl
erzählt von der angstvollen Hysterie zwischen Aberglaube und Aufklärung. Er zeigt, wie die Vampire in die romantisch verklärte Literatur flüchteten, im 20. Jahrhundert im Film wiederauferstanden und zu Beginn des 21. Jahrhunderts erfolgreicher denn
je agieren. An eindrücklichen Beispielen macht er die Vollkommenheit von Form und Funktion des Vampirs deutlich: als Spiegelbild unserer Phantasien über Sex, Gewalt, Angst, Blut, Tod, ewige Liebe und ewiges Leben. Eine faszinierende Zeitreise durch die Geschichte eines unsterblichen Mythos.

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  • Er ist sexy. Er ist unsterblich. Er ist ein Medienstar ... ... und das seit Jahrhunderten.

    Der Vampir sind wir

    J-B-Wind

    14. April 2013 um 17:52

      „Ich bin nie einem Vampir persönlich begegnet, aber ich weiß nicht, was vielleicht morgen geschieht“ (Bela Lugosi)  Um keine andere Gestalt ranken sich soviele Mythen und Geschichten wie um die des Vampirs. Seit Jahrhunderten hat sich der Vampirglaube in den Köpfen der Menschen fest verankert und ist nicht mehr daraus weg zu denken. Selbst intelligente Aufklärer und Mediziner wie Gerard van Swieten, der den Vampirglauben als „Barbarei der Unwissenheit“ abgetan hat, konnten den Aberglauben nicht ausrotten. Im 18. Jahrhundert war es noch gang und gäbe, bei unerklärbaren Todesfällen in einer Gegend, erst kürzlich Verstorbene wieder auszugraben. Waren die Leichen nicht verwest, glaubte man Vampire vor sich zu haben, pfählte, Köpfte und verbrannte die Leichen. Van Swieten sprach von einer »erschrecklichen Dummheit der einfachen Leute« und erließ zusammen mit Maria Theresia einen Erlass, der alle traditionellen Abwehrmaßnahmen gegen Vampire verbot. Doch das nutzte wenig. Im Gegenteil: Gerard van Swieten wurde zu einer der Vorlagen des Vampirjägers Van Helsing. Wüsste van Swieten davon würde er sich ›im Grab (das sich in der Augustinerkirche in Wien befindet) umdrehen und sich die Perücke raufen‹. Nichts, was er propagiert hat und seitenweise, zum Beispiel unter dem Titel »Abhandlung des Daseyns der Gespenster« aufgeschrieben hat, konnte verhindern, dass der ›Vampir‹ nach wie vor ›lebt‹.   Und im 21. Jahrhundert geht es ihm besser als je zuvor. Kein Wunder, dass der Residenz Verlag diesen Hype nutzt und dieses schön gestaltete Sachbuch auflegt. Früher gab es nur den ›bösen‹ gruseligen Vampir. In der Gegenwart ist der Vampir gesellschaftlich anerkannt, angepasst (trinkt im besten Fall Tierblut oder Blutkonserven), schläft nicht mehr im Sarg, läuft bei Sonnenlicht durch die Straßen, hat Freunde, lebt in Beziehungen und es gibt ihn in verschiedenen ›Formen‹: Den bösen Vampyr, den romantischen (glitzernden) Vampir, den leidenschaftlichen Liebesneurotiker, den besessenen tragisch verliebten Vampir, den Sexy Womanizer, den ›vegetarischen‹ Vampir, den beschützenden Vampir, den Urvampir, den Hybriden, etc..... Auch ich bin schon vor über zwei Jahrzehnten dem Vampirmythos mit Haut und Haar verfallen. Da ich alles zum Thema verschlinge, war dieses Buch selbstverständlich eine Pflichtlektüre. Vor allem war ich neugierig, ob es etwas, für mich, Neues beinhaltet.   Der Vampirologe Rainer M. Klöppl beschreibt den geschichtlichen Background, vor allem vom 17. Jhd. bis in die Neuzeit hinein. Das Buch ist eine kleine Zeitreise, aber nicht trocken wissenschaftlich, sondern locker erzählt und spannend verpackt. Klöppl fügt immer wieder Bespiele aus Literatur (hier leider vorzugsweise, fast ausschließlich Draculabücher), Film, sowie Fernsehen ein, die er stets mit einem Augenzwinkern dokumentiert, ohne sich darüber lustig zu machen. (Wobei Klöppl sich hier auch den eher älteren Filmen und TV-Serien, wie ›Buffy‹ widmet, und die aktuellen Serien so gut wie nicht abhandelt, bestenfalls kurz anschneidet. Ein bisschen was für Twilight-Fans ist dabei, ›True Blood‹ kommt vor, ›Blood Ties‹ und die rekordverdächtige Serie ›The Vampire Diaries‹ sucht man leider vergeblich.) Klöppl erklärt anschaulich und vor allem kurzweilig in 3 großen Kapiteln, die in übersichtliche Unterkapitel eingeteilt, denen Zitate vorangestellt sind, wie der Mythos Vampir entstanden sein könnte, thematisiert den Vampirglauben mithilfe der Psychoanalyse nach Freud (Kapitel: Der Vampir auf der Couch), zeigt den Einfluss des Vampirs auf Werbung und Politik, aber scheut auch nicht den Vergleich mit kirchlich überlieferten Geschichten aus dem Christentum:  Im Zentrum der katholischen Messfeiern steht die ›Wandlung‹, die auf das letzte Abendmahl zurück geht. Jesus hat Brot und Wein geteilt und seine Jünger aufgefordert, mit ihm zu essen und zu trinken: »Das ist mein Leib. Esset davon. Das ist mein Blut, trinket davon. Tut dies zu meinem Gedächtnis.« Die Gläubigen trinken ›Jesu Blut‹ (=Messwein) um eine spirituelle Verbindung mit Jesus herzustellen und das ewige Leben zu erlangen. Dass dieser Gedanke auch im Vampirmythos allgegenwertig ist, wissen wir spätestens seit Dracula. Als er Mina zwingt sein Blut zu trinken, sagt er dabei: »Flesh of my flesh, blood of my blood« In Bram Stokers Buch wird dafür der Ausdruck ›Bluttaufe‹ verwendet. Wer Vampirblut trinkt ist mit dem Vampir im Bunde. Genauso wie man in der katholischen Kirche bei der Taufe vom neuen Bund spricht. Jesus ist auferstanden, er ist selbst aus dem Grab geflohen. - Vampire werden wieder zum Leben erweckt, sie steigen aus dem Sarg. Hat die Katholische Kirche den Vampirglauben also noch gefüttert oder gar initiert? Tatsache ist, dass beides mit dem Wunsch des Menschen nach der Unsterblichkeit zusammenhängt. Sowohl Jesus als auch Vampire ›versprechen‹ das ewige Leben. Liegt da die niemals enden wollende Faszination des Vampirglaubens? Auch Werwölfe, Geister, Engel, Zombies erfreuen sich regelmäßiger medialer Aufmerksamkeit, doch den Vampir vermochte bislang keine übernatürliche Kreatur zu schlagen. Denn solange die Zeit des Menschen, die er auf der Erde verbringen darf begrenzt ist, solange er Krankheiten und Schmerzen ertragen muss, solange er auf ewiges Glück und die ewige Liebe – über den Tod hinaus - hofft, solange wird die Sehnsucht nach der Erlösung durch einen Vampir bestehen.   Für mich gab es nichts Neues zu entdecken. Klöppls Buch ist aber sicher eine tolle Einstiegslektüre für (frischgebackene) junge Vampirfans, die sich gerne, abseits von herzzerreißenden Liebesgeschichten, in die Materie einlesen und die geschichtlichen Hintergründe über diesen Aberglauben kennen lernen wollen. Ein ansprechendes Glossar, mit Bibliografie, Quellennachweisen, CD-, Film- und TV-Titeln zum Weiterentdecken und Schmökern für all jene, die spätestens nach dieser Lektüre mit dem Vampirvirus infiziert sind, liefert das Buch gleich mit (leider auch nur ein Auszug und nicht vollständig). Sehr viel Spaß macht das Fledermausdaumenkino, das in dieses Buch integriert ist. Das (blutige) Cover und die schöne Aufmachung macht Lust sofort los zu legen.   Fazit: Ein Muss für alle Fans der Untoten! Pflichtlektüre für Neovampirologen, die gerne noch etwas Lernen wollen. Für Romantiker, die dem Mythos verfallen sind. Für alteingesessene Vampirliebhaber, die ihre Kenntnisse überprüfen oder auffrischen wollen. Aber auch für all jene Realisten und Fans des Historischen, die die Hintergründe des Vampirglaubens entdecken und kennen lernen wollen. – Prädikat: Sehr lesenswert!

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  • Rezension zu "Der Vampir sind wir" von Rainer M. Köppl

    Der Vampir sind wir

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    05. December 2010 um 11:57

    Inhalt: Professor Dr. Rainer M. Köppl, seines Zeichens Vampirologe, geht in seinem Buch “Der Vampir sind wir” dem Vampirmythos von Beginn an auf den Grund. Sein Buch ist hierbei chronologisch aufgebaut, soll heißen vom 17. bis zum 21. Jahrhundert wird jedes wichtige Vampirereignis erläutert. Doch nicht nur geschichtlich, auch auf die Rolle von Vampiren in Buch und Film wird ausführlich eingegangen. Stets mit einem Augenzwinkern, das jedoch keineswegs herabschauend gemeint ist. Meine Meinung: Ich habe das Buch vor einiger Zeit während eines Lesemarathons gelesen und war einfach nur begeistert. Und auch jetzt noch, wo einige Zeit bereits vergangen ist, denke ich noch gerne an das Buch zurück. Ich kann sagen, es gehört nun zu einem meiner Lieblingsbücher. Denn es geht hier einfach mal ganz sachlich um den Mythos Vampir. Keine romantisch verklärte Autorin mit einem zu hohen Hormonhaushalt versperrt uns die Sicht, sondern ein Vampirologe klärt uns auf. Jedes Kapitel, ob nun historisch oder aktuell, ist höchstinteressant und eröffnet einem oftmals neue Erkentnisse, über die man sich zuvor niemals Gedanken gemacht hat. Fazit: Ein ganz klares Muss für jeden Vampir-Interessierten und definitiv auch was für Twilight-Fans, denn ihr werdet hier über Vampire aufgeklärt ohne euch dabei auf den Schlips getreten fühlen zu müssen :)

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  • Rezension zu "Der Vampir sind wir" von Rainer M. Köppl

    Der Vampir sind wir

    Rumi

    20. October 2010 um 20:05

    Ein Buch das vollgestopft ist mit Informationen über Vampire. Ich habe sehr gehofft, dass ich einiges für meine Facharbeit entnehmen kann, aber ich weiß leider nach wie vor genauso viel wie ohne das Buch. Die ganzen fachlichen und wissenschaftlichen Sachen dazwischen, lassen das ganze Thema sehr komplex wirken, aber man hätte es auch einfacher ausdrücken können. An sich ein gelungenes Buch, aber es fehlt etwas, was ich nicht benennen kann.

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  • Rezension zu "Der Vampir sind wir" von Rainer M. Köppl

    Der Vampir sind wir

    Revontulet

    30. September 2010 um 13:56

    Naja, ich habe das Buch geschenkt bekommen und von daher keine großen Erwartungen gehabt. Den Autor habe ich vor ein paar Monaten persönlich getroffen und ich muss sagen, er ist ein witziger Kerl und er kennt sich mit der ganzen Vampirthematik ganz gut aus. Mir wars im Buch nur etwas zu viel Freud. Jede kleine Dracula Szene nach Freud zu deuten und den Sex in Treppen und Toren zu finden, ist nix für mich, finde ich einfach weit hergeholt. Aber abgesehen davon war das Buch ganz interessant und informativ und erfrischenderweise war Twilight nicht im Mittelpunkt.

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