Rainer M. Rilke Requiem

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    Requiem

    mistellor

    Rainer Maria Rilke, das überirdische Genie im Umgang mit Wörtern. Niemals habe ich einen Dichter gelesen, der so phantasievoll und gefühlvoll mit Worten umgehen konnte. Für mich erreicht nur eine deutsche Dichterin die Tiefe von Rainer Maria Rilke, die außergewöhnliche Dichterin Else Lasker-Schüler.   In diesem Buch befasst sich Rainer Maria Rilke in drei verschiedenen  Gedichten bzw. Balladen mit dem Tod. Im ersten Aufsatz spricht er mit einer verstorbenen Freundin, der er helfen will den Tod anzunehmen.   " Ich habe Tote, und ich ließ sie hin und war erstaunt, sie so getrost zu sehn. so rasch zuhaus im Totsein, so gerecht, so anders als ihr Ruf. Nur du, du kehrst zurück; du streifst mich, du gehst um, du willst an etwas stoßen, daß es klingt von dir und dich verrät." (Für eine Freundin,  Seite 7-22)   Ist das nicht wunderschön ? Am liebsten würde ich alles abschreiben, aber diese Auseinandersetzung mit der Toten geht über viele Seiten.    Im zweiten Gedicht, besser in der zweiten Ballade bespricht er den Selbstmord von Wolf Graf von Kalckreuth. Er versucht ihm die Schuldgefühle zu nehmen.   " Wer kennt den Einfluß, der von unserm Handeln hinüberspringt in eine nahe Spitze, und wer begleitet ihn, wo alles leitet?      Daß du zerstört hast. Daß man dies von dir wird sagen müssen bis in alle Zeiten. ................ Sei nicht beschämt, wenn dich dich die Toten streifen, die anderen Toten, welche bis ans Ende aushielten.(Was will Ende sagen?)  Tausche den Blick mit ihnen, ruhig , wie es Brauch ist, und fürchte nicht, daß unser Trauern dich seltsam belädt............... (Für Wolf Graf von Kalckreuth, Seite 23-33)     Das dritte Gedicht hat mich mitgenommen. Urteilt selbst.   Da müssen ja doch tote Kinder sein, die mit mir spielen kommen. Sind doch immer welche gestorben. Lagen erst im Zimmer, so wie ich lag, und wurden nicht gesund. Gesund... Wie das hier klingt. Hat das noch Sinn? Dort, wo ich bin, ist, glaub ich, niemand krank. Seit meinem Halsweh, das ist schon lang -   Hier ist ein jeder wie ein frischer Trank.   Noch hab ich, die uns trinken, nicht gesehen. (Für einen Knaben, Seite 35-42)    

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