Rainer M. Schröder Die Medici-Chroniken (3) Das Erbe des Clans

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Inhaltsangabe zu „Die Medici-Chroniken (3) Das Erbe des Clans“ von Rainer M. Schröder

Intrigen, Verschwörungen und Betrug sind Alltag in der Welt der reichen Fabrikanten und Bankherren im Florenz der Medici. Noch nicht einmal vor Mord schrecken die Habgierigsten zurück. Das muss auch die junge Francesca erfahren, die nur mit knapper Not einem brutalen Anschlag entkommt. Die Spur der feigen Mörder führt Francesca in allernächste Nähe des Zentrums der Macht. Doch das Schicksal der Medici und ihrer Gefolgschaft ist längst besiegelt.

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  • Gelungener Abschluss der Medici-Chronik

    Die Medici-Chroniken (3) Das Erbe des Clans
    mabuerele

    mabuerele

    27. September 2014 um 21:15

    Matteo Aldrovandi entdeckt, dass ihn seine Brüder während seiner Abwesenheit betrogen haben. Doch die Aussprache muss warten. Matteo will zuerst nach Venedig, um seine 14jährige Tochter Francesca zu holen und Antonia Risacoli zu heiraten. Antonia hat sich nach dem Tod seiner ersten Frau nicht nur liebevoll um das Kind gekümmert, sondern auch Matteos Herz erobert.                                                                       Matteo aber sollte nie zurück nach Florenz zurückkehren. Seine Brüder überfallen die Reisegesellschaft. Nur Francesca und der niederländische Maler Cornelius überleben. Francescas Leben und ihr Wunsch nach Rache werden gekonnt mit der  Geschichte Florenz` verknüpft.. Die Herrschaft der de Medici liegt in letzten Zügen. Zwar hält Lorenzo noch das Heft des Handelns in der Hand, doch sein Nachfolger Pietro interessiert sich weder für Politik noch das Finanzwesen. Das Buch ist der dritte Band der Medici-Chroniken. Detailgenau und trotzdem spannend wird die Entwicklung in der Stadt geschildert. Während sich der Clan der de Medici auf einem absteigenden Ast befindet, gewinnt ein anderer zunehmend an Profil. Der Mönch Savonarola festigt seine Stellung in der Stadt. Der zunehmende Verfall der Sitten zeigt sich in vielen Kleinigkeiten. Dadurch hat Savonarola ein leichtes Spiel. Die Protagonisten werden gut charakterisiert. Francesca lebt für ihre Rache. Gleichzeitig aber erkennt sie, dass sie eine begnadete Malerin ist. Enrico ist der Sohn eines Bankiers. Doch statt mit Zahlen und Geld zu jonglieren, würde er lieber malen. Das aber versucht ihm der Vater mit Gewalt auszutreiben. Als er Michelangelo kennenlernt, der gerade seine Lehre in Florenz angetreten hat, findet er Wege und Möglichkeiten, seinem Hobby nachzugehen. Das Buch lässt sich zügig lesen. Dazu beigetragen haben die kurzen Kapitel, die abwechslungsreiche Handlung und die gute Recherche der historischen Verhältnisse. Letzteres gibt dem Buch seine besondere Authentizität. Der Schriftstil ist der Zielgruppe gut angepasst. Die Verwendung von Metaphern, gute Beschreibung von Orten und Personen und aussagekräftige Dialoge zeichnen ihn aus. Das Nachwort und die Karten am Ende des Buches sind außerdem positiv hervorzuheben. Das Cover mit dem Totenkopf passt für das Ende einer Ära. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Unter Zuhilfenahme eines persönlichen Schicksals wird ein Stück der Geschichte von Florenz in eine fesselnde Handlung gebettet.  

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  • Rezension zu "Die Medici-Chroniken - Das Erbe des Clans" von Rainer M. Schröder

    Die Medici-Chroniken (3) Das Erbe des Clans
    leseratte...

    leseratte...

    08. October 2012 um 23:56

    „Die Medici-Chroniken 03: Das Erbe des Clans“ von Rainer M. Schröder Florenz, 1487. Nachdem Francesca ansehen musste, wie ihre gesamte Familie ermordet wurde, beschließt sie sich an den Mördern zu rächen. Egal wie lange es dauert, egal was es kostet. Enrico hingegen versucht, seinen Traum zu leben: Er will Maler werden, auch gegen den Widerstand seines Vaters. Währenddessen ist das Schicksal der Medici längst besiegelt: Das jüngste Oberhaupt des Clans hat weder Charisma noch irgendein Interesse sich mit dem Bankwesen oder Politik auseinanderzusetzen, was zu folgenschweren Konflikten führt. „Das Erbe des Clans“ von Rainer M. Schröder ist der dritte und letzte Teil der Medici-Chroniken und zeigt den Verfall des Hauses Medici. Der Anfang des Buches ist gewohnt dramatisch, denn man erlebt die zentrale Szene mit Francesca, die sie während der ganzen Geschichte beschäftigt. Danach flaut die Geschichte ab, beruhigt sich und wirkt mitunter etwas langatmig. Erst nach ca. 150 Seiten nimmt die Geschichte wieder an Fahrt auf, aber wenn man bis dahin gelesen hat, wird man mit viel Spannung und Dramatik belohnt. Diese Konstruktion – dramatische Anfangsszene, danach Abflauen der Geschichte, bis sie schließlich wieder fesselt – scheint eine Eigenart des Autors zu sein, denn in allen vier Büchern, die ich von ihm las, war die Geschichte nach diesem Muster aufgebaut. Doch nach dem etwas langweiligen Anfang haben sie mich immer begeistert. So auch in diesem Fall. In diesem dritten Teil lernt man wieder zwei neue Charaktere kennen, die auf verschlungenen Wegen zueinanderfinden: Francesca und Enrico. Dabei spielt Romantik diesmal eine sehr untergeordnete Rolle, denn Francesca lebt nur für ihren Hass und ihre Rache. Aber auch einige Charaktere aus den vorangegangenen Büchern kommen wieder vor. Allen voran Sandro Fontana. Im ersten Band erschien er noch sehr ideal, tolerant und offen. Besonders am Ende des zweiten Bandes bröckelte dieses Bild schon sehr, doch erst im dritten Band lernt man die dunklen Seiten in Sandros Seele kennen. Auch an ihm ist die Macht nicht spurlos vorbeigegangen... Aber auch Sandros Sohn taucht wieder auf und gibt kein rühmliches Bild ab. Dadurch, dass alle handelnden Personen abwechselnd erzählen, entstehen nicht nur viele spannende Cliffhanger, sondern so bleibt die Geschichte abwechslungsreich. Es ist immer wieder interessant zu erfahren, was die Figuren beschäftigt und was sie erleben. So lernt der Leser an Enricos Seite auch den berühmten Künstler Michelangelo als jungen Mann „persönlich“ kennen. Dies ist für mich ein Punkt, der den Charme der Medici-Chroniken ausmacht: Man ist den Großen der Geschichte so nah, als wäre man live dabei, wenn sie Handlungen fällen oder einfach leben. Dieser Eindruck blieb mir auch nach dem Lesen erhalten, was mein Interesse für diesen Clan und überhaupt die Geschichte Italiens weckte. Auf den 581 Seiten entfaltete sich ein Sog, der mich immer weiter und weiterlesen ließ. Rainer M. Schröder verwebt dabei Realität und Fiktion so gekonnt, dass man beides kaum trennen kann (dabei hilft die Legende am Ende des Buches). Am Schluss war ich sehr traurig, dass die Trilogie nun zu Ende ist, denn in den „Medici-Chroniken“ wird Geschichte lebendig, was einfach faszinierend ist. Doch mit „Die Farben von Florenz“ schreibt er momentan eine neue Reihe (für Erwachsene), die ebenfalls in Italien spielt und die ich auf jeden Fall lesen werde!

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  • Rezension zu "Die Medici-Chroniken - Das Erbe des Clans" von Rainer M. Schröder

    Die Medici-Chroniken (3) Das Erbe des Clans
    Lerchie

    Lerchie

    30. September 2012 um 12:00

    Matteo Aldrovandi hatte gerade festgestellt, dass seine Brüder Jacopo und Lorentino ihn über Jahre hinweg betrogen hatten. Schnell versteckte er das Rechnungsbuch in einem Geheimfach, denn er musste seine Tochter und seine zukünftige zweite Frau Antonia, - die auch seine Schwägerin war –abholen. Sie hatte sich in den letzten Jahren um seine Tochter Francesca gekümmert. Doch wenn er zurückkam würde er abrechnen. Auf einer Waldlichtung wurde Matteo und seine Begleitung überfallen. Alle wurden ermordet, nur Francesca, die in die Büsche gegangen war, kam davon. Doch unter den Gefallenen fand sie Cornelius van de Velde, einen niederländischen Maler, der, zwar schwer verletzt, aber noch am Leben war. Sie brachte ihn zu einem Nonnenkloster, wo er genesen konnte und gab sich als seine Tochter aus. Wieder gesund zog sie mit ihm nach Amsterdam, wo sie von ihm das Malerhandwerk erlernte. Sie hatte große Begabung dazu. Doch der Hass und der Wunsch nach Rache, ihrer persönlichen Vendetta, trieb sie wieder nach Florenz. Cornelius brachte es nicht über sich, sie alleine ziehen zu lassen und begleitete sei. Hier wurde nun ein Racheplan geschmiedet, der seinesgleichen sucht. Während ihres Aufenthaltes in Florenz starb auch Lorenzo de Medici und sein unfähiger Sohn Piero kam an die Macht. Dem Einmarsch Kaiser Karl VIII. in Florenz konnte er nichts entgegensetzen. Er hatte es nur dem Prediger Savonarola zu verdanken, dass Florenz nicht geplündert wurde. Doch Savonarola reißt die Herrschaft in Florenz an sich und regiert mit brutaler Härte. Doch irgendwann wurden die ihn unterstützenden Florentiner wach und wehrten sich…. Wird Francesca ihre Rache vollziehen können und was hat sie vor? Und da gibt es noch Enrico, der sie vor der Verhaftung bewahrt hatte. Kann sie so voller Hass sein und trotzdem noch Liebe in ihrem Herzen haben? Und wird Cornelius alles tun, was sie will? Rainer M. Schröder hat hier einen hervorragenden Abschluss seiner Medici-Chroniken geschrieben. Das Buch beginnt spannend und bleibt es die ganze Handlung über. Ich finde es gut, dass man am Ende des Buches eine Zeittafel findet, die die Zeit der Medici darstellt. Außerdem kann man hier auch nachlesen, was von dem Inhalt wahr ist. Der Autor ist ein Meister der Recherche und das Buch hat mir sehr gut gefallen. Ich kann es jedem Freund historischer Romane weiterempfehlen!

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  • Rezension zu "Die Medici-Chroniken - Das Erbe des Clans" von Rainer M. Schröder

    Die Medici-Chroniken (3) Das Erbe des Clans
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    05. February 2012 um 21:54

    Von einem furiosen Finale, wie auf der Rückseite großartig angekündigt, ist dieser Roman weit entfernt! Ich war sehr enttäuscht. Die drei Sterne erhält Das Erbe des Clans auch nur deshalb, weil mich die Nebenhandlung um Enrico Martelli und Francesca Aldrovandi fasziniert und gut unterhalten hat, was man von der restlichen Geschichte nicht behaupten kann.

  • Leserunde zu "Der Fluch des Mechanicus" von Alf Leue

    Der Fluch des Mechanicus
    aleue

    aleue

    Ich lade alle, die ineressiert sind, ganz herzlich zu einer Leserunde zu meinem vor kurzem erschienenen Historischen Roman "Der Fluch des Mechanicus" ein. Die Leserunde startet am Montag, den 28. November 2011. Mein Verlag, der Societäts-Verlag, hat sich freundlicherweise dazu bereit erklärt, 6 Freiexemplare zu dieser Leserunde bereitzustellen, wofür ich mich an dieser Stelle bedanken möchte. Diese Freiexemplare werden unter denjenigen Teilnehmern verlost, die sich bis zum 21. November 2011 zur Leserunde unter "Bewerbung" anmelden. Die Bücher werden von mir signiert und dann an die Gewinner verschickt, sodass sie pünktlich zum Leserundenstart bei Euch sind. Ich bin sehr gespannt und freue mich auf eine rege Teilnahme, viele, viele Fragen und Eure Meinungen. Herzliche Grüße, Alf Leue Nachtrag vom 8.11.: Mein Verlag hat die Zahl der Freiexmplare freundlicherweise von 6 auf 10 aufgestockt! :-)

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  • Rezension zu "Die Medici-Chroniken - Das Erbe des Clans" von Rainer M. Schröder

    Die Medici-Chroniken (3) Das Erbe des Clans
    Marie1990

    Marie1990

    31. October 2011 um 11:59

    Intrigen, Verschwörungen und Betrug sind Alltag in der Welt der reichen Fabrikanten und Bankherren im Florenz der Medici. Noch nicht einmal vor Mord schrecken die Habgierigsten zurück. Das muss auch die junge Francesca erfahren, die nur mit knapper Not einem brutalen Anschlag entkommt. Die Spur der feigen Mörder führt Francesca in allernächste Nähe des Zentrums der Macht. Doch das Schicksal der Medici und ihrer Gefolgschaft ist längst besiegelt. Auch mit diesem dritten und letzten Band der Trilogie um die Medici hat Rainer M. Schröder wieder phänomenal bewiesen, dass er in der Lage ist, fundierte historische Tatsachen mit Fiktion zu einer spannenden und lehrreichen Geschichte zu verweben. Viele bekannte historische Persönlichkeiten und etliche fiktive, die man bereits aus den ersten beiden Bänden kennt, begleiten auch diesmal das Geschehen und führen diese spannenden Chroniken nahezu nahtlos weiter. Rainer M. Schröder beschreibt auch in seinem dritten Band wieder ungeschönt die damaligen Begebenheiten und erschafft somit Geschichte zum Anfassen, sodass der Leser am Ende dieses Buches viel dazu gelernt hat und eine spannende und dramatische Geschichte obenauf bekommen hat. Der vom Autor verfasste Anhang, sowie die Zeittafel verschaffen noch zusätzlich einen interessanten knappen Überblick über die damaligen Geschehenisse, die das gelesene noch zusätzlich im Kopf fest verankern. Da man viele Personen bereits aus vorhergegangenen Bänden kannte, war es interessant zu sehen, wie diese sich weiterentwickelt haben und nun das Zepter an andere Hauptpersonen weitergegeben haben. Diese Persönlichkeiten waren prima durchdacht und realistisch konstruiert, sodass sie mir jederzeit der damaligen Zeit angemessen schienen. Auch sprachlich war es ein echter Pageturner, da es sehr flüssig zu lesen war. Der Autor hat seine Sprache der damaligen Zeit angepasst, ohne dabei altbacken zu wirken. Rainer M. Schröder besitzt die Kunst der geflügelten Worte angepasst an jedwede Zeit. Das Cover ist sehr gelungen und passt perfekt zu den Bänden eins und zwei. Fazit: Schade, dass diese spannende und lehrreiche Trilogie nun ihr Ende gefunden hat. Ich hoffe sehr, dass Rainer M. Schröder demnächst wieder mit einer spannenden Reihe aufwartet.

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  • Rezension zu "Die Medici-Chroniken - Das Erbe des Clans" von Rainer M. Schröder

    Die Medici-Chroniken (3) Das Erbe des Clans
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    28. August 2011 um 11:47

    Es fällt, wenn man die Geschehnisse des Romans kennt, auf, dass der Titel „Das Erbe des Clans“ heißt, nicht jedoch „Die Erben“, also keineswegs wie in den ersten beiden Bänden Personen als Namensgeber des Buches genannt werden- ein bezeichnender Unterschied. Trotzdem sind es hier die Personen, die personalen Tragödien in und um Florenz, welches dieses Buch prägen. Natürlich gibt es hier auch wieder politische Verschwörungen, verglichen mit den ersten beiden Bänden stehen diese jedoch mehr im Hintergrund. Wer sich ein wenig mit der Historie des Medici-Clans auskennt, dürfte wissen, worauf er sich mit diesem Buch einlässt. In seinem Nachwort nennt der Autor eine sehr passende Lebensweisheit: „Die erste Generation schafft das Vermögen, die zweite Generation verwaltet das Vermögen und die dritte Generation verliert das Vermögen“. So ist es auch, als Lorenzo di Medici stirbt und sein Sohn Piero an die Macht kommt. Schon in den letzten Jahren der Herrschaft Lorenzos wackelte das Imperium der Medici, und verglichen mit dem Einfluss Cosimo di Medici’s schwand der Einfluss Lorenzos. Zugleich, und das finde ich bisher an jedem Buch Schröders toll, kommen andere Gestalten an die Macht. In diesem Buch sind es zahlreiche kleinere Geschäftsmänner, die jedoch vorwiegend etwas mit dem dritten Handlungs- und Personenstrang zu tun haben, und ein Dominikanerpriester namens Girolamo Savonarola. Dieser schafft es nach anfänglichen Schwierigkeiten mit gewagter und zugleich geschickter Rhetorik die florentinischen Massen in seinen Bann zu ziehen, und gegen die Medicis aufzuhetzen. Bevor jedoch Lorenzo die Medici stirbt oder Savonarola in Florenz predigt, wird die Familie der jungen Francesca von ihren Onkeln ermordet und sie schwört Rache. Der Roman begleitet auch sie während sie ihre Vendetta plant und ihren späteren Freund Enrico. Durch Enrico lernt der Leser auch weitere historische Gestalten kennen, beispielsweise den Maler Michelangelo. Und auch Sandro, unseren Helden aus dem ersten Band der Reihe sehen wir wieder- dieses Mal als alter Mann, der mit seinen eigenen (familiären) Dämonen kämpfen muss. In gewohnt toller Manier führt Rainer M. Schröder durch die Welt des Italiens im 15./16. Jahrhundert, bricht diese Geschehnisse auf ein Niveau herunter, dass auch jüngere Leser diese verstehen, nimmt aber dennoch was die Methoden der Vendetta und Folter angeht kein großes Blatt vor den Mund. Sprachlich wie immer sehr ansprechend gestaltet, ist der dritte Band der Medici-Chroniken zwar sehr spannend, kommt jedoch nicht ganz an die Spannung auf den letzten 200 Seiten seines Vorgängerromans heran. Dennoch ist das ein sehr gelungener Abschluss der ersten Machtzeit der Medici, denn die Personen werden nicht beschönigt, sondern genauso grausam, durchtrieben und voller Schwächen dargestellt wie sie vermutlich auch waren. Und auch wenn man die letzten 00 Seiten nicht „fressen“ mag, wie im zweiten Band, so ist es immer noch sehr spannend. Dieses Mal fehlen jedoch die passenden und bedeutenden Zitate zu Anfang der Kapitel, was ich etwas schade finde. Im Nachwort findet der interessierte Leser noch einige Bemerkungen des Autors zu den historischen Personen und wie es in Italien des 16. Jahrhunderts weiter ging- sehr lesenswert! Dennoch ist dies ein tolles Buch, das von mir 5 Sterne bekommt. Vielen Dank an den Arena Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

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