Rainer M. Schröder Die Rose von Kimberley

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Inhaltsangabe zu „Die Rose von Kimberley“ von Rainer M. Schröder

Südafrika, Ende des 19. Jahrhunderts: Der Vater der jungen Rose Brandon hatte einen Herzanfall und es ist ungewiss, wie lange er noch leben wird. Daher möchte der reiche Diamantenhändler seine Tochter in guten Händen wissen. Sie soll seinen Partner Lawrence heiraten. Doch Rose hat andere Pläne. Sie hat ihr Herz längst verloren ... Eine Liebesgeschichte gegen alle Widerstände im Herzen der Diamantenstadt Kimberley. Rainer M. Schröder erzählt von großen Gefühlen und schicksalshaften Entscheidungen. Bittersüß und mitreißend.

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  • Die Rose von Kimberley - im wahrsten Sinne des Wortes

    Die Rose von Kimberley
    sternblut

    sternblut

    26. November 2013 um 12:42

    Rosemarie ist die wohlbehütete Tochter eines englischen Diamantenhändlers, der sich ruhelos stets auf Reisen befindet. Als er einen Schlaganfall erlitt, macht sie sich mit ihrer treuen Gesellschafterin Emily auf den Weg in die Kapkolonien. In Kapstadt lernen die beiden den jungen Partner ihres Vaters kennen, der sich steif und förmlich darum zu kümmern scheint, dass ihnen an nichts fehlt. In Kimberley angekommen, erschrickt Rose beim Anblick ihres Vaters und kann sich die ersten Wochen nicht dazu durchringen, das Haus zu verlassen. Doch langsam öffnet sie der fremden Stadt und ihren Menschen ihr Herz ohne zu ahnen, dass ihr Vater ein dunkles Geheimnis hütet. Schon eine ganze ganze Weile besitze ich das Buch von Rainer M. Schröder und habe es vor Jahren schon gelesen. Jetzt habe ich mir doch gedacht, dass ein bisschen leichte Lektüre für unterwegs gar nicht schlecht ist und ich ja nicht immer stricken muss – da fiel der Blick auf dieses Buch und schon war es mit Lesezeichen in meiner Tasche verstaut. Das erste Mal wirklich ein Glück, dass ich recht vergesslich bin und früher nur sehr flach gelesen hab. Die Rose von Kimberley ist ein seicht und vor allem sehr einfach verfasstes literarisches Werk, das in angenehmer Art mit Beschreibungen versehen ist. Sie sind nicht gähnend lang und langweilig, aber auch nicht so kurz, dass man sich nicht in die Situation versetzen könnte. Es ist absolut nicht schwer, sich in die kleine Welt zu verziehen und die sprachliche Anschauung und Details zu verinnerlichen. Teilweise gibt es etwas längere, verschachtelte Sätze, bei denen man schon sehr aufmerksam lesen muss, aber ansonsten doch sehr leicht geschrieben, was nichts an der Tiefe der Sprache ändert! Es ist gerade durch die weder übertriebenen noch vernachlässigten Beschreibungen ein sehr emotionales Buch. Die Geschichte ist eben das; emotional. Man verfolgt den Verlauf des Lebens von Rosemarie Brandon während ihres Aufenthalts in Kimberley. Ihr Vater ist nach einem Schlaganfall halbseitig gelähmt. Ihr Onkel, der ihr schon als Kind gern mal unter den Rock gefasst hat, begeht mehrere Versuche, sie zu missbrauchen. Die Bekanntschaft verschiedenster Menschen im Zug, in der Kirche und auf Teegesellschaften. Und vieles mehr. Es ist sehr vielseitig und bietet eigentlich Ansätze für vielerlei Dinge. Es werden politische und gesellschaftliche Gegebenheiten besprochen, die sich zu dieser Zeit abgespielt haben müssen, aber auch die Suche nach einer Antwort auf die Frage nach der wahren Liebe und der “ehelichen Pflicht”. Die Rebellion der Frauen gegen ihre Bevormundung zeigt sich gerade in Rose unheimlich gut, die mit ihrer spitzen Zunge und ihren spöttischen Kommentaren teilweise enorme Spannungen im Buch und vor allem zwischen den Charakteren darin erzeugt. Man sieht also – ein sehr weit gespanntes Feld, das immer wieder durch neue, überraschende Momente das Weiterlesen fördert. So vielseitig die Geschichte ist, so sind ihre Motive darin. Besonders die Aspekte der Liebe, der Familie und der gesellschaftlichen Struktur werden herausgebildet, wie ich oben bereits erwähnt habe. Aber auch negative Gefühle wie Angst, Abscheu und Ablehnung treten hervor und verleihen dem Buch vor allem in den Anfängen einen bedrückenden Schein, der sich nach und nach mehr oder minder auflöst, auch wenn dieses Gefühl immer wieder auftritt. Es ist kein wirklich fröhlicher Roman, dafür ist er zu sehr durch Missverständnisse, Druck und Missbrauch durchzogen. Dennoch ist zumindest das Ende positiv und friedlich, was die Aussage des Buches, nämlich, dass sich alles zum Guten wenden kann, wenn man miteinander kommuniziert und sein Herz öffnet, unterstreicht. Formal erscheint mir das Buch recht angemessen. Die Länge ist eigentlch optimal, es wird nie langweilig und doch alles aufgelöst und damit kann das Leserherz eigentlich zufrieden sein, auch wenn ich ein bisschen traurig bin, dass es vorbei ist. Neben dem schon beschriebenen Schreibstil gibt es zum sonstigen äußeren Erscheinungsbild nicht viel zu sagen: einmal war ich ein bisschen iritiert, weil ich das Gefühl hatte, dass sich die Schriftart für einen Absatz minimal verändert hatte – sonst war es perfekt.   Fassen wir also zusammen: Mit Die Rose von Kimberley hat Rainer M. Schröder ein in jeder Hinsicht wundervolles Buch geschaffen, das sich leicht liest und das man nur ungern aus der Hand legt. Ich persönlich habe immer dem Moment entgegengefiebert, an dem ich meine “Arbeiten” soweit erledigt hatte und weiterlesen durfte – sogar meine Strickerei habe ich vernachlässigt, was schon beinahe ein kleines Wunder ist, weil ich für die Winterzeit wirklich Sachen brauche – aber ich konnte gar nicht anders, als stets weiter und weiterzulesen. Man hat nicht das Gefühl, dass sich einem die Auflösung des “Geheimnisses” zwischen Lawrence Farrington und Rosemaries Vater aufdrängt, sondern lediglich durch leichte Andeutungen immer wieder präsent gemacht wird ohne dabei zu sehr im Vordergrund zu stehen – dafür ist die weitere Handlung zu ausgefeilt und dominant. Ich persönlich habe aus dem Buch auch für mein Leben eine kleine Lektion mitgenommen, denn gerade die letzten Seiten zeigen sich als kleine Lehrerin der Liebe und der Ehe, die man für sich selbst anwenden kann – vor allem wenn man wie ich bisher immer davor weggelaufen ist. Die Geschichte und ihr Ende haben eine bestärkende Wirkung, der sich niemand entziehen sollte. Deswegen würde ich das Buch immer und immer wieder empfehlen – und werde es vermutlich immer und immer wieder lesen.

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