Liberty 9 - Sicherheitszone

von Rainer M. Schröder 
3,4 Sterne bei197 Bewertungen
Liberty 9 - Sicherheitszone
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Positiv (95):
C

Es war halbwegs spannend, mit einem schwierigen Anfang

Kritisch (30):
Amnesies avatar

An sich ein sehr interessantes Thema, aber leider abgebrochen da der Schreibstil anstrengend und gar nicht meines ist :(

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Inhaltsangabe zu "Liberty 9 - Sicherheitszone"

Die Zukunft hat schon begonnen

Kendira beherrscht die Regeln. Liberty 9, das riesige Valley samt der beeindruckenden Lichtburg, in der 200 junge Auserwählte leben, ist ihr Zuhause. In völliger Abgeschiedenheit und umgeben von undurchdringlichen Schutzanlagen, leben die so genannten Electoren nach einem vorgegebenen Tagesrhythmus: Morgenappell, Unterricht, hochkonzentrierte computeranimierte Trainings. Kendira glaubt zu wissen, warum. Sie trainiert für einen höheren Zweck – doch nicht alle in Liberty 9 sind so privilegiert wie sie. Der junge Dante ist kaum mehr als ein Sklave. Kendira darf er sich eigentlich gar nicht nähern, doch eine unwiderstehliche Anziehungskraft bringt die beiden zusammen. Dantes Zweifel am grausamen System machen auch Kendira misstrauisch – und bringen beide in größte Gefahr. Denn Liberty 9 ist sicher – todsicher.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783570154649
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:496 Seiten
Verlag:cbj
Erscheinungsdatum:27.08.2012

Rezensionen und Bewertungen

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    cat200913vor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Es war halbwegs spannend, mit einem schwierigen Anfang
    Für Zwischendurch mal ganz okay

    Liberty 9

    Inhalt:

    Die junge Electorin Kendira lebt gemeinsam mit ihren Freunden in Liberty 9. Auswerwählt für den hochwürdigen Dienst, ist es ihre Bestimmung, ihre Ausbildung mit Bravour zu absolvieren und in den hochwürdigen Dienst im Lichttempel auserkohren zu werden.
    Der Tagesplan ist vorgegeben, das Ziel bekannt und Weg vorherbestimmt.

    Zumindest glaubt sie das, bis sie dem Servanten Dante begegnet, der in Liberty 9 als eine Art Diener für das Wohlergehen der Auserwählten verantwortlich ist.

    Alles verändert sich mit einem Mal als sie herausfinden, dass Liberty 9 nicht das ist, was es zu sein scheint.
    Und damit beginnt der Wettlauf gegen die Zeit.




    Meine Meinung:

    An dieser Stelle werde ich eine doppelte Rezension schreiben, was bei der Dilogie am angebrachtesten erscheint.

    Kendira fand ich ziemlich ansprechend. Sie ist jung, selbstbewusst und behält stehts einen kühlen kopf und das selbst währen der tragischen Geschehnisse in Band 2.
    Während ich Carlson, ihren Loveinterest, von Beginn an skeptisch entgegenstand, da er mir zu perfekt war, mauserte sich Dante schnell in mein Herz und wurde dahingehend auch nicht enttäuscht. Er ist mutig, intelligent und anders als sein Status es darstellt, durchaus einer der Besten, wenn es heißt, dass es ans Überleben geht.

    Das erste Buch war noch sehr spannend geschrieben. Anfangs zog es sich etwas in die Länge, aber ab der Mitte konnte ich das Buch kaum noch weglegen, da eine Sache nach der anderen geschah, immer mehr aufgedeckt wurde und die Geheimnisse nach und nach gelüftet wurden.

    Genau das war es, das mir in Band 2 gefehlt hat.
    Alle Geheimnisse waren bekannt, das Vorgehen war größtenteils vorhersehbar und es gab viel zu viele Tiefen und Längen.
    Zwischenzeitlich kamen in Band 2 Bedrohungen, mit denen man so nicht gerechnet hat, die aber nicht für lange Dauer war.

    Während Band 1 noch viele Höhen hatte, die Szenen nur so dahinflogen und auch das Zwischenmenschliche von hoher Bedeutung war, wurde dies alles in Band 2 bereits vorausgesetzt. Es ging da mehr ums Umsetzen als ums Erzählen, sodass es zwischenzeitlich eher wie eine Aufzählung von Fakten und Gegebenheiten wirkte.

    Grundsätzlich kann ich entsprechend sagen, dass Band 1 trotz einiger Startschwierigkeiten grundsätzlich empfehlenswert ist.

    Band 2 hingegen hätte durchaus gekürzt werden können. Insbesondere das Ende war enttäuschend. Als nur noch dreißig Seiten ausstanden, hatte das Finale noch gar nicht richtig begonnen, sodass am Ende alles Schlag auf Schlag bin, bis es ziemlich abrupt abgeschlossen wurde. Ich hätte mir 50-70 Seiten in der Mitte und am Anfang weggewünscht, dafür aber ein etwas längeres Ende mit besserem Showdown.


    Daher kann ich Band 1 mit vier Sternen durchaus empfehlen,
    während ich Band 2 mit nur 2,5 Sternen als uninteressant und nicht unbedingt notwendig weitergebe.



    #liberty9 #book #buch #bücher #books #bookstagram #

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    NiWas avatar
    NiWavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Leider wird die Geschichte von Liberty 9 zu lahm erzählt.
    Sicherheitszone

    In der Sicherheitszone von Liberty 9 werden 200 Auserwählte tagtäglich getrimmt. Ein fest vorgegebener Tagesplan soll sie auf ihre hohe Bestimmung vorbereiten, die sie in den Dienst der Gesellschaft stellt. Kendira geht mit Begeisterung die täglichen Aufgaben an, auch wenn sie weiß, dass nicht alle Menschen das Privileg der Auserwählten haben. Doch dann werden Zweifel gesät und sie merkt, dass ihre Vorstellung von Liberty 9 nicht der Realität entsprechen kann.

    „Liberty 9. Sicherheitszone“ ist der Auftakt einer Dystopie, die in der Zukunft spielt und sich mit Unterdrückung, Täuschung und einem grauenhaften Regime auseinandersetzt.

    Das Leben in Liberty 9 ist sehr mysteriös, weil man es nur schwer einordnen kann. Der Tagesablauf läuft wie in einem strengen Internat, weil es sich bei den Auserwählten um Jugendliche handelt, die sich im Unterricht auf ihre zukünftige Aufgabe vorbereiten.

    Genau diese Aufgabe ist für mich die treibende Kraft in der Geschichte, weil Rainer M. Schröder ein großes Rätsel daraus macht. Alles ist sehr nebulös gehalten und ich ahnte nicht einmal, wie Kendiras Zukunft wohl aussehen kann.

    Liberty 9 ist eindeutig in unserer Welt anberaumt, die durch irgendetwas zerstört worden ist. Ich finde es immer sehr spannend solche Szenarien zu lesen und hoffe sehr in der Fortsetzung mehr über die Hintergründe zu erfahren.

    Protagonistin Kendira ist ihrem Alter entsprechend leichtgläubig und lammfromm. Sie kommt nicht auf die Idee das System zu hinterfragen, was wohl auch daran liegt, dass es drakonische Strafen gibt. Doch als sie Dante - einen Art Diener - näher kennenlernt kommen Zweifel auf, die sie nicht mehr zur Ruhe kommen lassen.

    Sämtliche anderen Figuren warten kaum mit Besonderheiten auf, sondern dienen wohl einzig und allein dem Zweck, dass Kendira einen Freundeskreis braucht. Sie sind insgesamt sehr blass geraten und weisen keine nennenswerten Eigenschaften auf.

    Leider wird die Geschichte von Liberty 9 zu lahm erzählt. Es kommt keine Spannung auf, sondern die Tage plätschern sacht und leise vor sich hin. Ich habe mich doch etwas gelangweilt und hätte mir etwas mehr Pep in der Erzählung gewünscht. Genauso wurden Emotionen für mich kaum transportiert, sondern die Figuren haben einfach nur auf Ereignisse reagiert. Ich konnte weder Angst, Unbehagen noch Freude spüren.

    Interessant finde ich allerdings, dass sich der Autor am Christentum bedient und diverse Rituale in seiner Dystopie verwendet. Obwohl kein Mensch weiß, wer Jesus Christus ist, wird bei einem Ritual eine Art Hostie verteilt und es wird die Lichtmesse gefeiert.

    Wenngleich mich dieses Buch nicht begeistern kann, bin ich doch etwas neugierig auf die Fortsetzung geworden. Es wirft so viele Fragen auf, die nach einer Antwort verlangen und ich weiß noch nicht so recht, ob ich dem 2. Band eine Chance geben werde.

    Die Reihe:
    1) Liberty 9. Sicherheitszone
    2) Liberty 9. Todeszone

    Kommentare: 3
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    JenniferKriegers avatar
    JenniferKriegervor einem Jahr
    Kurzmeinung: [1/5] Durchsichtige Handlung, platte Charaktere, prototypisches Liebesdreieck, anstrengender Stil, ständige Wiederholungen.
    [Rezension] Liberty 9: Sicherheitszone – Rainer M. Schröder

    Klappentext:
    Kendira beherrscht die Regeln. Liberty 9, das riesige Valley samt der beeindruckenden Lichtburg, in der 200 junge Auserwählte leben, ist ihr Zuhause. In völliger Abgeschiedenheit vom Rest der Welt und umgeben von undurchdringlichen Schutzanlagen, leben die so genannten Electoren nach einem vorgegebenen Tagesrhythmus: Morgenappell, Unterricht, hochkonzentrierte computeranimierte Trainings für Körper und Geist. Kendira glaube zu wissen, warum. Sie trainiert für einen höheren Zweck – doch nicht alle in Liberty 9 sind so privilegiert wie sie.
    Der junge Dante hat keine Zukunft. Kendira darf er sich eigentlich gar nicht nähern, aber eine unwiderstehliche Anziehungskraft bringt die beiden zusammen. Dantes Zweifel am grausamen System machen auch Kendira misstrauisch – und bringen beide in größte Gefahr. Denn Liberty 9 ist sicher – todsicher.

    Einordnung:
    - Sicherheitszone (Teil 1)
    - Todeszone (Teil 2)

    Rezension:
    Durch dieses Buch habe ich mich echt gequält. Schon auf der vierten Seite war mir klar, dass der Schreibstil und ich nicht zusammen passen. Und je mehr ich gelesen habe, desto schlimmer wurde es. Es fing damit an, dass der Autor, der Deutscher ist, von Anfang an wild mit englischen oder aus dem Englischen eingedeutschten Begriffen um sich geworfen hat. Kendira und die anderen Auserwählten heißen „Electoren“, die Diener werden „Servanten“ genannt und die Wächter sind die „Guardians“. Außerhalb von „Liberty 9“ hält sich zudem eine Rebellengruppe auf, die als „Nightraiders“ bezeichnet wird. Auf dem Gelände der Sicherheitszone befinden sich mehrere Gebäude, unter anderem das „Gym“ und die „Tube“. In der „Tube“ werden computeranimierte Spiele gespielt und bei jedem „Run“ hoffen alle Auserwählten, dass sie zum „Driver“ bestimmt werden. Zudem sind die Regeln in der Sicherheitszone wirklich hart und wer einen Verstoß dagegen begeht, dessen Gehirn wird mittels Elektrode bearbeitet, indem der Strom große Teile des Gewebes zerstört, sodass der Verurteilte entweder stirbt oder schwerste geistige Einschränkungen erfährt. Diese Straft wird „Cleansing“ genannt. Und das sind nur einige Beispiele für englische Begriffe, generell gibt es kaum einen Absatz, in dem nicht mindestens eines dieser Wörter vorkommt. Die Geschichte spielt zwar in den USA, aber da die Hälfte der sozialen Ränge und Gebäude ausschließlich deutsche Namen trägt, finde ich die vielen englischen Begriffe irgendwie inkonsequent.
    Noch viel mehr Schwierigkeiten hatte ich jedoch mit den sich dauernd wiederholenden, übertrieben detaillierten Beschreibungen. Es ist keinerlei Fantasie notwendig, um sich die Sicherheitszone und die einzelnen Gebäude vorzustellen, denn alles wird bis ins letzte Detail beschrieben. Wenn die Charaktere einen neuen Raum betreten, erfolgen zuerst Beschreibungen der Wände, des Bodens, der Decke und der Möbel sowie aller anderen Dinge, die sich in diesem Raum befinden. Gleiches gilt jedoch auch für Orte unter freiem Himmel und überhaupt alles andere. Teilweise musste ich an die Schreibtipps denken, die überall im Internet für angehende Autoren zu finden sind: Benutze Adjektive! Das hat der Autor in dieser Geschichte wirklich nach Lehrbuch getan. Mir ist in den ellenlangen Beschreibungen leider häufig die Handlung verloren gegangen. Insbesondere, da es mit der ersten Beschreibung leider nicht vorbei war. Jede Person, jeder Ort und jedes Objekt hat mindestens ein charakteristisches Adjektiv zugewiesen bekommen, das jedes Mal genannt werden musste, wenn die Person, der Ort oder das Objekt genannt wurden. Besonders hat sich mir da die „hagere, asketische Gestalt“ des Primas Templeton eingebrannt. Als diese Wortkombination zum fünften Mal auftauchte, habe ich aufgehört zu zählen.

    Diese Adjektive, die den Personen zugeordnet sind, sind außerdem beinahe die einzigen Eigenschaften, die die Charaktere haben. Ansonsten sind sie bis zum Schluss alle platt, emotionslos und stereotyp geblieben. Kendira ist zwar die Protagonistin, ihr Weg wird aber von einem allwissenden Erzähler begleitet, sodass es nur hin und wieder Einblicke in ihre Gefühle und Gedanken gibt. Neben ihr sind, natürlich, noch zwei Jungen wichtig: Dante, der aufregende, rebellische Diener, und Carson, der begabte, gut aussehende Auserwählte. Dass beide sich in Kendira verlieben und Kendira ebenfalls für beide Gefühle entwickelt, muss ich wohl kaum erwähnen. Viel mehr als diese prototypische Konstellation gibt es zu den Charakteren auch nicht zu sagen, denn das ist alles, was sie ausmacht. Vielleicht abgesehen davon, dass alle Auserwählten leichtgläubig, wankelmütig und manipulierbar sind. Denn die Argumente, die Dante für seine Zweifel am System äußert, sind so schwach, unbegründet und aus der Luft gegriffen, dass sie eigentlich niemanden überzeugen sollten, der von Geburt an mit allen Lügen und Manipulationen in der Sicherheitszone gelebt hat.

    Damit sind auch schon zwei Punkte angesprochen, die dafür sorgen, dass im Grunde keinerlei Spannung aufkommt: Die Entdeckungen, die Dante macht, sind beim besten Willen nicht dramatisch genug, um sich darüber aufzuregen, und der allwissende Erzähler nimmt jede Szene, die Spannungspotenzial hätte, eindeutig vorweg. Außerdem sind auch die restlichen Elemente der Geschichte vorhersehbar. Für mich gab es keine einzige Überraschung in den 52 Kapiteln. In gewisser Weise ist das kein Wunder, denn dieser erste Band beantwortet keine einzige Frage, die in der Geschichte aufgeworfen wird. Der Leser wird gemeinsam mit den Charakteren in jeder Hinsicht auf den zweiten Teil vertröstet. Das wird dann allerdings wohl dazu führen, dass mich der zweite Band auch nicht fesseln kann, denn bei mehreren Aspekten, die dort hoffentlich endlich enthüllt werden, bin ich mir sicher, dass ich das jetzt schon weiß. Der erste Band der Reihe ist jedenfalls in jeder Hinsicht durchsichtig.

    Fazit:
    Durch das Buch habe ich mich gequält. Mit dem Schreibstil kam ich von Anfang an nicht zurecht. Die vielen englischen oder eingedeutschten Begriffe haben mich gestört. Außerdem waren die ellenlangen Beschreibungen so detailliert, dass die Handlung dazwischen verloren gegangen ist. Zudem sind die Adjektive, mit der eine Person oder ein Objekt beschrieben wurden, bei jeder Nennung der Person oder des Objekts ebenfalls wieder genannt worden, sodass das Buch fast nur aus ständigen Wiederholungen derselben Wortkombinationen besteht. Die platten, wankelmütigen Charaktere mit dem prototypischen Liebesdreieck konnte mich ebenfalls gar nicht ansprechen. Und die durchsichtige Handlung sowie der allwissende Erzähler, der immer alles schon vorher verraten hat, haben dem Buch jegliche Spannung geraubt. Als anstrengendes, plattes, langweiliges, vorhersehbares Buch bekommt „Liberty 9 – Sicherheitszone“ nur eine Schreibfeder von mir.

    http://jennys-buecherkiste.blogspot.de/2017/07/rezension-liberty-9-sicherheitszone.html

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    Vanessa-v8s avatar
    Vanessa-v8vor 2 Jahren
    Spannende Jugenddystopie

    Kendira ist eine der Auserwählten. Eine die in der Sicherheitszone leben darf. Die für den hochwürdigen Dienst im Tempel berufen ist. Das wird ihr, und allen anderen Jugendlichen in Liberty 9 seit ihrer Kindheit eingebläut. Etwas anderes kennen sie nicht. Alle sind glücklich damit, glauben die Lügen die die Oberen verbreiten, aber sind auch dem Tode geweiht. Bis Kendira Dante kennen lernt. Er ist nur ein Bediensteter - anders als sie, und dürfte eigentlich kein Kontakt mit ihr haben. Doch darauf gibt er keinen Acht und streut bei Kendira Zweifel über das System. Wieso wissen sie nicht worin der hochwürdige Dienst besteht? Warum wird ihnen die Existens einer Religion vorenthalten und sämtliche Bücher mit dessen Inhalt umgeschrieben oder gar vernichtet? Im Vordergrund stehen Kendira, als Haupterperson, und Dante und Carson als Nebenrollen. Kendira war mir ganz symphatisch, da sie interessante Ansichten hat und sich auch für die Anderen einsetzt. Doch manchmal gefiel mir ihre Verhalten nicht ganz so, weil sie nicht so offen für neues war und öfters einfach die Augen zumachen wollte und die Dinge auf sich beruhen, nicht so wie ich es von ihr erwartet hätte. Sie bildete sich auch ziemlich viel auf ihre Position ein Alpha-Elector zu sein(die höchste Stufe der dortigen Ausbildungsränge). Dante war ebenfalls sehr nett, wenn auch etwas aufdringlich und leicht eingeschnappt. Mir gefiel seine rebbellierende und misstrauische Art und seinen Hang zum Philosophieren und Hinterfragen. Carson mochte ich nicht ganz so sehr. Er liebt Kendira, deswegen vereinnahmt er sie sehr und betrachtet sie manchmal als "seins". Zwar ist er klug und gibt sarkatische Antworten, aber manchmal auch etwas aufdringlich. Der Schreibstil des Autoren gefiel mir sehr gut, durch die sehr bildlichen Beschreibung habe ich nun eine sehr gute Vorstellung davon, wie es in Liberty 9 aussieht. Auch schreibt er sehr flüssig, so dass man über die Seiten nur so "fliegen" kann. Erzählt wird aus der objektiven Sicht, wobei es nicht nur den Handlungsstrang von Kendira gab. Ab und zu Mal wurde von einem mysteriösen Mann in Liberty 9 berichtet, der ebenfalls über die Lügen des Systems Bescheid wusste und ein Teil dessen war, deshalb hatte er ein sehr schlechtes Gewissen. Das Beste in diesem Buch, waren meiner Meinung nach die Gespräche. Dort wurden oft sarkatische und witzige Antworten gegeben, dadurch konnte ich öfters Mal lachen. Aber auch allein die Idee und Beschreibung der Sicherheitszone und dessen Regeln, Alltagssituationen, Veranstaltungen usw. finde ich überaus spannend. Nicht so gut gefällt mir das Cover des Buches. Es sieht zwar durch die Blau- und Schwarztöne sehr gut aus, aber es passt nicht zu dem Buch. Ich habe auch keine Ahnung wer die Person auf dem Cover ist, ich vermute Mal es soll Dante sein. Liberty 9 konnte mich wirklich begeistern. Allein die Idee, aber auch die Umsetzung dessen finde ich fantastisch. Durch die symphatische Hauptperson, den guten Beschreibungen und flüssigen Schreibstil machte es wirklich Spaß zu lesen. Ich lese sehr gerne Dystopien, deswegen ist das Buch mein Fall und gehört nun auch zu meinen Lieblingsbüchern. Der zweite Teil steht bereits in meinem Regal und wird bald verschlungen.

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    BillysBuecherwelts avatar
    BillysBuecherweltvor 2 Jahren
    Doch noch sehr gut geworden

    Liberty 9 Sicherheitszone


    Inhalt - Liberty 9 so nennt sich ein Tal umgeben von einem elektronischen Sicherheitszaun. Dieser Zaun soll die Bewohner vor den gefährlichen Nightraidern beschützen.

    In der Zone leben Bewacher, Obere, Lehrer, Servanten und Electoren. Zu diesem Electoren gehört Kendira. Gemeinsam mit den anderen Electoren absolviert sie ihre Ausbildung für den Einsatz im Lichttempel.

    Die Servanten, jene die nicht zum Elector ernannt worden, sind für die “niederen” Dienste wie putzen, kochen und dergleichen eingeteilt. Kontakt mit den Electoren ist ihnen Verboten. Es herrschen strenge Regeln und wenn man gegen sie verstößt muss man mit harten Strafen rechnen. Eine davon ist das Cleansing, bei dem das Gehirn durch elektronische Impulse lahm gelegt wird. Kendira erwischt Servanten Dante bei solch einen Verstoß, hat aber Mitleid mit Ihm und meldet es nicht. Die beiden freunden sich an und mit der Zeit entwickeln sich Gefühle auf beiden Seiten.

    Aber Kendira fühlt sich auch zu Elector Carson hingezogen der in sie verliebt ist.

    Als niedergestellter Servant hinterfragt Dante zunehmend das ganze System. Bis er beim reinigen einer Zelle eine geheime Nachricht entdeckt und diese Kendira zeigt. Dadurch entwickelt sie auch Mißtrauen gegenüber Liberty 9. Zusammen gehen sie der Sache auf die Spur und das Abenteuer ihres Lebens nimmt den Anfang.


    Meinung - Am Anfang ist es mir wirklich schwer gefallen in das Buch rein zu kommen. Ich wurde mit neuen Begriffen und Umgebungsbeschreibungen überflutet. Normalerweise fällt mir das nicht so schwer, aber bei dem Buch, oh man… habe mich schon zu alt gefühlt. Und ja ich habe es für einige Zeit abgebrochen und wieder ins Regal gestellt. Neues Jahr, neues Glück. Ich nahm es wieder zur Hand und gab dem ganzen noch eine Chance. Und siehe da es wurde besser. Nachdem ich langsam alles verstanden hatte war es richtig toll. Kendira und ihre Freunde wuchsen mir richtig ans Herz. Gemeinsam mit Ihnen kam ich den Oberen auf die schliche. Jedes Cleansing, zum Glück nicht viele, habe ich gehasst und genau wie sie verachtet. Ich fände es sehr spannend als es zum Ausbruch kam. Mitfiebernd verschlang ich Zeile um Zeile. Es war so toll.

    Ab der Hälfte circa hat mich das Buch so sehr gefesselt, dass ich es nicht mehr weglegen konnte.

    Rainer M. Schröder hat mich mit seinen tollen schreibstil in seinen Bann gezogen. Es ist leicht zu lesen und man merkt garnicht wie schnell man durch ist. Ich bin froh den ganzen doch noch eine Chance gegeben zu haben.


    Fazit - Nach anfänglichen startschwierigkeiten habe ich das Buch doch noch geliebt. Die neue Welt fande ich sehr spannend und detailreich beschrieben. Es wurde immer schwerer es wegzulegen. Die beiden Cover der Bücher sind sehr schön gewählt und machen zusammen richtig was her. Ich bereue es nicht die Beiden gekauft zu haben. Es war auch ein klarer Coverkauf.

    Leseempfehlung? Klar! Auch wenn es schon etwas älter ist sollte man es mal lesen.

    Schnell zu lesen und unterhaltsam wenn man einmal drin steckt. 

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    rainbowlys avatar
    rainbowlyvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Super spannend! Bin gespannt wie es weiter geht!
    ich will sofort weiter lesen!

    Erster Satz

    Kendira  schreckte aus dem Schlaf und richtete sich mit einem Ruck im Bett auf.

    Fakten

    Autor: Rainer M. Schröder
    Verlag: cbj
    Erscheinungsdatum: 27.08.2012
    Genre: Jugendbuch
    Seiten: 490


    Inhalt

    Kendira gehört zu den Auserwählten, die im Lichttempel der Erhabenen Macht dienen sollen und wird dafür in der Sicherheitszone in Liberty 9 ausgebildet. Bisher erfüllte sie das mit Stolz und Ehrfurcht, doch Dante, ein Servant, also ein Diener, sät Zweifel an Kendiras Berufung. Immer mehr Hinweise häufen sich bis Kendira sich sicher ist: Im Lichttempel wartet nichts Gutes auf sie und sie beschließt sich diesem Schicksal nicht zu ergeben


    Gestaltung

    Das Cover gefällt mir sehr gut. Es strahlt etwas Bedrohliches aus und passt damit sehr gut zu den immer stärker werdenden Zweifeln von Kendira. Besonders gut gefällt mir aber, dass der zweite Band so gut dazu passt. Während dieser Band in blau gehalten ist und die Hälfte eines weiblichen Gesichtes zeigt, ist der zweite Band orange und zeigt die andere Hälfte eines männlichen Gesichtes. Erst hat mich das dicke Taschenbuch etwas abgeschreckt, aber es lohnt sich wirklich!


    Sprache

    Die Geschichte ist wirklich toll erzählt. Die Seiten flogen nur so dahin. Man erfährt nie zu viel und zu schnell. Das erhält die Spannung bis zum Schluss.

    Die Umgebung in der Kendira lebt wird schön beschrieben. Man fühlt sich richtig wohl in Liberty 9. Besonders kennzeichnend für Liberty 9 sind die Lichtspektakel zum Morgenappell oder auch der Lichtbogengang. Diese beeindrucken einen beim Lesen ohne, dass man sie wirklich sehen kann, doch vor dem inneren Auge explodieren die Farben und reißen einen mit in Kendiras Welt.

    Auch die Charaktere sind sympathisch und authentisch. Kendira als mutige Hauptprotagonistin stürzt sich nicht sofort mit Unvernunft ins Abenteuer und lässt auch ihre Freunde nicht völlig im Dunkeln.


    Fazit

    Das Cover und der Klappentext hatten mich sofort angesprungen. Und meine Erwartungen wurde vollkommen erfüllt.
    Ja, es ist eine typische Dystopie. Eine scheinbar heile Welt bröckelt, ein mutiges Mädchen wendet sich gegen die Gesellschaft und bringt damit ihre Zukunft und ihr Leben in Gefahr und es gibt natürlich auch die typische Dreiecksbeziehung :D
    Aber mich konnte die Geschichte trotzdem begeistern! Die Gesellschaft ist toll beschrieben, die Charaktere abwechslungsreich und die dystopischen Details faszinierend!

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    Lesemaus-Ms avatar
    Lesemaus-Mvor 3 Jahren
    Ich hatte mehr erwartet

    Klappentext/Inhalt:

    Die Zukunft hat schon begonnen ...

    Liberty 9, ein riesiges Valley, ist Kendiras Zuhause. Umgeben von mächtigen Schutzanlagen leben die 200 jungen Auserwählten nach einem vorgegebenen Tagesrhythmus: Morgenappell, Unterricht, computeranimierte Trainings für Körper und Geist. Kendira glaubt zu wissen, warum. Sie trainiert für einen höheren Zweck – doch nicht alle sind so privilegiert wie sie. Der junge Dante hat keine Zukunft. Kendira darf er sich eigentlich nicht nähern, doch eine unwiderstehliche Anziehungskraft bringt sie zusammen. Dantes Zweifel am grausamen System machen auch Kendira misstrauisch – und bringen beide in größte Gefahr. Denn Liberty 9 ist sicher – todsicher.


    Meine Meinung:


    Dieses Buch lag jetzt ewig auf meinen SuB. Leider hatte ich lange Zeit keine Lust auf das Buch. Jetzt habe ich es endlich gelesen und bin leider etwas enttäuscht.


    Kendira hat einen hohen Rang in dieser Welt. Sie kann vieles tun, dass andere nicht machen können. Eines Abends beobachtet sie einen Verstoß gegen die Regeln in Liberty 9. Sie meldet dieses aber nicht. Nach und nach erfährt sie Dinge über die Sicherheitszone mit der sie nie gerechnet hat. Letztendlich muss sie Angst um ihr Leben haben und macht sich deshalb auf in ein großes Abenteuer.


    Kendira hat einen hohen Rang in dieser Welt. Diesen nutzt sie oft auch aus aber dennoch ist sie nett und zuvorkommend. Wenn ihre Freunde Hilfe brauchen, dann ist sie stets zur Stelle. Eines abends lernt sie Dante kennen. Er erzählt ihr Dinge, die sie absolut nicht glauben kann. Nach und nach erfährt sie schreckliche Dinge. Sie hat Angst um das Leben ihrer Freunde und um ihres. Sie will dieses Leben nicht mehr und versucht dem zu entgehen. Dabei hat sie große Angst, ist aber auch neugierig was das alles zu bedeuten hat.


    Der Schreibstil ist relativ einfach gehalten aber dennoch hatte ich damit so meine Probleme. Der Autor hat versucht diese Welt zu beschreiben und was dort alles so passiert. Leider konnte ich mir diese Welt aber nicht so gut vorstellen. Viele Stellen sind sehr langatmig in dem Buch und es geht nicht so richtig voran. Dennoch gab es Stellen die sehr interessant waren und aufregend. Vor allem die letzten 100 Seiten haben mir dann doch ganz gut gefallen und ich würde jetzt schon gerne wissen wie das Ganze zu Ende gehen wird.


    Fazit:


    An dieses Buch hatte ich einige Erwartungen aber diese wurden nicht so ganz erfüllt. Obwohl der Schreibstil relativ einfach gehalten ist, hatte ich damit Probleme. Leider konnte ich mir diese Welt einfach nicht so richtig vorstellen. Was natürlich total schade war. Dennoch gab es auch gute Kapitel und die letzten 100 Seiten waren dann echt spannend und aufregend. Deshalb werde ich den finalen Band auch lesen und bin gespannt wie es mit Kendira und den anderen weitergeht.


    Bewertung:


    Cover: 4/5

    Klappentext: 4/5

    Inhalt: 3/5

    Schreibstil: 3/5

    Gesamtpaket: 3/5


    3 von 5 Sterne


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    Lilly_McLeods avatar
    Lilly_McLeodvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein gelungener Auftakt, dessen Ende Lust macht auf mehr. Interessante Idee, gut ausgearbeitet und nette Charaktere.
    Faszinierendes Zukunftsszenario sehr gut umgesetzt

    Das Cover
    Das Cover gefällt mir sehr gut. Ich mag die kräftigen Farben und auch die Wahl der Farben. Das Mädchengesicht ist jetzt sicher Geschmackssache, aber mir gefällt es und ich finde die Aufmachung wirklich unglaublich ansprechend und sehr hübsch.




    Kurze Inhaltsbeschreibung
    Kendira wächst in Liberty 9 auf. Sie ist einer der Auserwählten und darf später dem Lichttempel dienen, wenn sie ihre Ausbildung beendet hat. Das wird bald soweit sein, denn sie befindet sich mit ihren Freunden bereits im Alphalevel und erzielt bei fast allen Übungen gute Ergebnisse.
    Ihr Leben gerät jedoch aus den Fugen, als sie den Servanten Dante begegnet. Denn dieser ist im Glauben, das die Lehrer und Führer von Liberty 9 ihnen etwas verschweigen. Er stößt Kendira auf Ungereimtheiten und bald schon kann sie die Zweifel nicht mehr beiseite schieben, die Dante geweckt hat. Als sie dann auch noch Zeuge eines schrecklichen Cleansing werden, das völlig zu Unrecht verhangen wird, ist Kendira mehr als verunsichert. Je tiefer sie gräbt, umso klarer wird, dass die Welt in der sie lebt, eine einzige Lüge ist …

    Schreibstil und Storyverlauf
    Den Schreibstil von Rainer M. Schröder kenne ich ja bereits. Ich habe seine „Abby Lynn“ Reihe gelesen, eine historische Jugendbuchreihe, die in Australien spielt. Ich bin großer Fan dieser Reihe, seit vielen Jahren schon und war nun sehr gespannt darauf, mal etwas ganz anderes von dem Autor zu lesen.
    Der Schreibstil war auch in diesem Buch sehr gefällig und gut zu lesen. Mir gefällt die Mischung aus Beschreibung und Dialogen. Ist genau die richtige Mischung für mich und ich mag das sehr gerne. Es ist eine etwas ruhigere Dystopie, was die Actionszenen angeht, weil die Welt in der Kendira lebt, sehr genau beschrieben wird. Aber so fühlt man gut mit der Figur mit, teilt ihren Schrecken und die Idee wirkt tiefgründig und fällt nicht plötzlich vom Himmel. Zum Ende hin wurde es auch noch mal spannend und mit dem Ende bin ich nun sehr gespannt auf die Fortsetzung und den Abschlussband der Dilogie.

    Die Charaktere und ihre Entwicklung
    Die Figuren waren wieder ausgesprochen klasse. Der Autor schafft es einfach unglaublich gut auch Nebenfiguren so viel Leben und Charakter zu geben, dass man vergisst, dass es Nebenfiguren sind. Kendira ist keine einfache Figur und hin und wieder spürt man, wie sie aufgewachsen ist und wie sie das geprägt hat. Sie wirkt manchmal naiv, dann wieder voreilig und unentschlossen. Aber das alles wirkt gleichzeitig passend und man entdeckt gerade zum Ende hin, wie sie sich weiterentwickelt. Ähnlich geht es mir mit ihren Freundinnen.

    Dante war noch etwas blass, als männlicher Protagonist. Ich bin gespannt, ob er im zweiten Teil eine größere Rolle bekommt.

    Fazit
    Ein toller Auftakt für eine dystopische Dilogie. Ein Buch ganz nach meinem Geschmack mit einer interessanten Idee, die gut ausgearbeitet ist. Mit sympathischen, vielschichtigen Figuren und einem Ende das Lust macht auf mehr. Für Dystopiefans sicher zu empfehlen, aber auch für solche, die gerne mal in das Genre hineinschnuppern wollen. 

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Nett, aber ich war etwas enttäuscht.
    Liberty 9

    Da hab ich das Buch schon so lange im Regal stehen, hatte viel Gutes vorher gelesen und dann sowas. Die Geschichte sehr interessant, aber sehr lang gezogen, bis zur Hälfte lass ich das Buch nur sehr schleppend, aber ich wollte wissen was passiert, klar der letzte Teil war dann nochmal spannend, aber das Ende so abprubt, das es wieder ein NoGo für mich ist, war. Aber nun lese ich mich durch Teil 2, den beide Bücher sind da und ich habe Hoffnung das Teil 2 ein bisschen besser wird, als Teil 1...also abwarten, lesen und lesen.

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    erdbeerliebe.s avatar
    erdbeerliebe.vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Nette Dystopie für zwischendurch der es meiner Meinung nach leider an Authenzität fehlt.
    Sicherheit hoch 9.

    Kendira ist 16 Jahre und Alpha. So nennt man die ranghöchsten Electoren, die alle in "Liberty 9" leben. Liberty 9, das ist ein Ort der Sicherheit. Die Schüler die hier unterrichtet werden haben die Aussicht auf ein schönes und vollkommendes Leben, die Aussicht auf den Dienst im Lichttempel. So empfindet das auch Kendira - bis sie auf Dante trifft, einen Servanten, der alles was sie bisher gekannt hat und an das sie zu glauben gedachte, auf den Kopf stellt.
    (Ps. Das er natürlich irgendwoe total anziehend und sexy ist, wird immer wieder subtil angedeutet, aber für vorausschauende LeserInnen brauche ich das sicher nicht mit zu erwähnen.)

    "Liberty 9" lag nicht zuletzt deswegen so lange auf meinem Stapel ungelesener Bücher, da ich leider schon ein paar Rezensionen im Vorraus gelesen hatte, die mir meine Meinung etwas vorwegnahmen. Und leider muss ich ihnen nun zustimmen - doch fangen wir einfach am Anfang an.
    Das Setting der Sicherheitszone ist nett und recht originell, erinnert mich etwas an Sekten und ähnliche Organisationen. Die Geschichte um Kendira und ihre Freunde ist leider weniger kreativ oder spannend, denn da fangen die Probleme an: Die Persönlichkeiten von Kendiras 'bester' Freundin, Dante, Carson und co sind leider so eindrücklich wie ein abgelaufener Turnschuh. Kaum. Besonders die Identifikation mit der Protagonistin Kendira selbst fiel mir schwer - es gibt kaum etwas, was sie nicht kann, fast alle auftretenden Kerle stehen auf sie und sie ist ziemlich selbstsicher. Leider auch ebenso durchscheinbar, denn mir fällt keine kleine originelle Kerbe ein, die sie irgendwie zu einer nicht austauschbaren Person machen würde. Keine Angewohnheiten, keine lustigen Gedankengänge, keine Schwächen, keine Allergien. Irgendwie öde. Eine Mary Sue schlechthin.
     Der Rest ihrer Freunde ist ähnlich, wobei sich der Autor hier mehr an Stereotypen bedient hat: Da wäre der etwas pummlige unbeliebte Zeno, die 'lustige' BFF Keira, die allseits talentierte und wunderschöne Fay, der düsterangehauchte Rebell Dante, der seinem Namen natürlich alle Ehre macht und der Schönling Carson.
    Die Geschichte des Roman selber ist etwas eintönig, nimmt aber gegen Ende hin etwas an Fahrt auf: Dadurch, dass sie sich recht viel Zeit lässt, kommt man zwar nicht den Charakteren näher, doch es wird mir ein Einblick in das doch recht durchstrukturierte Leben eines Electoren gewährt. Das Thema der 'Gehirnwäsche' ist recht eindrücklich und sanft erzählt (wenn man mal von den Rechtschreibfehlern absieht), auch wenn es hie- und da ein paar Vorschlaghammermethoden gibt: Das zufällig auch Huxleys 'Schöne neue Welt' auf der Bühne verbrannt wird, ist natürlich nur ein kliiitzekleiner Hint an den unwissenden Leser, was da falschläuft.
    Alles in allem hatte ich den Eindruck, dass mir die ganze Welt der Liberty 9 nicht so wirklich nahe geht. Klar, es geschehen schlimme Dinge, ab und zu auch lustige und schöne, aber alles in allem bleibe ich Beobachter in diesem Universum. Der Autor schafft es nicht mir Kendira und Co nahe zu bringen oder mich irgendwie mit ihnen zu verbinden. Die vielen gezwungenen englischen Ausdrücke im Buch (Wieso denn Gym? Wieso nicht Turnhalle?) nerven mich zusätzlich. Der Rest des Buchs ist angenehm, wenn auch einfach, geschrieben und lässt sich flüssig lesen. Es ist nur etwas langweilig!

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Nine_im_Wahns avatar
    Ich möchte euch ganz herzlich dazu einladen, an meiner ersten eigenen Leserunde teilzunehmen! Es geht hierbei um eine Leserunde zu dem Buch Liberty 9 – Sicherheitszone.

    Mehr zum Buch:
    Kendira machte eine knappe Handbewegung. »Vergiss es, Dante! Was immer du mir jetzt erzählst, ich werde darüber den Mund halten! Also, wofür habt ihr bloß noch ein paar Monate Zeit?«
    Er schaute sich kurz um, als fürchtete er, belauscht zu werden. Dann rückte er näher zu ihr und eröffnete ihr mit gedämpfter Stimme: »Um einen Weg aus der Sicherheitszone nach draußen zu finden.«

    Die Sicherheit von Liberty 9, dem von undurchdringlichen Schutzanlagen umgebenen Tal, ist Kendiras Zuhause. Sie genießt ihr Leben in der beeindruckenden Lichtburg, die hochkonzentrierten computeranimierten Trainings für Körper und Geist, die sie täglich absolviert. Und sie ist überzeugt davon, für einen höheren Zweck ausgebildet zu werden. Ohne Dante, den Grübler und Zweifler, hätte sie all das nie infrage gestellt. Aber Dantes Zweifel kommen der Wahrheit auf die Spur. Schneller, als sie gedacht hätten, sind Dante und Kendira in Lebensgefahr. Und auf der Flucht – in eine Außenwelt, die sie noch nie gesehen haben.
    (Klappentext)


    Ich habe das Buch vor einigen Tagen gekauft und gleich mal ein weiteres Buch für die Leser meines Blogs mitergattert. Die Verlosung zu dem Buch findet ihr hier: http://nine-im-wahn.blogspot.de/2014/09/gewinnspiel-liberty-9-eine-wahnsinns.html

    Habt ihr bereits ein Exemplar von Liberty 9 und Lust an der Leserunde dazu teilzunehmen? Dann seid ihr natürlich auch herzlich willkommen! Ich freue mich über jeden, der mitliest. :)

    Die Leserunde startet dann am 15. Oktober. ;)


    Nine <3
    Banefuls avatar
    Letzter Beitrag von  Banefulvor 4 Jahren
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