Rainer M. Schröder Mein Feuer brennt im Land der Fallenden Wasser

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Inhaltsangabe zu „Mein Feuer brennt im Land der Fallenden Wasser“ von Rainer M. Schröder

Pennsylvania 1758: Mary Jemison überlebt als Einzige den Indianerüberfall auf die Farm ihrer Eltern und wird verschleppt. Im Dorf der Irokesen fällt es ihr im Lauf der Monate immer schwerer, ihre eigene, in der Welt der Weißen verwurzelte Identität aufrechtzuerhalten. Doch dann bietet sich ihr die Chance zur Flucht. (Quelle:'Flexibler Einband')

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    Mein Feuer brennt im Land der Fallenden Wasser

    SiCollier

    26. April 2016 um 15:40

    „Die einzige Freiheit, die der Mensch in seinem Leben hat, ist herauszufinden, was seine ureigenste Natur und Bestimmung ist, und diesem Pfad zu folgen“, erwiderte Horatio. „Es gibt kein Leben ohne Verwantwortung und Bindung, Mary. Vor dieser Wahrheit kann man nicht weglaufen.“ (Seite 198)Meine MeinungDas Buch habe ich mir vor ein paar Jahren schon gekauft, und im Nachhinein weiß ich gar nicht so recht, weshalb ich es nicht schon längst gelesen habe, bietet es doch genau das, was ich mir von ihm erwartet habe - und eigentlich sogar noch mehr. Zu Beginn sieht es allerdings gar nicht danach aus, denn der in der Inhaltsangabe erwähnte Indianerüberfall auf die Farm der Jemisons wird zwar nicht unbedingt ausführlich, aber dennoch genügend deutlich beschrieben, so daß man sich über die Brutalität keinem Irrtum hingeben kann. Wie das da zu der im Buchrückentext erwähnten Situation kommen sollte, daß Mary nicht mehr weiß, wohin sie gehört, war mir schon etwas rätselhaft. Allerdings wird dieses „Rätsel“ im weiteren Verlauf durchaus glaubwürdig aufgelöst.Das Leben bei den Seneca, einem Stamm der Irokesen, wird anschaulich beschrieben. Es kam mir gar nicht so unbekannt vor; nicht, weil ich nicht schon Etliches über das Leben der Indianer gelesen hätte. Sondern weil es mich an ein Buch erinnerte, das ich in meiner Jugend wieder und wieder gelesen habe, bis ich es streckenweise fast auswendig konnte. Lange vergessen, fiel es mir unwillkürlich wieder ein: „Blauvogel, Wahlsohn der Irokesen“ von Anna Jürgen, das mir in jugendlichem Alter meine Oma geschenkt hatte. Viele Szenen erschienen aus dem Dunkel der Vergangenheit vor meinem geistigen Auge, und sie waren denen, die in dem Buch hier beschrieben werden, recht ähnlich.Die Art, wie Mary zu den Indianern kommt, ihre Behandlung dort, ihre Ängste und schließlich ihr langsames Annähern an ihre neue Umgebung und Familie werden anschaulich und nachvollziehbar beschrieben. Einen besonderen Wert legt der Autor dabei auf der Schilderung des ganz normalen indianischen Lebens und zwar, wie schon in den zuvor gelesenen Büchern von Michael Blake, aus Sicht der Indianer. Nicht zuletzt dadurch wird der scharfe Kontrast zu den weißen Siedlern und ihrer Denk- und Lebensweise mehr als deutlich und ohne, daß Schröder eine Antwort vorgeben muß oder präferiert, sind die Schlüsse für den Leser bei - und sei es nur halbwegs - objektiver Betrachtung ziemlich eindeutig.Irgendwann taucht ein Jesuitenpater auf, der die Seneca missionieren will. Schien er mir zunächst recht sympathisch, hat sich das doch recht bald geändert. Leider, leider scheint mir sein Verhalten recht typisch zu sein - wie eine entsprechende Anmerkung im umfangreichen Nachwort bestätigt. Alleine wegen der Antwort, die er auf sein Verlangen vom Seneca-Häuptling erhält, wäre dieses Buch lesenswert. Wie überhaupt die Welt vielleicht um ein vielfaches besser aussähe, hätte man mehr von den „Sechs Nationen“, wie die Irokesenliga auch genannt wird, gelernt und übernommen. Wie modern diese war, mag man daran ersehen, daß einige Prinzipien der amerikanischen Verfassung sich direkt auf diese zurückführen lassen. Selbst Theoretiker wie Karl Marx und Friedrich Engels beriefen sich in ihren Schriften auf die Organisationsform der Irokesen - allerdings nicht ohne anzumerken, daß die herausgehobene Stellung der Frau eine „Verirrung“ sei.Auch wenn das Buch nur 265 Seiten eigentlichen Text enthält, hatte ich nie das Gefühl, als ob der Autor ein hohes Erzähltempo hätte oder etwas fehlen würde. Handlung und Beschreibung sind im ausgewogenen Gleichgewicht, die Figuren erwachten zum Leben und haben stets nachvollziehbar gedacht und gehandelt, das Ganze in einer Landschaft, die ich mir auf Grund der Beschreibungen gut vorstellen konnte. Ausgelesen, hatte ich das Gefühl, einen „dicken Wälzer“ gelesen zu haben. Mary Jemison gab es wirklich; ihr Leben verlief ähnlich, wie es in diesem Roman beschrieben wurde. Vielleicht hatte ich deshalb das Gefühl, mich von guten Freunden verabschieden zu müssen; Freunden, die ich gerne im wirklichen Leben gekannt hätte.KurzfassungDie Geschichte der Mary Jemison, die zu den Seneca-Irokesen kam und dort ein neues Leben beginnen mußte. Überaus lesenswert.

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  • Frage zu "Nathaniels Seele" von Britta Strauß

    Nathaniels Seele

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Hallo ich suche romantische Bücher, Liebesgeschichten, Paranormal mit Indianer. Seit meine Mutter Nathaniels Seele gelesen hat ist sie hin und weg von Indianern und vielleicht könnt ihr mir noch ein Bücher empfehlen?

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  • Rezension zu "Mein Feuer brennt im Land der Fallenden Wasser" von Rainer M. Schröder

    Mein Feuer brennt im Land der Fallenden Wasser

    Marega

    16. June 2010 um 17:24

    Im Roman geht es um ein Mädchen, das mit seiner Schwester von einer Bande Indianer entführt wird um dann an einen weiteren Indianerstamm verkauft zu werden. Auf der Reise die sie mit den wilden Indianer zurücklegen muss um dann zum Tausch angeboten zu werden, erfährt ihr und ihrer schwester allerhand schrecklicher und grausamer Sachen. Als sie dann jedoch ihr Leben im Stamm des zweiten Indianerstamms beginnt, in dem sie liebevoll und führsorglich aufgenommen wird, ändert sich langsam ihr Bild von den wilden, barbarischen Indianern und sie erkennt, dass nicht alle Stämme gleich sind. Sie findet Freundinnen, neue Schwestern und sogar einen Jungen, denn sie immer mehr ins Herz schließt. Doch bis sie diese Beziehungen aufbaut ist es ein harter und steiniger Weg.... Ich fand, obwohl die Sprache doch deutlich an ein Jugendbuch erinnert, die Geschichte doch spannend, streckenweise romantisch und lehrhaft. Den obwohl der Ausgang der Geschichte, dass sie sich in den neuen Indianerstamm eingliedert und sich ein Leben aufbaut, sehr vorhersehbar ist, ist doch der Wandel den die Protagonistin, von der Indianerverachtung bis zur Integration und zum Verständnis, durchwandert, nicht nur in körperlichem Sinne sondern auch was Vorurteile betrifft, der Teil der mich an dieser Geschichte zum Nachdenken gebracht hat. Denn wer auf dieser Erde kann schon sagen, dass er vom Hören-Sagen unbeeinflusst bleibt.

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  • Rezension zu "Mein Feuer brennt im Land der Fallenden Wasser" von Rainer M. Schröder

    Mein Feuer brennt im Land der Fallenden Wasser

    schnappi

    08. April 2007 um 12:49

    Als der Baiernhof der kleinen Mary überfallen , ihre Familie verschleppt und umgebracht wird, gibt sie ihr Leben schon fast auf. Doch sie überlebt als einzige den Überfall und wird von den Seneca adoptiert.
    Nach vielen Fluchtplänen wird ihr klar dass sie ihre Heimat gtefunden hat- bei den Indianern.
    Spannend, historisch belegt und ein ganz anderer Indianerroman.

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