Rainer Moritz

 3.8 Sterne bei 149 Bewertungen
Autorenbild von Rainer Moritz (© Gunter Gluecklich)

Lebenslauf von Rainer Moritz

Der Autor Rainer Moritz kommt gebürtig aus Heilbronn. Er studierte in Tübingen Germanistik, Romanistik und Philosophie, und promovierte über den Büchnerpreisträger Hermann Lenz. Seit 1985 ist er im Verlagswesen als Lektor tätig und leitet heute den Hoffmann und Campe Verlag in Hamburg. In seiner Freizeit war er als Schieds- und Linienrichter, und ist Vizepräsident der Marcel Proust Gesellschaft in Köln. Er schreibt als Kritiker für verschiedene Zeitungen und hat bereits mehrere Werke veröffentlicht. Darunter "Literaturwissenschaftliches Lexikon. Grundbegriffe"; "Schlager. Kleine Philosophie der Passionen" und "Vorne fallen die Tore".

Neue Bücher

Fräulein Schneider und das Weihnachtsturnier

Erscheint am 01.09.2020 als Hardcover bei edition chrismon.

Alle Bücher von Rainer Moritz

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Buchformat:
Cover des Buches Madame Cottard und eine Ahnung von Liebe9783492259644

Madame Cottard und eine Ahnung von Liebe

 (34)
Erschienen am 01.10.2010
Cover des Buches Sophie fährt in die Berge9783492054263

Sophie fährt in die Berge

 (25)
Erschienen am 01.12.2012
Cover des Buches Die schönsten Buchhandlungen Europas9783836926133

Die schönsten Buchhandlungen Europas

 (18)
Erschienen am 28.07.2010
Cover des Buches Die Überlebensbibliothek9783455370300

Die Überlebensbibliothek

 (22)
Erschienen am 27.02.2016
Cover des Buches Der fatale Glaube an das Glück9783421044525

Der fatale Glaube an das Glück

 (5)
Erschienen am 03.09.2012
Cover des Buches Leseparadiese9783990560495

Leseparadiese

 (4)
Erschienen am 07.02.2019
Cover des Buches Zum See ging man zu Fuß9783957280565

Zum See ging man zu Fuß

 (3)
Erschienen am 16.04.2019

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Neue Rezensionen zu Rainer Moritz

Neu

Rezension zu "Zum See ging man zu Fuß" von Rainer Moritz

Zu Besuch bei Thomas Mann und anderen Literaten
duchessofmarvellousbooksvor 4 Monaten

„Zum See ging man zu Fuß. Wo die Dichter wohnen. Spaziergang von Lübeck bis Zürich“ von Rainer Moritz, Fotos von Anna Aicher aus dem Knesebeck Verlag ist ein ganz besonderer bibliophiler Leckerbissen.

In diesem Werk werden 14 Dichter und Dichterinnen aus ganz Europa, ihre Städte und Landschaften zu neuem Leben erweckt. Von Lübeck bis Zürich, von Prag bis Kopenhagen über Paris nach Wien, geht die Reise zu den bekanntesten Literaten der letzten Jahrhunderte.

Mich hat immer schon brennend interessiert, wo und wie der Literat des jeweiligen Werkes gelebt hat. Auch wenn ich liebend gerne literarische Orte besuche, kann man nicht unbedingt zu jedem Reisen. Mit diesem Buch kann man getrost auf dem bequemen Sofa verweilen und trotzdem die Wirkungsstätten rund um die Welt von Thomas Mann, Gerald Hauptmann, Anna Seghers, Ingeborg Bachmann, Hermann Hesse, Franz Kafka und Co. besuchen. Himmlisch! 

"Wer das Dichten will verstehen, muss ins Land der Dichtung gehen. Wer den Dichter will verstehen, muss in Dichters Lande gehen.

Einen erwarten fesselnde Texte, die Einblicke in das Leben des Dichters/der Dichterin gewähren. Eine Zeitreise, die durch fundierte und prächtige Zeitdokumente sowie inspirierende Zitate begleitet wird. Schmökerstoff vom Feinstem! Was mir besonders gut gefallen hat, sind die Empfehlungen zum Besuch in der jeweiligen Stadt sowie die Literaturangaben zum Weiterlesen.

Abgerundet wird alles durch hinreißende, hochwertige und atmosphärische Fotografien, von dem Literaten, der Umgebung, den Wohnhäusern und Sehenswürdigkeiten, die den besonderen Zauber perfekt einfangen. Das Buch ist sowohl für den interessierten Laien geeignet, als auch für den Kenner, der bestimmt Neues lernen und begeistert sein wird.

Es ist ein herrlicher, bibliophiler Band, der in jedem Bücherregal ein Schmuckstück ist und durch historische Genauigkeit, verständliche Texte und reizenden Fotos besticht. Schmökerstoff vom Feinstem. Ich kann es nur jedem ans Herz legen. 5 Sterne.


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Rezension zu "Zum See ging man zu Fuß" von Rainer Moritz

"Vierzehn inspirierende, faszinierende Orte" und ihre "prominenten literarischen Bewohner"
R_Mantheyvor einem Jahr

Nun, dies steht so im Vorwort und ist ein wenig übertrieben. Nicht in allen Orten haben die betreffenden Schriftsteller tatsächlich gelebt, und nicht alle Orte sind inspirierend und faszinierend. Nehmen wir zum Beispiel Berlin-Adlershof. Das ist fast schon ein Vorort von Berlin, der von einer S-Bahn-Linie und einer Ausfallstraße zerschnitten wird. Auf der einen Seite die ehemalige Akademie der Wissenschaften der DDR ("wo Angela Merkel wirkte" und acht lange Jahre für ihre Doktorarbeit brauchte) sowie der Deutsche Fernsehfunk der DDR. Auf der anderen Seite ein eher tristes Wohngebiet, in dem die im Westen Deutschlands weitgehend unbekannte DDR-Schriftstellerin Anna Seghers, vermutlich in Depressionen verfangen, lebte. Im vorherigen mexikanischen Exil wird sie sich wohler gefühlt haben. Bedeutende Literatur ist in Adlershof jedenfalls nicht entstanden.

Wenn man die Geschichten um die vierzehn Schriftsteller und ihre ehemaligen Aufenthaltsorte liest, dann war wohl nicht nur Anna Seghers etwas unglücklich. Auch Marcel Proust fühlte sich in seinen unterschiedlichen Behausungen in Paris nicht immer wirklich heimisch. Und dass Tucholsky tatsächlich in Rheinsberg gelebt haben soll, ist nicht überliefert.

Nichtsdestotrotz ist dieser Text-Bildband eine Inspiration. Wer einen oder mehrere der in diesem Buch Genannten mag, erhält einen gewissen Eindruck von deren zeitweiligen Lebens- und Wohnsituationen.

Literaturreisen liegen im Trend. Warum sich also nicht auch einmal selbst auf die Spuren von Schriftstellern begeben. Offenbar hatte der Autor viel Spaß bei seinen Reisen. Und er griff danach in seiner Bibliothek zu den Werken seiner Zielgruppe, um diese dann – wie er schreibt – besser zu verstehen. Auch das ist natürlich eine gewisse Illusion, schließlich haben sich inzwischen nicht nur die Zeit und ihr Geist verändert, sondern auch die Orte. Man kann sich zwar einbilden, dass man etwas von dem spürt, was diese Literaten vielleicht empfunden haben könnten, aber natürlich stimmt das nicht. Das Prag von Kafka und das heutige Prag lassen sich kaum noch vergleichen, um nur ein Beispiel zu nennen, was dies verdeutlicht.

Für Interessenten: In diesem Band geht es um Hauptmann und Hiddensee, Thomas Mann und Lübeck, Tucholsky und Rheinsberg, Seghers und Adlershof, Justinus Kerner und Weinsberg, Arthur Schnitzler und Wien, Ingeborg Bachmann und Klagenfurt, Hesse und Montagnola, Gerhard Meier und Niederbipp, Frisch und Zürich, Kafka und Prag, Fernando Pessoa und Lissabon, Proust und Paris sowie Andersen und Kopenhagen.

Rainer Moritz verfasste die Texte, Anna Aicher fotografierte die Orte. Von diesen Fotografien hätte ich mir gerne mehr gewünscht, vor allem solche, die mehr Beziehungen zu den Schriftstellern haben. Was soll beispielsweise die Siegessäule in Berlin im Kapitel über Anna Seghers aussagen?

Eine Bewertung für dieses Buch abzugeben, ist etwas schwierig, weil sie mehr als anderswo vom persönlichen Geschmack betroffen ist. Ich hätte mir beispielsweise eine andere Auswahl der Schriftsteller gewünscht. Viel Platz war nicht, um sich zu den Ausgewählten und den betreffenden Orten zu äußern. Allein schon deshalb musste Rainer Moritz eine gute Mischung zwischen Attraktivität, Informationsgehalt und einer gewissen Leichtigkeit seiner Texte finden. Nach meinem Empfinden ist ihm das ganz gut gelungen.

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Rezension zu "Leseparadiese" von Rainer Moritz

Wahrlich eine Liebeserklärung an die Institution Buchhandlung
seschatvor einem Jahr

Rainer Moritz ist nicht nur promovierter Literaturwissenschaftler, Autor und Lektor, sondern auch Buchhändler. In Hamburg leitet er das Hamburger Literaturhaus und ist ständig auf der Suche nach neuen Buchschätzen. Seit seiner Heilbronner Kindheit ist er zudem ein leidenschaftlicher Leser.

In seinem Buch geht es um das Wohl und Wehe von Buchhandlungen in der heutigen Zeit. Moritz begibt sich darin auf eine charmante und zugleich kurzweilige Reise durch die europäische Buchhandlungslandschaft. Fernab der Konzern- und Onlineriesen Amazon, Thalia & Co sucht er nach architektonisch wie konzeptionell interessanten bzw. andersartigen Buchläden und wird dabei u.a. in Paris, Wien, Porto und London fündig. Leser, die selbst gern in fremden Städten durch verschiedene Buchhandlungen streifen und gern Kultur einatmen, werden Moritz' persönliches Vademecum lieben. Der Autor tritt dabei als weltgewandter, belesener Flaneur in Erscheinung, dem man sofort begleiten möchte. Neben den beeindruckendsten "Leseparadiesen" Europas lernt der geneigte Leser auch das heutige harte Geschäft des städtischen Buchhandels kennen, der mehr und mehr ein Nischendasein führt. Ob "Wasserglaslesungen" oder integrierte Cafés, es gibt viel zu entdecken. Aber leider werden die kleinen, individuellen Buchhandlungen jenseits des Vollvermarktungsmainstreams immer weniger. Sympathisch ist dabei, dass Moritz nicht in das allgemeine Klagelied über zurückgehende Leserzahlen und -verkäufe einstimmt. Im Gegenteil, er nimmt eine zunehmend neutrale Position ein und setzt auf Andersartigkeit und damit auf den Zauber und die "geistige Kraft" der Buchhandlungen. Gerade die verwinkelten Buchhandlungen mit charismatischen Leitern haben es Moritz angetan. 

FAZIT
Wahrlich eine Liebeserklärung an die Institution Buchhandlung, die vor allem bibliophile Zeitgenossen begeistern wird. Und mal ehrlich, wer braucht denn schon diese gleichförmigen Erlebnisorte, in denen statt kundiger Beratung und heimeliger Atmosphäre nur noch der Konsum regiert? 

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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches Sophie fährt in die Bergeundefined
Hallo aus Hamburg! Ich möchte euch zu einer Leserunde einladen, zu meinem neuen Roman "Sophie fährt in die Berge". Eine Frau, Mitte Vierzig, will ihr Leben neu ordnen, und der Urlaub in einem eigentümlichen Südtirol Berghotel soll ihr dabei helfen. Und dann kommt manches anders, als sie denkt.
Der Piper Verlag stellt netterweise 15 Freiexemplare zur Verfügung. Wer eines haben möchte, sollte hier ein paar Zeilen aufschreiben. Wenn es mehr als 15 Interessenten gibt, wird gelost.
Und nun bin ich gespannt ... schöne Grüße Rainer Moritz
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