Rainer Moritz

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Rainer Moritz

Lebenslauf von Rainer Moritz

Der Autor Rainer Moritz kommt gebürtig aus Heilbronn. Er studierte in Tübingen Germanistik, Romanistik und Philosophie, und promovierte über den Büchnerpreisträger Hermann Lenz. Seit 1985 ist er im Verlagswesen als Lektor tätig und leitet heute den Hoffmann und Campe Verlag in Hamburg. In seiner Freizeit war er als Schieds- und Linienrichter, und ist Vizepräsident der Marcel Proust Gesellschaft in Köln. Er schreibt als Kritiker für verschiedene Zeitungen und hat bereits mehrere Werke veröffentlicht. Darunter "Literaturwissenschaftliches Lexikon. Grundbegriffe"; "Schlager. Kleine Philosophie der Passionen" und "Vorne fallen die Tore".

Neue Bücher

Matratzendesaster

Neu erschienen am 22.03.2019 als Taschenbuch bei Reclam, Philipp.

Zum See ging man zu Fuß

Erscheint am 16.04.2019 als Hardcover bei Knesebeck.

Leseparadiese

 (1)
Neu erschienen am 07.02.2019 als Hardcover bei Sanssouci.

Alle Bücher von Rainer Moritz

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Madame Cottard und eine Ahnung von Liebe

Madame Cottard und eine Ahnung von Liebe

 (34)
Erschienen am 01.10.2010
Sophie fährt in die Berge

Sophie fährt in die Berge

 (26)
Erschienen am 01.12.2012
Die schönsten Buchhandlungen Europas

Die schönsten Buchhandlungen Europas

 (18)
Erschienen am 28.07.2010
Die Überlebensbibliothek

Die Überlebensbibliothek

 (21)
Erschienen am 27.02.2016
Der fatale Glaube an das Glück

Der fatale Glaube an das Glück

 (4)
Erschienen am 03.09.2012
Wer hat den schlechtesten Sex?

Wer hat den schlechtesten Sex?

 (4)
Erschienen am 09.03.2015
Und das Meer singt sein Lied

Und das Meer singt sein Lied

 (3)
Erschienen am 13.03.2012

Neue Rezensionen zu Rainer Moritz

Neu

Rezension zu "Leseparadiese" von Rainer Moritz

...ein charmantes Statement für den örtlichen Buchhandel!
AndreasKueckvor 22 Tagen

Dass Rainer Moritz ein exzellenter Plauderer ist, war mir bekannt. Dass Rainer Moritz über einen großen Wissensschatz verfügt, war mir bekannt. Dass Rainer Moritz Humor besitzt, war mir auch bekannt…!

Nun hat er alle diese Eigenschaften in diese Lobhudelei auf die vielgescholtenen, inhabergeführten Buchhandlungen einfließen lassen. Er beginnt mit einer Reise zu den Buchhandlungen seiner Kindheit und Jugend und verführt mich als Leser, ebenso einen Rückblick in die eigene Vergangenheit zu wagen.

Dabei wirft er einen kritisch-ironischen Blick auf die Spezies „Buchhändler“ und deren natürliches Territorium „Buchhandlung“, benennt offen „Wie es nicht sein sollte!“ – sei es im Umgang mit den Kunden, in der Gestaltung des Geschäftes oder der Wahl des „Non Book“-Sortiments – hebt aber auch innovative Werbe-Ideen und Aktionen hervor.

Er macht mit uns einen Streifzug durch die schönsten Buchhandlungen der Welt, die nicht nur in Hamburg, Paris, London oder Maastricht zu finden sind. Auch kleinere Buchhandlungen werden wohlwollend erwähnt, und ich muss zu meiner Schande gestehen: Ja, ich habe vorgeblättert! Warum: Weil Rainer Moritz in seiner Lobhudelei auch die Buchhandlung meines Vertrauens bedacht hat. Da konnte ich einfach nicht abwarten!

Er lamentiert über Sinn, Zweck und Notwendigkeit von Lesungen sowie dem Wechselspiel zwischen Autor, Buchhändler und Zuhörer und liefert kurioses von allen Fronten. Dabei versuchte er diesem Phänomen „Autorenlesung“ auf den Grund zu gehen (Unsere Freunde in den Nachbarländern kennen Lesungen nicht: Dort treffen Literaturaffine und Autoren bei Signierstunden und Diskussionsrunden aufeinander.). Nur um im nächsten Kapitel die provokante Frage, ob Lesen glücklich macht (Jeder Buch-Blogger wird enthusiastisch „Ja!“ schreien.), zu stellen: Diese Frage wird selbstverständlich von ihm kompetent und unterhaltsam bissig-ironisch selbst beantworten.

Der Abschluss bildet das Kapitel „Die Buchhandlung – ein geistiger Raum?“ aus dem ich gerne einen Satz zitieren möchte, der auch als Quintessenz dieser Abhandlung gelten könnte:

„Wir machen Erfahrungen des Lesens, und das sind damit Erfahrungen des Lebens.“

Mit diesem kurzweiligen Büchlein lässt Rainer Moritz uns seine Liebe zum Buchhandel spüren und an seiner nie versiegenden Leidenschaft für das Buch teilhaben.

Aber was können wir auch anderes vom Leiter des Literaturhauses Hamburg erwarten: Er ist halt parteiisch! ;-)

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W

Rezension zu "Mein Vater, die Dinge und der Tod" von Rainer Moritz

Ohne es erst recht zu merken, wird der Leser mitgenommen in diese Selbstvergewisserung
WinfriedStanzickvor 2 Monaten


 

In den letzten Jahren haben Bücher Konjunktur, in denen Frauen und Männer, oft bekannte Autoren, sich nach dem Tod eines Elternteils erinnern, die Beziehung zu Vater oder Mutter reflektieren, sich so manches von der Seele schreiben und danach vielleicht besser weiterleben können, weil sie richtig Abschied genommen und alles, gerade auch das Schwere und Problematische losgelassen haben.

Zuletzt hat die Schweizerin Cristina Karrer in ihrem bei Orell Füssli erschienenen Buch „Meine Mutter, ihre Liebhaber und mein einsames Herz“ das auf eine bewegende und literarisch anspruchsvolle Weise getan. Bei längerem Nachdenken erinnere ich jedoch auch in der Vergangenheit meines langen Leselebens viele Bücher, die sich dem Vater oder der Mutter genähert haben. Unvergessen bleibt für mich das Buch des jüngst verstorbenen großen Peter Härtling, in dem er unter dem Titel „Nachgetragene Liebe“ 1980 seinem längst verstorbenen Vater ein literarisches Andenken widmete und für viele seiner literarischen Nachfolger Standards setzte.

 

Als der Autor des vorliegenden Buches am 12. Februar 2015 in seinem Büro von seiner Mutter die telefonische Nachricht erhält, sein Vater sei gestorben, kann er erst nicht wirklich begreifen, was sie ihm da mitteilt. Die Bestattung ist lange vorbei, als er sich daran macht, seine Erinnerungen an seinen Vater niederzuschreiben, und sich auf diese Weise so etwas wie einem Begreifen zu nähern.

 

Es geht in seinem sehr persönlichen Buch nicht nur um Verlust und Trauer, sondern auch um die Geschichte einer Generation der jetzt etwa Sechzigjährigen und ihre Beziehung zu ihren Eltern. Und es geht darum, wie wir uns eigentlich erinnern:

„Ein Mensch lebt so lange, wie sich andere an ihn erinnern. Vielleicht denke ich deshalb häufiger an meinen Vater als zu seinen Lebzeiten. Weil die Selbstverständlichkeit seines Daseins fehlt. Was für Erinnerungen sind es? Was haben sie mit den Dingen seines Lebens zu tun, mit den Objekten, die ihn Tag für Tag umgaben? Je länger ich an meinen toten Vater denke, desto mehr sprechen seine Dinge zu mir.“

Wie bei Cristina Karrers oben erwähntem Buch sind es die Dinge, die lange nicht beachteten, so selbstverständlichen, die nach dem Tod Erinnerungen vermitteln und transportieren.

 

Warmherzig und authentisch vergegenwärtigt sich Rainer Moritz das Leben seines Vaters und damit auch sein eigenes. Es ist vergänglich, wird irgendwann ein schnelles oder quälendes Ende haben. Gerade angesichts dieses Endes ist es gut, sich zu vergewissern, wer wir sind.

 

Ohne es erst recht zu merken, wird der Leser mitgenommen in diese Selbstvergewisserung und beginnt schon bald, sich beim Lesen von Moritz` Erinnerungen mit seinem eigenen Leben zu befassen.

 

Selbst Jahrgang 1954 hat mich neben der Auseinandersetzung mit dem patriarchalischen Vater am meisten angesprochen, wie er das Lebensgefühl einer Generation  beschreibt, zu der ich selbst gehöre.

 

 

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Rezension zu "Schlager. 100 Seiten" von Rainer Moritz

Deutsche Schlagergeschichte kurzweilig dargeboten
seschatvor einem Jahr

Wie kam der Schlager zu seinem Namen? Und warum ist diese Musikform seit dem Millennium in Deutschland so erfolgreich? Diese und noch viele weitere Fragen beantwortet Rainer Moritz in seiner 100-seitigen Einführung in dieses besondere Musikgenre.

Der Literaturkritiker Rainer Moritz, geb. 1958, ist bekennender Schlagerfan und schildert nehmen allerlei Fakten seine eigene "Schlagersozialisation". Fachkundig, mit viel Witz und Charme erzählt er von den österreichischen Wurzeln des Begriffs "Schlager", der sogar bis in die Operette zurückreicht. Danach widmet er sich Hoch- wie Krisenzeiten des deutschen Schlagers und geht dabei detailliert auf ausgewählte Musikergrößen, wie z.B. Howard Carpendale, Helene Fischer und Freddy Quinn, ein. Hierbei muss man feststellen, dass das Management viele Künstler erst zu denen gemacht hat, die sie heute sind. Inwiefern dabei Kunstfigur und die echte Person noch zusammenpassen, steht dabei allerdings auf einem anderen Blatt, siehe Roy Black, Rex Gildo oder Falco...

Zudem beschäftigt sich Moritz eingehend mit den typischen Themen dieser Musikrichtung. Zu 85 Prozent wird seit den 20er-Jahren die Liebe besungen. Darauf folgen Themen wie Glück, Kleidung oder gar Ökonomie. Und natürlich geht es im Schlager auch darum, eine heile Welt fernab des stressigen Alltags zu kreieren. 

Persönlich musste ich besonders über die Wiederbelebung des Schlagers durch schillernde Persönlichkeiten, wie u. a. Dieter Thomas Kuhn oder Guildo Horn, in den 90ern schmunzeln. Auch die zahlreichen Interpreten aus dem Ausland, die mit Akzent oder radebrechend auf Deutsch sangen, sollten nicht unerwähnt bleiben. Kurzum, dieses kleine Vademecum vermochte mich prächtig zu unterhalten und noch dazu faktenreich in dieses Musikgenre zu entführen; selbst für Fans bot dieses Buch noch Neues. 

FAZIT
Ein buntes Potpourri an Schlagerwissen, das Laune macht. 

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Gespräche aus der Community

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Hallo aus Hamburg! Ich möchte euch zu einer Leserunde einladen, zu meinem neuen Roman "Sophie fährt in die Berge". Eine Frau, Mitte Vierzig, will ihr Leben neu ordnen, und der Urlaub in einem eigentümlichen Südtirol Berghotel soll ihr dabei helfen. Und dann kommt manches anders, als sie denkt.
Der Piper Verlag stellt netterweise 15 Freiexemplare zur Verfügung. Wer eines haben möchte, sollte hier ein paar Zeilen aufschreiben. Wenn es mehr als 15 Interessenten gibt, wird gelost.
Und nun bin ich gespannt ... schöne Grüße Rainer Moritz
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