Rainer Moritz Der fatale Glaube an das Glück

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Inhaltsangabe zu „Der fatale Glaube an das Glück“ von Rainer Moritz

Das dramatische Leben eines großen Schriftstellers In seinen besten Jahren gefeiert, am Ende vergessen – es ist, als wäre der Schriftsteller Richard Yates eine Figur aus seinen eigenen Büchern. Das Scheitern war sein Lebensthema: Zweimal geschieden, hatte er kein enges Verhältnis zu seinen drei Töchtern; Alkoholexzesse und Kettenrauchen ruinierten ihm die Gesundheit, und auf dem Campus, an dem er bis zuletzt unterrichtete, galt er vielen Studenten als aus der Zeit gefallenes Wrack. Erst Jahre nach seinem Tod wurde der große Autor neu entdeckt: von renommierten Schriftstellerkollegen befördert und schließlich durch die Verfilmung seines Meisterwerks »Zeiten des Aufruhrs« auch einem breiten Publikum zugänglich gemacht. Heute zählt er zu den wichtigsten Gegenwartsautoren Amerikas. Rainer Moritz, intimer Kenner des Werks, spricht uns seine ganz persönliche Einladung aus, in Yates’ Geschichte einzutauchen und die Werke des Meisters wieder zu lesen. In leichtfüßigem Ton entführt er uns in das so romanhafte Leben dieses einzigartigen Schriftstellers.

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  • Rezension zu "Der fatale Glaube an das Glück" von Rainer Moritz

    Der fatale Glaube an das Glück
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    27. November 2012 um 10:13

    Seit einigen Jahren hat es sich die Deutsche Verlags Anstalt zur verlegerischen Aufgabe gemacht, die lange verkannten Werke des amerikanischen Schriftstellers Richard Yates in Deutschland in neuen Übersetzungen zu präsentieren. Sein Romandebüt „Zeiten des Aufruhrs“ wurde mittlerweile erfolgreich verfilmt, und sein 2010 erschienener Roman „Ruhestörung“ fand bei den deutschen Kritikern viel Beachtung. Zu seinen Lebzeiten haben Yates` Bücher kaum Beachtung gefunden. Vielleicht traute man diesem Mann mit seiner extremem Lebensführung und seinen Alkohol- und Psychiatrieabstürzen keine wirklich gute Literatur zu. Doch das hat sich geändert und seine Werke zählen mittlerweile nicht nur in den USA zu den wichtigsten der amerikanischen Literatur des 20. Jahrhunderts, die viele seiner Kollegen geprägt haben. Führte sein Buch „Ruhestörung“ in die kurze Zeitspanne des Wahlkampfs und der kurzen Amtszeit von John F. Kennedy, und beschrieb mit sehr viel autobiographischen Bezügen die Selbstzerstörung der Hauptfigur John Wilder durch den Alkohol, spielt das 2012 veröffentlichte, in den USA zuerst 1978 publizierte Buch „Eine gute Schule“ in der Jugend- und Schulzeit des Autors. Denn man darf wegen des in Ich-Form gehaltenen Nachworts vermuten, dass sich hinter der Hauptfigur des Romans, William Grove, niemand anderer verbirgt als der jungen Richard Yates mit seinen Erfahrungen an einer kleinen Privatschule Dorset Academy in Neu-England. Für alle Leser, die Richard Yates durch diese Neuausgaben neu gewonnen hat, aber auch für, die eine Einführung in sein Leben und seine Werke brauchen, hat DVA den Literaturkritiker Rainer Moritz um eine Biographie dieses Schriftstellers gebeten. Unter dem Titel “Der fatale Glaube an das Glück“ beschreibt Moritz unter Verwendung vieler Zitate aus Yates` Romanen ein Leben, das einsam und wenig beachtet 1992 in Alabama zu Ende ging. „Schon mit seinem Tod schien Yates der Vergangenheit anzugehören, in die Fußnoten der Literaturgeschichte abzutauchen.“ Doch es gibt Menschen, Schriftstellerkollegen und Kritiker, die vor allen Dingen nach der Jahrtausendwende dazu beitragen, Richard Yates und seine Werke dem Vergessen zu entreißen. Dem Himmel sei Dank, möchte man als Leser sagen, denn die Romane von Yates, von den frühen bis zu seinem Spätwerk sind ein wichtiges Stück Literatur eines Autors, der seit seines Lebens kämpfen musste mit einem Wechsel von Hoffnungen und Enttäuschungen. Seine Alkoholabhängigkeit warf ihn immer wieder zurück. Doch niemals hörte er mit dem Schreiben auf. Es war für ihn die einzige Möglichkeit zu überleben. Alleine in einem chaotischen Zimmer kämpfte er, schreibend und sein Leben beschreibend, um sein Leben, nachdem er die offizielle Anerkennung schon lange verloren hatte, falls er sie jemals besaß. Nun posthum ändert sich das und die Biographie von Rainer Moritz ist in der Lage, dazu ein erhebliches Stück beizutragen. Es ist sowohl für den Leser erhellend, der wie der Rezensent schon einige der wieder aufgelegten Romane von Yates gelesen hat, aber auch als Einführung in sein Werk hervorragend geeignet. Rainer Moritz zeigt, wie eine moderne und zeitgemäße biographische Literaturgeschichte aussehen kann und hält auch deutlich spürbar mit seiner eigenen Begeisterung für das Werk von Richard Yates nicht hinter dem Berg.

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