Rainer Nahrendorf Der Pinocchio-Test

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Inhaltsangabe zu „Der Pinocchio-Test“ von Rainer Nahrendorf

Wir alle lügen, heißt es. Und zwar 180 Mal am Tag oder alle acht Minuten oder gar noch öfter, behaupten Psychologen. Warum sich also aufregen, wenn Politiker, Menschen wie wir, ebenfalls lügen? Gehören denn nicht Täuschung, Tarnung und die Kunst der Lüge zum politischen Handwerkszeug? Warum die vom Vertrauen der Bürger abhängige Demokratie auf Wahrheit nicht verzichten kann, zeigt Rainer Nahrendorf, Politologe, Journalist und langjähriger Chefredakteur des Handelsblatt in seinem neuen Buch. Ein streitbares Plädoyer für Ehrlichkeit und Glaubwürdigkeit - gerade in der Politik. "...so pointiert, dass sein Buch die Kraft einer Anklageschrift gewinnt." (Saarbrücker Zeitung) "... kluge Streitschrift über Lüge und Wahrheit in der Politik" (Rheinische Post) "... kluge, spannend zu lesende Analyse" (Handelsblatt)

..man kann nur jedem und jeder vorm Wählen gehen den Griff zu diesem Büchlein wünschen!

— alma
alma

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  • Rezension zu "Der Pinocchio-Test" von Rainer Nahrendorf

    Der Pinocchio-Test
    alma

    alma

    01. September 2009 um 16:48

    "Ein halb leeres Glas Wein ist zwar zugleich ein halb volles, aber eine halbe Lüge mitnichten eine halbe Wahrheit." Was Jean Cocteau hier in einem Bonmot unterzubringen vermag, dafür lässt sich Rainer Nahrendorf zwar fast 150 Seiten lang Platz - Einbußen an Prägnanz und Stimmigkeit sind jedoch nicht zu vermelden! "Wie viel Lüge verträgt die Politik" kommt als Untertitel zum fast heimelig anmutenden "Pinocchio-Test" erstmal recht reißerisch daher, stellt sich aber schon nach wenigen Seiten als die einzig sinnhafte Frage dar: Was ist uns in den letzten Jahren eigentlich alles so Blaues vom Himmel gelogen worden und – ist er deshalb jetzt so grau? Scherz beiseite – in den vergangenen zwanzig Jahren Bundesdeutscher Geschichte gab es zwei große Steuerlügen, rund ein halbes Dutzend geplatzter Koalitionsversprechen und darüber hinaus eine hier endlich mal bezifferte Summe an Halbwahrheiten, Schönredereien und Reformreformationen. Zur „Illustration“ all jener Merkwürdigkeiten kommen neben hinlänglich bekannten Figuren des öffentlich-politischen Geschehens auch ein römischer Philosoph, ein amerikanischer Präsident und die wunderbar trockene Ingeborg Bachmann („Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar.“) zu Wort – wer könnte mehr wollen? Ein wunderbares Kapitel widmet sich zudem der Rolle der Medien im Turnunterricht der Polit-Strategen, ein weiteres fragt im Gespräch mit Kurt Biedenkopf ganz pragmatisch: „Wie viel Wahrheit verträgt der Wähler?“ (oder die Wählerin) und schließlich muss sich der Leser damit auseinandersetzen, dass es „den Wähler“ genauso wenig wie „den Politiker“ gibt bzw. damit, dass das Wirkprinzip von Demokratie diversesten Faktoren unterliegt. „Ein streitbares Plädoyer für Ehrlichkeit und Glaubwürdigkeit“ sagt die Buchrückseite, und ich glaube, da hat sie recht. Viel Vergnügen!

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