Rainer Nikowitz

 4 Sterne bei 37 Bewertungen
Autor von Volksfest, Nachtmahl und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Rainer Nikowitz

Volksfest

Volksfest

 (18)
Erschienen am 01.11.2012
Nachtmahl

Nachtmahl

 (14)
Erschienen am 31.07.2015
Ein Lama für Mama

Ein Lama für Mama

 (2)
Erschienen am 09.09.2008
Altenteil

Altenteil

 (1)
Erschienen am 15.12.2017
Wer, wenn nicht er?

Wer, wenn nicht er?

 (1)
Erschienen am 07.10.2004
Nichts als die Wahrheit!

Nichts als die Wahrheit!

 (1)
Erschienen am 24.09.2009
Es kann nur einen geben!

Es kann nur einen geben!

 (0)
Erschienen am 01.09.2006

Neue Rezensionen zu Rainer Nikowitz

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awogflis avatar

Rezension zu "Volksfest" von Rainer Nikowitz

Weniger Krimi, aber viel Witz und Biss
awogflivor 2 Jahren

Hab ich mal gesagt, dass ich mit Dennis Scheck übereinstimme, der das Genre des Regionalkrimis als Bassena der Belletristik bezeichnet hat? Ok ich muss meinem früheren Selbst widerspechen, denn dieses Buch hat mich ganz vom Gegenteil überzeugt....

Das Werk von Rainer Nikowitz glänzt mit Sprachwitz, grandios gnadenlose Wuchteln* prasseln gleich einem Maschingengewehrfeuer auf den Leser ein, auf den ersten zwei Seiten kleben bereits 10!! Post-iTs, nur um meine Highlights zu markieren - Wahnsinn! Mein Mann hielt mich fast schon für verrückt, weil ich im Bett lag und Tränen lachte. Wenn einige Rezensenten die Schachtelsätze und die gewöhnungsbedürftige Sprache bemängeln, dann bin ich entzückt und total hingerissen. Knackige Anekdoten, wundervolle Methaphern, Allegorien und Seitenhiebe auf wichtige vergangene Ereignisse aus Politik, Kultur und Kriminalfällen und sensationelle Wortkreationen zeichnen den Stil des Autors aus. Hier einige Beispiele:

"30 hochmotivierte Niederwildniedermetzler" =  Jäger in Niederösterreichs Flachland (dort gibt es kein Hochwild) "In Suchaneks Augen leuchtete ein beeindruckendes Morgenrot. In denen seiner Mutter kondensierte langsam der Zorn." "Keine Geschwindigkeitsbegrenzung, keine Ortstafel, kein Zebrastreifen, gar nichts vermochte Suchanek zu bremsen. Auch nicht das weiße Kreuz, das knapp vor Wulzendorf an jenem Kirschbaum angebracht war, an dem der Lengauer Edwin und sein GTI, unzertrennlich wie immer, ihre Leben ausgehaucht hatten." "Andererseits ist es ja Allgemeingut, dass es der Einbrecher als solcher gemeinhin eher weniger schätzt, wenn sich im Zielobjekt noch ein Subjekt befindet." "Bisher war Suchanek eigentlich immer davon ausgegangen, es könne keinen schlimmeren Job geben, als Gesangslehrer vom Hansi Hinterseer zu sein. Jetzt musste er allerdings einräumen, dass die Vorstellung, in einer trüben Algenbrühe, in der man wahrscheinlich keinen Meter weit sah, nach einem halbverfaulten Kopf zu tasten, dem hohen C vom Hansi zumindest nicht viel nachstand."
Ich weiß schon, der Humor ist etwas ganz Spezielles, aber für mich war er maßgeschneidert, vor allem weil ich ja genau in diesem Bundesland lebe.

Der Krimiplot ist zwar nicht durchsichtig aber auch nicht wirklich richtig spannungsgeladen.  Da jeder im Buch, so wie es in Niederösterreich am tiefen Land üblich ist, zwei Namen hat - nämlich den Hausnamen und den richtigen Familiennamen - und diese abwechselnd eingesetzt werden, entsteht beim lustigen Mörderraten eher unnötige heillose Verwirrung als dass Freude aufkommt. Fakt ist aber, dass dies exakt der Realtität entspricht. Jedes Mal, wenn ich am Land umgezogen bin, musste ich auch die Hausnamen mühsam zu den eh schon fremden Personen und Namen dazulernen. Für den etwas zu gemächlichen Krimiplot muss ich mit Bedauern einen Stern abziehen, da bin ich immer sehr puristisch und streng, als Heimatkomödie mit mehreren zufällig auftauchenden Leichen hat sich dieser Roman jedoch allemal fünf Sterne plus verdient.

Fazit:: Wundervoll - Schmähätzungssäuregrad des Textes gefährlich mit Verdacht auf Lach-Bauchmuskelkater


*Eine Wuchtel ist ein Scherz der so heftig so witzig, tief und manchmal auch dreckig ist, dass er wie ein Fussball mitten in Dein Gesicht klatscht - die Bezeichnung Wuchtel kommt sogar aus dem Fussball, wurde aber in Österreich bald auf jedweden wirkungsvollen Scherz im Bereich der Ironie aber auch in tieferen Gefilden angewendet. Auf jeden Fall fällt Dich die Wuchtel schmähmäßig wie einen Baum und lässt Dich lachend und hilflos am Boden liegen.

Kommentare: 9
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twentytwos avatar

Rezension zu "Nachtmahl" von Rainer Nikowitz

Nachtmahl
twentytwovor 2 Jahren

Kaum dass der Suchanek gedacht hat, mit dem Gutschein zum Abenteuerwochenende würde für ihn mal was ganz Spezielles und Besonderes rausspringen, hat er sich auch schon wieder geirrt. Also, speziell wars dann schon, aber eben ganz anders als er sich das so vorgestellt hat.

Eigentlich ist er ja keiner der sich rege am Smalltalk beteiligt und schon gar nicht an so einem abgedrehten Kennenlernabend wie im Hinterland. Aber wenn man ihn provoziert rutscht ihm doch schon mal das ein oder andere unbedachte Wort vorschnell über die Lippen. Dazu kommt, das ihm sein Ruf als Held von Wulzendorf ständig vorauszueilen scheint. Damit werden aber nur falsche Erwartungen in ihn gesetzt und Hoffnungen auf seine Talente geweckt, die er selbst nicht kennt, aber umständehalber bereit ist zu erfüllen. Das bringt ihm tatsächlich einen lukrativen Job ein und so blöd, dass er diesen nicht annehmen würde ist er, entgegen landläufiger Meinung, dann doch nicht.

Nicht ganz uneigennützig kommt ihm auch noch der Grasel zu Hilfe, nicht, dass der Suchanek ihn darum gebeten hätte. Aber wenn er schon mal da ist und weil ja bekanntlich vier Augen mehr sehen als zwei, läßt er ihn gewähren. Und das ist gut so. Denn Grasel, umtriebig wie er ist, kommt so mancher Ungereimtheit auf die Spur und wenn auch der Suchanek endlich mal sein umnebeltes Hirn einschaltet, steigen die Chancen den Fall aufzuklären erheblich.

Fazit
Eine verrückte Story, bei der sehr einfallsreich gemordet und nicht weniger einfallsreich ermittelt wird. Schräg, komisch und abgefahren, eine Kriminalkomödie voller Überraschungen.

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Suckowhanaus avatar

Rezension zu "Volksfest" von Rainer Nikowitz

Volksfest
Suckowhanauvor 3 Jahren

Als Suchanek für 4 Tage in sein Heimatdorf Wulzendorf zurückkehrt um das Haus seiner Eltern während ihrer Urlaubsreise an den Bodensee zu hüten sieht er wie jemand die Scheune eines Nachbarbauernhofes anzündet. Dabei verbrennt die Bauersfrau. Kurz danach geschehen weitere Morde. Da der Täter glaubt Suchanek  habe in gesehen gerät er selber in Gefahr. Danach ist die Stimmung beim alljährlichen Volksfest im Keller, und jeder verdächtigt jeden.

 

Mit Volksfest hat Rainer Nikowitz einen zur zeit in Mode gekommenen Heimat und Lokal Krimi geschrieben. Die Figur des Schänke ist einem sofort sympathisch. Mit viel Witz Und Lokal Kolorit Führt er einen durch die Geschichte. Es macht sehr viel Spaß zu lesen.

Da es mir viel Spaß gemacht hat und ich oft Schmunzeln musste gebe ich ihm 4 Sterne.

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