Rainer Rother Leni Riefenstahl

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Inhaltsangabe zu „Leni Riefenstahl“ von Rainer Rother

Es entsteht das Bild einer ebenso durchsetzungsfähigen wie talentierten Frau, deren bemerkenswerteste Filme ausgerechnet Propagandawerke sind. Für die Nachkriegszeit zeigt das Buch, wie stark die öffentliche Ablehnung Riefenstahls auch mit der Verdrängung der einstmals breiten Zustimmung für das NS-Regime zusammenhängt. Nachdem jahrzehntelang die Diskussion um die NS-Kultur und insbesondere die Person Leni Riefenstahl als Tabu-Thema behandelt wurde, entwickelt sich seit einigen Jahren eine sachorientierte Diskussion, die sich insbesondere um eine kulturgeschichtliche Einbettung der 30er und 40er-Jahre in Deutschland bemüht. Durch ihren kritischen Impuls setzt sich Rothers Untersuchung allerdings auch deutlich ab von den Ansätzen der Werbe- und Popkultur, in denen die nationalsozialistische Ästhetik bereits eine Art Kultstatus zu gewinnen scheint.

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    Leni Riefenstahl
    Liebes_Buch

    Liebes_Buch

    14. July 2016 um 16:59

    Das Buch von Lutz Kinkel ist wesentlich besser, da Kinkel Leni Riefenstahl nicht alles geglaubt hat, sondern viele ihrer Lügen aufdeckt. Das Buch von Rainer Rother kann man aber ergänzend dazu lesen, weil Rother mehr auf Riefenstahls Arbeit eingeht und ihre Filme bewertet. Leni Riefenstahl war eine Tänzerin, Schauspielerin und Regisseurin, die von Hitler entdeckt und zum Genie des 3. Reichs aufgebaut wurde. Leni Riefenstahl sah nach dem Krieg nie einen Zusammenhang zwischen der Protektion durch die Politik und ihrem Ruhm, sondern verstand den Erfolg als Verdienst ihres Genies. Aus dieser Perspektive stellten sich ihr nie Fragen der Moral, sondern sie fühlte sich ihr Leben lang unschuldig verfolgt. Der genialen Regisseurin war wohl entgangen, was für ein Star Hitler war und welche Macht er in Deutschland hatte. Rother beschreibt ihre Karriere, ihre Filme und ihr Image nach dem Krieg, das bis heute durchaus positive Züge hat. Riefenstahl selbst inszenierte sich als Opfer der Nazis. Kritik an ihrer Person kämpfte sie in zahlreichen Prozessen nieder, ihr tränenreiches Selbstmitleid hat man ihr nicht verübelt... Leni Riefenstahl ist eine rätselhafte Person, weil sie behauptete, als Fotografin irgendwie blind zu sein für das, was sie filmte. Und die Öffentlichkeit hat ihr das wirklich abgekauft. Ich denke, die Dame hat sich da bei Hitler abgeschaut, dass man einfach besonders frech lügen muss, um den Menschen ein X für ein U vorzumachen... Auch dem Autor Rainer Rother fiel auf, dass sie mit dieser Taktik die Journalisten in die Knie zwang.

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