Rainer Schandry Biologische Psychologie

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Inhaltsangabe zu „Biologische Psychologie“ von Rainer Schandry

Die Biologische Psychologie ist eines der wichtigsten Grundlagenfächer in der Psychologie: Um zu wissen, wie der Mensch funktioniert, muss man verstehen, wie Nerven, Hormone, das Gehirn und die Wahrnehmungsorgane arbeiten. Rainer Schandry stellt das komplette Fachgebiet verständlich und anwendungsbezogen vor. Hervorgehobene Beispiele, Merkkästen, Zusammenfassungen, Prüfungsfragen und ein umfangreiches Glossar ermöglichen die optimale Prüfungsvorbereitung. Aus dem Inhalt Gene und Verhalten. Bausteine des Nervensystems. Aufbau und Funktion des Nervensystems. Informationsverarbeitung im Nervensystem. Steuerung vegetativer Funktionen. Hormonsystem. Bewegung. Allgemeine Sinnesphysiologie. Somatosensorik. Visuelles System. Gehör. Gleichgewichts-, Bewegungs- und Lagesinn. Riechen, Schmecken und der allgemeine chemische Sinn. Schmerz. Stress. Sexualität. Rhythmen des Verhaltens. Schlaf und Traum. Psychische Störungen. Drogenabhängigkeit. Emotionen. Lernen und Gedächtnis. Sprache und Lateralisierung von Gehirnfunktionen. Methoden Glossar.

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  • Rezension zu "Biologische Psychologie" von Rainer Schandry

    Biologische Psychologie
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    31. October 2011 um 13:45

    Naturwissenschaft und Psychologie im breiten Überblick Rainer Schandry, Professor für Biologische Psychologie in München, legt nun bereits in dritter Auflage seinen Überblick über die Biologische Psychologie, somit über die Verknüpfung naturwissenschaftlich-biologischer Erkenntnisse aus der Neurobiologie und den damit verbundenen weiter fortschreitenden Erkenntnissen der Gehirnforschung und der Psychologie vor. Verbindungen und Erkenntnis, die langsam, aber sicher, dem Fachbereich der Psychologie ein neues Gepräge geben. Verbindungen und Erkenntnisse, die Schandry breit im Lehrbuch aufnimmt und anhand vielfältiger wissenschaftlicher Ergebnisse darstellt. Exkurse in den tierexperimentellen Bereich nutzt Schandry hierbei nur an wenigen, herausgehobenen Stellen und dort vor allem aufgrund ihrer historischen Bedeutung. Durch das übersichtliche Glossar am Ende des Buches ist eine sachbezogene Orientierung der Schwerpunktsuche im Buch deutlich erleichtert. Ebenso erweitert Schandry die Darstellung im Buch durch Onlinematerialien (Prüfungsfragen, und vor allem nützlich, Zusammenfassungen). Rundum bietet das Lehrbuch somit ein leicht und sinnvoll zugängliches System der Erarbeitung. Die farblichen Absetzungen, herausgehobenen Textstellen und die allgemein übersichtlich gehaltene Struktur des Buches fügen hier das ihre bei zur leichten Orientierung im Buch. Für diese Zugänglichkeit sorgt zudem auch ein historischer Abriss der „Geschichte der Neurowissenschaften“, den Schandry nach der Einleitung in komprimierter Form darbietet und damit die Einordnung des Themenbereiches setzt und anhand dessen bereits deutlich wird, wie sich die Neurowissenschaft als Erkenntnisgeber der Psychologie gegenwärtig verbreitert. In dann folgenden 24 inhaltlichen Kapiteln (nach der Einleitung) führt das Buch von der Bedingtheit zwischen Genen und Verhalten über die einzelnen Bausteine des Nervensystems, der zellulären Basis der Informationsverarbeitung hin zum Zusammenwirken von Nervenzellen im Komplex der Informationsübertragung und Informationsverarbeitung. Auf dieser gründlich dargelegten Basis öffnet sich im weiteren der Blick auf Aufbau und Funktion des Nervensystems, geht über das Hormonsystem hin zu den einzelnen Teilbereichen der „Gehirnsteuerung“ (Bewegung, Sinne, Somatasensorik, Gleichgewicht) bis hin zu Schmerzempfinden und Stress. Nach dieser ebenfalls gründlichen Betrachtung der Hirnaktivitäten in Bezug auf einzelne Sinnessteuerungen geht das Lehrbuch über in Verhaltensbereiche (Rhythmen des Verhaltens, Schlaf und Traum, Transmitterprozesse im Rahmen psychischer Störungen und Emotionen). Die Erkenntnisse zu Sprachvermögen, Lernen und Gedächtnis bilden einen sich anschließenden Schwerpunkt der Einlassungen. Auf Basis der gesammelten Erkenntnisse des Buches folgt im letzten Kapitel der knapp 550 Seiten abschließend eine fundierte Darstellung der Methoden der Biologischen Psychologie. Jene Methoden, die in den letzten Jahrzehnten auch Grundlage vielfacher neurowissenschaftlicher Erkenntnisse waren wie EEG, bildgebende Verfahren, Magnetstimulationen und Psychophysiologische Faktoren finden hier Eingang in die Darstellung. Konzipiert ist das gesamte Buch in Form einer zweisemestrigen Vorlesung der Grundlagen der Biologischen Psychologie und enthält auch Elemente, die im weiteren Verlauf des Psychologie Studiums nicht unbedingt noch einmal vertieft werden, die „über den (engeren) Zaun“ des Faches hinausreichen (Exkurse in die Tierwelt oder hin zu konkreten Krankheitsbildern). Die Darstellung von Schmerz und Stress ist hier besonders hervorzuheben, gerade weil diese „nicht unbedingt noch einmal als eigenständiges Unterrichtsmaterial auftauchen müssen“. Alles in allem legt Rainer Schandry einen breiten, fundierten und verständlichen Blick auf den umfassenden (und stetig wachsenden) Bereich der Erkenntnisse der Biologischen Psychologie vor. Dieser ist vorrangig als Lehrbuch der Psychologie (eher schon als Standardwerk) zu betrachten, bietet aber ob der Verständlichkeit der Sprache und der erläuternden Hinführungen zu den einzelnen Themen auch dem interessierten Laien vielfach Material zur tieferen Information.

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