Rainer Schmidt

 3.7 Sterne bei 55 Bewertungen
Autor von Die Cannabis GmbH, Liebestänze und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Rainer Schmidt

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Cover des Buches Die Cannabis GmbH (ISBN:9783453676978)

Die Cannabis GmbH

 (17)
Erschienen am 08.03.2016
Cover des Buches Liebestänze (ISBN:9783462041514)

Liebestänze

 (9)
Erschienen am 21.09.2009
Cover des Buches Wie lange noch (ISBN:9783462039856)

Wie lange noch

 (9)
Erschienen am 25.02.2008
Cover des Buches Legal High (ISBN:9783499290282)

Legal High

 (3)
Erschienen am 20.02.2018
Cover des Buches Immer richtig miteinander reden (ISBN:9783873873926)

Immer richtig miteinander reden

 (2)
Erschienen am 09.09.1998
Cover des Buches Das große Teebuch (ISBN:9783991002253)

Das große Teebuch

 (1)
Erschienen am 30.11.2017

Neue Rezensionen zu Rainer Schmidt

Neu

Rezension zu "Das große Teebuch" von Rainer Schmidt

Alles über Tee!
Kristall86vor 4 Monaten

Wer dem Kaffee abgeschworen hat, hat ein paar alternative Möglichkeiten. Die beliebteste dabei ist aber Tee! Und eines steht fest: es ist nicht nur irgendein Heißgetränk und der Teebeutel macht nicht immer gleich einen guten Tee. Rainer Schmidt, der „Teemeister“ der heutigen Zeit, hat in seinem Buch „Das große Teebuch“ sein gesamtes Fachwissen einfließen lassen. Auf 368 Seiten werden rund 150 Teesorten näher besprochen, Anbaugebiete und Erntezeiten genau definiert und erläutert. Bei eben seinen Erläuterungen merkt man Schmidt eines an, seine große Leidenschaft gepaart mit Fachwissen. Keiner kann so sensibel und aufschlussreich über eine Plantage berichten wie er oder über Anbaugebiete philosophieren. Die vielen Grafiken und Fotos im Buch lockern alles unheimlich gut auf. Sehr interessant sind natürlich die Geschichten der vielen Länder zum Thema Tee. Ein wenig kennt sie ja jeder aber wenn man Rainer Schmidt so liest, merkt man erstmal wie wenig Wissen wir doch als Leser über Tee überhaupt haben. Tee ist eine Passion! Tee ist ein Lebensgefühl! Tee ist Natur pur! Natürlich gibt er auch sehr hilfreiche Tipps zum Thema Teekauf und dessen Equipment. Angefangen von einem guten Teeservice bis hin zur eigene Lieblingsmischung erklärt er alles sachlich, interessant und nachvollziehbar. Ich persönlich habe sehr viele Informationen aus diesem Buch mitgenommen und werde mein Teekonsumverhalten noch weiter ausbauen als ohnehin. Kaffee kommt bei uns nicht mehr auf den Tisch. Und ich muss zugeben, es ist einfach unheimlich sinnlich und entspannend, einen sehr guten Tee (der auch seinen Preis hat) aus einer sehr guten Porzellan-Tasse (die noch mehr einen guten Preis hat ;-)) und dessen Kanne zu genießen und dabei so viel Fachwissen zu besitzen. Man trinkt den Tee tatsächlich anders, das steht fest! Und wenn man doch mal das Glück hat, auf Reisen auf eine Teeplantage zu kommen, sollte man die Chance nutzen! Es ist mehr als ein Erlebnis, da kann ich Rainer Schmidt nur zustimmen! Wenn sie sehen wo ihr Earl Grey oder ihr Oolong herkommt, die Ernte beobachten durften, werden sie bei jeder Tasse dieses Tees in einer andere Welt katapultiert. Dieses Buch muss man bei einer guten Kanne Tee genießen! Zur Optik und Haptik: dieses Buch wirkt unheimlich gut durch seine schwere Art. Der feste Einband verleiht dem Buch eine gewisse Beständigkeit. Die Aufmachung der Kapitel ist sehr ausgewogen und rund dargestellt. Nichts wirkt übertrieben, zu viel oder zu gewollt. Alles hat seine Berechtigung und Rainer Schmidt‘ Schreibstil ist dabei sehr unterhaltsam. Er schreibt flüssig und selbstbewusst. Man merkt was er weiß und das er dieses Wissen auch sehr gern weitergibt. Dieses Buch ist ein Muss für jeden Teefreund! Hier wird und kann jeder noch etwas lernen! Und aus diesem Grund erhält dieses Buch eine klare Leseempfehlung! Es hätte mehr als 5 Sterne verdient! Ich danke dem Verlag für das Leseexemplar!

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Rezension zu "Die Cannabis GmbH" von Rainer Schmidt

Die Cannabis GmbH von Rainer Schmidt
Janko-Unchainedvor 2 Jahren

Die Cannabis GmbH von Rainer Schmidt

(Heyne Hardcore)


- Detailgetreue Anleitung zum Cannabis-Anbau oder Thriller zum Gähnen -


Der Dude und seine Madame. Allein aufgrund dieser törichten, störenden bis nervigen „Namensgebung“ der Hauptprotagonisten hätte man das 352-seitige Buch gleich nach dem Aufschlagen auch schon wieder zuschlagen sollen. 2016 im Heyne Hardcore Verlag erschienen, erzählt Autor und Journalist Rainer Schmidt in "Die Cannabis GmbH" die Geschichte vom „namenlosen“ Dude, eines Hamburger Cannabis Züchters erster Güte. Sein ganzer Stolz: "Strongdude". Eine Eigenzüchtung, ein Kassenschlager. Als der Dude eines Abends seines harzigen Engagements entledigt wird, dass er in einer Scheune hinterm Haus zu züchten pflegte und einen der Täter der Konkurrenz dabei erwischt, diesen daraufhin grün und blau prügelt, übergibt er die Sache kurzerhand seinen Jungs Steely und Mike. Danach passiert jedoch eine gaaanz lange Zeit erst einmal gaaar nichts. Und dieser erste, noch recht interessante Teil des Plots wird auch im Laufe der weiteren Geschichte nicht mehr wirklich aufgegriffen. "Die Cannabis GmbH" lebt zwar Hamburgs Lifestyle und Autor Schmidt versteht es durchaus mit Sprache zu spielen, aber eigentlich entbrennt hier lediglich eine furchtbar langweilige, weil langwierige Lobhudelei auf den Cannabis Anbau. Die etwas wirre „Geschichte“ kommt einem zum Teil so vor, wie im (Cannabis-)Rausch verfasst, ist eigentlich auch nicht wirklich eine Geschichte im herkömmlichen Sinne und für das Etikett Heyne Hardcore leider eine richtiggehende Enttäuschung.

 

Der ehemalige Chefredakteur des Rolling Stone Rainer Schmidt beschreibt die Anbaugepflogenheiten des Dudes bis ins kleinste Detail, was die Sache für einen anbauinteressierten Leser vielleicht spannend, für den Rest der Gesellschaft vollkommen überflüssig gestaltet und den Aufbau eines wahrhaftigen Storyboards dem Anbau THC-haltiger Genussmittel hintanstellt. Es wird einfach viel zu viel über das Leben, sowie das illegale Unternehmen des Dudes philosophiert. Somit zeichnet der gebürtige Düsseldorfer Schriftsteller, welcher derzeit in Berlin lebt, in gewisser Weise eher eine Hommage an ein uraltes Rausch-, Genuss- und Heilmittel. Aufgrund dessen bin ich mir nicht ganz sicher, ob es sich bei "Die Cannabis GmbH" um einen schwer verdaulichen „Thriller“ handeln soll oder rein um eine gut verpackte und sehr detaillierte Anleitung zur Hanfgewinnung. Der Verfasser hält für einen Thriller definitiv zu wenig Story parat, dafür sinniert er über den Markt, unternehmerische Fähigkeiten, die Abnehmer und vor allem über den Marihuana Anbau selbst. PH-Wert, EC-Wert, 400er Metallhalogen-Hochdrucklampen, 600er Natriumdampf-Lampen, Nährsalze, Nährstoffe und Bewässerung, seziert bis ins kleinste Atom. Ein fesselnder Thriller geht hingegen eindeutig anders. Und so zieht sich Seite für Seite zäh wie erkaltende Lava. Es gehört schon eine gehörige Portion Unbedarftheit dazu, solch eine uninteressante, belanglos Geschichte zu Papier zu bringen und derart zu schwafeln, dass es einem den Schmalz aus den Tränendrüsen drückt. Selbst dem enthusiastischsten Bongraucher dürfte "Die Cannabis GmbH" nicht mehr als ein müdes Gähnen entlocken. Für mich ist das absoluter Hamburg-Humbug. Schade eigentlich. Da hätte man sicherlich mehr draus machen können. Vor allem frage ich mich: Wo ist der, Kiffern in die Wiege gelegte Wortwitz, wo der rauchverhangene rußschwarze Humor, wo der kreative Geisteserguss, wo die lockerflockigen Ideen? Komplette Fehlanzeige! Charakterzeichnung, Lokalkolorit ebenfalls Fehlanzeige! Dass sich Nico Hofmann die Filmrechte für UFA Fiction gesichert hat, ist mir ebenso ein Rätsel...aber vielleicht macht er ja was daraus!?!

 

Der Dude ist ein spätpubertärer Althippie, seine Olle (kurzum "Madame" genannt), eine nervige Zicke und seine Mitarbeiter in welcher Hinsicht auch immer tickende Zeitbomben. Die angedeuteten Charakterisierungen bleiben ansonsten eher schemenhaft, was ein Mitfühlen mit den Protagonisten quasi ad absurdum stellt. Das Ganze wird zu allem Überfluss auch noch pseudointelligent und ebenso pseudowitzig vorgetragen. Oder ich kann eben einfach nicht auf den Hamburger Humor...wer weiß das schon?!? Lediglich die, immer mal wieder eingeflochtenen Diskussionen oder das Für und Wider zur hiesigen, meist doch als absolut verfehlt zu bezeichnenden Drogen- und Genussmittelpolitik, birgt in gewisser Hinsicht interessantes. Der Rest ist jedoch ebenso spannungsvoll vorgetragen, wie das Feuilleton der hiesigen Tageszeitung und liest sich zum Teil wie ein wissenschaftliches Essay. Wer sich ein bisschen mit Cannabis auskennt und da meine ich nicht (nur) mit dem Konsum, sondern mit den literarisch nur allzu oft aufgegossenen wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Hintergründen, wird sich hier wohl eher langweilen, als irgendetwas Neues zu entdecken. Die Geschichte zieht sich wie ein frisch verdauter Kaugummi und brodelt quasi über vor Langeweile. Die Konversation, wenn sie denn mal stattfindet, ist unnatürlich, steif und bockig, in eine fast schon nervende, mehr oder minder zusammenhangslose Schreibe gepackt. Das Ganze wird zu allem Überfluss auch noch trocken und humorlos runtergenudelt. Action gleich Null! Auf den letzten Seiten wird es dann sogar tatsächlich noch mal spannend, aber das kommt leider reichlich spät. Zu spät, wie ich meine. Denn dann ist das Buch auch schon fertig, der letzte Drops gelutscht und der letzte Joint geraucht. Puh, Erntedank!

 

Meine Wertung: 44/100

 

http://www.rainer-schmidt.org

 

Link zur Buchseite des Verlags: https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Die-Cannabis-GmbH/Rainer-Schmidt/Heyne-Hardcore/e485971.rhd

 

Originaltitel: Die Cannabis GmbH

Originalverlag: Rogner & Bernhard

Taschenbuch, Broschur, 352 Seiten, 11,8 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-453-67697-8

€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne Hardcore

Erschienen: 08.03.2016

 

www.lackoflies.com

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Rezension zu "Legal High" von Rainer Schmidt

Von Kuchen und Süppchen: Legal High - Rainer Schmidt
DunklesSchafvor 3 Jahren

Die Legalisierung von Cannabis – ob man nun dafür oder dagegen ist, bleibt natürlich jedem selbst überlassen, doch der Journalist und Schriftsteller Rainer Schmidt hat die derzeitigen Tendenzen aufgenommen und ein paar Schritte weitergedacht. Was ist, wenn Cannabis plötzlich (oder auch nicht so plötzlich) legalisiert wird? Wer profitiert, wer verliert? Ist die Bevölkerung dafür oder dagegen? Und wie sieht der Trend in Deutschland, Europa, weltweit aus? Satirisch verpackt in dem Nachfolger zu „Die Cannabis GmbH“ befinden wir uns im Jahre 2018 – und die Legalisierung des Cannabis steht kurz bevor. Den Vorgänger habe ich leider noch nicht gelesen, doch das tat dem Lesevergnügen hier keinen Abbruch.

Der Dude sitzt im Knast. Verraten und verhaftet, muss der Dude jetzt im Gefängnis zusehen, dass er sich verbündet, um nicht tot in der Ecke zu landen. Die Besuche von Madame, seiner großen Liebe und Lebensgefährtin, werden seltener, als Freigang ansteht, macht sie sich noch rarer – das Genöhle und Gejammer ihres Gatten geht ihr gehörig auf den Keks. Doch sogar im Knast bekommt der Dude mit, dass sich die Gesellschaft ändert. Cannabis soll legalisiert werden. Wie? Echt jetzt? Und das ohne den Dude und seinen hervorragenden Stoff „Strongdude“, noch immer unerreicht und das Ideal für alle Hanfbauern? Ihm sind die Hände gebunden, doch andere sind längst im Anmarsch und jeder will sein Stück vom Kuchen. Oder den Kuchen. Den ganzen.

Politiker, Wirtschaftsvorstände, Pharmaunternehmen, Bauernvorstand, die Kirche – ein jeder hat eine Meinung zur Legalisierung des Cannabis und die Weichen sind auf „JA“ gestellt. Die Interessen sind natürlich vielfältig. Derweil die Bauernvereinigung Angst hat, dass das Ausland schneller im Anbau ist, da dort zum Teil schon legalisiert wurde, haben die Pharmaunternehmen Angst um ihre Patienten – und um die Milliarden, welche sie mit ersteren verdienen. Mittendrin befindet sich die Kanzlerin, die sich wundert, warum denn plötzlich alle Cannabis legalisieren wollen, wo doch auf der Welt, in Europa aber auch in Deutschland wesentlich gewichtigere Probleme zu lösen sind, aber eben auch der Dude. Vielperspektivisch, manchmal ein wenig in die Länge gezogen und noch nicht einzuordnen, streiten sich die Geister, ohne aufeinander zu treffen und man hat schon fast das Gefühl, dass jeder aneinander vorbei zieht, bis man dann die Strippen im Hintergrund erkennt und es sich nach und nach zusammenfügt. Also der Leser fügt zusammen, der Dude hat leider immer noch nichts kapiert.

Und an der Stelle hakt es im Getriebe des wirklich vielseitig geschriebenen Buches. Alle Vertreter geben ihren Einblick, jeder kocht sein eigenes Süppchen, doch die Hauptfigur trielt vor sich hin. Sollte nicht der Meister des besten Stoffes mitmischen in dem bunten Reigen um grüne Blätter und bunte Scheine? Doch der hängt ja im Gefängnis fest, bzw. im Altenheim, den Job, den er im Freigang zu erledigen hat. Der Zug ist schon fast vorbei gefahren, als er endlich aus dem Gefängnis frei kommt, ins Spiel hineingezogen wird und dann unter die Räder kommt. Also nicht buchstäblich, sondern zwischen all den Parteien, die munter an ihrem Süppchen gekocht haben, während der Dude mit sich und seinem Leben beschäftigt war.

Abgesehen davon aber, dass mir die Hauptfigur zu wenig Antrieb zeigte, war das Buch ein herrlich-komischer und mit viel Wahrheiten und einigen, vermutlich bald passierenden Ereignissen gespickter Roman über Cannabis mit all seinen Vorteilen und wenigen Nachteilen. Eine witzige Kanzlerin, eine taffe Geschäftsfrau, die allen Herren in den Vorstandsetagen den Rang abläuft – auch wenn sie ein eiskaltes Miststück ist – ein paar Rumänen und Albaner, viele Drogen – nein, nicht nur Cannabis – und der nichtsahnende Dude, dem man besser mal beigebracht hätte, dass man Verträge immer lesen soll, bevor man unterzeichnet. Gutgläubig, hinterher hechelnd, aber eben doch innovativ und erfinderisch. Ach, aber damit befindet er sich, glaube ich, in guter Gesellschaft und so zeigt das Deutschland in 2018, welches der Autor mit viel Biss und Ironie würzt, wie die Welt friedlicher und friedliebender werden könnte. Auch wenn da jemand fast den ganzen Kuchen bekommt. Bevor der Dude demjenigen, dann doch noch eins auswischt.

Fazit:
Vielperspektivisch, mit viel Ironie und Witz, aber auch einigen Wahrheiten und durchaus vorstellbaren Wahrscheinlichkeiten wird Cannabis in 2018 legalisiert – zumindest in der Vorstellung des Autors.

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