Rainer Schmidt Die Cannabis GmbH

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Inhaltsangabe zu „Die Cannabis GmbH“ von Rainer Schmidt

Der Dude ist der beste Grasproduzent Hamburgs. Ein Großunternehmer,
auf den die Gesellschaft stolz sein könnte – wenn der Anbau legal wäre.
Niemand darf wissen, woher das ganze Geld kommt. Die feine Verwandtschaft
seiner Frau hält ihn für einen außergewöhnlich erfolgreichen
Baumarktmitarbeiter, der imstande ist, unglaubliche Rabatte zu besorgen.
Als in seine geheime Plantage eingebrochen und er erpresst wird,
eskaliert die Lage. Der Dude träumt vom legalen Anbau in Kalifornien
und will aussteigen. Aber dann öffnet Bauer Petersen von nebenan leider
die falsche Tür

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  • Grün ist die Hoffnung

    Die Cannabis GmbH

    TeleTabi1

    24. May 2016 um 09:45

    Der auf wahren Begebenheiten basierende Roman „Die Cannabis GmbH“ erzählt die spektakuläre Geschichte des Dude, der sich sein eigenes Ökogras-Imperium aufbaut. Er wird zum gefragtesten Grasproduzenten Hamburgs und nimmt den Leser mit auf eine spannende Reise durch sein Leben. Der Dude ist ein junger Kiffer aus Hamburg und erfolgreicher Großunternehmer für Genussmittel, wie er sich selbst gern bezeichnet. Mit viel Leidenschaft, Ehrgeiz und Sorgfalt kümmert er sich um seine geliebten Pflänzchen: Marihuana.                                                                   Doch der Dude baut nicht nur irgendein Gras an – nein – er hat sich zum Ziel gesetzt, das beste Biogras der Region zu produzieren: bester Geschmack, top Wirkung, Eins A Qualität und frei von jeglichen künstlichen oder schädlichen Stoffen. Dabei geht es ihm nicht um Geld – was er dennoch bald reichlich hat –  sondern in erster Linie darum, die Menschen mit seinem Erzeugnis glücklich zu machen. Und das tut er. Arbeitslose, Studenten, Arbeiter, Akademiker und Rentner – die Leute reißen ihm das Zeug regelrecht aus der Hand und der Dude kann sich vor Nachfragen kaum noch retten. Alles läuft wie geschmiert. Sein Glücks-Unternehmen mit der revolutionären Geschäftsidee schlägt ein wie eine Bombe. Wenn da bloß nicht der misstrauische Bauer von nebenan wäre, der nur darauf wartet, den Dude endlich los zu werden. Und auch der angesehenen hanseatischen Familie seiner Frau muss er ständig etwas vorspielen und immer neue Lügen für das viele Geld erfinden. Sein Leben gleicht einem ewigen Versteckspiel, bis plötzlich alles aufzufliegen droht...   Die Kritik Der Roman ist witzig und unterhaltsam, aber auch sehr informativ, gesellschaftskritisch und erschreckend nahe an der Realität. Neben der gelungenen, packenden Sprache des Buches ist es vor allem auch die Aktualität der Thematik, welche den Roman so interessant und lesenswert macht. Schmidts Buch plädiert dafür, Marihuana endlich zu legalisieren und dessen überwiegend harmlose und friedliebende Konsumenten zu entkriminalisieren, anstatt sie wie Verbrecher in die Ecke der Illegalität zu drängen. Es beschreibt auf eindrucksvolle Art und Weise die oftmals vorherrschende Doppelmoral der Gesellschaft zu diesem Thema, zeigt die schwerwiegenden Missstände und Folgen der Prohibition auf und nennt gute und nachvollziehbare Gründe für die Legalisierung und gegen die Verteufelung von Marihuana. Fazit: „Die Cannabis GmbH“ beruht auf tatsächlichen Ereignissen und ist definitiv eines der besten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe: Ganz klare Kaufempfehlung also!   Rainer Schmidt. Die Cannabis GmbH. Heyne Hardcore. 9,99 Euro.

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  • Die Cannabis GmbH

    Die Cannabis GmbH

    Eule90

    31. January 2015 um 22:38

    Das Cover des Buches ist einfach gestaltet: Ein weißer Umschlag, darauf abgebildet ein Tütchen mit ein paar Krümeln Gras und einem kleinen Hanfblatt. Einfach aber trotzdem aussagekräftig. Das Cover zeigt eindeutig, worum sich dieses Buch dreht. Nicht so gut gefallen hat mir das Material des Umschlags. Es ist eine Art Plastik und fühlt sich leider etwas billig an. Ich habe den Umschlag zum Lesen abgenommen und mich über das quietsch grüne Buch gefreut, welches darunter hervor kam. Die passt wieder wunderbar zum Thema. Gut gefallen hat mir auch das integrierte Lesezeichen-Bändchen welches die gleiche Farbe hatte wie das Buch. Er nennt sich seit Jahren Dude und ist in Dortmund aufgewachsen. Zusammen mit seinem großen Bruder und zwei Schwestern lebte er bei seiner Mutter und dem Stiefvater. Dieser hält ihn zeitlebens für einen Versager, welches er den Dude und seinen Bruder in ihrer Kindheit durch heftige Prügel spüren lässt. Irgendwann geht Dude zum Leben nach Hamburg. Hier findet er seine Madame, mit der er in einer Wohnung in Hamburg Altona lebt. In einem Schuppen im Garten wächst ihr Lebensunterhalt: Hanf. Angefangen hat alles mit einer Pflanze in einem Mayonnaiseeimer. Schon bald werden es immer mehr Eimer, der Bruder steigt mit ein. Die Plantage wächst stetig und Dude und sein Bruder haben ein Ziel: Das beste Öko-Gras herzustellen, was es gibt. Schon bald kommen weitere „Teilhaber“ hinzu: Der Kleine, Eight Fingers und No Brain. Zusammen entwickeln sie die beste Methode für die Pflanzenaufzucht und die Plantage wächst immer mehr. Doch mit zunehmender Größe tauchen auch die ersten Probleme auf: Ihr Stromverbauch ist so hoch, dass sie eines Tages ganz Altona stromlos machen. Also wird beim Stromanbieter ein Gewerbeanschluss beantragt. Keiner wundert sich und das Problem ist gelöst. Doch dann werden sie von ihrer Vermieterin kurzerhand vor die Tür gesetzt. Sie suchen eine Alternative und finden ein Haus mit einer riesigen Halle außerhalb Hamburgs. Die Produktion wird immer größer und Professioneller. Doch wieder treten Probleme auf. Der Dude hat sich mit seinem Bruder zerstritten, der ihn nun terrorisiert. Dazu kommt, dass sie nicht wissen, wie sie das Gras unauffällig zu ihrem Hauptabnehmer in Hamburg bringen sollen. Doch der Dude findet für alles eine Lösung und scheffelt immer mehr Geld mit seiner Produktion. Er und Madame haben einen hohen Lebensstandard. Nebenbei bezahlt der Dude noch diverse Baumarktartikel die Madames Verwandtschaft bei ihm bestellt. Die denken nämlich er würde in leitender Position in einem Baumarkt arbeiten und Prozente bekommen. Die Wahrheit kann man ihnen natürlich nicht erzählen. Eigentlich lebt der Dude sein Traum-Leben. Doch nach einigen Jahren auf dem Land merkt er, dass ihm die Lust an der Arbeit verloren gegangen ist. Nach reichlicher Überlegung will er seine Plantage an seinen Hauptabnehmer abgeben. Doch vorher wird ihm durch die Polizei ein Strich durch die Rechnung gemacht. Sie haben herausgefunden, womit er sein Geld verdient und er muss sich jetzt vor einem Richter verantworten. Durch falsche anwaltliche Beratung geht das Schief und der Dude endet im Knast. Dieses Buch ist nach einer wahren Begebenheit geschrieben. Der echte Dude verbüßt auch gerade eine mehrjährige Haftstrafe. Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Es zeigt einem auf witzige aber auch häufig auf ehrliche und ernste Weise, wie im Drogengeschäft gearbeitet wird. Auch wird in diesem Buch viel Diskutiert warum Cannabis verboten ist, Alkohol und Tabak aber an alle verkauft wird. An Cannabis ist nach aktuellem wissenschaftlichem Stand noch niemand gestorben. An Alkohol oder den Folgen zu hohen Tabakkonsums allerding schon. Auch macht Cannabis nicht gewalttätig. Wie sieht es da beim Alkohol aus? Ich denke, dieses Buch zeigt dem Leser auf, wie verdreht doch manche Gesetze sind. Ich bin auch kein Freund von Drogen, aber wenn diese Argumentation zutrifft wäre ich auch dafür, Cannabis zu legalisieren und die Abgaben von Alkohol zu verschärfen. Mir hat gut gefallen, dass dieses Buch sehr zum Nachdenken und Diskutieren anregt, da es sich einfach sehr nah an der Realität befindet. Aber auch, wenn man dieses Buch als reinen Roman ansieht, würde ich es jederzeit empfehlen. Es regt zum schmunzeln an und behandelt einfach ein Thema, welches sonst als Tabu angesehen wird, obwohl es eigentlich nicht uninteressant ist.

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  • Nach der Hälfte nur noch sporadisch durchgeblättert

    Die Cannabis GmbH

    winterdream

    24. November 2014 um 10:58

    Inhalt: Dude wollte eigentlich nur ein wenig kiffen und ist mir einer einzelnen Pflanze Hanf angefangen. Da war er total stolz drauf. Aber dann wollte sein Bruder auch mitrauchen und schnell wurde klar, dass es mit einer Pflanze alleine nicht reicht. So haben sie mehr angebaut und im Schuppen im Hof eine kleine Anlage mit Hanfpflanzen eingerichtet. Dann sind sie angefangen, das Gras zu verkaufen und es sollte bald das beste Gras in ganz Hamburg sein und sie kamen mit der Ernte gar nicht so schnell hinterher. Sie mussten sich vergrößern und mieteten eine alte Villa mit Wirtschaftsgebäude, in dem sie ihre Pflanzen aufstellten und davor Boote stellten, damit es nicht so schnell einsehbar war. Wird sich der Anbau lohnen?   Cover: Das Cover finde ich sehr schlicht gehalten, aber es passt zu dem Titel und zu dem Buch.   Mein Fazit: Am Anfang fand ich das Buch eigentlich noch ganz gut, aber es wurde von Abschnitt zu Abschnitt immer langweiliger. Die ganzen Erklärungen über irgendwelche ph-Werte und wie man Hanf anbauen sollte und was man gegen Schädlingsbefall machen kann, fand ich irgendwie einfach nur über. Vielleicht kann da jemand etwas mit anfangen, der selbst Hanf anbauen möchte. Zu den Charakteren habe ich leider auch überhaupt keinen Bezug gefunden. Die Hälfte des Buches habe ich noch komplett gelesen, danach habe ich nur noch sporadisch einzelne Abschnitte gelesen. Ich weiß auch nicht, was für einen Sinn dieses Buch verfolgt. Dass man dafür bestraft wird, wenn man in Deutschland Hanf anbaut? Ich glaube, das dürfte allgemein bekannt sein. Auch hatte ich gehofft, dass es vielleicht mit etwas Humor geschrieben ist, aber auch das war nicht der Fall. Mir hat vor allem die wörtliche Rede gefehlt und auch mit dem Schreibstil insgesamt konnte ich nicht viel anfangen. So hat der Hauptcharakter seine Frau z.B. immer Madame genannt und deshalb fand ich das alles sehr unpersönlich und ich konnte keinen Zugang zu den Charakteren und zur Story an sich finden. Mich konnte das Buch leider nicht überzeugen. Deshalb kann ich auch leider nur einen Punkt vergeben.

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  • Unterhaltsames für den Hobby-Gärtner

    Die Cannabis GmbH

    Columbine

    17. November 2014 um 12:06

    Der Dude wird vom Kiffer zum Grasanbauer und schließlich zum Großunternehmer mit allen Problemen, die so ein Business mit sich bringt. Den Schreibstil fand ich unterhaltsam, wenn auch manchmal ein bisschen zu gewollt lässig. Natürlich wird in diesem Buch relativ direkt für die Legalisierung von Cannabis geworben, allerdings wird am Beispiel des Bruders des Dudes auch deutlich gezeigt, wie weit eine Drogenkarriere, die "nur" mit etwas Gras begann, nach unten führen und Menschen zerstören kann. Die Figur des Dude hat mich persönlich ein wenig hin und her gerissen. Einerseits der knallharte Geschäftsmann, andererseits seine Vision Friede auf Erden zu bringen. Seine angeblich so wahnsinnige Liebe zur Madame, und trotzdem ist es ganz normal, sich beliebig mit anderen Partnern zu vergnügen. Am lustigsten sind die Szenen mit Madames Verwandtschaft, vor der er seinen enormen Reichtum rechtfertigen muss und sich damit selber ein Bein stellt. Madame wird im Laufe des Buches auch nicht gerade sympathischer, immer mehr scheint es ihr nur auf die Kohle anzukommen. Ein wenig gestört haben mich die teilweise sehr ausführlichen Pflegeanleitungen für die Marihuana-Pflanzen. Ich bin kein Gärtner und auf welchen pH-Wert man die Pflänzchen wann genau einstellen muss ist mir ziemlich egal. Hier hätte man es bei einem einmaligen Einschub belassen können, anstatt immer wieder so ins botanische Detail zu gehen. Das Ende der ganzen Geschichte kommt nicht sonderlich überraschend, nur die Naivität des Dudes bezüglich der zu erwartenden Strafe und das blinde Vertrauen, das er in einen fremden und offensichtlich nicht kompetenten Anwalt setzt, führten bei mir zu etwas Kopfschütteln. Fazit: Kein Muss, aber unterhaltsam zu lesen, wenn einen das Thema interessiert. Außerdem ein Plus von mir, da es sich um eine wahre Geschichte handelt. Wenn man sich das vor Augen hält, ist es unterhaltsam sich auszumalen, welche Biographien wohl hinter der nächsten Ecke warten. Wer weiß, was der nette Nachbar außer Gemüse noch so in seinem Gewächshaus heranzieht?

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  • Rainer Schmidt - Die Cannabis GmbH

    Die Cannabis GmbH

    Angelika007

    10. November 2014 um 10:38

    Es ist vielmehr ein Roman, der zwar unzweifelhaft autobiographische Züge hat, aber eben in erster Linie unterhalten möchte und welcher auch mal die Schattenseiten unserer vermeintlich tollen Gesellschaft aufzeigt. Man muss nicht unbedingt drogenabhängig sein um darüber zu sinnieren welchen gesellschaftlichen Zwängen man unterliegt und welcher Oberflächlichkeit wir Tag für Tag begegnen. Das Sujet ist sicher relativ schwer verdaulich, geht es doch um Drogen und den Handel mit Diesen. Trotzdem ist das Buch von der ersten bis zur letzten Seite kurzweilig im besten Sinne- faszinierend, wahr und lehrreich ohne belehrend zu sein und gibt einen tiefen Insider-Einblick ohne zu moralisieren oder aus einer Opferperspektive zu schildern. Zum Hintergrund muss man wissen, dass Haschisch noch im 18. Jahrhundert die meist verschriebene Arznei und überall frei erhältlich war. Erst bei der zweiten internationalen Opium-Konferenz 1925 wurden weltweite Kontrollmassnahmen eingeführt, obwohl 18 der 19 teilnehmenden Staaten keine Probleme im Zusammenhang mit dem Hanfprodukt vermelden konnten. Die knapp ausgehende Schlussabstimmung zu ungunsten des Hanfs wurde von handfesten wirtschaftlichen Interessen bestimmt; Ägypten drohte den Deutschen an, im Falle eines Abstimmungsverhaltens pro Haschisch Importbeschränkungen für Kokain (Merck) und Heroin (Bayer) zu erlassen. Schließlich wurde die natürliche Droge 1929 im Opiumgesetz des Deutschen Reiches verboten. Der Protagonist kommt viel rum und erlebt diverse Abenteuer. Die Handlung ist absolut nicht vorhersehbar, wirkt dadurch aber auch ziemlich zufällig. Ich fand es an vielen Stellen auch durch die Schonungslosigkeit der Erzählart unterhaltsam aber auch deprimierend, klar - aber das ist doch ein realistisches Bild des menschlichen Daseins. Hier gibt es keinen doppelten Boden, hier wird die knallharte Realität erzählt. Wer viel arbeiten muss, muss auch viel Leiden. Und, dass das nicht immer gewürdigt wird, wissen wir auch nicht erst seit gestern. Aber in diesem Buch wird auf eine lustige Art und Weise das wahre Leben widergespiegelt. Wer das Leben hinterfragen möchte, hat hier gute Ansätze. Da es von einem "Fachmann" geschrieben wurde, ist es trotz der zahlreichen drastischen Stellen in der Summe ein doch sehr hoffnungsvolles und positives Werk. Der Autor trifft meiner Meinung nach völlig ins Schwarze und spricht Dinge an, die in unserer Gesellschaft gerne 'unter den Teppich gekehrt' bzw. völlig aus dem Zusammenhang gerissen, präsentiert werden. Auch die Drogenpolitik kommt in diesem Werk nicht zu kurz und wird vom Autor auf humorvolle Weise auf's Korn genommen. Dabei wird Rainer Schmidt aber nie angreifend oder versucht dem Leser seine eigene politische Meinung zu diesem Thema aufzudrängen. Er bleibt immer neutral und lässt dem Leser somit alle Möglichkeiten, sich seine eigene Meinung zu bilden. Das Buch ist spannend, es besitzt einen roten Faden, einen originellen Plot, einen erstklassig gezeichneten Protagonisten, extrem pointierte, facettenreiche Dialoge und noch ein weiteres, wichtigeres Element: Das Buch hat das gewisse Etwas!!! Uneingeschränkt zu empfehlen Somit lässt das Buch ohne Zweifel starke autobiographische Merkmale erkennen, aber nie so weit, dass hier die Persönlichkeit entblößt wird. Rainer Schmidt legt mit diesem Buch keinen Seelenstriptease hin oder rechnet ab, er ‚würzt‘ seinen Roman mit der Wahrheit und überlässt es dem Leser, mit welchem Auge er es liest. Dieser Stil unterhält hervorragend und weiß bis zur letzten Seite zu überzeugen. Da, wo andere Bücher langweilen und sich in dem Abspulen von Fakten oder Ereignissen verlieren, kann der Leser hier teilhaben an einer rasanten Handlung, die nicht selten mit einem Sprachwitz überrascht, bei dem man den Eindruck bekommt, der Autor macht auch vor sich selbst nicht halt, etwa wenn er nicht zögert, die Dinge, die andere nett umschrieben hätten, beim Namen zu nennen. Der aufmerksame Leser wird sehr schnell merken, dass dies keiner lebhaften Phantasie entsprungen ist, sondern in hohem Maße persönliche Erfahrungen und Beobachtungen des Autors sind.

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  • Das Leben des Dude

    Die Cannabis GmbH

    Wuschelchen99

    26. October 2014 um 22:15

    Rainer Schmidt erzählt im Roman „Die Cannabis GmbH“ das Leben des „Dude“ nach einer wahren Begebenheit. Der Dude begann mit einer Hanfpflanze, weil er nur ein bisschen kiffen wollte. Er entscheidet sich, immer mehr anzubauen und das in bester Bio-Qualität, die richtig reinhaut. Seine festen Abnehmer möchten immer mehr von ihm kaufen und der Dude möchte damit die Menschen glücklich machen. Immerhin ist er der bekannteste Produzent im Großraum Hamburg. Der Anbau im Hinterhaus wird technisch immer komplizierter, selbst ein Stromanschluss für Gewerbekunden muss her und entsprechendes Personal wie der Kleine, Eight Fingers und No Brain. Auch sein Bruder und seine Ehefrau Madame sind mit von der Partie. Nach außen hin ist der Dude offiziell für einen Baumarkt tätig, denn niemand sollte erfahren, womit er seinen Lebensunterhalt tatsächlich verdient. Nach dem Tod des Vermieters kündigt die Erbin den Mietvertrag, was dazu führt, dass ein neues Gelände außerhalb der Stadt gefunden wird. So ist es ohne Probleme möglich, den bisherigen Lebensstandard für den Dude, seine Frau und die beiden Kinder zu erhalten. Doch immer mehr Produktion führt auch zu mehr Problemen, denn Abtransport und Verkauf riesiger Mengen sind nicht so einfach zu organisieren. Irgendwie findet der Dude, dass es Zeit ist, aufzuhören und auszusteigen. Leider zu spät, denn irgendwann kommt ihm die Polizei doch auf die Schliche und erfährt die Wahrheit über sein tatsächliches Einkommen. Letztendlich bringt schlechte juristische Beratung den Dude in den Knast. Selten wurde ein so ehrliches Buch über ein heikles Thema wie der Anbau und dem Konsum von Drogen geschrieben. Ein sympathischer Protagonist, der recht naiv erscheint, aber genau weiß, was er will und was sein Weg im Leben ist, reißen den Leser sehr flott mit. Die freche, derbe, aber sehr ehrliche Sprache mit genialen Dialogen bringen einen Lesengenuss, der seines gleichen sucht. Ein Buch, das zum Nachdenken über die Drogendiskussion anregt und dem eine ganz klare Leseempfehlung gilt.

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  • Die Cannabis GmbH

    Die Cannabis GmbH

    Solengelen

    25. October 2014 um 20:27

    Der "Dude" baut Cannabis an. Dies ist nicht einfach ganz normales, sondern Bio und besonders gut. Erst in kleinen Mengen, da sich die Qualität aber schnell herum spricht, muss er expandieren. Das wünscht sich jeder Unternehmer, ob nun legal oder illegal. Im Gegensatz zu anderen Unternehmern ist er auch ein guter Chef, alle Mitarbeiter sind Willkommen. Er hat seine Traumfrau gefunden, ist Vater, muss sich mit der Verwandtschaft seiner Frau arrangieren und und und. Also der ganz normale Wahnsinn. Er ärgert sich, dass Cannabis verboten ist, aber Zigaretten und Alkohol legal zu haben sind. Wobei diese Drogen ein großes Abhängigkeitspotenzial haben. Als er aussteigen will, ist die Polizei schneller. Eine Geschichte, die auf einer wahren Begebenheit basiert. Die leichte Sprache und die mit Witz und Ironie erzählte Geschichte, gibt einen Einblick ins Metier. Wie auch immer man zu dem Thema steht, das Buch ist lesenswert.

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  • Einblick in eine andere Welt

    Die Cannabis GmbH

    angi_stumpf

    22. October 2014 um 16:03

    Der Buchrückentext: Der “Dude” ist der beste Grasproduzent Hamburgs. Ein Großunternehmer, auf den die Gesellschaft stolz sein könnte – wenn der Anbau legal wäre. Niemand darf wissen, woher das ganze Geld kommt. Vor allem nicht die feine Verwandtschaft seiner Frau, die ihn für einen außergewöhnlich erfolgreichen Baumarkt-Mitarbeiter hält, der imstande ist, unglaubliche Rabatte zu besorgen. Als in seine geheimen Plantage eingebrochen und er erpresst wird, eskaliert die Lage. Er träumt vom legalen Anbau in Kalifornien und will aussteigen. Aber dann öffnet Bauer Petersehen von nebenan leider die falsche Tür. Die Geschichte: Mit größter Leidenschaft baut der “Dude” seine Marihuanapflänzchen an und liefert in Hamburg und Umgebung das beste “Bio-Gras” der Branche. Das spricht sich schnell herum unter der Kundschaft und sein Abnehmer fordert immer größere Mengen. Es muss expandiert werden, es kann nicht mehr jede Pflanze einzeln gestreichelt und gehätschelt werden. Das stinkt dem “Dude” gewaltig, dazu kommt noch ein Zwist mit seinem Bruder, die nervige Verwandtschaft seiner Frau, seine eigene mysteriöse Kindheit und ne Menge anderer Ärger. Irgendwann beschließt er seinen Ausstieg aus dem Geschäft. Doch er hat die Rechnung ohne die Polizei gemacht … Meine Meinung: Der “Dude” ist ein richtig sympathischer Protagonist, auch wenn er sich natürlich mit seiner “beruflichen Tätigkeit” abseits der Legalität bewegt. Er behandelt seine Mitarbeiter eigentlich viel zu gut, für das was sie (sich) leisten, er schmeißt Partys ohne Ende, lässt sich von seinen Gästen und der Putzfrau bestehlen und bis er das alles bemerkt, ist es fast schon zu spät. Manchmal wirkt er wie ein kleiner Junge im Bonbonladen, der sich nach Herzenslust bedienen darf – und am Ende kommt das große Zahnweh! Den Grasanbau nimmt der “Dude” extrem ernst und so produziert er auch nur erstklassige Ware. Er verrät dem Leser viele Tipps und so ist das Buch vielleicht auch für Hobbygärtner recht interessant! Mir persönlich hat der “Dude” auf jeden Fall einen spannenden Einblick in eine völlig andere Welt ermöglicht, die ich so noch nicht kannte. Es werden sowohl die guten wie auch die Schattenseiten seines Lebens prima beleuchtet und ich kann getrost behaupten, dass ich nicht mit ihm tauschen möchte. Auch wenn spontanes Verreisen und Shopping ohne Ende natürlich schon reizvoll sind. Angesichts der Thematik bleibt natürlich auch einiges an Gesellschaftskritik nicht aus: während zerstörerische Allerweltsdrogen, wie Alkohol und Zigaretten legal sind, wird Marihuana von allen verteufelt. Obwohl die Hanfpflanze so nützlich ist und vor allem auch in der Medizin sehr gute Dienste leisten könnte. Der Schreibstil ist einfach super: humorvoll, fesselnd und manchmal mit geschickt platzierten Rückblenden in die tragische Kindheit des Protagonisten. Das Lesen hat Spaß gemacht! Fazit: Sehr unterhaltsam, humorvoll, aber auch interessant und spannend. Eigentlich ein 5-Sterne-Buch, aber einen Punkt Abzug gibt´s von mir für Bobbys Ende … leider ein No-Go für mich!

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  • Die Cannabis GmbH

    Die Cannabis GmbH

    BuecherDanny

    14. October 2014 um 17:30

    Das Buch erzählt die Geschichte eines jungen Mannes, der eigentlich nur ein bisschen kiffen wollte. Im Schuppen im Hinterhof baut er dann selbst Cannabis an und wird bald zum berühmten Öko-Gras-Produzenten mit Spitznamen "Dude". Als der Schuppen zu klein wird, kauft er ein Haus mit großer, zugehöriger Halle am Deich. Die Produktion wird immer weiter perfektioniert, es können immer größere Mengen geerntet werden. Doch auch die Probleme werden für den Dude größer. Wer nimmt so große Mengen ab? Wie kann man sie unbemerkt transportieren? Auch wird es immer schwieriger, die "Arbeit" und dass Familienleben zu bewältigen. Und dann bleibt immer ein bisschen Angst, dass die Plantage auffliegen könnte... Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Die Protagonisten sind skurril und passen gut ins Milieu, die etwas derbe Sprache passt gut zur Story. Der Manchmal etwas hektische Schreibstil, spiegelt gut den immer größer werdenden Stress des "Dude" wieder. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, die Geschichte vom "Dude" seiner Familie, der Plantage und seiner "Angestellten" hat mich gefesselt!  Interessant an diesem Roman ist, dass er auf einer wahren Begebenheit beruht. Das macht die ganze Diskussion um die Gesetze rund um Cannabis und Alkohol glaubhaft und regt zum Nachdenken an.

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