Rainer Schmidt Wie lange noch

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Inhaltsangabe zu „Wie lange noch“ von Rainer Schmidt

Die Sehnsucht nach großen Gefühlen in einer harten Welt – ein schonungsloses und komisches JugendporträtDie letzten Sommerferien vor dem Abi: Felix träumt von der großen Liebe und dem echten, aufregenden Leben. Die Wirklichkeit sieht anders aus. Mit seinen Freunden hängt er an der Parkbank ab, wo alle trinken und dumme Sprüche klopfen. Im Grunde geht es nur darum, hart zu sein und nicht alleine zu bleiben, denn sonst überlebt man nicht auf den Straßen, die von Hölzenbein und seinen Schlägern kontrolliert werden. Felix will um jeden Preis raus. Aber wohin? Und wie? Felix fühlt sich wie im falschen Film: Nadja, seine große Liebe, hat ihn mit einem Freund betrogen und verlassen, doch er kommt nicht von ihr los. Seine anderen Freunde wollen nichts von seinem Kummer hören, seine gutbürgerlichen Eltern nichts vom Krieg der Unterschicht gegen die Mittelschicht, der in der Stadt tobt. So macht Felix mit bei diesem Spiel, das keine Sieger kennt, und denkt sich seinen Teil. Er erweist sich als letzter Romantiker und Moralist: Mit klarem Blick und viel schwarzem Humor erzählt er von seiner archaischen Jungswelt, in der man sich mit den falschen Mädchen tröstet, mit der Angst vor brutalen Proleten leben muss, in dubiosen Kneipen oder auf verheerenden Partys abstürzt und oft das Gefühl hat, in einer Zeitschleife zu stecken. Bei allem Spaß, den das auch immer wieder macht, merkt Felix, dass es so nicht weitergehen kann – und zieht radikale Konsequenzen. Rainer Schmidt liefert ein komisches und einfühlsames Porträt junger Männer, die auf den ersten Blick stumm und stumpf wirken, aber voller Sehnsucht stecken. Sie stellen sich der Gesellschaft mit Posen, Punk und Pöbeleien entgegen, überspielen ihre Sprachlosigkeit mit Alkohol, Drogen und Gewalt, und wollen doch die ganz großen Gefühle. Felix spricht aus, was die anderen bloß denken, beweist dabei großen Witz und viel Selbstironie und wird in diesem modernen Entwicklungsroman zum schlauen und empfindsamen Antiheld, der sich aus den Verhältnissen befreit und dabei die Herzen der Leser im Sturm erobert.  

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    Wie lange noch
    asita

    asita

    22. March 2008 um 11:02

    nadja ist für felix erste große liebe. doch sie betrügt ihn mit einem anderen. für felix bricht die welt zusammen. wie sieht sein leben sonst so aus. der sommer kurz vor dem abitur. reiche eltern, die von ihren kinder nichts wissen wollen und in ihrer eigenen welt leben. die jugendlichen sitzten nachmittags auf den bänken in den parks herum, trinken, machen andere aus den nachbarsiedlungen an. nasenbeine brechen, lippen platzen, blut fließt. dazwischen felix, der sich fragt, wie lange das alles noch geht, zwischen dem jung sein und dem erwachsen werden. in diesen ‚spielen’ gibt es nie gewinner. bis es felix reicht .... “Eindringlich schildert Rainer Schmidt das Innenleben seiner Hauptfigur: Die Suche nach großen Gefühlen, Freundschaften, Enttäuschungen und erster Sex. Mit viel Alkohol und schwarzem Humor versucht Felix zu überleben.“

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