Rainer Stadler Vater, Mutter, Staat

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Inhaltsangabe zu „Vater, Mutter, Staat“ von Rainer Stadler

Die betreute Generation

Irgendwas läuft hier falsch. Wie sonst ist das wachsende Unbehagen von Eltern zu erklären, die ihre Kinder kaum noch sehen, weil sie im Büro sitzen, vorgeblich um sich selbst zu verwirklichen? Wie die Untersuchungen zu Stresshormonen bei Krippenkindern, die hier locker mit Topmanagern mithalten? Warum überlassen immer mehr Eltern die Verantwortung für ihre Kinder ganz selbstverständlich fremden Menschen? Eltern, die in ihrer Jugend noch 'We don’t need no education' riefen. Eltern, die ihren Kindern Pippi Langstrumpf vorlesen. Rainer Stadler, Journalist und Vater, macht sich auf die Suche nach Gründen für den Sinneswandel und erkennt ein System: Aus kühl kalkulierten ökonomischen Gründen propagiert eine Koalition aus Politik und Wirtschaft seit Jahren den massiven Ausbau der Kinderbetreuung und hat das Leben der Familien und der Gesellschaft insgesamt tiefgreifend verändert. Wer sich gegen die verordnete Ganztagsbetreuung stellt, ist auch gegen Emanzipation und Förderung, jeder leise Zweifel wird damit im Keim erstickt. Rainer Stadler stößt eine längst überfällige Diskussion an. Sie betrifft uns alle.

Ein Thema, mit dem ich mich schon länger beschäftige. Für mich klingt es fundiert und sollte jede junge Familie zum Nachdenken anregen!

— Sieben-Schwester

Der Vater, Journalist und Autor Rainer Stadler greift genau meine Gedanken auf. Faktenreich und fundiert. Sehr empfehlenswert!

— Floh

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    Lasst die Kinder los

    Kellerbandewordpresscom

    Perfekte Eltern, unglückliche Kinder Verunsicherte Kinder mit vollen Terminkalendern, gestresste Eltern, die nur alles richtig machen wollen und dabei trotzdem das Gefühl haben, dass irgendetwas falsch läuft: Bei der Erziehung und der Entwicklung ihrer Kinder stehen Väter und Mütter heute mächtig unter Druck – das führt zur Überforderung aller und selten zu wirklich glücklichen Kindern. Die renommierte Erziehunsgwissenschaftlerin Margrit Stamm kann anhand von zahlreichen empirischen Studien nachweisen, warum Eltern gut daran tun, ihre Kinder weniger zu behüten und zu kontrollieren und wie das gelingen kann. Sie zeigt Wege zu einem entspannteren Erziehungsstil für lebenstüchtige Kinder und zufriedene Eltern. Bewertung des Buches: Da die Autorin und Wissenschaftlerin aus der Schweiz kommt sind viele Beispiele und Statistiken von dort. Das spielt aber für die Thesen und den Lösungen keine Rolle, ob die Familie aus Deutschland oder aus der Schweiz kommt. Das Problem bleibt gleich: Eltern sind an allem schuld. Zukunftsängste der Eltern, ihr Kind könne erwas nicht, das von ihm erwartet wird sind meiner Meinung nach die größten Sorgen der Mütter. Der gesellschaftliche Wandel führt zu unterschiedlichen Lebensbedingungen. Diese führen zu unterschiedlichen Maßnahmen und können einfach nicht von den Eltern verglichen werden. Einige seien sehr unsicher bei Erziehungsfragen, da die eigenen Eltern für das erfahrene Know-how nicht zur Verfügung stehen würden. Das trifft bestimmt auf einige zu. Ich denke dass aber eher junge Mamas ohne eigene Lebenserfahrung davon betroffen sind. Unsere Omas und Opas der Kinder wohnen weiter weg. Wir kommen auch gut ohne deren klugen Ratschläge zurecht. Es gäbe mehr Einzelkinder als früher, die einfach mehr Aufmerksamkeit und ständige Präsens der Eltern geniessen würden. Zudem würden immer mehr Spielkameraden fehlen. Entweder wohnen sie zu weit weg oder stecken in Frühförderungsprogrammen. Dann ist da noch die Droge Erziehungsratgeber. Es gibt so viele auf dem Markt. Und ständig kommen neue, die alles besser wissen und alles viel einfacher gelingt. Ein Ratgeber reicht daher nicht. Noch einer und noch einer muß her. Sei es Juul oder Montessouri. Welche Erziehungsratgeber hast du daheim und hältst du dich an die dortigen Vorschläge? Es folgt in dem Buch eine Diskussion von 7 Erziehungmythen. Mit großer Aufmerksamkeit las ich, dass Kinder mit dem autoritativen Erziehungsstil der Eltern bei einer Studie bessere soziale Kompetenz, höhere Leistungsorientierung und Zielstrebigkeit aufwiesen als beim autoritären Stil, nachgiebigen Stil oder dem vernachlässigenden Erziehungsstil. Eine nachgiebige Erziehung auf Augenhöhe ist daher nicht am erfolgreichsten – das bleibt ein Mythos. Der nächste Mythos betrifft die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Ist da eine Vereinbarkeit überhaupt möglich? Das ist ein guter Aspekt und wird von mir als Hausfrau und Vollzeitmama noch mal in einem separaten Blogbeitrag hinterfragt werden. Dann gibt es die Beleuchtung der unterschiedlichen Auffassung verschiedener Eltern über qualitative Betreuungszeit ihrer Kinder. 7 Kindheitsmyten werden danach besprochen. Unter anderem die Mutterbindung, Väter als gute Spielpartner und ob Kitas schädlich sind. Die perfekten Eltern stehen nun zur Diskussion. „Das Gras wächst nicht schneller wenn man daran zieht“ Afrikanisches Sprichwort Das im Buch aufgeführte Sprichwort macht die Autorin sehr sympathisch. Gibt es sie überhaupt oder sind die Eltern perfekt, die nicht perfekt sind? Zum Beispiel kannte ich bis jetzt den Begriff „hothousing“ – Treibhausförderung noch nicht. Beim Kapitel „Perfekte Kinder“ erfährt man welche Folgen der einzelne Erziehungstil haben kann. Obwohl alle Eltern an einem perfekten Kind „arbeiten“ gibt es doch immer unterschiedliche Ergebnisse. Aber eins ist sicher: perfekte Kinder gibt es nicht! Wir lernen die verwöhnten „Shuttle-Kids“ kennen. Die Meinung der Autorin über das boomende AP Attachment Parenting teile ich vollkommen – nicht mein Ding. Fazit: Ich möchte Mutter sein und bleiben. Nicht als Managerin, Nachhilfelehrerin, Co-Therapeutin oder Chaufeuse enden. Ich bin entspannt, weil ich mich oft im Buch wiedererkenne und mich auf dem richtigen Weg befinde. Das ist beruhigend. Hab ich vielleicht doch perfekte Kinder? https://kellerbande.wordpress.com/2016/06/16/lasst-die-kinder-los-rezension-piperverlag/

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  • Leserunde zu "Aus den Hemmschuhen in die Stöckelschuhe" von Katrin Seifarth

    Aus den Hemmschuhen in die Stöckelschuhe

    kseifarth

    Rabenmutter? Quotenfrau? Hausmütterchen? Sobald das erste Kind da ist, kann es Frau nur noch falsch machen. Und viele Mütter haben das Gefühl, in der Falle zu sitzen. Hinderliche Glaubenssätze, gesellschaftliche Ansprüche, gut gemeinte Ratschläge sorgen dafür, dass Mütter die eigenen Bedürfnisse aus den Augen verlieren.   Wer ist mit dabei und setzt dieses praktische und humorvolle Selbst-Coaching-Buch aus der "Unzufriedenheitsfalle Kind" mit um. Zehn einfach nachvollziehbare Schritte warten auf Eure Praxiserprobung und auf angeregte Diskussionen. 

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  • Interessant und gut geschrieben

    Vater, Mutter, Staat

    Eva-Maria_Obermann

    07. August 2015 um 22:44

    Stadler stellt es gut an. Nirgendwo sagt er direkt, dass kein Kind fremdbetreut werden sollte oder unter einem Jahr bei den Eltern sein muss. Immer wieder ruft er die Individualität der Kinder in den Vordergrund. Dass es eben solche gibt, die kein Problem mit Fremdbetreuung haben, und die, die noch zur Einschulung nicht wirklich mit einer anderen Umgebung als ihrem Elternhaus klar kommen. Ein dickes Plus dafür. Ein dickes Plus, das Stadler ehrlich bleibt und nicht sagt: Ich spreche für alle und alle Kinder noch dazu. Nein, er ist ja auch gar nicht per se gegen Ganztagesbetreuung. Nicht einmal das kann ich ihm vorwerfen. Stattdessen war ich beim Lesen fasziniert, wie plausibel und strukturiert er argumentiert, unterfüttert mit Beispielen und Zeitungsartikeln. Dass der Staat die Ganztagesbetreuung gar nicht eingeführt hat, um die Familie zu entlasten, sondern, um mehr Arbeitskräfte zu gewinnen und dadurch letztlich auch die Individualität von Familie und Kindern abzuschaffen. Wer aus der Norm fällt, wird zurechtgebogen. Rabiat, will man meinen, wenn das Buch aufgeschlagen ist. Eine interessante und sicher nicht ganz falsche These. Dass der Staat nach Jahrzehnten der Unterdrückung der Frau, eingesehen hat, dass dies heute nicht mehr geht und prompt die Kehrtwende macht hin zur Frauenquote und den schnellen Einstieg ins Berufsleben. Dass Frauen, die „nur“ Mütter sind immer noch stigmatisiert werden. Sogar nettes über das mittlerweile abgeschaffte Betreuungsgeld kann er sagen, so dass ich es ihm nicht komplett um den Kopf werfen will. Ausdrücken, ja ausdrücken kann er sich. Gerade darum finde ich es etwas schade, dass er frevelhaft ähnlich vorgeht, wie die, die er kritisiert. So sagt er, Studien, die einen positiven Effekt von Ganztagesbetreuung gezeigt hätte, würden verschweigen, dass dieser minimal ist und noch dazu auch ein negativer Effekt besteht. Ebenso minimal. Andere Kinder betreffend. Schon sind wir wieder bei der Individualität und Stadlers Argument gegen die Betreuung verpufft, wenn eine Abschaffung den kleinen positiven Effekt für manche Kinder wieder zunichtemachen würde. Wäre das denn nicht genauso schlimm? Dass es durchaus Kinder gibt, die mit eins oder früher nicht so weit sind, stimme ich blind zu. Dass sie deswegen grundsätzlich schädlich sind, nicht. Diese Struktur zieht sich ziemlich durch das ganze Buch. Wo immer ich mit dem Autor einer Meinung bin – etwa, dass der Staat Doppelverdienerhaushalte gerade für Familien nötig macht und damit wiederrum die Ganztagesbetreuung mit fordert, oder dass Kinder in unserer Gesellschaft viel zu oft als Hindernis für die Karriere, statt als Bereicherung gesehen werden, und ganz besonders dass eine Arbeitswelt, in der Eltern beide nur in Teilzeit arbeiten gehen und dafür mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen können wegen der zusätzlichen Motivation nicht nur dem Arbeitsalltag, sondern auch der Geburtenrate entgegen käme – kommt ein Punkt hinzu, in dem ich mich stark wehre. Dass die Frauen und Feministinnen eingetrichtert bekommen haben, so sein zu müssen wie die Männer und eigentlich nur darum arbeiten gehen – nicht weil sie sich dabei wirklich verwirklichen wollen. Dass Männer im Gegenzug noch immer nicht mit Kind und Haushalt am Hut haben (wollen) (was er selbst immer wieder vehement abstreitet und rühmlicher Weise oft von Eltern, Elternschaft und gemeinsamen Verpflichtungen gegenüber der Kinder spricht!). Oder dass das Betreuungsgeld das Hausfrauengehalt gewesen wäre, das früher immer gefordert wurde (Pustekuchen. 150 Euro? Dafür bekommt man kaum eine Putzfrau bezahlt.) Stadler will mitnichten, dass die Frau brach Heimchen am Herd spielt und Mann und Kinder versorgt. Jedenfalls sagt er das nicht (kluger Mann). Vielmehr plädiert er für eine wirkliche Wahlfreiheit, ob jemand arbeiten geht, oder nicht. Ob jemand sein Kind fremdbetreuen lässt, oder nicht. Für mehr Zeit mit den Kindern und miteinander. Für mehr Väter, die mehr unternehmen – im Haushalt und mit den Kindern. Für mehr Familie.

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  • unbedingt lesen und erfahren! Hier wird kein Blatt vor dem Mund genommen oder Schön-geredet!

    Vater, Mutter, Staat

    Floh

    In einer bekannten Eltern-Zeitschrift bin ich über ein Interview mit Vater, und Autor Rainer Stadler gestoßen und war in hellster Aufmerksamkeit. Dieser Autor sprach mir aus der Seele, und genau seiner Buchvorstellung zu "Vater Mutter Staat" bin ich prompt gefolgt und durfte erstaunliches, wissenswertes, fragwürdiges, kontroverses und beklemmendes Lesen. Aber ich durfte trotz all der blanken Wahrheit und den Tatsachen auch viele Tipps, Ratschläge und Erfahrungen annehmen und kennenlernen. Dieses Buch überzeugt mich durch seinen Wahrheitsgehalt, die Forschungsergebnisse, eigene Erfahrung aus der Familie und Umfeld des Autors und neueste Wissenschaft und die Macht des Staates. Offen, erhrlich und schonungslos, dennoch bestärkend, aufbauend und mutmachend! Ganz großartig für alle Betroffenen und Interessierten. Erschienen im Ludwig-Verlag (http://www.randomhouse.de/ludwig/) Inhalt / Beschreibung: "Die betreute Generation-... Irgendwas läuft hier falsch. Wie sonst ist das wachsende Unbehagen von Eltern zu erklären, die ihre Kinder kaum noch sehen, weil sie im Büro sitzen, vorgeblich um sich selbst zu verwirklichen? Wie die Untersuchungen zu Stresshormonen bei Krippenkindern, die hier locker mit Topmanagern mithalten? Warum überlassen immer mehr Eltern die Verantwortung für ihre Kinder ganz selbstverständlich fremden Menschen? Eltern, die in ihrer Jugend noch »We don’t need no education« riefen. Eltern, die ihren Kindern Pippi Langstrumpf vorlesen. Rainer Stadler, Journalist und Vater, macht sich auf die Suche nach Gründen für den Sinneswandel und erkennt ein System: Aus kühl kalkulierten ökonomischen Gründen propagiert eine Koalition aus Politik und Wirtschaft seit Jahren den massiven Ausbau der Kinderbetreuung und hat das Leben der Familien und der Gesellschaft insgesamt tiefgreifend verändert. Wer sich gegen die verordnete Ganztagsbetreuung stellt, ist auch gegen Emanzipation und Förderung, jeder leise Zweifel wird damit im Keim erstickt. Rainer Stadler stößt eine längst überfällige Diskussion an. Sie betrifft uns alle." Themenschwerpunkte: Zu folgenden Themenschwerpunkten geht der Autor und Familienvater Rainer Stadler in die Offensive und zeigt ein schonungsloses und zunächst vernichtendes Bild unserer gesellschaftlichen Entwicklung mit dem höchstem Gut Kinder! Gelobt sein aber auch, dass Stadler auch beginnt, die andere positive Seite und auch die resultierenden Bereicherungen und Möglichkeiten aufzuzeigen. Hier teilt der Autor eigene Erfahrungen, Recherchen und Forschungsinhalte, gibt Ratschläge und Informationen unter anderem zu diesen brisanten Themen: * U3 Betreuung. Fluch oder Segen? Übel und Notwendigkeit? * Folgen aus Reizüberflutung und dauerhaften Stress für die Kleinsten * Intensives Vertrauen und Bindung in die eigene Familie * Steuerliche Schönmalerei * Der Gewinn für den Staat und den öffentlichen Haushalt * Verlust von Werten und Gut des familiären geborgenen Lebens * Profit, Karriere oder das blanke Über-die Runden-kommen * Der Alltag Alleinerziehende Eltern * Fördern und Überfordern * alte Familienmodelle * Die Hetzjagd Beführworter und Gegner. Von Rabeneltern und Übermüttern * Wissenschaft und Forschung an Säuglingen und Kleinkindern in größeren Gruppen * Betreuungsmöglichkeiten * ein Blick in die Zukunft, ein Blick zurück zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf (bzw. Einkommen) * und vieles vieles mehr.....! Meinung: Auch ich bin Mutter einer 17 Monate alten Tochter, unser zweites Baby ist derzeit unterwegs. Auch mein Mann und ich haben uns zu Beginn der Schwangerschaft mit dem Thema Betreuung und Beruf auseinander gesetzt. Für mich und meinem Mann stand schnell fest, dass wir unser Baby nicht unter drei Jahren in fremde Hände geben möchten, sondern eine Betreuung daheim von mir als Mutter favorisieren. Dies konnten wir jedoch nur so frei nach unseren Wünschen regeln, da ich mit meinem familienfreundlichen Arbeitgeber einen Heimarbeitsplatz mit einem halben Tag die Woche im Büro vor Ort (dann fängt mein Mann erst ab Mittag an zu arbeiten) regeln und vereinbaren konnten. So leiste ich meinen Beruf und meine Arbeit von daheim und kann nah bei meiner Tochter sein und durch meine freie Zeitaeinteilung den Bedürfnissen in gerade diesem wichtigen Alter nachkommen. Mit Liebe, Vertrauen, Geborgenheit und den nötigen Schutz der Familie und geregelten Routine. Als ich das Interview des Autors las, war ich sofort mit dem Autor und seinen Äußerungen konform. Klar kann man endlos kontrovers und mit Argumenten ziellose Diskussionen führen, aber aus mir sprach mein Herz und Bauchgefühl und genau meine Denkweise teilte auch der Autor, sodass ich auf sein Buch sehr neugierig wurde. Trotz des festen Standpunktes, welchen Rainer Stadler vertritt nimmt er sich die Muße und die Objektivität auch die andere Seite zu betrachten, zu analysieren und auch hier zahlreiche Vorteile und Zugewinne zu nennen und zu loben. Viele Paare oder auch Alleinerziehende Eltern haben oft keine andere Möglichkeit in der aktuellen Zeit, als die Kinder früh in eine Betreuung zu geben. Hier ist der Staat gefragt, aber der zielt mit Puplikationen und Lobeshymnen bezüglich Vereinbarkeit von Beruf und Familie in eine ganz fatale Richtung. Das Bild des wichtigen Familienlebens wird zerrüttet und auf viel zu viele wackelige Säulen gebaut. Das Wertvollste ist ein gesundes und stetiges Familiengeflecht aus Routine, Sicherheit und Zuverlässigkeit mit Ruhe und Muße. Hier könnte ich enlos pallavern, aber ich möchte eigentlich nur dieses wunderbar verdeutlichende und wahre Buch empfehlen und jedem nahe legen, dem das Thema betrifft! Es lohnt sich wirklich! Neben den eigenen Erlebnissen des Autors als Vater zweier Kinder bietet das Buch zudem auch wertvolle Passagen aus Wissenschaft und Forschung. Mir gefallen zudem die vereinzelten Statistiken, Referenzen und Mahnmale, die das Gelesene untermalen. Ein Ratgeber, wie er aus dem Herzen der Eltern geschrieben wurde. Das Themenspektrum ist recht groß. Hier spricht nicht nur die Theorie, hier spricht der Alltag und das wirkliche Leben einer ganz normalen Familie, die sich den Regelungen aus Staat und Politik beugen muss. Mutig, offen, provokativ, kontrovers, mahnend, erschütternd, und umsichtig widmet sich Rainer Stadler auch tabuisierteren Themen und spricht offen und gefühlvoll den Leser an. Er nimmt kein Blatt vor dem Mund und streut leider auch sehr viel Salz in die Wunden mancher Leser, die leider aufgrund der gesellschaftlichen Lage Handlungsunfähig und gelähmt erscheinen. Das Cover: Das gewählte Cover ist stimmig und sachlich. Das Fundament der Familie wird angeknackstRot und warnend. Das Cover und die Gestaltung passt zum Gesamtkomzept, angenehme Farbgestaltung und ansprechende Gliederung der Themen. Einen Stern ziehe ich für den etwas sehr starren Standpunkt des Autors ab, auch wenn er beide Seiten sehr deutlich beleuchtet, so merkt man schnell seinen Standpunkt von dem er auch nicht abweicht. Aber es lohnt sich, denn dieses Buch spricht aus dem Herzen und gibt andere Erkenntnisse! Der Autor: "Rainer Stadler, geboren 1967, studierte Informatik und absolvierte die Journalistenschule in München. Er arbeitete als freier Journalist und Auslandskorrespondent (Los Angeles) und schrieb u.a. für die Süddeutsche Zeitung, den Focus und den Spiegel. Seit 2001 ist er Redakteur beim SZ-Magazin. Rainer Stadler ist verheiratet und hat zwei Kinder." Fazit: Kenntnisreich, informativ und sehr facettenreich. Ehrlich, offen, zwar wenig gefühlvoll und aber ganz nah bei den Eltern. Dieses Buch gibt Rückhalt, macht Mut und Hoffnung. Das, was junge Eltern gerate am Anfang des neuen Familienlebens mit Kind und Kegel brauchen. Dieses Buch möchte ich ans Herz legen und lobe die wunderbare Wortgewandtheit und die schlagfertige Recherche des Autors. Er schreibt mir aus der Seele und teilt meine Meinung! Hier gebe ich gern eine unbedingte Kaufempfehlung!

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    • 8

    Floh

    24. December 2014 um 02:29
    Sabine17 schreibt Mein Mann ist die letzten 12 Jahre zu Hause geblieben, nachdem erst ich 6 Jahre zu Hause geblieben bin. Wir würden es immer wieder so machen, auch wenn wir mehr Geld gut hätten gebrauchen können.

    Ja, das liebe Geld... Aber Geld ist nicht alles, das stimmt. Dennoch: Hier sollte der Staat doch ein vorteilhaftes Steuersystem für den Elternteil anbieten, der arbeiten geht. So kann es sich ...

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