Rainer W. Schlegelmilch

 4 Sterne bei 3 Bewertungen
Autor von 70s Concept Cars, Formula 1 und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Rainer W. Schlegelmilch

70s Concept Cars

70s Concept Cars

 (2)
Erschienen am 01.09.2012
Formula 1

Formula 1

 (1)
Erschienen am 14.10.2011
Ferrari

Ferrari

 (0)
Erschienen am 31.10.2016
Ferrari Geschenkausgabe

Ferrari Geschenkausgabe

 (0)
Erschienen am 31.10.2016

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Rezension zu "70s Concept Cars" von Rainer W. Schlegelmilch

Kantiges Design und überflüssiges kurvenreiches Beiwerk
R_Mantheyvor 3 Jahren

Warum glauben eigentlich Autohersteller, dass man ihre Produkte nur dann wahrnimmt, wenn man sie mit leichtbekleideten und langbeinigen, aber technisch völlig ahnungslosen Damen präsentiert? Bei Fotografen kann man das eher verstehen. Denen wird es offenbar schnell langweilig, wenn sie keine Models um sich haben.

In diesem Bildband weiß man nicht, ob es vornehmlich um das konzeptionelle Karroserie-Design italienischer Blechschmieden zwischen 1967 und 1978 geht oder um die Figuren, die in den absonderlichsten Posen um die automobilen Modelle herumturnen. Ich muss zugeben, dass mir dieses fotografische Konzept leicht auf die Nerven ging, weil oft die Grenzen zur debilen Albernheit sehr nahe liegen. Etwa wenn ein Flügeltürer vorgestellt wird und dahinter eine Frau steht, die die Arme zu Flügeln ausbreitet. Oder wenn man gleichzeitig das Hinterteil eines Autos und einer dieser Damen bewundern kann.

Elvira Netzer arbeitete als ein solches Model. Sie erklärt dem Leser in einem Beitrag, dass es ihre Aufgabe war, sich "in zu den Fahrzeugen passender Kleidung den Formen dieser kostbaren Einzelstücke anzupassen, um sie für ein breites Leserpublikum noch interessanter zu machen". Das zu kommentieren, lasse ich besser. Aber es ist schon bemerkenswert, wie das "breite Publikum" eingeschätzt wird.

Lässt man die schwer zu übersehenden Damen einmal unbeachtet, dann offenbaren sich in diesem Band zahlreiche Design-Ideen, die in den Folgejahren in die Massenproduktion übernommen, inzwischen aber von ganz anderen Formen und Konzepten abgelöst wurden. Insofern dokumentiert dieser Bildband ein Stück italienischer automobiler Design-Geschichte, das allerdings recht oberflächlich präsentiert wird. Vergleiche, technische Details oder weitergehendes Material findet der Betrachter in diesem Band nicht.

Ich konnte mich des Eindrucks nicht erwehren, dass es dem Autor mehr um die Präsentation als um die Design-Geschichte ging. Und das scheint mir dann doch ein merkwürdiges Konzept für Concept Cars zu sein.

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Rezension zu "Formula 1" von Rainer W. Schlegelmilch

Ein Stimmungsbild einer aus heutiger Sicht verrückten Formel 1-Zeit
R_Mantheyvor 3 Jahren

Ein Blick zurück in eine längst vergangene Zeit verdeutlicht manchmal den Zwiespalt menschlicher Empfindungen. Bei den Fotos in diesem Band wird sich mancher Betrachter an die tolle Zeit der 1970er Jahre erinnern, an die wilden Rennen, die ehrgeizigen und teilweise wirklich verrückten Fahrer. Oder an die eigene Jugend in dieser Zeit.

Andere, die damals noch nicht einmal geboren waren, werden sich hingegen die Autos ansehen und sich wundern, dass damit überhaupt jemand fahren wollte. Keine Elektronik und Sicherheitsstandards jenseits von Gut und Böse. Im einführenden Text lässt uns Niki Lauda wissen: "Wenn ich heute zurückdenke an die Kisten, die wir gefahren sind, dann frage ich mich, ob wir nicht etwas geistesgestört waren."

Doch die Vergangenheit mit dem heutigen Wissen und den inzwischen gesammelten Erfahrungen zu betrachten, erweist sich als zu einfach und eben deshalb als nicht fair. Mit diesem großformatigen und voluminösen Bildband gibt uns Rainer W. Schlegelmilch die Gelegenheit, in die Atmosphäre und den Zeitgeist dieses Jahrzehnts einzutauchen und es möglicherweise als verrückt zu empfinden. Oder als wild und nicht so glattgeleckt wie die heutige Formel 1-Welt.

Das Vorwort von Niki Lauda trägt eher den Charakter einer Kurznotiz, und die einführenden Bemerkungen scheinen mir für alle, die damals noch nicht gelebt haben, reichlich kryptisch zu sein. Dafür begleiten die Fotos kommentierende und Verständnis erweckende Bemerkungen.

Dieses Werk stellt es sich nicht zur Aufgabe, das betreffende Jahrzehnt der Formel1 chronologisch darzustellen oder gar die vielen Rennen zu dokumentieren. Das Augenmerk richtet sich eher auf Atmosphärisches oder auf die bestimmenden Charaktere im Formel 1-Zirkus dieser Zeit. Im Nachhinein wirkt die Formel 1 von damals ungezwungener und unorganisierter als heute. Aber auch gefährlicher. Doch das vergisst man natürlich gerne.

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Rezension zu "70s Concept Cars" von Rainer W. Schlegelmilch

Rezension zu "70s Concept Cars" von Rainer W. Schlegelmilch
WinfriedStanzickvor 6 Jahren

Er gilt als einer der besten Fotografen in der Rennwagenszene, der Fotograf jener in diesem Band abgebildeten sogenannten Concept Cars aus den 70 er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Allesamt könnten sie einen Platz in einem der James Bond Filme aus dieser Zeit beanspruchen, nur sind die abgebildeten Autos außer einem Citroen Camargue allesamt italienische Produktionen und somit bei den heimatverliebten Bond-Produktionen nicht zugelassen.

Die Concept Cars, die es oft nur in wenigen Anfertigungen gab, sind eine Augenweide für jeden Autofan, der diese Zeit miterlebt hat. Natürlich gibt es jedes Auto in mehreren Perspektiven zu sehen, alle technischen Angaben sind aufgeführt und es fehlt auf fast keinem Bild das obligatorische Model, auf das kein Autohersteller bis in diese Tage zu verzichten können glaubt.

Doch auch Menschen, die weniger in die Autos vernarrt sind, sondern Interesse haben am Zeitgeist der damaligen Zeit und ihren Formen und ihren Designvorstellungen werden an dem Buch ihre Freude haben und viele Beobachtungen machen können.

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