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myrainbowbubble

vor 5 Jahren

(7)

Zitat: "Aber vielleicht liegt darin auch die Perversion unseres Überlebens, Vielleicht sollen wir gegeneinander kämpfen, uns gegenseitig töten. Nur ein Preis. Nur ein Sieger. Ein Mörder würde überleben." S. 195

Autor: Rainer Weckwerth
Titel:
Das Labyrinth erwacht
Gebundene Ausgabe: 407 Seiten
Verlag: Arena (Januar 2013)
Sprache: Deutsch
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Buchreihe: Das Labyrinth 1 - Das Labyrinth erwacht
                                            2 - Das Labyrinth jagt dich (ersch. Sommer 2013)
                                            3 - ?

Inhalt:
Das Labyrinth. Es denkt. Es ist bösartig.
Sieben Jugendliche werden durch Raum und Zeit versetzt.
Sie wissen nicht mehr, wer sie einmal waren.
Aber das Labyrinth kennt sie.
Jagt sie.
Es gibt nur eine einzige Botschaft an jeden von ihnen:
Du hast zweiundsiebzig Stunden Zeit das nächste Tor zu erreichen oder du stirbst.
Problem Nummer Eins, es gibt nur sechs Tore.
Problem Nummer Zwei, ihr seid nicht allein.

Gestaltung:
Die Gestaltung von Das Labyrinth erwacht finde ich eher uninteressant und das Buch hätte mich im Buchladen nicht auf sich aufmerksam gemacht. Am Meisten hat mich am Buch der Titel, Autor und Klappentext angesprochen, die das Buch gleich viel attraktiver machen.
 
Meine Meinung:
Jeb, Jenna, Mischa, Léon, Tian, Mary und Kathy. Die sieben Jugendlichen, die sich nie zuvor begegnet sind, wachen in einer völlig anderen und neuen Welt auf. Sie wissen nicht woher sie kommen, wieso sie dort sind, wo sie sind und wieso Jeb derjenige ist, der als Erstes erfährt, was scheinbar das Ziel ihres Aufenthalts ist. Die Jugendlichen sollen nämlich 6 Welten durchqueren, in denen Tore auf sie warten, doch in jeder Welt gibt es ein Tor weniger und sie werden außerdem von mysteriösen Wesen und Menschen mit unguten Absichten verfolgt.
 
Der Start in die Geschichte war etwas holprig, da nicht nur die Charaktere, sondern auch der Leser, in die neue Situation reingeworfen wird. Man fragt sich natürlich, ob man genauso wie die 7 Jugendlichen reagiert hätte oder ob die Reaktionen nicht eher unrealistisch sind. Nach einigen Seiten lässt man sich allerdings doch auf die Geschichte ein. Besonders mit Jenna und Jeb kann man sich identifizieren. Trotz des Titels sollte man kein richtiges Labyrinth als Spielort erwarten, denn die Welt in der sich die Jugendlichen befinden hat wenig damit gemein, außer, dass niemand weiß, was sich hinter der nächsten Ecke (oder in dem Fall in der nächsten Welt) befindet.
 
Jeb
ist sowas wie der Anführer der Gruppe. Zumindest spürt man bei ihm den Willen die Gruppe am Leben zu halten und nicht nur sich selbst. Er und Jenna mögen einander und scheinen eine Verbindung zu spüren. Jenna ist zwar nicht durch heroische Taten aufgefallen, aber sie ist einer der sympathischsten Charaktere gewesen. Das Gegenteil von ihrer hilfsbereiten Art ist Kathy. Sie stellt, zusammen mit den Verfolgern der Jugendlichen, die "böse" Hälfte der Charaktere dar. Sie ist unsympathisch, selbstsüchtig, manipulativ und würde alles tun, um ihr Überleben zu sichern. Trotzdem will man sie besser kennenlernen, um die Beweggründe für ihr Handeln nachvollziehen zu können. Denn die bleiben zum großen Teil im Dunkeln.
 
Während Jeb die gesamte Gruppe am Leben halten will, will Léon nur sich selbst am Leben erhalten und zeigt das auch. Er ist ein Kämpfer und arbeitet nur zweckmäßig mit den Anderen zusammen. Er macht im Buch die auffälligste Entwicklung durch. Sein starkes Wesen wird von Mischa bewundert, von dem man gefühlt am wenigsten erfährt. Tian und Mary scheinen die Schwächsten in der Gruppe zu sein und haben immer wieder mit sich selbst zu kämpfen.
 
Obwohl es vergleichsweise wenige Charaktere gibt, dreht sich im Buch viel um zwischenmenschliche Beziehungen, denn die 7 Charaktere sind gleichzeitig alle Hauptcharaktere. Man erfährt viel über sie und bekommt oft einen guten Einblick in ihr Gefühlsleben. Gerade weil sie keine Erinnerung haben oder sich nur bruchstückhaft erinnern, erleben sie ihre Situation viel intensiver und man fühlt sich näher am Geschehen. 
Der Schreibstil von Rainer Weckwerth hat mir, wie schon in Damian, gut gefallen. Er kann mit der Sprache umgehen und Spannung erzeugen. Was mir ein bisschen gefehlt hat, aber auch völlig nachvollziehbar ist, sind Erklärungen. Am Ende des Buches ist man nicht sehr viel schlauer als am Anfang und die Situation der Jugendlichen ist immer noch im Dunkeln. Man kann zwar schlecht die Spannung vorwegnehmen, da die Reihe noch 2 Bände hat, aber ein paar Appetithäppchen an Information hätten mir gefallen. Gerade deswegen freue ich mich auf die Fortsetzung der Reihe!
 
Fazit:
Ein guter Start in eine neue Buchreihe mit vielen ungeklärten Fragen, Spannung und ungewöhnlichen Charakteren.
 
Gestaltung: ♥♥♥ (3/5)
Inhalt: ♥♥♥♥ (4/5)

Autor: Rainer Wekwerth
Buch: Das Labyrinth erwacht
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