Rainer Wendt

 4.3 Sterne bei 10 Bewertungen

Alle Bücher von Rainer Wendt

Deutschland in Gefahr

Deutschland in Gefahr

 (7)
Erschienen am 16.10.2017
Deutschland in Gefahr

Deutschland in Gefahr

 (0)
Erschienen am 05.12.2016

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Rezension zu "Deutschland in Gefahr" von Rainer Wendt

Wir schaffen das, aber nicht so!
RoXXieSiXXvor 6 Monaten


" "Wir schaffen das" reicht nicht mehr. Die Menschen in unserem Land mitzunehmen, ihren Willen nicht zu ignorieren, die Schutzpflicht des Staates zu erfüllen und diejenigen zu stärken, die dem Gemeinwohl täglich dienen. Damit können wir eine Menge schaffen."

Die Schluss sollte wohl jedem Politiker an die Bürotür genagelt werden. Unser Land ist in Gefahr.
Und Rainer Wendt, der Vorsitzende der DPolG, hat es erkannt. Die Lücken die unser Rechtsstaat jedem Kriminellen, ganz gleich gegen welches geltende Recht verstoßen wird, darlegt ist schon fast lächerlich. Und die Bürgerinnen und Bürger Deutschlands haben dies auch erkannt. Nur scheint es bei den Politikern einfach nicht anzukommen.

Dieses Buch ist von 2016. Und noch immer ist es aktueller den je. Die Misstände werden nicht besser oder beseitigt, sie werden großteils immernoch ignoriert. Nur wenn ein Amt oder ein Vorfall in den Medien für Aufsehen , scheint sich in den Köpfen der Politiker etwas zu drehen. Ein Zahnrad? Man kann nur hoffen, dass unser Staat wieder stark wird und an uns Bürgerinnen und Bürger denkt. Es geht um uns alle!

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Rezension zu "Deutschland in Gefahr" von Rainer Wendt

Zucht, Ordnung und Bildung = weniger Terrorismus und Kriminalität?
Buecherspiegelvor 2 Jahren

Rainer Wendt hat mit seinem Buch: Deutschland in Gefahr – Wie ein schwacher Staat unsere Sicherheit aufs Spiel setzt, eine für Diskussionen sorgende Veröffentlichung auf den Weg gebracht. Dass Polizisten, aber auch Feuerwehr und ärztliches Personal in der Öffentlichkeit immer wieder und auch immer mehr zur Angriffsfläche von Mitbürgern unseres Landes genutzt werden, steht außer Frage. Ebenso wie die mangelnde Ausstattung, zu geringe Ausbildungszahlen, schlechte Bezahlung und andere Sachthemen besprochen werden. Der Autor gibt aber mehrfach seine eigene Auffassung von Demokratie und Rechtsprechung wieder. Soll die Leserschaft das als Wahlbotschaft für 2017 auffassen? Wendt ist nicht seit gestern Mitglied einer der großen Parteien in unserem Land. Die Diskussionen um die Angriffe auf Polizisten, Retter, Feuerwehr, haben ja nun auch Früchte getragen, das Bundeskabinett hat eine Verschärfung des Strafrechtes Anfang Februar 2017 auf den Weg gebracht, dass bereits Attacken mit strengeren Strafen geahndet werden sollen.

Mit schon fast derber Sprache beziehungsweise populistisch-provokant zählt er Kapitel für Kapitel auf, was seiner Meinung nach schief läuft und unbedingt anders gestalten werden sollte. Der Staat hält sich inzwischen aus zu vielen Dingen wieder heraus, die seiner Meinung nach unbedingt wieder originäre Aufgaben werden müssen. Wer das bezahlen soll, darüber steht nichts im Buch. Zum Teil mutet es schon träumerisch an, wenn er den Hausmeister in der Schule vermisst, der doch immer hoch geachtet war. Da reichte nach seinen Aussagen schon ein Stirnrunzeln und dann lief es bei den Schülern wieder rund.

Es klingt schon sehr stark danach, dass der Autor mehr möchte, als gut ausgebildete junge Leute, die ihren Dienst für Deutschland in den einzelnen Bundesländern, bestens ausgestattet, durchführen. Eher nach Zucht und Ordnung, am besten alles stark kontrolliert. Dass Richter unabhängig sind, scheint ihm nicht so ganz zu passen, da sind doch fast überall härtere Strafen möglich? Sicher, er erwähnt auch Urteile, die ganz nach seinem Geschmack zu sein scheinen, doch analysiert er nicht eines dieser Gerichtsverfahren, geht nirgends in die Tiefe, alles wird nur oberflächlich und plakativ angesprochen.

Dass es keine Pflicht für die Kleinsten in unserem Lande gibt, sich in den Kindertagesstätten einzufinden, damit sie ordentlich erzogen werden und so aus ihnen brave Bürger werden, scheint ihm völlig unverständlich. Gott sei Dank leben wir in einer Demokratie. Der hiesige Terrorismus (RAF) stammte zum größten Teil aus so genanntem guten Hause, hatte keine schlechte Bildung, und doch ist etwas schief gelaufen. Gute Informationen zu dem Thema Terror in unserer Zeit bieten da die Autoren Gilles Kepel mit Antoine Jardin mit ihrem Buch „Terror in Frankreich, der neue Dschihad in Europa“, sie erläutern die zeitliche Entwicklung, Hintergründe der Täter, was genau schief gelaufen ist, wie Täter in den Gefängnissen „radikalisiert“ wurden.

Zahlen bietet der Autor viele, allerdings keine Recherchemöglichkeiten, woher die Daten denn genau stammen? Da werden Prozentangaben zu Sachverhalten angeboten, ohne Grundwerte, ohne Zeiträume, ohne Methoden, wer hat sie wann erhoben und auf welcher gesetzlichen Grundlage? Soll seine Leserschaft alles so hinnehmen oder erst anfangen zu googeln? Als Beispiel soll hier Kapitel 7 zur Verkehrsüberwachung dienen. Die Todesfälle im Straßenverkehr würde der Autor noch viel deutlicher verringern, schlägt auch entsprechende Methoden vor. Er bemängelt den nicht vorhandenen Bundesverkehrssicherheitsbeauftragten, einen Bundesdatenschutzbeauftragten haben wir. So ist nun mal die Gesetzesgrundlage. Doch der Staat versagt seiner Meinung nach, weil mit Zahlen falsch operiert wird. Auch hier fehlen die Angaben, woher seine Daten stammen. Damit sich die Leser ein eigenes Bild machen können hier zumindest eine offizielle Internetseite, die auf weitere offizielle Datenanbietern verweisen: https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/Wirtschaftsbereiche/TransportVerkehr/Verkehrsunfaelle/Verkehrsunfaelle.html

Dass Polizistinnen und Polizisten einen harten Job ausfüllen, darüber lesen wir immer wieder, zum Beispiel erst kürzlich veröffentlicht: http://www.spiegel.de/lebenundlernen/job/von-beruf-polizist-wir-bekommen-jede-menge-wut-ab-a-1132836.html

Und das Buch von Tania Kambouri „Deutschland im Blaulicht – Notruf einer Polizistin“ zeigt eindringlich auf, wie schwer es gerade für Frauen im Polizeidienst ist, ihre Pflicht zu erfüllen.

Über den Autor gibt es im Internet unter anderem unter folgendem Link Informationen: https://de.wikipedia.org/wiki/Rainer_Wendt


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KarinFrankes avatar

Rezension zu "Deutschland in Gefahr" von Rainer Wendt

lesenswertes Resümee eines Polizisten
KarinFrankevor 2 Jahren

Der Autor ist seit mehr als 40 Jahren im Polizeidienst und seit 2007 Bundesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft. Innere Sicherheit braucht Stärke, sonst gibt es keine Sicherheit, ist die Hauptaussage seines Buches

Empörung, Frust, Wut - das schienen mir nach dem Lesen die Hauptmerkmale, warum Rainer Wendt dieses Buch schrieb. Trotzdem eine sehr lesenswerte Meinung, da er das nötige Hintergrundwissen hat.

Vieles, was er aufzeigt, kann ich nur unterstützen, vor allem, dass konsequenter und härter gegen Straftäter vorgegangen werden sollte und der Staat gut beraten wäre, weder an der Polizei noch an der Gerichtsbarkeit zu sparen. Ebenso sollte gerade im Bereich der Erziehung, sei es Kita oder Schule nicht gespart werden. Gut ausgebildete Kräfte, die natürlich auch dementsprechend verdienen müssen, sind wichtig.

Er führt noch viele weitere Beispiele an, wo es seiner Meinung nach in Deutschland hakt. Bei einigen sehe ich es ähnlich, bei anderen ist er mir zu rigide (z. B. verpflichtende Kita ab 3). Seine Angriffe gegen die Politiker kann ich jedoch in vollem Umfang nachvollziehen. Besonders gelungen sind deren Plattitüden, die er erwähnt. Beispiel nach der Silvesternacht: Wir müssen mit aller Härte reagieren. Und wie lauten die Urteile? Zumeist Bewährung, das dürfte aus Opfersicht nicht gerade befriedigend sein.

Natürlich ist auch die Gewalt gegen die Polizei ein Thema.

Wenn sich die Einstellung in unserem Land Recht und Ordnung betreffend nicht bald ändert, sehen wir schlimmen Zeiten entgegen.

Lesenswert! Ein Stern Abzug, weil ich teilweise trotz vieler Wiederholungen bei einigen Themen mehr Informationen benötigt hätte, um mir eine eigene Meinung bilden zu können und weil der Stil mir bei allem Verständnis teilweise etwas zu extrem erschien.

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