Raj K Jha Die durchs Feuer gehen

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Inhaltsangabe zu „Die durchs Feuer gehen“ von Raj K Jha

Eine furiose literarische Auseinandersetzung mit der politischen Zerrissenheit des gegenwärtigen Indien.<br>Februar 2002. Die indische Stadt Ahmedabad steht in Flammen - Tausende fallen innerhalb weniger Wochen bei den Auseinandersetzungen zwischen Muslimen und Hindus einem grausamen Feuertod zum Opfer. Aber Mr. Jay nimmt die Apokalypse kaum wahr, denn er wartet in einem Hospital auf die Geburt seines ersten Kindes. Dort gelangt unter mysteriösen Umständen ein Foto in seine Hände, das drei Gegenstände zeigt: ein verbranntes Buch, eine zerbrochene Armbanduhr und ein blutiges Handtuch. Wie sich herausstellt, stehen diese Dinge in engem Zusammenhang mit der Ermordung mehrerer Menschen in der brennenden Stadt. Doch welche Bewandtnis sie für Mr. Jays Leben haben, fängt er erst an zu begreifen, als er fortgerissen wird auf eine Reise in die Nacht - eine Reise, in der Terror und Zärtlichkeit ganz nah beieinander liegen.

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  • Rezension zu "Die durchs Feuer gehen" von Raj K Jha

    Die durchs Feuer gehen
    Liisa

    Liisa

    07. May 2007 um 21:10

    Hin und wieder hören und sehen wir in unseren Nachrichten von Zusammenstößen zwischen verschiedenen Volks- oder Religionsgruppen z.B. in Indonesien oder Indien. Einen solchen Zusammenstoß hat Raj Kamal Jha zum Hintergrund seines jüngsten Romans »Die durchs Feuer gehen« genommen. 2002 kam es zu blutigen Unruhen im indischen Bundesstaat Gujarat. Ein Zug wurde überfallen, 59 Hindus starben. In der Folge kam es zu Gewalttaten, die bis zu 2000 Menschen, vor allem Muslime, das Leben kosteten. Raj Kamal Jha wurde als Redakteur des »Indian Express« unter anderem nach Ahmedabad geschickt, wo beim sogenannten Gulbarga-Massaker in einem Wohnbaukomplex 38 Menschen bei lebendigem Leib verbrannten. Wie tief ihn das damals Gesehene getroffen und bewegt hat, zeigt nun dieser wirklich ungewöhnliche, erschütternde und bewegende Roman in dem sich grausame und zärtlich-sanfte Passagen abwechseln. Darin mischen sich die reale und phantastische Ebene und er lässt er immer wieder die Toten und überlebende Augenzeugen zu Wort kommen und ihre Geschichte erzählen. Er beschreibt, wie viele - auch die Polizei - wegschauten und nachdem die Unruhen abflauten relativ schnell wieder zur Tagesordnung zurückkehrten und »zu vergessen« suchten und macht klar, dass auch das Vergessen oder besser Verdrängen dazu führt, daß die Überlebenden eine Mitschuld tragen und dass es ohne das Eingeständnis eigener Schuld keine Zukunft gibt. Dieser Roman zeigt den Wahnsinn der Menschen befallen kann und wohin nationaler oder religiöser Fanatismus führen können und dass niemand sich abseits stellen und behaupten kann, damit nichts zu tun zu haben. »Die durchs Feuer gehen« zählt zu den stärksten Romane, die ich in diesem Jahr bisher gelesen habe.

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