Ralf Boldt

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Ralf BoldtDie Stille nach dem Ton
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Die Stille nach dem Ton
Die Stille nach dem Ton
 (3)
Erschienen am 01.09.2012
Ralf BoldtHauptsache gesund!: Science-Fiction-Geschichten zum MediKonOne 2016
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Hauptsache gesund!: Science-Fiction-Geschichten zum MediKonOne 2016
Ralf BoldtZu spät: Zehn phantastische Kurzgeschichten
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Zu spät: Zehn phantastische Kurzgeschichten
Ralf BoldtWas kostet eine Raumstation?: Ökonomische Themen in der Science Fiction
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Was kostet eine Raumstation?: Ökonomische Themen in der Science Fiction
Ralf BoldtDer Temporalanwalt
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Der Temporalanwalt
Der Temporalanwalt
 (9)
Erschienen am 30.09.2014

Neue Rezensionen zu Ralf Boldt

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Rezension zu "Hauptsache gesund!: Science-Fiction-Geschichten zum MediKonOne 2016" von Ralf Boldt

Wie wird die Medizin in der Zukumft aussehen?
storytellervor 2 Jahren



Lucie Fickel: Health
Sandra Maßen telefoniert mit ihrer Mutter und erzählt ihr, dass sie sich seit einigen Tagen nicht gut fühlt. Ein Onlineunternehmen namens health.org hat Blut- und Urinproben angefordert und nach der Diagnose Medikamente geschickt. Es wird allerdings nicht besser. Die Diagnose wird variiert. Statt einer Blasenentzündung sei Migräne auch möglich.

Lucie Fickel schafft es, mit wenig Text eine neue Welt zu kreieren. Diese könnte eine mögliche Weiterentwicklung der jetzigen sein. Die Unmenschlichkeit nimmt eben so weiter zu, wie die Menschen sich nicht mehr für einander interessieren. Ärzte aus Fleisch und Blut kann ein Normalverdiener sich genauso wenig leisten wie Krankenhäuser. Man verlässt sich auf Onlinedienste.
Hat mir wegen der ungewöhnlichen Monologart und von der Idee her sehr gut gefallen.

Ralf Boldt: Hautpsache gesund
Ein Mann fühlt sich nicht ganz wohl, eine Grippe scheint im Anmarsch zu sein, aber sein Health-Button zeigt bedenkenloses Grün! Also muss alles in Ordnung sein. Einen schlimmen Moment muss er in der U-Bahn über sich ergehen lassen, als er niesen muss. Er befürchtet, einer seiner Mitreisenden könne auf die Idee kommen, die Gesundheitspolizei zu rufen, um die Prämie von 500 Euro einzustreichen, die bei der Ergreifung freilaufender Kranker gezahlt wird.

Ralf Boldt fasst kurz zusammen, wie es zu den weitreichenden Veränderungen kam, und wie sie sich auswirken. Dann wird der Mann zu einem geheimen Treffen gerufen. Scheinbar hat sich im Untergrund eine Art Widerstand gebildet.
Gekonnt, mit einem Augenzwinkern vorgetragen. Und überhaupt nicht abwegig. Warten wir, wie lange es noch dauert, bis die Krankenkassen verfügen, dass übermäßiger Genuss von Süßigkeiten, Alkohol oder Nikotin geahndet werden muss.

Thomas Kowa: Wer beamen kann, ist klar im Vorteil
Ein Mensch hat im Kasino auf Warubia ein paar Jetons gewonnen und gönnt sich einen Abend in der Bar Space Intruder, wo sich schnell Inner- und Außerirdische um ihn scharen. Er wird regelrecht ausgenommen, findet aber dennoch Zeit, dem Leser das Leben in der Zukunft zu beschreiben. Eines der Wesen, die sich von ihm freihalten lassen, gönnt sich einen Leckerbissen, der für sein Konto zu teuer ist. Die planetaren Müllmänner kommen, um den Menschen zu entsorgen.

Sehr lustige Geschichte, die durch lustige Ideen genauso punkten kann, wie mit lustigen Wortkreationen. Sehr lesenswert!

Brigitte Sieger: Bille-2A
Bille, ein siebenjähriges Mädchen, klagt über Kopfschmerzen. Als die nach einigen Tagen nicht nachlassen, kommt sie ins Krankenhaus, wo ein Hirntumor diagnostiziert wird. Sie berichtet ihrem Tagebuch, dass sie glaubt, ein Tumormonster im Kopf zu haben, das die Ärzte mit Strahlenkanonen bekämpfen wollen. Jedoch hält ihre Mutter von Strahlentherapien nicht viel. Ihr Bruder glaubt, man würde sie austauschen.

Was sich in der Zusammenfassung vielleicht etwas schräg liest, ist absolut wunderbar geschrieben. Brigitte Sieger schafft es, sowohl dem kleinen Mädchen Leben einzuhauchen, als auch die emotionslosen Patientenakteneinträge glaubhaft darzustellen. Sehr gelungenes Debüt!

Andrea Thamm: Der Hygieneunfall
Ava, die Architektin, die der Stadt eine Kuppel beschert hat, träumt vom Schwimmen und wird von ihrem Bett geweckt, das eine Kontaminierung mit Schweiß meldet und sofortige Gegenmaßnahmen empfiehlt. Während sie sich von Licht reinigen und desinfizieren lässt, grübelt sie weiter über ihren Traum nach, erinnert sich an das Leben vor der Kuppel. Als Regen noch ungehindert auf den Boden traf, die Flüsse und Seen noch nicht trockengelegt waren. Sie kehrt in Gedanken in eine Zeit zurück, in der sie im Regen tanzte. Nach der Dusche ruft sie sich zur Vernunft. Immerhin weiß jedes Kind, dass Wasser Keime trägt, Keime, die der Ursprung für Krankheiten sind. Im Ministerium kommt es zu einem Zwischenfall, der einen Minister sein Amt kostet: Er schwitzt! Wahrscheinlich hat er es mit den Antitranspirationsimpfungen nicht so genau genommen.
Um sich abzulenken, fährt sie mit dem Fahrstuhl in den obersten Stock, wo sie direkt die Kuppel berühren kann und entdeckt dort ein winziges Leck, das keinen Alarm auslöst, obwohl es das müsste. Irritiert und in Gedanken immer noch beim schwitzenden Minister und ihrem Traum, vergisst sie, selbst Alarm auszulösen.

Andrea Thamm führt uns in eine Welt, die sie gut beschreibt. Sie lässt uns an Avas Gedanken, ihrer Entwicklung teilhaben. Routiniert geschrieben, gefiel mir gut.

Dirk Alt: Flucht aus der Plastikwelt
Martin, achtzehn Jahre alt, möchte seinem Leben ein Ende bereiten. Dafür gibt es in Zeiten der Überbevölkerung Institute. Dort muss er sich durch einen Haufen Formulare arbeiten, seinen Wunsch begründen, ein Rücktrittsgespräch absolvieren und dann kann er sich die Art und Weise, wie er aus dieser Welt scheiden möchte, aussuchen. Es gibt viele verschiedene Varianten, bei denen auch mal etwas schief gehen kann.

Routiniert erzählt und im Wesentlichen ein Gegenpunkt zu der immer wieder aktuellen Diskussion um Sterbehilfe.

Friedhelm Rudolph: Faluso, o Faluso
Die Menschen existieren in einer anderen Form. Statt in einem Körper haust der Geist nun in einem Konteiner. Er wird von allerlei Androiden umsorgt.
Eines dieser Wesen erbittet sich einen Finger, damit er dieses Popeln einmal ausprobieren kann. Der Medroid bemüht sich, ihm stattdessen einen Faluso anzudrehen.

Die Idee fand ich interessant und der Text ist unterhaltsam geschrieben, nur zum Schluss hin, hätte es eine Windung weniger sein dürfen.

Gard Spirlin: Juvenil Forte
Odysseus Ryder, ein Kurier im All, erhält einen Brief von seinem Vater, der in einem Seniorendomizil auf dem Mars lebt. Er möge ihn doch mal besuchen kommen. Mit seiner Freundin, die gerne eine festere Verbindung eingehen würde, nimmt er die Einladung an und ist überrascht, als er seinen Vater in einem sehr viel besseren Zustand vorfindet, als er ihn in Erinnerung hat. Juvenil Forte, ein neues Medikament, ist dafür verantwortlich.

Unterhaltsame Geschichte, gut geschrieben, gefiel mir bis jetzt am Besten.
Selbst bei der Namensvergabe merkt man diesem Autor an, dass er sich Gedanken macht.

Frank Lauenroth: Tubes Inc.
Vor Gericht soll darüber entschieden werden, ob es sich bei Michael Johnsons Verschwinden lediglich um einen Unfall oder um vorsätzlichen Mord handelt.
Der Staatsanwalt will beweisen, dass die Firma, die mittlerweile fast ein Transportmonopol besitzt, unzuverlässig arbeitet. Der Geschäftsführer von Tubes Inc., John-Louis Bredshore, wird von der Richterin gezwungen, bei einem vor Ort Termin in seinem Unternehmen, den Transportvorgang zu demonstrieren. Beiläufig erwähnt er dabei, dass seine Transporte weit über den bloßen Transport hinausgehen, auf jeder Reise, behauptet er, wird der Mensch optimiert, Krankheiten geheilt. Obwohl diese Nachricht eine Sensation ist, wird der Prozess am nächsten Tag fortgeführt.

Spannend, unterhaltsam, gekonnt. Gefiel mir sehr gut, selbst der kleine eingebaute Gag.

Julia Aninna Jorges: Schneewittchen erwacht
Eine Frau kommt in einer ungewohnten Umgebung zu sich und fragt sich, was geschehen ist. Sie erinnert sich, gestern mit ihrem Sohn ein Eis gegessen zu haben und sie erinnert sich an die Diagnose Krebs. Brustkrebs, der trotz Mammografie zu spät erkannt wurde und gestreut hat. In der Brust kann das Geschwür operativ entfernt werden, im Hirn jedoch nicht. Es bleibt lediglich die palliative Behandlung.
Sie liegt unter Glas und eine Apparatur spendet minimales Licht. Sie fragt sich, wo sie ist und was geschehen ist.

Die Geschichte liest sich gut und besitzt eine gewisse Art Spannung.

Angela Stoll: Androidenerwachen
Esra ein kleiner behinderter Junge wird von seinem Pflegeandroiden Xe liebevoll gepflegt. Die Mutter des Jungen muss extrem viel arbeiten, weil sie den Jungen bekam, obwohl abzusehen war, dass er mit einer Behinderung zur Welt kommen würde. Nach der Arbeit trinkt sie und wartet darauf, dass der Junge endlich stirbt. Den direkten Kontakt zu ihm hat sie längst abgebrochen.
Esra hat den letzten Wunsch, noch einmal ins Freie zu gelangen. Da die Menschen keine Kranken mehr unter sich dulden, stellt diese Bitte eine Herausforderung für Xe dar, die er überwindet, indem er den Wunsch nachts erfüllt. Dann ist die Wahrscheinlichkeit auf Menschen zu treffen sehr gering.

Das Thema, besonders die gezogene Quintessenz, ist nicht neu, aber unterhaltsam geschrieben.

Ellen Norten: Das Puppenhaus
Zwei Astronauten überlegen sich, wo sie ihren Kurzurlaub verbringen wollen.
Einen von ihnen interessiert ›Puppenhaus‹, eine Art Märchenpark für Kinder und Erwachsene, aber der andere weiß zu berichten, was sich dort zugetragen hat.

Ellen Norten weitet das Thema Gesundheit auf Genmanipulationen aus und das recht unterhaltsam und fantasievoll.

Enzo Asui: Zwei Leben
Ein Mann geht zum Amt, um sich neue Nieren zu besorgen. Ein neuer Arzt empfängt ihn.

Interessant anders, die Geschichte. Kurz und knackig. Gefiel mir gut.

Götz Markgraf: Vom Fax gezeichnet
Arthur steigt aus dem Fax und niest. Im Zeitalter, indem Krankheiten als besiegt gelten, sehr ungewöhnlich. Aber wenigstens erfährt er so, dass es immer noch Ärzte gibt, und sucht einen auf. Der schreibt ihn krank und beide vergessen die Angelegenheit. Arthurs Lebensgefährtin kann mit einem Kranken nichts anfangen und quartiert sich vorübergehend woanders ein.
Als Arthur kurz darauf erneut erkrankt, verlässt sie ihn. Die Sprechstundenhilfe des Arztes kümmert sich sehr nett um den Kranken.
Es kommt zu weiteren Krankheiten und zu einer überraschenden Auflösung.

Diese Geschichte gehört mit zu meinen Favoriten. Der Autor geht das Thema anders an, als die meisten seiner Kollegen. Daneben blitzt Humor durch und der Stil ist überaus gekonnt.

Paul Sanker: Vertreibung aus dem Paradies
Die Geschichte spielt in den USA von 2112. Der Leser erfährt durch Rückblicke, dass eine Seuche die Rinder- und Schweineherden auf Erden vernichtet hat.
Ein schlauer Wissenschaftler züchtete daraufhin einen gigantischen Thunfisch, der für die Ernährung der Weltbevölkerung herhalten sollte.
Parallel dazu wurde von den obersten Behörden die Züchtung menschlicher Ersatzteile verboten. Da immer mehr Menschen an Krankheiten leiden, die unter anderem vom vermeintlichen Wunderfisch übertragen wurden, sucht der Chef von Global Transplant einen anderen Weg finden, um an die heißbegehrten Organe zu gelangen.
Da ergibt es sich gut, dass er von einer Parallelwelt erfährt, die die Schweizer bei ihren Versuchen im CERN entdeckt haben.

Obwohl Paul Sanker hier eine ungewöhnliche Art der Erzählung wählt, nimmt er den Leser mit. Er rechnet mit vielen Wirtschaftszweigen, Profiteuren und Politikern ab. Er tut dies auf eine Art, die dem Leser nicht vorgibt, was er zu denken hat. Hat mir sehr gut gefallen und ich bin mir fast sicher, er hat sogar eine Begründung parat, warum in den USA mit Euro bezahlt wird.

Michael Schmidt: Der optimierte Mann
Michael Schmidt erklärt dem Leser, dass die Geschlechterrollen sich verschieben, und beschreibt die Realität so:
Der Unterschied zwischen Mann und Frau verschwimmt. Der Mann wird femininer, die Frau maskuliner und die Kinder entscheiden, was läuft.

Hier musste ich zum ersten Mal lachen. Die Geschichte ist relativ kurz, deshalb gehe ich hier nicht weiter auf die Handlung ein. Mir hat sie sehr gefallen. Ich wusste nicht, dass der Autor so lustig sein kann, und würde es begrüßen, weitere lustige Storys von ihm zu lesen.

Claudia Plachetka: Zu zweit, eins
Nach dem dritten Weltkrieg leben nur noch in Europa einige Menschen, der Rest der Erde ist verseucht.
Die Nachkommen der Überlebenden haben den Menschen optimiert, indem sie alle Embryonen mit Medikamenten von Empfindungen befreien. Jeder Mensch kann nur einen einzigen anderen lieben, es gibt keine sexuelle Lust mehr. Geburten werden künstlich herbeigeführt. Die Gesellschaft ist zwar immer noch in unterschiedliche Schichten aufgeteilt, aber es herrscht kein Neid. Alle verdienen gleich viel.
Allerdings gibt es einige wenige Menschen, die durch ein Versehen diese Impfung nicht empfingen. Diese tun sich zusammen und wollen das herrschende System abschaffen, notfalls mit Gewalt.

Ein aktuelles Thema unterhaltend aufbereitet.

Andreas Witte: Die Ehemaligen
Nach einem Krieg, der durch die Einwanderung vieler Flüchtlinge unvermeidbar wurde, hat sich Europa in zwei Zonen aufgeteilt. Viele Menschen sind diesem Krieg zum Opfer gefallen, weshalb die Gesetze für Bestattungen geändert wurden.

Obwohl der Autor teilweise interessante Ideen hat, überzeugt mich diese Geschichte nicht. Der Kriegsgrund und seine Folgen wirken auf mich einfach zu sehr an den Haaren herbeigezogen.

Johann Seidl: Tausche den Tod
Ein Raumschiff nähert sich der Erde. Es sendet Nachrichten, zu deren Entschlüsselung biopolare Personen herangezogen werden. Der Ich-Erzähler ist auf einer Spur.

Eine der besseren Geschichten in dieser Sammlung. Der Autor versteht es, den Leser in seine Entschlüsselung einzubeziehen.

Achim Stößer: Nebenwirkung
Die Geschichte geht irgendwo in der Vergangenheit los. Ein kleiner Junge hat sich das Lesen beigebracht und vertreibt sich damit viel lieber die Zeit, als mit der Arbeit, zu der sein Vater ihn auffordert. Er wird krank und erinnert sich an eine Geschichte, in der ein Kranker, dadurch geheilt werden konnte, dass eine Jungfrau sich für ihn opferte.
Ein kleines Mädchen sieht ein UFO und rennt davon.
Ein Mann bekommt in der Klinik mehrere Stents.
Diese drei Settings werden durch Ufos miteinander verbunden.

Achim Stößer liefert für meinen Geschmack eine der besten Geschichten in diesem Band. Sie zeichnet sich durch verschiedene Ebenen aus, die er geschickt miteinander verwoben hat. Außerdem funkt sein Humor mit durch. Hat mich sehr gut unterhalten.

Simon Schneider: Spiel nicht Gott – Sei Gott
Ein Ehepaar in ferner Zukunft hat sich entschieden Kinder zu bekommen und sitzt nun in einem Raum der Firma ›New Human Company‹, um die Details durchzugehen. Zuerst wird der Mann davon überrascht, dass seine Frau sich offensichtlich weit intensiver mit dem Thema beschäftigt hat, als ihm bewusst war. Aber schon nach relativ kurzer Zeit ist auch sie überfordert.

Die Geschichte gehört für mich zu den Besseren.

Meiner Meinung nach wäre das Buch wesentlich besser geworden, wenn man ein engmaschigeres Sieb verwendet hätte. Allerdings verstehe ich den Herausgeber gut, wenn er neuen Autoren eine Chance geben möchte.
Unter diesem Gesichtspunkt will ich nicht zu hart sein und vergebe vier von fünf Punkten.
Persönlich finde ich, viele der Geschichten wären weit besser davon gekommen, wenn sie intensiver überarbeitet worden wären.
Die Menge der sehr kurzen Geschichten war mir zu viel.
Wenn eine Story sehr kurz ist, muss sie für mich auch sehr gut sein.

Das Titelbild stammt von Lothar Bauer und gefällt mir sehr gut.

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Rezension zu "Der Temporalanwalt" von Ralf Boldt

Die Zeit… Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft
Antika18vor 4 Jahren

Wir schreiben das Jahr 2020. Hans-Peter Grießau ist Rechtsanwalt und Notar und lebt mit seiner Frau Sabine und dem Hund Alf in Oldenburg. Alles ist völlig normal - bis eines Tages der Zeitreisende Harm Meesters in seiner Praxis erscheint und ein Grundstück im Ammerland kaufen möchte um dort eine Temporalkuppel für Zeitreisen zu erschaffen. Von dem Tag an, ist alles anders. Grießau fungiert fortan als Temporalanwalt für die Temporalkuppel und Zeitreisenden. Doch eines Tages kommen ihm Zweifel an der Ehrbarkeit Harm Meesters und alles wird anders als gedacht….. Meine Meinung: Die Geschichte ist in Ich-Form aus der Sicht von Hans-Peter Grießau geschrieben. Anfangs hatte ich etwas Schwierigkeiten mit der kleinen Schrift, aber das hat sich schnell gelegt, so dass ich die Geschichte flüssig lesen konnte. Die einzelnen Kapitel sind kurz gehalten und tragen als Einstieg jeweils ein Zitat über die Zeit. Die Landschaft im Ammerland, das Moor und auch meine Heimat Wilhelmshaven sind detailgetreu beschrieben. Man kann sich direkt in diese Gegend hineinversetzen. Auch der Bau der Temporalkuppel und seine Funktion werden so genau beschrieben, dass man beim Lesen auch weiß, um was es geht. Angereichert wird die Geschichte durch wundervolle Zeichnungen der Natur und der Temporalkuppel. Ich persönlich fand diese Geschichte über Zeitreisen derart spannend und unterhaltsam, dass ich das Buch in einem Zug durchgelesen habe. Ich wollte nach jedem Kapitel unbedingt wissen, wie es weitergeht.

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Soeltjerins avatar

Rezension zu "Der Temporalanwalt" von Ralf Boldt

Zeitreisen bei Oldenburg
Soeltjerinvor 4 Jahren

Hans-Peter Grießau lebt mit Ehefrau und Hund in Oldenburg. Er ist Anwalt und Notar. Doch er ist nicht nur ein normaler Anwalt, sondern auch ein Fachanwalt für Temporalrecht. Geplant war das von ihm nicht, sondern es hat sich einfach so ergeben. An einem schönen Tag betreut er als Notar einen Grundstückskauf im Ammerland und lernt dabei den Zeitreisenden Harm Meesters kennen. Auf diesem Grundstück soll in einigen Jahren die erste und einzige Temporalkuppel Deutschland erbaut werden, die Reisen in die Vergangenheit ermöglichen soll. Hans-Peter Grießau soll diesen Bau als Rechtsbeistand betreuen und anderen Klienten aus der Zukunft beistehen. Doch plötzlich taucht eine Frau auf, die Ihn vor Harm Meesters und seinen Machenschaften warnt. Daraufhin ist sein Misstrauen dem Zeitreisenden gegenüber geweckt.

Der Temporalanwalt ist aus der Ich-Perspektive von Hans-Peter Grießau geschrieben. Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich gut lesen. Jedoch hat man das Gefühl, als ob er nur einen Bericht über die Geschehnisse abliefert. Eine richtige Spannung hat sich in meinen Augen nicht aufgebaut, da die ganze Geschichte sehr distanziert berichtet wurde. Aus diesem Grunde konnte mich das Buch leider nicht wirklich überzeugen und bekommt von mir drei Sterne.

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Gespräche aus der Community

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ralf_boldts avatar
Ich möchte Euch einladen, mein Erstlingswerk zu lesen. Der Roman "Der Temporalanwalt" ist der erste Science Fiction Thriller, der im Ammerland, in Oldenburg und in Ostfriesland spielt. Das Moor in Husbäke ist der Schauplatz einer phantastischen Geschichte, die keiner glauben wird.

Hans-Peter Grießau ist DER TEMPORALANWALT. Natürlich firmiert er nicht unter diesem Titel, und eigentlich weiß auch keiner – außer einigen wenigen Eingeweihten –, dass er überhaupt mit Zeitreisen zu tun hat.
Er ist in diesen Job hineingerutscht; als eines Tages der aus der Zukunft stammende Harm Meesters zu ihm Kontakt aufnimmt. Im Ammerland soll die Temporalkuppel gebaut werden, die Reisen in die Vergangenheit ermöglicht. Grießau soll den Bau als Rechtsbeistand betreuen. Er lernt dabei Menschen kennen, die aus Zeitreisen Gewinn machen möchten oder die sich in unserer nahen Zukunft selbst verlieren.
Harm Meesters aber hat seine ganz eigenen nicht ungefährlichen Pläne. Eine geheimnisvolle Frau in Schwarz warnt Grießau, dem Zeitreisenden nicht zu trauen.

DER TEMPORALANWALT ist auf dem ersten Blick eine »normale« Zeitreisegeschichte – sofern Zeitreisen normal sind. Der Roman nimmt den Leser mit – in eine nahe und eine fernere Zukunft, und in die ferne Vergangenheit der Germanen.

Am Ende ist aber alles anders.

Die Frage, die ich stelle ist ganz einfach oder auch nicht:

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Zusätzliche Informationen

Ralf Boldt wurde am 11. Juni 1962 in Norden (Deutschland) geboren.

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