Ralf China , Juergen Schoemen Sei du selbst, sonst geht's dir dreckig!

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Inhaltsangabe zu „Sei du selbst, sonst geht's dir dreckig!“ von Ralf China

Tausende Menschen drängen jedes Jahr in Seminare, die sie zu Spitzen-Verkäufern, Top-Rednern und glücklicheren Menschen machen sollen. Der Haken dabei: Das funktioniert meistens nicht! In ihrem neuen Buch zeigen Ralf China und Juergen Schoemen, dass wir uns erst einmal über unsere Persönlichkeit im Klaren sein müssen, bevor wir anfangen können, sie zu optimieren. Die Autoren gehen noch weiter: Der Versuch, Menschen in eine Richtung zu zwingen, die nicht zu ihrem natürlich veranlagten Wesen passt, macht auf Dauer nicht nur unglücklich, sondern auch krank. Dieses Buch zeigt, wie es besser geht!

Warum Erfolg nicht mit Patentrezepten, sondern nur individuell machbar ist

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  • Ich kann das Buch nicht wirklich empfehlen

    Sei du selbst, sonst geht's dir dreckig!
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    27. March 2017 um 08:52

    Ich kann das Buch nicht wirklich empfehlen. Unter der Behauptung, es gäbe kein Patentrezept für Erfolg, stellt es die meisten anderen Ratgeber für Erfolg und Lebenshilfe in Frage, um dennoch gleich durch die Hintertür ein eigenes Rezept zur ultima ratio zu machen.Sympathisch war mir der Ansatz, dass man seinen eigenen Charakter, seine eigenen Stärken und Schwächen zur realistischen Ausgangsbasis für eine Arbeit an seiner eigenen Persönlichkeit macht.Dazu gehört allerdings auch, im Gegensatz zu den Autoren zu akzeptieren, dass es genetisch bedingte Grenzen gibt für jede einzelnen Persönlichkeit. Ich halte Bücher wie das vorliegende tendenziell für einen Ausdruck von Hybris, weil sie davon ausgehen, alles wäre machbar, in gewissen Grenzen zwar, aber grundsätzlich eben doch. Das überfordert Menschen, und es sind wenige genug, die aus ihren Fehlern lernen wollen, die in kleinen, überprüfbaren Schritten das verändern wollen in ihrem Leben, was sie hindert und unzufrieden macht. Aber für diese schon aus der Bibel bekannte Lebenshaltung braucht es keine klugen Bücher und erst recht keine überteuerten Seminare, mit den die beiden Autoren ihr reiches Geld verdienen.

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  • Wir kommen nicht als unbeschriebenes Blatt auf die Welt

    Sei du selbst, sonst geht's dir dreckig!
    R_Manthey

    R_Manthey

    09. March 2017 um 15:55

    Doch genau das Gegenteil glaubten einige Theoretiker hartnäckig bis in die jüngste Vergangenheit. Daraus entwickelten sie die Vorstellung, man könne jeden Menschen formen wie man möchte. Der Mensch sei (nach der sogenannten "Milieu-Theorie") gewissermaßen das Produkt seiner sozialen Umwelt. In gewissen Ausprägungen hält sich dieser Irrglaube bis heute. Auf ihm beruhen beispielsweise unzählige Lebenshilfebücher, die behaupten, man könne alles erreichen, wenn man sich an bestimmte Vorgaben halten würde. Noch raffinierter aufgebaut sind diese sehr lustigen Tschakka-Tschakka-Kurse, in denen die naiven Teilnehmer in einer Art temporärer Gehirnwäsche in Trance versetzt werden, um sie dann glauben zu machen, dass fortan alles für sie greifbar wäre. In der Regel hält das nur kurz an, und die meisten dieser Menschen machen hinterher nichts anderes als vorher. Allerdings mit einem nicht unwesentlichen Unterschied: Sie entwickeln wegen ihrer scheinbaren Unfähigkeit Schuldgefühle, wovon in der Regel meistens Frauen betroffen sind. In diesem Buch erfährt man nun,  warum die meisten dieser Motivations- oder Lebensveränderungsstrategien gar nicht funktionieren können. Denkt man darüber auch nur ein wenig nach, dann wird einem das auch ohne die nachfolgend kurz beschriebenen Forschungsergebnisse klar: Es kann nämlich doch wohl kaum sein, dass der überwiegende Teil der Menschheit zu dämlich ist, um die einfachen Aussagen dieser Motivationskomiker umzusetzen. Vielmehr liefert dieses kollektive Versagen doch gerade den Beweis, dass der ganze billige Zirkus nicht nachhaltig funktionieren kann. Warum das so ist, erklären die ersten vier Kapitel dieses Buches. Inzwischen glauben Verhaltensgenetiker aus ihren Erkenntnissen der letzten 30 Jahre schließen zu können, dass nur die Hälfte unserer Persönlichkeit tatsächlich durch die Umwelt, in der wir aufwachsen geprägt wird. Die andere Hälfte ist ebenso wenig wählbar "wie unsere Schuhgröße". Das Modell vom unbeschriebenen Blatt, als das der Mensch angeblich geboren wird, ist Unfug. Das mussten auch Milieutheoretiker spätestens nach den Untersuchungen ihres Anhängers Thomas Bouchard Jr, Professor an der University of Minnesota, einsehen. Bouchard untersuchte sehr intensiv ein Zwillingspaar, das sich nach 39 Jahren der Trennung wiederfand. Er stellte den beiden Brüdern 15.000 Fragen, deren Antworten eine völlig verblüffende Identität der Lebenswege bis ins Detail offenbarte. Die in dieser Zeit einsetzende Forschung am menschlichen Genom bestätigte unsere genetische Vorherbestimmung, die einen Einfluss des Milieus zwar nicht ausschloss, ihm aber auch Grenzen setzt. Die Autoren erklären dies alles sehr schön und beschreiben danach auch, wie wir  tatsächlich funktionieren. Obwohl dies ein recht komplexes Gebiet ist, stellt sich die Sache heute vereinfacht so dar: Unser Verhalten ist im Wesentlichen das Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen drei verschiedenen Hirnbereichen, das durch ein individuelles (genetisch vorgegebenes) Gleichgewicht von chemischen Botenstoffen reguliert wird. Aus dieser Ausgangslage entwickeln sich verschiedenen Persönlichkeiten. Wie man sich das detaillierter vorzustellen hat, wird im Buch erklärt. Eine wesentliche Schlussfolgerung aus dieser Funktionsweise besteht einfach darin, dass es keine allgemeinen Rezepte geben kann, die alle Menschen gleichermaßen zu Verhaltensänderungen motiviert. Weiterhin ist damit klar, dass Verhaltensänderungen deutliche genetische Grenzen gesetzt sind. Wenn man sich mit diesen Dingen ein wenig beschäftigt oder Menschen hinreichend intensiv beobachtet, dann war das auch ohne diese modernen Erkenntnisse eigentlich schon immer klar. Nun aber ist es "wissenschaftlich erwiesen". In den anderen vier Kapiteln, die nach dieser durchaus spannenden Schilderung der Sachlage folgen, geht es dagegen weniger spannend zu. Leider benutzen die Autoren dort eben doch wieder diese schrecklichen Floskeln, die in all diesen unsäglichen Motivationsbüchern vorkommen. Im Unterschied zu diesen Lebensveränderungs-Empfehlungen sollen wir nun unsere "Biostruktur" im Auge behalten, denn nur, wenn das zu Erlernende in diese Struktur gut passen würde, gelingt uns möglicherweise eine Veränderung. In der Zusammenfassung am Ende des Buches stehen dann doch wieder solche epochalen Sätze wie: "Empathie ist in einer zunehmend digitalisierten Welt eine maßgebliche Schlüsselkompetenz." Wow! Oder: "Es ist nötig, alte, nachweisbar falsche Erfolgsmodelle und Glaubenssätze über Bord zu werfen und durch eine (R)Evolution der Empathie das volle Potenzial unserer individuellen Stärken in der Gemeinschaft bestmöglich zu nutzen." Und schließlich kommt dann wie immer der Hammer geflogen: "Jetzt liegt es Ihnen - machen Sie etwas daraus!" Wenn es also auch diesmal nicht klappt, sind wir wieder einmal selbst schuld. Geht es nicht eine Nummer kleiner? Zum Beispiel, indem man sich erst einmal akzeptiert und versucht, in kleinen Schritten Dinge zu verändern, die sich als nicht hilfreich erwiesen haben? Und zwar ohne, dass man sich grundsätzlich verändert und mit aufgeblasenen Begriffen um sich schmeißt. Vielleicht ist das für ein Buch einfach zu wenig und nicht von Leuten zu erwarten, die ihr Geld damit verdienen, andere fürs Leben zu trainieren zu wollen. 

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