Ralf Günther Der Gartenkünstler

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Inhaltsangabe zu „Der Gartenkünstler“ von Ralf Günther

Im Jahr 1826 steht der geniale Gartenarchitekt Hermann Fürst Pückler finanziell am Abgrund. Gemeinsam mit seiner geliebten Frau Lucie beschließt er, sich scheiden zu lassen und sich in England eine Gattin mit üppiger Mitgift zu suchen. Als mehrere junge Damen gewaltsam ums Leben kommen, gerät der Fürst in einen bösen Verdacht.

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  • Leserunde zu "Bücherwürmer und Leseratten" von Bettina Mähler

    Bücherwürmer und Leseratten
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    Wie Ihr aus dem Titel entnehmen könnt, treffen sich hier die Bücherwürmer und Leseratten. Und zwar zum gemeinsamen SUB-Abbau. Oft stehen wir vor dem Regal und fragen uns, welches Buch wir als nächstes lesen sollen.  Hier kommt die Lösung. Wir lesen einfach nach einem Monatsmotto. Das Ganze funktioniert so: Ich gebe jeweils zum Monatsanfang ein neues Motto bekannt (siehe Unterthema) und dann heißt es: ran an die Bücher...ran an den SUB. Viel Spaß!

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  • Die LovelyBooks Themenchallenge 2015

    Das Schloss der Träumenden Bücher
    Daniliesing

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    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2015? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 40 vorgegebenen Themen mindestens 20, 30 oder 40 Bücher aus 20, 30 oder 40 unterschiedlichen Themen zu lesen. Ihr könnt euch selbst als Ziel stecken, ob es 20, 30 oder 40 Bücher werden sollen. Bitte gebt dieses Ziel bei der Anmeldung mit an. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag! Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt in diesem Sammelbeitrag, mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite und teilt dann den Link zur Lesestatus-Seite, auf der auch die Kurzmeinung zu finden ist, mit uns. Diese Challenge läuft vom 1.1.2015 bis 31.12.2015. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2015 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Für jedes Thema gibt es ein extra Unterthema, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt. Ein Buch, in dem es um Bücher, Literatur und / oder das Lesen geht. Ein Buch, dessen Cover hauptsächlich (am besten ausschließlich) Schwarz und Weiß ist. Ein Buch, dessen Titel aus genau 2 Wörtern besteht. Ein Buch mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3 oder weniger Sternen auf LovelyBooks. (Das Buch muss mindestens 3 Bewertungen haben, es gilt der Zeitpunkt, zu dem du zu lesen beginnst.) Ein Buch von einem Bestsellerautor, von dem du selbst noch nie etwas gelesen hast. Ein Buch, das gedruckt bisher ausschließlich als Hardcover erschienen ist. Ein Buch, das in Asien, Südamerika oder Afrika spielt. Ein Buch mit mehr als 650 Seiten. Ein Buch mit einer jungen und einer älteren Hauptfigur, mindestens 40 Jahre Altersunterschied. Ein Buch, zu dem es auf LovelyBooks noch keine Rezension sowie keine Kurzmeinung gibt. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.) Ein Buch mit einen elektrischen Gegenstand auf dem Cover. Ein Buch, in dessen Buchtitel gegenteilige Wörter / Dinge genannt werden. Ein Buch von einem Autor, der bisher ausschließlich dieses eine Buch veröffentlicht hat. Ein Buch, das durch seinen Titel & sein Cover auf eine ganz bestimmte Jahreszeit hindeutet. Ein Buch, in dem mindestens 3 unterschiedliche fantastische Wesen vorkommen. Ein Buch das, egal ob im Original oder in der Übersetzung, einen Literaturpreis gewonnen hat. (Bitte den Namen des Preises mit angeben.) Ein kunterbuntes Buch. Ein Buch, dessen Buchtitel eine Aufforderung ist. Ein Buch, bei dem die Initialen des Autors 2 aufeinanderfolgenden Buchstaben im Alphabet entsprechen. Ein Buch, das erstmalig 2015 in dieser Sprache erschienen ist. Ein Buch, das du geschenkt bekommen hast. (Bitte verrate auch von wem und zu welchem Anlass.) Ein Buch, in dem ein Tier von großer Bedeutung ist. Ein Buch mit Streifen auf dem Cover. Ein Buch, das eine Buchreihe abschließt. Ein Buch, das kein Roman ist. Ein Buch, das in einem Verlag erschienen ist, dessen Verlagsname mit dem selben Buchstaben beginnt oder endet wie dein Vor- oder Nickname. Bitte den Vornamen ggf. mit angeben ;) Ein Buch, in dessen Titel das Wort "Liebe" vorkommt. Eines der 5 Bücher, die schon am längsten ungelesen in deinem Regal stehen. (Falls du es weißt, verrate doch, wie lange du es schon besitzt.) Ein Buch, das für dich ein außergewöhnlich schönes Buchcover hat. Ein Buch, das verfilmt wurde oder sicher verfilmt wird. Ein illustriertes Buch. Es sollten richtige Zeichnungen und nicht nur Verzierungen am Seitenrand sein. Ein Buch, das zuerst auf Deutsch erschienen ist und ins Englische übersetzt wurde. Ein Buch, dessen Autor bereits verstorben ist. Ein Buch, das einen Monat im Buchtitel hat. Bitte lies das Buch auch in dem Monat, der im Titel vorkommt. Ein Buch, in dem es um Musik geht. Ein Buch, von dem du dachtest, du würdest es niemals lesen, weil es z.B. nicht deinen Lieblingsgenres entspricht. Ein Buch mit Blumen / Blüten auf dem Cover. Ein Buch, das eine Krankheit oder Behinderung thematisiert. (Bitte gab auch an welche!) Ein blutiges Buch. Ein Buch, in dessen Titel mindestens ein Wort aus einer anderen Sprache vorkommt. (Es darf nicht im deutschen Duden stehen.) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Ein paar zusätzliche Informationen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2015 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com Die Challenge wird im Januar 2016 ausgewertet! Wer vorher sein Jahresziel erreicht hat, kann mir eine kurze Nachricht schreiben. Teilnehmer: 0VELVETVOICE0 19angelika63 (1/40) 78sunny (40 / 40) AberRush (30 / 30) Aduja 1(2/20) Aglaya (40 / 40) Agnes13 (40/40) Ajana (14/20) Alchemilla (1/40) Aleida (30 / 30) allegra (20 / 20) Alondria (22 / 20) Amaryllion (13/20) Amelien (19/20) ANATAL (31/30) andymichihelli (40/40) angi_stumpf (40 / 40) Aniday (36 / 30) Annilane (0/30) Anniu (16/30) anra1993 (33/40) Anruba (33/40) anybody (13/40) apfel94 (0/40) Arachn0phobiA (40 / 40) Aria_Buecher (15/40) Arizona (22/20) Ascheflocken (12/40) AuroraBorealis (14/20) Ayda (3/20) baans (8/30) Backfish (7/20) Bambi-Nini (25/20) ban-aislingeach Belicha (2/20) Bella233 (40 / 40) Bellis-Perennis (40 / 40) BethDolores (0/40) BiancaWoe (8/20) Bibliomania (32 / 30) Birgit1985 (20 / 20) black_horse (40 / 40) blauerklaus (24/20) Bluebell2004 (35/20) BlueSunset (36/30) bookgirl (30/40) Bookling (0/20) bookscout (33/30) Bookwormy (3/20) Bosni (21/20) buchfeemelanie (18/30) Buchgeborene (1/40) Buchgespenst (30 / 30) 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  • Der Gartenkünstler

    Der Gartenkünstler
    Pixibuch

    Pixibuch

    01. December 2013 um 18:36

    Dieses Buch hat mich ganz in seinen Bann gezogen, Ich habe es in 3 Tagen gelesen, ich konnte mich davon fast nicht losreißen. Schon der Einband war toll und die ersten beiden und die letzten Seiten mit den schönen Bildern haben mich sofort in eine andere Welt verführt. Das Buch war eine Mischung zwischen Krimi und Histsorienromane. Die Briefform des Buches hat es mir besonders angetan. Man liest leicht und flüssig, weil ja mit jedem neuen Brief ein neues Kapitel beginnt. Die vielen geschichtlichen Namen, die da vorkommen, haben das Buch  fast zu  einer Biographie gemacht, wenn auch sehr vieles dazugedichtet war. Pückler zieht aus nach England, um reich zu heiraten. Dort, wo er himkommt, zieht er eine Blutspur hinter sich her. Er wird von der Kapuzenfrau überall hin verfolgt. Ohne Geld hilft ihm Baron Rothschild immer. Alle Frauen sind verrückt nach ihm. Zuhause auf Muskau vergnügt sich indessen seine Frau Lucie mit dem jungen Gärtergehilfen. Was auch sehr gut geschrieben war, das der Schatz zur heutigen Zeit gefunden wurde und der Geist Fürst Pücklers den Finder begleitet. Was ich bei dem Buch ein wenig vermisst habe, waren die Beschreibungen zu den schönen Gärten, sowohl auf Muskau wie auch in England. Trotz alle dem ein sehr sehr gutes Buch. Ìch kann mir vorstellen, dieses Buch zu kaufen und bei nächster Gelegenheit als Geburtsgescheschenk zu machen. Dieses Buch hat mich ganz in seinen Bann gezogen, Ich habe es in 3 Tagen gelesen, ich konnte mich davon fast nicht losreißen. Schon der Einband war toll und die ersten beiden und die letzten Seiten mit den schönen Bildern haben mich sofort in eine andere Welt verführt. Das Buch war eine Mischung zwischen Krimi und Histsorienromane. Die Briefform des Buches hat es mir besonders angetan. Man liest leicht und flüssig, weil ja mit jedem neuen Brief ein neues Kapitel beginnt. Die vielen geschichtlichen Namen, die da vorkommen, haben das Buch  fast zu  einer Biographie gemacht, wenn auch sehr vieles dazugedichtet war. Pückler zieht aus nach England, um reich zu heiraten. Dort, wo er himkommt, zieht er eine Blutspur hinter sich her. Er wird von der Kapuzenfrau überall hin verfolgt. Ohne Geld hilft ihm Baron Rothschild immer. Alle Frauen sind verrückt nach ihm. Zuhause auf Muskau vergnügt sich indessen seine Frau Lucie mit dem jungen Gärtergehilfen. Was auch sehr gut geschrieben war, das der Schatz zur heutigen Zeit gefunden wurde und der Geist Fürst Pücklers den Finder begleitet. Was ich bei dem Buch ein wenig vermisst habe, waren die Beschreibungen zu den schönen Gärten, sowohl auf Muskau wie auch in England. Trotz alle dem ein sehr sehr gutes Buch. Ìch kann mir vorstellen, dieses Buch zu kaufen und bei nächster Gelegenheit als Geburtsgescheschenk zu machen.

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  • Rezension zu "Der Gartenkünstler" von Ralf Günther

    Der Gartenkünstler
    Cibo95

    Cibo95

    01. July 2012 um 11:23

    dieses Buch muss ich erst mal sacken lassen, bevor ich eine richtige Rezie schreibe. Ich habe mich die ganze Zeit tierisch über dieses eingebildeten, versnobten, arroganten Pückler und seine dämliche Frau aufgeregt. Also wirklich, die ganze Geschichte ist eine skurrile Aneinanderreihung von bescheuerten Briefen, die Fürst Pickel, äh Pückler an seine daheimgebliebene, geschiedene (!) Frau schreibt. Er ist auf Mitgiftjagd in England und sie vergnügt sich mit dem 15jährigen Sohn des Pfarrers. Ich habe das Buch nur gelesen, weil wir es in unserem Lesekreis hatten. Wenn nicht, hätte ich es sicherlich zwischendurch abgebrochen. So ein Idiot, dieser Pickler, äh Puckel, äh Pückler .. die Engländer haben es etwas schwer mit der Aussprache seines Namens und darüber regt er sich andauernd auf. Er regt sich sowieso ständig auf, über das Weibsvolk und alle, die "unter" ihm stehen. Später vielleicht noch mehr zu dem Buch, also auch inhaltlich ;-) Ich vergebe 2 Sterne, weil ich das Buch nicht abgebrochen habe. Man "konnte es lesen" B-)

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  • Rezension zu "Der Gartenkünstler" von Ralf Günther

    Der Gartenkünstler
    Mika2003

    Mika2003

    21. February 2011 um 14:08

    Mal wieder ein Buch von Ralf Günther und wieder eines, an dem ich mich versuche. Ralf Günther ist für mich ein Schriftsteller, der viele Facetten hat. Entweder liebe ich seine Bücher von der ersten Seite an (so zum Beispiel "Der Dieb von Dresden") oder ich komm überhaupt nicht klar und leg es gleich wieder aus der Hand "Zum Beispiel "Die Pestburg". Ein Zwischending gab es bisher noch nicht.Nun also ein historischer Roman über Fürst Hermann Ludwig Heinrich von Pückler-Muskau, einen Schriftsteller und Weltreisenden und bekanntes Mitglied der gehobenen Gesellschaft. Von Fürst Pückler kannte ich bisher nur das bekannte Eis (das gar nichts mit ihm zu tun hat) und vom hörensagen her den Park. Also war ich sehr gespannt, was mich erwartet. Das Buch erzählt nur einen kleinen Teil der Geschichte von Fürst Pückler. Einen kleinen, aber interessanten Teil und man sieht, wozu im Jahr 1826 die Leute schon fähig waren, wenn es um den Erhalt eines Lebenstraumes geht. Für diesen Lebenstraum lies er sich 1826 von seiner Frau Lucie, mit der er dennoch weiterhin freundschaftlich verbunden blieb, scheiden und suchte in England eine reicht Frau, die er heiraten kann. Natürlich geht dort alles schief - man weiß von seinen Plänen und versteckt zuerst die Frauen vor ihm . Sprachlich sehr überzeugend, witzig, charmant und mit detaillierten Beschreibungen des englischen Lebens und der englischen Gepflogenheiten gespickt, macht es sehr viel Spaß, dieses Buch zu Lesen. Hier hat es mir besonders gut gefallen, dass das Buch eine Art Briefroman war. Denn die Geschichte wird zu einem großen Teil in Briefen erzählt, die Fürst Pückler an seine nunmehr Ex-Frau Lucie, liebevoll "Schnucke" genannt, schreibt. Ein kleiner Teil erzählt von Lucie, die zu Hause gelieben ist, sich um das Anwesen kümmert und sich mit Valentin, dem Pfarrerssohn tröstet.Durch die Briefform wird das ganze in Kapitel eingeteilt und lässt sich daher gut lesen. Ob und wie historisch genau das alles ist - wer weiß es schon. Die historischen Persönlichkeiten, die Ralf Günther in das Buch mit einfließen lässt - wir erleben unter anderem einen (Sherlock) Holmes als Diener, wir treffen Charles Dickens und Baron Rothschild. Ein riesengroßer Pluspunkt ist für mich hier die Aufmachung des Buches - besonders die beiden Bilder auf den Innenseiten haben es mir angetan und mich immer wieder dazu verleitet, zurückzugehen und die Bilder zu betrachten. Es ist eine gekonnte Mischung zwischen historischen Roman und Krimi und es ist durchaus überlegenswert, weitere Ausgaben dieses Buches zu verschenken (bei vorablesen unter Nickname Sternchen28 verfasst)

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  • Rezension zu "Der Gartenkünstler" von Ralf Günther

    Der Gartenkünstler
    Buchina

    Buchina

    30. November 2010 um 17:30

    Wirklich ein sehr ungewöhnlicher historischer Roman, ganz anders als die sonstigen Romane aus diesem Genre. Die Person Fürst Pückler war mir besonders durch die wunderschönen Gartenanlagen in Bad Muskau bekannt. Aber über sein Leben wusst ich kaum etwas, umso mehr war ich auf den Roman gespannt. Und wurde überrascht. Der Gartenkünstler erzählt nicht die Biographie von Fürst Pückler, sondern einen Krimi: Wegen seiner schlechten finanziellen Lage lässt sich Pückler von seiner geliebten Frau Lucie scheiden, um in England reich einzuheiraten. Gerüchte über diese Schein-Scheidung gelangen auch nach England und so gestaltet sich die Frauensuche schwierig. Außerdem werden in des Pücklers Nähe immer wieder Frauen getötet, so dass er nicht nur als Heiratsschwindler gilt, sondern auch als Hauptverdächtiger der Morde. Abstruser wird es noch, als sein Hausdiener als Sherlock Holmes beschrieben wird, ohne ihn explizit so zu benennen. Aber er ist nicht die einzige bekannte Person, die ihren Platz in diesem Roman findet. Überraschend ist auch der Aufbau des Buches. Es spielt in der heutigen Zeit, wo der Forscher mit Hilfe des Geistes Pücklers verschollene Briefe findet, die die Geschichte erzählen. Ich bin keine großer Freund von dieser Briefform, aber die Geschichte hat dadurch keine Brüche. Parallel dazu erfährt der Leser einiges von seiner Ex-Frau Lucie, die jetzt den Besitz und die Gärten allein führen muss. Dennoch steht trotz des Titels die Gartenkunst nicht im Mittelpunkt, sondern die Aufklärung der Morde. Die Geschichte wirkt aber insgesamt stark konstruiert und unglaubwürdig. Die historische Person Pückler wirkt zum Teil sehr naiv und ohne Tiefe. Es ist ein unterhaltsamer Roman mit überraschendem Ende, aber nicht mehr. Weder Krimifans noch Fans historischer Roman werden auf ihre Kosten kommen.

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  • Rezension zu "Der Gartenkünstler" von Ralf Günther

    Der Gartenkünstler
    Sonna1902

    Sonna1902

    21. November 2010 um 20:52

    Fürst Pückler und die Frauen Herman Fürst Pückler-Muskau und seine Frau Lucie fassen im Jahr 1826 einen abenteuerlichen Plan. In Anbetracht finanzieller Not lassen sich die beiden trotz inniger Liebe scheiden. Er geht nach London, um dort eine Frau mit üppiger Mitgift zu finden und zu heiraten, während sie auf dem Anwesen im sächsischen Muskau die Stellung hält. Er schreibt fast täglich Briefe und lässt seine „Schnucke“ so an seinem Abenteuer im fernen London teilhaben. Schon kurz nach seiner Ankunft überschlagen sich die Ereignisse: im Hafen wird die erste Tote aus dem Hafenbecken gefischt, kurz darauf tritt ein Diener in seinen Dienst – Holmes –, der über bemerkenswerten Scharfsinn und eine wahre Spürnase verfügt und eine „Kapuzenfrau“ scheint ihm wie ein Schatten zu folgen. Im Laufe seiner Reise sterben immer mehr Mädchen, mit denen Pückler in Kontakt stand und ein „unbekannter, junger Schreiberling“ namens Dickens schreibt Verrissberichte über Pückler. Währenddessen holt sich Lucie den jungen Pfarrerssohn Valentin ins Haus, den sie auf besondere Art und Weise anziehend findet. Diese Geschichte besteht aus zwei Handlungssträngen. Zum Einen erlebt der Leser Pücklers Abenteuer in London durch Briefe des Fürsten an Lucie. Zum Anderen erzählt Ralf Günther Lucies Geschichte in Muskau. Während des Lesens der ersten Seiten musste ich mich erst an den gewählten Sprach- und Schreibstil gewöhnen, aber danach war das Buch sehr gut und angenehm zu lesen. Auch die naive Art des Fürsten trägt sehr zum Unterhaltungswert bei. An Spannung mangelt es diesem Buch nicht. Schon alleine der Plan, sich von der großen Liebe scheiden zu lassen, um in einem anderen Land eine Frau mit üppiger Mitgift zu finden und zu heiraten, macht neugierig darauf, wie das Unterfangen wohl verlaufen und enden wird. Die ganze Sache wird nicht einfacher, als viele seiner weiblichen Bekanntschaften auf die gleiche, brutale Art und Weise zu Tode kommen und der Fürst unter Mordverdacht gerät. Das Buch „Der Gartenkünstler“ ist ein unterhaltsamer und spannender Roman, den ich gerne weiterempfehle. Er ist nicht absolut anspruchsvoll, aber bestens dazu geeignet, sich ein paar gemütliche Stunden auf der Couch zu machen.

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  • Rezension zu "Der Gartenkünstler" von Ralf Günther

    Der Gartenkünstler
    Mina - Das Irrlicht

    Mina - Das Irrlicht

    29. May 2010 um 23:07

    Inhalt: Der Gartenkünstler von Ralf Günther erzählt einen historischen Krimi über die London-Reise des Fürst Pückler. Dort reist der Lebemann hin, um - geschieden von seiner geliebten Frau - eine neue Frau mit großer Mitgift zu finden. Seine eigentliche Frau - Lucie - ist in die Machenschaften eingeweiht und verwaltet derweil das Anwesen des Fürsten. Schnell zeigt sich für den Fürsten, dass alle Frauen, denen er in London näher kommt, kurz darauf eines grausamen Mordes sterben. Natürlich gerät der Fürst selbst mit der Zeit unter Verdacht. Hintergrund: Hermann von Pückler-Muskau wurde 1785 geboren. Er war Landschaftskünstler, Reisender und Schrifsteller. "Der Verstorbene", wie er auch im Buch genannt wird, war eines seiner schrifstellerischen Pseudonyme. Er heiratete Lucie von Hardenberg (*1776) im Jahr 1817, ließ sich jedoch später wieder von ihr scheiden. Dennoch blieben sie eng befreundet. Seine Schulden versuchte er tatsächlich in den Griff zu bekommen, indem er mehrere Monate nach London ging, um dort eine reiche Dame zu finden. Seine Erlebnisse schilderte er in Briefen an Lucie. Der Versuch, eine neue Braut zu finden, mißlang und er kehrte heim. Doch sein Reisebericht wurde ein Erfolg. Danach reiste er in den Orient. Autor: Ralf Günther wurde 1967 in Köln geboren. Er schrieb mehrere Historische Romane und Kinderbücher. Seinen Durchbruch feierte er mit dem Werk "Der Leibarzt". Stil: Das Buch beginnt mit einigen Worten des Autors über seinen "Kontakt" mit Fürst Pückler und endet auch mit diesen. Eine nette Idee, um die Nähe des Autors zum Thema darzustellen. Witzig und "mal was anderes". Das Buch ist zum Teil in Briefform verfasst. Pückler schreibt seine Erlebnisse seiner Schnucke Lucie. Sprachlich über aus gelungen! Der Stil passt ganz herrvorragend in die Zeit, in der das Buch spielt. Eigene Meinung: Insgesamt fand ich das Buch gut. Es war ein netter Zeitvertreib für einen langen "Winterabend". Sprachlich fand ich es, wie erwähnt sehr gelungen und die Charakteren hatten ihre Eigenheiten, die deutlich zum Vorschein kamen. Weniger gelungen fand ich allerdings die Atmosphäre. Dem Autor gelang es meiner Meinung nach nicht, das London der damaligen Zeit lebendig werden zu lassen. Und durch die frivole Art des Fürsten in seinen Briefen verlor der Roman jede Spannung. Ein Krimi, der keiner ist. Ich mochte auch den Fürsten nicht so wirklich. Er ist arrogant und überheblich und mutete allen viel zu. Manchmal konnte ich über ihn schmunzeln, an anderen Stellen schüttelte ich ärgerlich den Kopf.

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  • Rezension zu "Der Gartenkünstler" von Ralf Günther

    Der Gartenkünstler
    elschummi

    elschummi

    22. May 2010 um 18:11

    Exzentrisch, eitel, untadelig, ein Kavallier der vornehmen Gesellschaft im Jahre 1826, in dem sich Fürst Pückler am finanziellen Abgrund sieht und sich von seiner Lucy-Schnucke trennen möchte. Trotz aller Widrigkeiten aber seine Lucy als treue Freundin betrachtet und ihre Wertschätzung genießt. Die Überfahrt nach England, seine Anstrengungen, aus seiner finanziellen Situation etwas Neues zu erleben, die Morde, die in seiner Umgebung für Unruhe sorgen. Ein Roman, sehr ausdruckslos und leicht zu lesen. Etwas historisch angehaucht aber auch – wenn nicht der trockene Humor aufkäme – ernst und mit krimimäßigen Flair verpackt.

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  • Rezension zu "Der Gartenkünstler" von Ralf Günther

    Der Gartenkünstler
    Ancareen

    Ancareen

    06. May 2010 um 15:48

    Der Roman beginnt mit einer Einleitung, in der der Autor immer wieder von dem Fürsten begleitet wird, denn Pückler hat ein Anliegen an ihn. Er führt ihn nach Schloss Branitz, lässt ihn dort im Park graben. Dabei findet er Briefe, die eine Reise nach England, die in ein völlig neues Licht rücken. Ziel seiner Reise ist es, eine Braut zu finden, mit deren Mitgift er seinen Park in Muskau weiter gestalten möchte. Die Idee stammte von seiner Ehefrau Lucie, die sich pro forma deshalb von ihm scheiden ließ. An sie verfasst er die Briefe. Schon beim Betreten des Bootes fällt ihm eine elegante Dame mit einer Kapuze tief im Gesicht auf. Doch auf der Überfahrt spielt ihm die Seekrankheit übel mit. Im Hafen überwacht er das Ausladen seines Gepäcks und sieht mit eigenen Augen die Leiche eines leichten Mädchens im Wasser treiben. Ab da ist der Tod sein Begleiter. Die Kunde von seinen scheinheiligen Absichten war ihm vorausgeeilt. Zu seiner Enttäuschung sind auf dem ersten Ball, den er besucht nur verheiratete Frauen oder alte Jungfern. Auch die erste Dame der Gesellschaft, die ihm den Zugang zu den Bällen der Saison verschafft hätte, ignoriert ihn. Otto, sein Diener, der ihn begleitet erweist sich als unbrauchbar und er wird ihn mit den ersten Briefen an Lucie zurückschicken. Der neue Diener trägt den Namen Holmes und legt im weiteren Verlauf des Romans auch das Gespür der Romanfigur Sir Sherlock Holmes an den Tag. Das braucht der Fürst auch, denn die Mordfälle und Mordversuche in seiner direkten Umgebung häufen sich bedrohlich - im Theater, auf der Rennbahn überall dort, wo er sich aufhielt. Er gerät in den Verdacht ein Mörder zu sein. Doch diese Popularität öffnet ihm auch andererseits die Türen in die Salons. Charles Dickens, ein dreister Journalist rückt ihn mit seinen Spekulationen und falschen Tatsachen wieder ins Licht der Öffentlichkeit. Eine sehr junge Dame verliebt sich unsterblich in ihn. Doch ihr Vater ist gegen die Verbindung. Eine Unbekannte schreibt ihm verliebte Briefchen in deutscher Sprache. Pückler seinerseits verliebt sich in eine deutsche Sängerin, die ihm auch zugetan scheint. Allerdings stellt sich dann heraus, dass sie v erlobt ist. als Pückler ihrem zukünftigen ehegatten im Theater begegnet, entgeht die Sängerin auf d em Weg von der Bühne in ihre Loge nur knapp dem Anschlag des Mörders durch das Auftauschen der beiden Männer. Die Dame mit dem Kapuzenmantel begegnet ihm immer wieder. Es ist sich bald sicher, dass sie ihn verfolgt, auch wenn er sie nicht sieht und sie die Schreiberin des Liebesbriefchen ohne Unterschrift ist. Und Lucie vermisst ihren Hermann sehr in Muskau. Otto stirbt noch bevor er Muskau erreicht und Valentin, der Sohn des Pfarrers bringt ihr die Briefe. Lucie ist begeistert von Valentin und nimmt ihn in ihre Dienste auf. Ihr Brief an Pückler fällt zunächst kühl aus. Rehder folgt Pückler nach England. Er soll sich statt Pückler, der London nicht verlassen darf, die Parks ansehen, um sich Inspirationen zu holen. Später wird Lucies Sehnsucht nach Pückler immer größer. Sie wird von ihrer Freundin Rahel Varnhagen und ihrem Ehegatten August in Muskau besucht. Doch der Fürst gerät nach dem Tod einer weiteren Dame noch stärker in den Verdacht. Nach der Beehrdigung des unglücklich in i hn verliebten Mädchens erwartet ih n ein reicher Reeder in seiner Kutsche, der Pückler mit seiner wenig ansehnlichen Tochter verheiraten möcht. auf der Hochzeit soll der preußische Adel erscheinen und der Reeder erhofft sich so ein großes Geschäft mit der ersstarkenden Macht der Preußen, für die er Schiffe bauen möchte. Seine Tocher Harriet entpuppt sich als schlank u nd keineswegs hässlich. doch als gefährlich für Pückler mit ihren spitz gefeilten Zähnen und Fingernägeln erscheint sie ihm unberechenbar und gefährlich. Doch jetzt löst sich das Rätsel. Der Mörder scheitert an dieser Frau und wird entlarvt. Doch die Kapuzenmantelfrau vereitelt die Heiratspläne als sie auf dem Grundstück des Reeders auftaucht. Pückler kehrt zurück. Ohne Mitgift, aber ohne Schuld. Kurzweilig und unterhaltsam, witzig und spannend, eine schöne lockere Lektüre. Spannend bis zum Schluss.

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  • Rezension zu "Der Gartenkünstler" von Ralf Günther

    Der Gartenkünstler
    Vane

    Vane

    16. April 2010 um 11:42

    Nun, Herr Pückler, sie haben ja allerhand erlebt auf ihrer Englandreise. Sind sie unglücklich darüber, dass ihr Plan gescheitert ist? Sie wiegen unentschieden den Kopf und heben ratlos die Hände? Ist ihr Ziel nicht dennoch erreicht? Zwar wollten sie eine junge reiche Braut nach Hause führen, was ihnen nicht gelungen ist. Warum hat ihr kluger und hübsch anzusehender Kopf eigentlich so lange gebraucht, bis ihnen klar war, dass ausschliesslich eine typisch englische Sitte ihnen Widerstand und Unglück in den Weg legte? Sie verweisen auf ihre naive Gutherzigkeit? Na , na, ihre Heiratsabsichten waren nicht nur lauterer Natur. Zwar wurde schon immer des Geldes wegen geheiratet. Aber im 19. Jahrhundert verbietet es der Anstand mit einer geschiedenen Frau und neuem Eheweib zusammenzuleben. Und war ihnen nicht klar, dass, selbst in Zeiten ohne Twittern, ihnen ihr Ruf nach England vorauseilen würde? Sie kommen mir schon wieder mit ihrer sympathischen Einfältigkeit? Wieviele Menschen haben sie eigentlich auf dem Gewissen - oder moderner - wieviele Leichen pflastern ihren Weg? Habe ich mich mit 7 verzählt? Sie springen auf und drohen mir mit einem Duell? Sind sie nicht selbst knapp einem Duell in England entgangen? Lassen sie uns Freunde bleiben! Wie schon erwähnt, sie haben ihr finanzielles Ziel ja doch noch erreicht. Ihre Briefe aus England an ihre geliebte Ex-Frau sind nach ihrer Veröffentlichung zu einem Kassenschlager geworden. Auch mich dürfen sie zu einem Bewunderer ihrer ausführlichen und unterhaltsamen Erzählung dazuzählen. Ah, jetzt nicken sie befriedigt. Eine kleine Anmerkung noch. Entsprechen die Beschreibungen der historischen Perönlichkeiten wirklich der Wahrheit? Sie rollen mit den Augen - was ist schon die Wahrheit! Sind die Varnhagens, Charles Dickens und Bettine von Arnim wirklich so schräge und unsympathische Zeitgenossen? Sie weisen darauf hin, dass das bekanntermaßen bei Künstlern und Schriftstellern der Fall sei? Sind sie nicht selbst ein Künstler, ein Gartenkünstler, und jetzt gar ein bekannter Schriftsteller? Ich sehe ein leises Lächeln auf ihren Lippen. Noch etwas Tee?

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  • Rezension zu "Der Gartenkünstler" von Ralf Günther

    Der Gartenkünstler
    kubine

    kubine

    19. March 2010 um 19:45

    Fürst Herrman von Pückler-Muskau ist vielen bekannt durch seine Parks in Ostdeutschland. (Das Fürst-Pückler-Eis ist sicher auch vielen geläufig, hat aber mit dem Gartenfürsten wenig zu tun.) Allerdings sind seine Gärten und Parks eine wahre Augenweide, die man einmal gesehen haben sollte. Und wer einen Garten oder auch nur einen Balkon hat, weiß, welch kostspieliges Hobby es sein kann, ein paar Quadratmeter zu begrünen und erblühen zu lassen. Was müssen dann erst diese Parklandschaften an Unsummen von Geld verschlungen haben? Und da auch der Fürst keinen Goldesel im Stall zu stehen hatte, musste er sich das Geld anderweitig besorgen. Also lässt er sich von seiner Frau Lucie (im gegenseitigen Einvernehmen) scheiden, um sich in England auf Brautschau zu begeben. Die Briefe, die er in dieser Zeit an Lucie sendet, werden ein paar Jahre später als „Briefe eines Verstorbenen“ ein Bestseller in Europa und den USA. Doch, hat es sich wirklich so zugetragen, wie in den Briefen beschrieben? Der Geist des Fürsten sagt nein und lässt Ralf Günther nach Branitz fahren, um die echten Briefe auszugraben und die wirkliche Geschichte aufzuschreiben... Man schreibt das Jahr 1826. Fürst Pückler erreicht London, wo er nach einer Braut mit reicher Mitgift Ausschau halten will. Sollte ja nicht so schwierig sein, immerhin ist er gutaussehend, charmant und ungebunden. Doch dummerweise sind ihm die Gerüchte um die wahren Gründe dieser Reise vorausgeeilt, was ihm seine Absichten merklich erschwert. Auch dass er immer in der Nähe ist, sobald ein Mord geschieht bzw. Frauen umgebracht werden, mit denen er sich (wenn auch nur kurz) abgegeben hat, machen ihn in den Augen der Londoner High Society nicht gerade attraktiver. Presseberichte, Verdächtigungen und Vorladungen zu Gericht machen ihn zwar zu einem beliebten Klatschobjekt, aber Erfolg will sich trotzdem nicht einstellen. Einzig eine unbekannte Kapuzenfrau, die ihm auf Schritt und Tritt folgt, sind seine wahren Heiratsabsichten egal. Hat sie etwas mit den Morden zu tun? Wird Fürst Pückler den wahren Mörder finden? Und kann er eine Braut heimführen? Dieses Buch ist ein höchst vergnüglicher Briefroman, der uns nicht nur den Fürsten näherbringt, sondern auch viele bekannte Persönlichkeiten der damaligen Zeit miteinbezieht. Baron Nathan Mayer Rothschild, Henriette Sontag, Dorothea Lieven und Charles Dickens (auch wenn der Autor Dickens Zeit als Reporter 10 Jahre vorverlegt hat) – sie alle sind in einer spannenden Geschichte verwoben. Pücklers englischer Diener namens Holmes, hat die gleiche Garderobe und den gleichen Scharfsinn wie sein Namensvetter, die Morde, die verübt werden, geschehen vornehmlich in Whitechapel nach Jack the Ripper – Manie, so dass man gewisse Paralellen ziehen möchte. Der belesene Leser wird zwar wissen, dass Jack the Ripper erst 1888 sein Unwesen trieb und auch Sherlock Holmes später Fälle löste, aber das tut dem Lesevergnügen keinen Abbruch. Andere Länder, andere Sitten – das muss auch Fürst Pückler lernen. Und er gibt sich redlich mühe, was aber auch zu manch komischer Situation führt. Witzig zu lesen auch die Verballhornung seines Namens. Ja, ja, so ein Fürst hat es auch nicht leicht... Lesen!

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  • Rezension zu "Der Gartenkünstler" von Ralf Günther

    Der Gartenkünstler
    anyways

    anyways

    14. March 2010 um 13:05

    Hermann Fürst Pückler zu Muskau ist ein Lebemann und Liebhaber schöngeistiger Dinge und vor allem der Frauen. Als seine Leidenschaft für die Gartenarchitektur sein Vermögen rasant zum Schmelzen bringt, beschließt er sich von seiner so geliebten Lucie zu trennen, um sich an Londons ersten Höfen nach einer reichen Gattin umzuschauen. Während seiner Reise schreibt er Lucie Tagebuch ähnliche Briefe, die später als „Briefe eines Verstorbenen“ verlegt wurden. Nur soll sich diese Reise laut des Erzählers in diesem Roman gar nicht so zugetragen haben. Durch einen mysteriösen Zufall bekommt er die wahren Briefe in die Hand und schreibt eine ganz andere Geschichte nieder… Soviel zum Inhalt dieses Buches. Ich war gespannt wie der Autor die Biographie des Fürsten mit den Frauenmorden und der Anspielung auf Sherlock Holmes miteinander verbindet, und wurde leider sehr enttäuscht. Während seines Aufenthaltes in London wird der Fürst als „ Gottes Geschenk an die Frauen“ dargestellt und was noch viel schlimmer ist, die holde Weiblichkeit nimmt das auch ohne Widerspruch an. In jeden Rockzipfel mit ein paar (viele müssen es nun wirklich nicht sein) weiblichen Attributen verliebt sich der Fürst stehenden Fußes und besitzt auch noch die Geschmacklosigkeit es seiner geliebten „Schnucke“ zu schreiben, mit allen Details. Ein bisschen Spannung kommt durch die Morde auf, deren Verbindung zu Pückler und deren Aufklärung sind allerdings hier so lieblos gestaltet das die Spannung schnell verfliegt. Auch die Figur des Holmes verspricht am Anfang viel, wird aber im Laufe des Romans immer nebensächlicher. Durch die letzte Hälfte des Buches habe ich mich durchgekämpft. Es war ermüdent diesen liebestollen Fürsten auf seiner Reise zu begleiten.

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  • Rezension zu "Der Gartenkünstler" von Ralf Günther

    Der Gartenkünstler
    kleinfriedelchen

    kleinfriedelchen

    10. March 2010 um 14:00

    Hermann Fürst Pückler-Muskau leidet unter chronischem Geldmangel, verschlingen seine riesigen Parkanlagen doch enorme Ressourcen. Also beschließen der Mann von Welt und seine geliebte Gattin Lucy, sich einvernehmlich scheiden zu lassen, damit Pückler sich auf die Suche nach einer neuen gutbetuchten Gattin machen kann, um den Traum vom gärtnerischen Paradies vollenden zu können. Auf geht es also nach England. Doch seine Aufwartungsversuche blitzen ab; man wurde vor dem Mann gewarnt, der nur hinter dem Vermögen der Zukünftigen her sei. Erst die Zusprache des reichen Baron Rothschild öffnet ihm die Türen zu den Adelshäusern Englands. Doch sein Werben wird von tragischen Ereignissen überschattet: mehrere junge Damen, zu denen Pückler nur kurz vorher Kontakt hatte, sterben auf unnatürliche Weise. Bald schon eilt Pückler der Ruf als Mörder voraus. Alles nur Zufall, oder versucht jemand, Pücklers Heiratspläne zu verhindern? Die Schilderung der Handlung in Briefen des Fürsten an seine geliebte Lucy (für andere Unwissende wie mich: die Briefe existieren, jedenfalls in ähnlicher Form, tatsächlich) fand ich sehr gelungen und der Sprachstil wurde treffend an die damalige Zeit angepasst. Ralf Günther schafft es, ein lebendiges Bild des Londons des 19. Jahrhunderts zu zeichnen, mit prachtvollen Bällen und schmutzigen Gassen, in denen Kinder um Münzen betteln und „gay ladies“ ihre Dienste anbieten. Besonders amüsant fand ich auch das Auftreten von Charles Dickens, der hier die Rolles des Boulevardreporters übernimmt, sowie Pücklers englischem Diener Holmes, der ein untrügliches Gespür für den Mordhergang beweist. Wie viel von der Handlung Fiktion und wie viel tatsächliche historische Fakten sind, weiß ich als Laie nicht einzuschätzen. Trotzdem empfand ich das Buch als gekonnte Mischung aus Historie und Krimi, welche mir das Leben des Gartenkünstlers Fürst Pückler etwas nähergebracht hat. Die Auflösung des Kriminalfalls erscheint mir logisch und das Buch hinterlässt einen runden, stimmigen Eindruck. Mein Fazit: Der Gartenkünstler ist ein spannender und unterhaltsamer Lesespaß mit historischem Hintergrund. Wer etwas über das Leben des Fürsten Pückler erfahren will, findet hier einen leichten Einstieg.

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  • Rezension zu "Der Gartenkünstler" von Ralf Günther

    Der Gartenkünstler
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    02. March 2010 um 23:57

    Hermann Fürst von Pückler-Muskau steht finanziell kurz vor dem Ruin. Um dem zu entgehen läßt er sich von seiner Frau Lucie scheiden und reist, mit ihrem Einverständnis, nach England um dort eine wohlhabende Braut zu finden. Das dass nicht so einfach ist wird er gleich von Anfang an erfahren. Der Ruf seines Vorhabens gelangt noch schneller auf die Insel als er selbst. Gleichzeitig wütet ein Hurenmörder in London. Es kommt sogar soweit, dass er unter Mordverdacht steht, da die Opfer, seit dem er in London ist, immer aus seiner näheren Umgebung kommen. In dem wahrscheinlich ersten "Fürst-Pückler-Roman" hat der Autor sich eine Geschichte erdacht die mit ihrer Zeit und ihren Darstellern spielt. Hauptsächlich ist der Roman in Briefform von Pückler an seine Lucie geschrieben. Die Englandreise und auch das Ziel des Fürsten haben sich in der Tat ereignet, nur die eigentliche Geschichte des Buches nicht. Der Autor hat eine schöne Geschichte ersponnen, die er sich auch "höchstpersönlich" von Fürsten Pückler hat autorisieren lassen, in dem er ihn zu den versteckten und wahren Briefen geführt hat. Es ist eine gut durchdachte Geschichte in dem noch mehr berühmte Zeitgenossen vorkommen. Nicht nur Fürst, nein auch Charles Dickens, Henriette Sontag, Bettina von Armin und ein Gewisser Holmes. Das Buch ist sehr gut geschrieben, leicht zu lesen und auch sprachlich der Zeit des Fürsten angepasst. Der Humor kommt auch nicht zu kurz. Die Geschichte nimmt Wendungen die man nicht immer so erwartet hat. Auch hat der Autor es geschafft die Spannung bis zum Schluß aufrecht zu erhalten, was auch nötig war, da man leider schon früh wußte, das dass eigentliche Vorhaben des Fürsten zum Scheitern verurteilt war. Ich freue mich schon auf das nächste Buch über den Fürsten, wenn er in 200 Jahren die wirkliche Wahrheit erzählen will.

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