Ralf Georg Bogner Einführung in die Literatur des Expressionismus

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Inhaltsangabe zu „Einführung in die Literatur des Expressionismus“ von Ralf Georg Bogner

Dieses Buch bietet eine knappe und zugleich konzise Einführung in die Literatur des Expressionismus. In klarer und verständlicher Diktion vermittelt es grundlegende Kenntnisse der literarischen Avantgarde zwischen 1910 und 1925. Auf eine differenzierte Definition der Epoche und eine Zusammenfassung der wesentlichen Forschungsliteratur folgt die eingehende Beschreibung der für die expressionistische Dichtung maßgeblichen historischen, sozialen und kulturellen Kontexte. Die zentralen Themen und ästhetischen Tendenzen der Epoche werden präzise herausgearbeitet. Ein literarhistorischer Abriss und detaillierte Modellanalysen zu Texten von Gottfried Benn, Alfred Döblin, Albert Ehrenstein, Georg Heym und Georg Kaiser ergänzen den Band.

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  • Rezension zu "Einführung in die Literatur des Expressionismus" von Ralf Georg Bogner

    Einführung in die Literatur des Expressionismus
    Sophia!

    Sophia!

    08. February 2013 um 12:22

    „Wichtiger […] ist jedoch die Einsicht in die Radikalität, mit der sich die neue Generation der Expressionisten gegen die ältere literarische Moderne, ihre Konzepte, ihre Poetik und ihre Repräsentanten wendet.“ - Der Expressionismus als literatur- und kunstgeschichtliche Strömung des beginnenden 20. Jahrhunderts gehört ohne Zweifel zu den faszinierendsten Bewegungen seiner Zeit. Noch nie zuvor haben sich sowohl Künstler als auch Literaten auf eine derart drastische Weise mit der sie umgebenden Welt auseinandergesetzt. Der Begriff der Kunst wird regelrecht reformiert, alte Konzepte erweitert. Im Zentrum expressionistischen Schaffens steht vor allem die Abstraktion von der Realität, die mittels literarischer Techniken wie etwa Reihungsstil, Provokations- und Schockästhetik oder sprachlicher Verknappung erreicht werden soll. Und es sind genau solche charakteristischen Merkmale expressionistischer Werke, die eine Interpretation repräsentativer Texte auf den ersten Blick als problematisch erscheinen lassen. _ Einen weitaus umfassenderen Einblick als eine typische Einführung bietet Ralf Georg Bogner, Professor für Neuere deutsche Philologie und Literturwissenschaft, in seinem Einführungswerk zum Expressionismus. Nach einer allgemeinen Klärung des Epochenbegriffs und einer Darstellung des aktuellen Forschungsstandes, bei dem er auch auf die Expressionismusdebatte eingeht, werden die jeweiligen Kontexte in den Blick genommen. Hierzu zählen neben der Sozialisation der Autoren ebenso politische und soziale Hintergründe wie auch philosophische und ideologische Positionen. Auch das Aufkommen neuer Medien spielt eine herausragende Rolle für die Veränderungen literarischen Schaffens. Insbesondere das Kino wird expressionistische Texte grundlegend prägen. In einem nächsten Schritt beschreibt Bogner wesentliche Züge expressionistischer Literatur. Anhand einer präzisen Beschreibung der einzelnen Gattungen und deren Charakteristika wird relativ schnell deutlich, wo Unterschiede zu klassischen Formen liegen. Eine Auflistung typischer Motive und Gestaltungsweisen vereinfacht die anschließende Auseinandersetzung mit Einzeltexten massiv. Der Titel enthält detaillierte Einzeltextanalysen zu folgenden Werken: Alfred Döblin: Die Ermordung einer Butterblume Georg Heym: Berlin I Albert Ehrenstein: Tubutsch Gottfried Benn: Mann und Frau gehen durch die Krebsbaracke Georg Kaiser: Von morgens bis mitternachts _ Zur Prüfungsvorbereitung ist dieser Band uneingeschränkt zu empfehlen. Er überzeugt ebenso durch wissenschaftlich fundierte Erläuterungen wie auch durch eine nachvollziehbare Darlegung der jeweiligen Fakten in leicht verständlicher Sprache. Der Text ist ideal gegliedert und in sich stringent. Als besonders vorteilhaft erweisen sich die breiten Seitenränder, die während der Lektüre genügend Raum für individuelle Notizen lassen. Zusätzlich sind die wichtigsten Schlagwörter eines Abschnitts am Rand abgedruckt, sodass sich der Leser optimal orientieren kann und sofort merkt, was innerhalb eines Abschnitts besonders wichtig ist. Das Sachregister am Ende des Buches vereinfacht das schnelle Auffinden gewünschter Themenkomplexe. Der Überblick zur Forschungsliteratur durch die kommentiere Bibliographie kann eine weitere Beschäftigung mit dem Thema fördern und unterstützen. _ Fazit: Eine überaus gelungene Darstellung der Epoche sowohl in zeitgeschichtlicher als auch vordergründig in literarischer Hinsicht. Das Wesen des Expressionismus wird durchleuchtet und aufgedeckt. Eine spätere Analyse eingängiger Texte sollte nach dieser Lektüre bestens gelingen.

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